| | Das Hagenauer-Gut lag bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo im Jahr [[1546]] im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend zogen. Kaiser Karl V. versuchte mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland 1546 ausbrach. Höchstwahrscheinlich wurde dabei auch das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges. Offensichtlich scheint auch Georgs Mutter bereits bei seiner Geburt (oder kurz darauf) gestorben zu sein. Zumindest tauchen weder seine Mutter noch irgendwelche anderen Geschwister Georgs zwischen 1546 (Verlassen des Gutes) und 1554 (erste Erwähnung des Vaters Sebastian in Salzburg) respektive 1568 (erste Erwähnung Georgs in Salzburg) in Indersdorfer oder Salzburger Urkunden auf. | | Das Hagenauer-Gut lag bei Schrobenhausen in Bayern, dort wo im Jahr [[1546]] im Zuge dieses Schmalkaldischen Krieges mehrere zehntausend Landsknechte plündernd und brandschatzend durch die Gegend zogen. Kaiser Karl V. versuchte mit Waffengewalt die reichsrechtliche Anerkennung des Protestantismus zu verhindern und die Macht der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich einzuschränken. Dabei zog er gegen den Schmalkaldischen Bund (ein Bündnis protestantischer Landesfürsten und Städte) wobei der Krieg zunächst in Süddeutschland 1546 ausbrach. Höchstwahrscheinlich wurde dabei auch das Hagenauer-Gut ein Opfer des Krieges. Offensichtlich scheint auch Georgs Mutter bereits bei seiner Geburt (oder kurz darauf) gestorben zu sein. Zumindest tauchen weder seine Mutter noch irgendwelche anderen Geschwister Georgs zwischen 1546 (Verlassen des Gutes) und 1554 (erste Erwähnung des Vaters Sebastian in Salzburg) respektive 1568 (erste Erwähnung Georgs in Salzburg) in Indersdorfer oder Salzburger Urkunden auf. |
| − | Georgs Vater Sebastian (Wastl) Hagenauer wird in einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr [[1554]] nördlich von Salzburg in [[Hammerau]] erwähnt. Dort stand seit dem Jahr [[1537]] das durch den damaligen Salzburger Erzbischof [[Matthäus Lang]] gegründete Eisenwerk Annahütte. Anscheinend hatten die Hagenauer kein Vermögen aus Bayern retten können und lagen finanziell am Boden. So hatte Sebastian Hagenauer für sich und seinen Sohn (zumindest kurzfristig) im Hammerwerk den Unterhalt verdienen müssen. Jedoch sein Sohn "Georg Hagenauer de Ainring" konnte auf Grund seiner Abstammung zwar nicht standesgemäß, aber entsprechend den Umständen in einen Gutsbesitz einheiraten. Georg besaß nun ein Gut in Ainring, für das er in einer Urkunde des Jahres [[1568]] vom Salzburger Domkapitel die Bewilligung für "etliches Zimmerholz am Högl zu vorhabenden Gepeuen" erhält. In dieser Urkunde wird nichts über seinen Stand geschrieben, jedoch ist anzunehmen, dass er Landwirt und Müller (die es oft zu beträchtlichem Wohlstand brachten) war. So ging es mit Georg I. mit der Familie wieder bergauf. Seine Nachkommen hatten in alteingesessene Familien des Rupertiwinkels eingeheiratet. Georg selbst hatte zumindest zwei Söhne; den "ehrbaren Wolf (Wolfgang) Hagenauer de Piding" (* ~ 1575), Mayer des Seyfriedgut in [[Piding]], sowie den "ehrbaren Georg Hagenauer II. von Hagenau" (* 1585), der als Bauer und Müller bei Hammerau genannt wurde. | + | Georgs Vater Sebastian (Wastl) Hagenauer wird in einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr [[1554]] nördlich von Salzburg in [[Hammerau]] erwähnt. Dort stand seit dem Jahr [[1537]] das durch den damaligen Salzburger Erzbischof [[Matthäus Lang]] gegründete Eisenwerk Annahütte, in dem Sebastian in einer Urkunde genannt wird. Anscheinend hatten sie kein Vermögen aus Bayern retten können und waren finanziell am Boden. Jedoch sein Sohn "Georg Hagenauer de Ainring" (auch Georg Hagenauer de Hagenau), konnte wahrscheinlich auf Grund seiner Abstammung in einen Gutsbesitz einheiraten. Dies war zwar nicht standesgemäß aber entsprechend der Umstände das Beste was ihm passieren konnte. Georg besaß nun ein Gut in Ainring, für das er in einer Urkunde des Jahres [[1568]] vom Salzburger Domkapitel die Bewilligung für "etliches Zimmerholz am Högl zu vorhabenden Gepeuen" erhält. In dieser Urkunde wird nichts über seinen Stand geschrieben, jedoch ist anzunehmen, dass er Landwirt und Müller (die es oft zu beträchtlichem Wohlstand brachten) war. So ging es durch Georg I. mit den Hagenauern, die bald an Zahl und Bedeutung zunehmen sollten, wieder bergauf. Seine Nachkommen hatten in alteingesessene Familien des Rupertiwinkels eingeheiratet und wurden einer der hoch angesehensten und einflußreichsten Familien Salzburgs im 18. Jahrhundert. Georg selbst hatte zumindest zwei Söhne; den "ehrbaren Wolf (Wolfgang) Hagenauer de Piding" (* ~ 1575), Mayer des Seyfriedgut in [[Piding]], sowie den "ehrbaren Georg Hagenauer II. von Hagenau" (* 1585), der als Bauer und Müller bei Hammerau genannt wurde. |