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==Holz als CO2 Speicher und wichtiger Lebensraum==
 
==Holz als CO2 Speicher und wichtiger Lebensraum==
Alte Bäume und Baumriesen sind besonders wichtige Speicher für das klimaschädliche CO2. 1 m3 Holz bindet dauerhaft Kohlenstoff von einer Tonne CO2 aus der Atmosphäre. Der Erhalt von Alt- und Totholz stellt damit einen besonders wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Außerdem sind Baumriesen eine Augenweide für Erholungssuchende. Vor allem aber ist Alt- und Totholz ein unersetzlicher Raum für seltene holzbewohnende Käfer, für Fledermäuse, Vögel und für Baum-Flechten. Der Erhalt von stehendem Alt- und Totholz und von liegendem Holz vor allem auf den Stadtbergen sollte daher künftig noch stärker berücksichtigt werden.
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Alte Bäume und Baumriesen sind besonders wichtige Speicher für das klimaschädliche CO<sub><small>2</small></sub>. Ein Kubikmeter Holz bindet dauerhaft Kohlenstoff von einer Tonne CO<sub><small>2</small></sub> aus der Atmosphäre. Der Erhalt von Alt- und Totholz stellt damit einen besonders wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar. Außerdem sind Baumriesen eine Augenweide für Erholungssuchende. Vor allem aber ist Alt- und Totholz ein unersetzlicher Raum für seltene holzbewohnende [[Käfer]], für [[Fledermäuse]], [[Vögel]] und für Baum-Flechten. Der Erhalt von stehendem Alt- und Totholz und von liegendem Holz vor allem auf den Stadtbergen sollte daher künftig noch stärker berücksichtigt werden.
    
== Stadt Salzburg, eine grüne Stadt ==
 
== Stadt Salzburg, eine grüne Stadt ==
Salzburg ist eine besonders grüne Stadt. Keine andere vergleichbare Stadt in Österreich und der näheren Umgebung von Österreich besitzt in der Innenstadt-Katastralgemeinde (mit der Bezugsgröße ist eine gute Vergleichbarkeit gegeben) sind mit über 11% einen auch nur annähernd ähnlich hohen Waldanteil wie Salzburg. Auch die großen städtischen Gartenanlagen wie der Mirabellgarten und die Salzach mit ihren randlichen Baumreihen tragen zur Verbesserung des Lokalklimas maßgeblich bei. Der Waldanteil in der Stadt steigt seit etwa 1950 schrittweise an. Dies wird maßgeblich durch die wachsende Waldfläche auf den Bergen der Stadt bedingt. Zudem besitzt die Stadt Salzburg vergleichsweise viel Niederschlag, was in hohem Maß ausgleichend auf das Stadtklima wirkt. Über 20.000 Bäume stocken außerhalb des Waldes auf dem privaten und dem öffentlichen Grund im Eigentum der Stadt Salzburg - vor allem in Parkanlagen und entlang der Straßen - und müssen jährlich eingehend kontrolliert werden Sie sind auch im digitalen Baumkataster (online für alle Bürger) abrufbar. Dabei sind auch über 200 verschiedene Baumarten erfasst.
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Salzburg ist eine besonders grüne Stadt. Keine andere vergleichbare Stadt in Österreich und der näheren Umgebung von Österreich besitzt in der Innenstadt-Katastralgemeinde (mit der Bezugsgröße ist eine gute Vergleichbarkeit gegeben) sind mit über elf Prozent einen auch nur annähernd ähnlich hohen Waldanteil wie Salzburg. Auch die großen städtischen Gartenanlagen wie der Mirabellgarten und die Salzach mit ihren randlichen Baumreihen tragen zur Verbesserung des Lokalklimas maßgeblich bei. Der Waldanteil in der Stadt steigt seit etwa 1950 schrittweise an. Dies wird maßgeblich durch die wachsende Waldfläche auf den Bergen der Stadt bedingt. Zudem besitzt die Stadt Salzburg vergleichsweise viel Niederschlag, was in hohem Maß ausgleichend auf das Stadtklima wirkt. Über 20.000 Bäume stocken außerhalb des Waldes auf dem privaten und dem öffentlichen Grund im Eigentum der Stadt Salzburg - vor allem in Parkanlagen und entlang der Straßen - und müssen jährlich eingehend kontrolliert werden Sie sind auch im digitalen Baumkataster (online für alle Bürger) abrufbar. Dabei sind auch über 200 verschiedene Baumarten erfasst.
    
== Schutz des Lokalklimas: noch mehr Stadtbäume ==
 
== Schutz des Lokalklimas: noch mehr Stadtbäume ==
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==Geeignete Baumstandorte in der Innenstadt==  
 
==Geeignete Baumstandorte in der Innenstadt==  
In der Altstadt sind Baumpflanzungen (z.B. Pyramidenhainbuchen) nach historischen Vorbildern vor allem in der Hofstallgasse (vor dem Studiengebäude) und randlich auf dem Max-Reinhardt-Patz (einst Teil des Franziskaner-Klostergartens) sehr sinnvoll. Auch der historische Garten des Wolf Dietrich in der Dietrichsruh (derzeit eintönig gepflastert) neben der Franziskanerkirche kann durch Grün entscheidend aufgewertet werden. Randlich sind zusätzliche Baumpflanzungen auch neben der Kapitelschwemme auf dem Kapitelplatz und auf dem Residenzplatz vor dem Heimatwerk gut denkbar.  
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In der Altstadt sind Baumpflanzungen (z.B. Pyramidenhainbuchen) nach historischen Vorbildern vor allem in der [[Hofstallgasse]] (vor dem Studiengebäude) und randlich auf dem [[Max-Reinhardt-Platz]] (einst Teil des Franziskaner-Klostergartens) sehr sinnvoll. Auch der historische Garten des [[Wolf Dietrich von Raitenau|Wolf Dietrich]] in der [[Dietrichsruh]] (derzeit eintönig gepflastert) neben der Franziskanerkirche kann durch Grün entscheidend aufgewertet werden. Randlich sind zusätzliche Baumpflanzungen auch neben der [[Kapitelschwemme]] auf dem [[Kapitelplatz]] und auf dem Residenzplatz vor dem Heimatwerk gut denkbar.  
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Dem [[Kajetanerplatz]] kommt die gesteigerte Sensibilität für das Mikroklima ebenfalls zugute: Der Platz erhält im Zuge seiner Neugestaltung, bei der auch der Brunnen in die Mitte des Platzes gerückt und zusätzlich Wasser in Form von Fontänen zur lokalen Abkühlung austreten soll, anstelle der zwei bisher vorgesehenen nun wieder fünf [[Hainbuche]]n. Die Hainbuchen waren in den letzten Jahrzehnten leider immer weniger geworden.
 
Dem [[Kajetanerplatz]] kommt die gesteigerte Sensibilität für das Mikroklima ebenfalls zugute: Der Platz erhält im Zuge seiner Neugestaltung, bei der auch der Brunnen in die Mitte des Platzes gerückt und zusätzlich Wasser in Form von Fontänen zur lokalen Abkühlung austreten soll, anstelle der zwei bisher vorgesehenen nun wieder fünf [[Hainbuche]]n. Die Hainbuchen waren in den letzten Jahrzehnten leider immer weniger geworden.
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Das Projekt steht unter der Leitung von [[Angela Hof]], assoziierter Professorin mit dem Forschungsschwerpunkt Stadtökologie am Fachbereich Geographie und Geologie der [[Universität Salzburg]]; Projektmitarbeiterinnen sind Carola Helletsgruber, Sandra Stieger und Celina Stanley.
 
Das Projekt steht unter der Leitung von [[Angela Hof]], assoziierter Professorin mit dem Forschungsschwerpunkt Stadtökologie am Fachbereich Geographie und Geologie der [[Universität Salzburg]]; Projektmitarbeiterinnen sind Carola Helletsgruber, Sandra Stieger und Celina Stanley.
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Wichtige Fragen sind: Wann treiben die Blätter der Stadtbäume im Frühjahr aus und wie schnell entfalten sie sich? Wie früh oder spät im Herbst beginnen die Laubverfärbung und der Laubfall? Beginn und Verlauf der Blattentfaltung wurden nun mittels phänologischen Monitorings [[Glossar Biologie#P|Phänologie]] ist die Lehre von den alljährlich wiederkehrenden Erscheinungen in der Pflanzenwelt – im Detail aufgezeigt. Für das phänologische Monitoring benützen die Schüler eine vom Projektteam entwickelte ''App'', die eine einfache Datensammlung,-Auswertung und Visualisierung ermöglicht. Außerdem führen die Schüler Mikroklimamessungen durch, mittels deren sie die Abkühlungsleistungen der Bäume erforschen. Dafür sind an zahlreichen Baumkronen rund um die Schulen Sensoren angebracht, die kontinuierlich die Lufttemperatur und Luftfeuchte erfassen. Der Vergleich mit einer Referenz in einer voll besonnten Fläche zeigt die Abkühlungsleistung der Bäume. Im Fokus der Untersuchungen zur Wärmeinselintensität steht die Stadt Salzburg. Welche Auswirkungen Baumart, Baumalter und Baumhöhe auf die Abkühlungsleistung haben, ist eine weitere wesentliche Fragestellung des Forschungsprojekts. Es zeigte sich, wie wichtig alte große Baumkronen sind; je älter der Baum, desto größer die Oberflächenabkühlung.
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Wichtige Fragen sind: Wann treiben die Blätter der Stadtbäume im Frühjahr aus und wie schnell entfalten sie sich? Wie früh oder spät im Herbst beginnen die Laubverfärbung und der Laubfall? Beginn und Verlauf der Blattentfaltung wurden nun mittels phänologischen Monitorings-[[Glossar Biologie#P|Phänologie]] ist die Lehre von den alljährlich wiederkehrenden Erscheinungen in der Pflanzenwelt – im Detail aufgezeigt. Für das phänologische Monitoring benützen die Schüler eine vom Projektteam entwickelte ''App'', die eine einfache Datensammlung,-Auswertung und Visualisierung ermöglicht. Außerdem führen die Schüler Mikroklimamessungen durch, mittels deren sie die Abkühlungsleistungen der Bäume erforschen. Dafür sind an zahlreichen Baumkronen rund um die Schulen Sensoren angebracht, die kontinuierlich die Lufttemperatur und Luftfeuchte erfassen. Der Vergleich mit einer Referenz in einer voll besonnten Fläche zeigt die Abkühlungsleistung der Bäume. Im Fokus der Untersuchungen zur Wärmeinselintensität steht die Stadt Salzburg. Welche Auswirkungen Baumart, Baumalter und Baumhöhe auf die Abkühlungsleistung haben, ist eine weitere wesentliche Fragestellung des Forschungsprojekts. Es zeigte sich, wie wichtig alte große Baumkronen sind; je älter der Baum, desto größer die Oberflächenabkühlung.
    
Unter den Baumarten stehen unter anderem der Spitz[[ahorn]] ([[Spitzahorn]] ''Acer platanoides''), die Winter[[linde]] (''Tilia cordata''), die Platane (Platanus acerifolius) , die [[Rosskastanie|Gewöhnliche Rosskastanie]] (''Aesculus hippocastanum'') und die Baumhasel im Mittelpunkt der Untersuchung. Sie treiben unterschiedlich früh aus, der Spitzahorn z. B. überall vor der Winterlinde.  
 
Unter den Baumarten stehen unter anderem der Spitz[[ahorn]] ([[Spitzahorn]] ''Acer platanoides''), die Winter[[linde]] (''Tilia cordata''), die Platane (Platanus acerifolius) , die [[Rosskastanie|Gewöhnliche Rosskastanie]] (''Aesculus hippocastanum'') und die Baumhasel im Mittelpunkt der Untersuchung. Sie treiben unterschiedlich früh aus, der Spitzahorn z. B. überall vor der Winterlinde.  
    
Der Sommer [[2018]] war der viertwärmste der österreichischen Messgeschichte. Dieses Jahr zeichnete sich besonders durch Hitzewellen, überdurchschnittlich viele Sonnenstunden und schwere Dürren aus. Es zeigte an, was infolge des Klimawandels künftig oft der Fall sein wird – die Winter beginnen und enden später, die Sommer werden heißer und es kommt vermehrt zu [[Hochwasser|Starkregenereignissen]].
 
Der Sommer [[2018]] war der viertwärmste der österreichischen Messgeschichte. Dieses Jahr zeichnete sich besonders durch Hitzewellen, überdurchschnittlich viele Sonnenstunden und schwere Dürren aus. Es zeigte an, was infolge des Klimawandels künftig oft der Fall sein wird – die Winter beginnen und enden später, die Sommer werden heißer und es kommt vermehrt zu [[Hochwasser|Starkregenereignissen]].
      
== Weblinks ==
 
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