| | '''Typhonia melana''' Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. | | '''Typhonia melana''' Hättenschwiler, 2000 ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Psychidae]]. |
| − | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | + | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>== |
| | ''T. beatricis'' wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben, wird seit kurzem aber als Synonym von ''Typhonia melana'' (Frivaldsky, 1838) angesehen (Arnscheid & Weidlich 2017). Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in [[Sportgastein]], entlang des Bahlsenweges in rund 1645 m Höhe eine Raupe einer ''Typhonia''-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite ''[[Typhonia ciliaris]]'' handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu ''T. melana'' (damals noch ''T. beatricis'') gehören konnte. Es war dies zu diesem Zeitpunkt der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa (Kurz 2013). Durch diesen Fund aufmerksam gemacht, entdeckte Erwin Hauser in der Sammlung Deschka ein weiteres Männchen aus Salzburg, das bereits von 19.-28.7.1961 am [[Moserboden]] in rund 2100-2300 m Höhe gefangen worden war und auch ein Exemplar aus Tirol wurde entdeckt. Es ist deshalb anzunehmen, dass die Art in den Alpen heimisch ist und so wie in Mittelitalien in höheren Lagen lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als ''Typhonia'' sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten ''[[Typhonia ciliaris]]''. Die IMagines fliegen in einer Generation im Jahr ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2020). | | ''T. beatricis'' wurde erst im Jahr 2000 von Peter Hättenschwiler aus der Schweiz beschrieben, wird seit kurzem aber als Synonym von ''Typhonia melana'' (Frivaldsky, 1838) angesehen (Arnscheid & Weidlich 2017). Das Hauptverbreitungsgebiet der Art scheint im Mittelmeerraum zu liegen und die Population in der Schweiz wurde als eingeschleppt angesehen (Hättenschwiler 2000). Bereits 1999 fanden Marion und Michael Kurz in [[Sportgastein]], entlang des Bahlsenweges in rund 1645 m Höhe eine Raupe einer ''Typhonia''-Art, aus der im darauf folgenden Jahr ein Männchen schlüpfte. Die hellen Flecke auf den Vorderflügeln und einige weitere Merkmale zeigten sofort, dass es sich dabei nicht um die in den Alpen weit verbreite ''[[Typhonia ciliaris]]'' handeln konnte, sondern dass eine neue Art vorlag. Aber erst eine genaue Untersuchung des Tieres ergab, dass es nur zu ''T. melana'' (damals noch ''T. beatricis'') gehören konnte. Es war dies zu diesem Zeitpunkt der erste Nachweis der Art in Österreich und erst der zweite bekannte Fundort in Mitteleuropa (Kurz 2013). Durch diesen Fund aufmerksam gemacht, entdeckte Erwin Hauser in der Sammlung Deschka ein weiteres Männchen aus Salzburg, das bereits von 19.-28.7.1961 am [[Moserboden]] in rund 2100-2300 m Höhe gefangen worden war und auch ein Exemplar aus Tirol wurde entdeckt. Es ist deshalb anzunehmen, dass die Art in den Alpen heimisch ist und so wie in Mittelitalien in höheren Lagen lebt. Die Art wird bei Embacher et al. (2011) noch als ''Typhonia'' sp. für die Zone IV (Zentralalpen) angeführt. Lebensraum sind Magerweiden höherer Lagen und kurzrasige alpine Magerwiesen, ähnlich wie bei der verwandten ''[[Typhonia ciliaris]]''. Die IMagines fliegen in einer Generation im Jahr ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2020). |