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Prof. Dr. '''Günther Frasl''' (* [[3. Mai]] [[1924]] in [[Wien]]; † [[10. März]] [[2003]]) war ein österreichischer Geologe, Paläontologe und Professor an der [[Universität Salzburg]].

== Leben ==
Frasl studierte nach Wehrdienst und Kriegsgefangenschaft ab [[1946]] Geowissenschaften an der Universität Wien, an der er [[1950]] bei Leopold Kober promoviert wurde ("Der Nordrand des [[Tauernfenster]]s zwischen [[Gerlospass|Gerlospaß]] und [[Habachtal]]"). Danach war er wissenschaftliche Hilfskraft und ab [[1955]] Assistent bei Alfred Till an der Hochschule für Bodenkultur in Wien, an der er Ingenieurgeologie lehrte und sich 1955 habilitierte ("Anzeichen schmelzflüssigen und hochtemperierten Wachstums an den großen Kalifeldspaten einiger Porphyrgranite, Porphyrgranitgneise und Augengneise Österreichs").

[[1963]] wurde er außerordentlicher Hochschulprofessor mit Festanstellung. [[1967]] wurde er ordentlicher Professor für Geologie und Paläontologie an der neu gegründeten Universität Salzburg und baute dort aus kleinen Anfängen (Unterricht für Lehramtskandidaten) das [[Institut für Geologie und Paläontologie]] auf. [[1979]] wurde das Institut mit dem Institut für Mineralogie und Petrographie zum Institut für Geowissenschaften vereinigt, dem Frasl 1979 bis [[1983]] und [[1985]] bis [[1987]] vorstand. [[1990]] wurden die Institute wieder getrennt und Frasl war wieder Vorstand des Instituts für Geologie und Paläontologie bis zu seiner Emeritierung [[1992]].

Ein Schwerpunkt seiner Forschung war regionale Geologie, besonders das Kristallin der Zentralalpen (Stratigraphie des Mittelabschnitts der Hohen Tauern, unter anderem durch Kennzeichnung der vulkanischen Schichten in den fast fossilfreien Schiefern der von ihm eingeführten Habachserie, die er als paläozoisch erkannte) und das Kristallin der Böhmischen Masse (Moldanubikum in [[Oberösterreich]], Mühlviertel, Moravikum im [[niederösterreich]]ischen Waldviertel) sowie Kristallin-Gerölle führende Schichten in der [[Flysch]]-Zone und Klippenzone von Salzburg bis in das Wiener Becken. Das Böhmische Massiv untersuchte er unter anderem deswegen, da sich dort das Granitproblem (Beziehung von Granitintrusionen zur Umgebung) besser studieren ließ als im stark metamorphen und tektonisch umgeformten Zentralkristallin der Hohen Tauern. Er untersuchte auch die Schwerminerale in rezenten Sedimenten im Gebiet des Neusiedler Sees und um Retz. Aus den Auswertungen kristalliner Gerölle schloss er auch auf die Existenz einiger weiterer kristalliner Massen am Nordrand der [[Ostalpen]] zwischen Böhmischer Masse und Tauernfenster (Cetisches Massiv). In seiner Habilitation befasste er sich mit der Entstehung von Kalifeldspaten und Rückschlüssen daraus auf die Entstehung (Magmen) von Graniten und ähnlichen Gesteinen (Gneise). In der damaligen Diskussion um die Genese von Graniten trat er für magmatischen Ursprung ein. Von ihm stammen 108 wissenschaftliche Publikationen.

Er war Mitarbeiter am Forschungsschwerpunkt N 25 der österreichischen Hochschulen (Geologischer Tiefbau der Ostalpen), am Schwerpunktprojekt S 15 (Frühalpine Geschichte der Ostalpen) und am IGCP-Projekt 233 (Terranes in the Circum-Atlantic Paleozoic Orogen).

1975 wurde er korrespondierendes Mitglied der Geologischen Bundesanstalt. 1988 wurde er Ehrenmitglied der Österreichischen Geologischen Gesellschaft. 1964 erhielt er den Förderungspreis der Stadt Wien.

[[1952]] heiratete er Elfie Jünger, mit der er eine Tochter hatte.

== Quelle ==
* {{wikipedia-de}}

{{SORTIERUNG: Frasl, Günther}}
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