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[[Datei:Im Schatz-Durchhaus.JPG|thumb|Teil des Faktor-Mayr-Hauses, die [[Hauskapelle "Zum guten Hirten" (Stadt Salzburg)|Hauskapelle]].]]{{Googlemapsort|5020+Salzburg+Getreidegasse_3}}
 
[[Datei:Im Schatz-Durchhaus.JPG|thumb|Teil des Faktor-Mayr-Hauses, die [[Hauskapelle "Zum guten Hirten" (Stadt Salzburg)|Hauskapelle]].]]{{Googlemapsort|5020+Salzburg+Getreidegasse_3}}
Das '''Faktor-Mayr-Haus''' oder das ''(Drechsler) Schatz-Haus'' ist ein unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]].
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Das '''Faktor-Mayr-Haus''' , auch ''(Drechsler) Schatz-Haus'', ist ein unter [[Denkmalgeschützte Objekte in der Stadt Salzburg|Denkmalschutz]] stehendes historisches Gebäude in der [[Altstadt]] von der [[Stadt Salzburg]].
 
   
 
   
 
== Gebäude ==
 
== Gebäude ==
Das Faktor-Mayr-Haus ist das heutige Haus [[Getreidegasse]] Nr. 3. Das langgestreckte Gebäude reicht von der Getreidegasse bis zum [[Universitätsplatz]]. Ein [[Durchhäuser|Durchhaus]], das heute sogenannte [[Schatz-Durchhaus]] führt durch seinen Innenhof hindurch.
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Das Faktor-Mayr-Haus ist das heutige Haus [[Getreidegasse]] Nr. 3. Das langgestreckte Gebäude reicht von der Getreidegasse bis zum [[Universitätsplatz]]. Ein [[Durchhäuser|Durchhaus]], das heute sogenannte [[Schatz-Durchhaus]], führt durch seinen Innenhof hindurch.
    
== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die [[Häuser an der Getreidegasse|Häuser]] an der linken Seite der Getreidegasse sind älter als jene an der rechten Seite. Mitte des [[13. Jahrhundert]]s scheinen sie zum größten Teile im [[Urbar]] von [[Kloster St. Peter]] auf, zu dessen [[Burgrecht]] sie gehörten. Diese Häuser hatten eine geringe Tiefe und reichten nur bis zu dem nach St. Peter gehörigen [[Frauengarten]]. In den alten Häusern eigentümlichen Hofräumen sieht man noch die alte hintere Hausmauer und den erst später angebauten, daher jüngeren Hausteil.
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Die [[Häuser an der Getreidegasse|Häuser]] an der linken Seite der Getreidegasse sind älter als jene an der rechten Seite. Mitte des [[13. Jahrhundert]]s scheinen sie zum größten Teile im [[Urbar]] von [[Kloster St. Peter]] auf, zu dessen Burgrecht sie gehörten. Diese Häuser hatten eine geringe Tiefe und reichten nur bis zu dem nach St. Peter gehörigen [[Frauengarten]]. In den alten Häusern eigentümlichen Hofräumen sieht man noch die alte hintere Hausmauer und den erst später angebauten, daher jüngeren Hausteil.
 
   
 
   
Der erste nachweisbare Besitzer des Hauses Getreidegasse Nr. 3 war im Jahre [[1363]] Peter [[Keutzl]]<ref>Quelle [[Die Getreidegasse (Buch 1)|Die Getreidegasse]] Seite 146</ref>, der [[1375]] [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] war. Das Haus gehörte zum Burgrecht St. Peter und war mit 24 Pfennig begiltet. Nachdem es an dessen Sohn Christoph übergegangen war, erhält dieser [[1379]] die Erlaubnis, gegen den [[Frauengarten]] einen Erker von Grund bis zum Dach aufzubauen. Der Besitz bleibt in der Familie Keutzl bis [[1499]], in dem Jörg Keuzl das Haus an [[Virgil Schwaiger]] ([[1501]] Bürgermeister der Stadt Salzburg) verkaufte. [[1503]] geht das Haus an [[Hans Ritzinger]] über, der [[1514]] Bürgermeister der Stadt Salzburg war. [[1547]] bis [[1585]] hatten es die Rauchenberger inne, von denen es an Stefan Hueber kam, dessen Familie es bis 1660 besaß.  
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Der erste nachweisbare Besitzer des Hauses Getreidegasse Nr. 3 war im Jahre [[1363]] Peter [[Keutzl]]<ref>Quelle Buch "[[Die Getreidegasse (Buch 1)|Die Getreidegasse]]" Seite 146</ref>, der [[1375]] [[Bürgermeister der Stadt Salzburg]] war. Das Haus gehörte noch zum Burgrecht St. Peter und war mit 24 Pfennig begiltet. Nachdem es an dessen Sohn Christoph übergegangen war, erhielt dieser [[1379]] die Erlaubnis, gegen den Frauengarten einen Erker von Grund bis zum Dach aufzubauen. Der Besitz blieb in der Familie Keutzl bis [[1499]], in dem Jörg Keuzl das Haus an [[Virgil Schwaiger]] ([[1501]] Bürgermeister der Stadt Salzburg) verkaufte. [[1503]] ging das Haus an [[Hans Ritzinger]] über, der [[1514]] Bürgermeister der Stadt Salzburg war. [[1547]] bis [[1585]] hatten es die Rauchenberger inne, von denen es an Stefan Hueber kam, dessen Familie es bis 1660 besaß.  
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=== Faktor-Mayr-Haus ===  
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=== Der Name Faktor-Mayr-Haus entsteht ===  
[[1660]] kaufte es [[Michael Mayr]], bürgerlicher Handelsmann, der [[1684]] die Erlaubnis erhielt, den Erker gegen den Frauengarten niederzubrechen, einen neuen Hausstock zu bauen, diesen durch einen Seitentrakt mit dem ''Bordechause'' zu verbinden und gegen den Frauengarten eine Ausfahrt zu machen. [[1687]] übernahm das Haus Matthias Mohr und [[1713]] kaufte es Franz [[Andrä Mayr]], bürgerlicher Handelsfaktor.  
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[[1660]] kaufte es Michael Mayr, bürgerlicher Handelsmann, der [[1684]] die Erlaubnis erhielt, den Erker gegen den Frauengarten niederzubrechen, einen neuen Hausstock zu bauen, diesen durch einen Seitentrakt mit dem ''Bordechause'' zu verbinden und gegen den Frauengarten eine Ausfahrt zu machen. [[1687]] übernahm das Haus Matthias Mohr und [[1713]] kaufte es Franz Andrä Mayr, bürgerlicher Handelsfaktor. [[1744]] erbte Franz Karl Mayr das Haus. Um diese Zeit wurde es im Hypothekenbuch mit der Rubrik bezeichnet:
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[[1744]] erbte [[Franz Karl Mayr]] das Haus. Um diese Zeit wurde es im Hypothekenbuch mit der Rubrik bezeichnet:
   
   
 
   
 
: a. Faktor Mayrhaus samt Handlung gegen die Getreidegasse  
 
: a. Faktor Mayrhaus samt Handlung gegen die Getreidegasse  
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[[1772]] ist der Sohn Leopold Andrä Mayr als letzter Handelsfaktor der Besitzer. Von diesem erbte es [[1798]] der Enkel Andrä Mayr, Polizeimajor.
 
[[1772]] ist der Sohn Leopold Andrä Mayr als letzter Handelsfaktor der Besitzer. Von diesem erbte es [[1798]] der Enkel Andrä Mayr, Polizeimajor.
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=== Drechsler Schatz-Haus ===  
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=== Das Haus wird zum Drechsler Schatz-Haus ===  
Am [[25. März]] [[1826]] kam [[Josef Schatz der Ältere|Josef Schatz]], Drechslergeselle aus Konstanz, nach Salzburg. Er arbeitete bei dem Drechslermeister Josef Koreller, dem er seine Drechsler[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke #G|gerechtsame]] abkaufte, worauf er von der [[Imbergstiege|Kapuzinerstiege]] in das Haus Getreidegasse 222 übersiedelte.
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Am [[25. März]] [[1826]] kam Josef Schatz der Ältere, Drechslergeselle aus Konstanz, nach Salzburg. Er arbeitete bei dem Drechslermeister Josef Koreller, dem er seine Drechsler[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke #G|gerechtsame]] abkaufte, worauf er von der [[Imbergstiege|Kapuzinerstiege]] in das Haus Getreidegasse 222 übersiedelte.  
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[[1836]] kauften die Eheleute Josef und Klara Schatz das Haus von Andrä Mayr um 15.833 [[Gulden]] 20 Kronen. Als die erste Frau gestorben war, ging das Haus [[1845]] in das Alleineigentum von Schatz über. 1876 übergab Schatz d. Ä. seinem Sohn Josef zuerst das Geschäft und als er starb, ging es [[1880]] in das Eigentum von Josef Schatz dem Jüngeren über, der sieben Söhne hatte.  
   
   
 
   
Sein Bruder Carl Schatz gründete [[1877]] die [[Café-Konditorei Schatz]] im Haus Getreidegasse 3A.
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[[1836]] kauften die Eheleute Josef und Klara Schatz das Haus von Andrä Mayr um 15.833 [[Gulden]] 20 [[Krone]]n. Als die erste Frau gestorben war, ging das Haus [[1845]] in das Alleineigentum von Schatz über. [[1876]]/[[1877]] übergab Schatz d. Ä. seinem Sohn Josef zuerst das Geschäft und als er starb, ging es [[1880]] in das Eigentum von Josef Schatz dem Jüngeren über, der sieben Söhne hatte. Dessen Halbbruder [[Karl Schatz]] gründete um [[1877]] die [[Konditorei Schatz]] im Haus Getreidegasse 3A. Aus der Drechslerei des Josef Schatz wurde ein Spielwarengeschäft gleichen Namens.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: "Ein seltenes Jubiläum – Josef Schatz, Besitzer des Faktor Mayr-Haus" [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19260325&query=%22eder%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 25. März 1926, Seite 6
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* Buch "[[Die Getreidegasse (Buch 1)]], Seite 146f
* Salzburgwiki, [[Café-Konditorei Schatz]]
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* [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]]: "Ein seltenes Jubiläum – Josef Schatz, Besitzer des Faktor Mayr-Haus" [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19260325&query=%22eder%22&seite=6 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", 25. März 1926, Seite 6
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* [[Salzburgwiki]]-Artikel, [[Konditorei Schatz]]
    
== Einzelnachweis ==
 
== Einzelnachweis ==

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