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[[Datei:Grossglockner Hochalpenstrasse Motorrad Fahrsicherheitstraining 03.jpg|thumb|[[Großglockner Hochalpenstraße Motorrad Fahrsicherheitstraining]]: Dr. [[Johannes Hörl]] (Vorstand der [[GROHAG]]), Dipl.-Ing. Oliver Schmerold (Verbandsdirektor ÖAMTC) und Fahrtechnik-Experte Georg Scheiblauer (ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum) mit der Motorradgruppe des zweitägigen Alpenfahrtrainings an der [[Großglockner Hochalpenstraße]].]]
 
[[Datei:Grossglockner Hochalpenstrasse Motorrad Fahrsicherheitstraining 03.jpg|thumb|[[Großglockner Hochalpenstraße Motorrad Fahrsicherheitstraining]]: Dr. [[Johannes Hörl]] (Vorstand der [[GROHAG]]), Dipl.-Ing. Oliver Schmerold (Verbandsdirektor ÖAMTC) und Fahrtechnik-Experte Georg Scheiblauer (ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum) mit der Motorradgruppe des zweitägigen Alpenfahrtrainings an der [[Großglockner Hochalpenstraße]].]]
 
[[Datei:Fuscher Törl Parkplatz Gedenkzeichen Dezember 2019.jpg|thumb|Aufnahme Mitte Dezember 2019.]]
 
[[Datei:Fuscher Törl Parkplatz Gedenkzeichen Dezember 2019.jpg|thumb|Aufnahme Mitte Dezember 2019.]]
Das '''Gedenkzeichen beim Fuscher Törl''' ist ein Monument an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] beim [[Fuscher Törl]] (2 482 [[m ü. A.]]).
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Das '''Gedenkzeichen beim Fuscher Törl''' ist ein Monument an der [[Großglockner Hochalpenstraße]] beim [[Fuscher Törl]] auf 2 406 [[m ü. A.]].
    
== Beschreibung ==
 
== Beschreibung ==
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Bis 1938 befand sich im Fußboden eine [[Marmor]]platte mit folgendem Text:
 
Bis 1938 befand sich im Fußboden eine [[Marmor]]platte mit folgendem Text:
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"''Am 15. Juli 1934 bewunderte Bundeskanzler Dr. [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] von dieser Stelle aus Salzburgs Herrlichkeit. Zehn Tage später brachte er der österreichischen Idee sein Leben zum Opfer.''"<ref>Quelle u. a. [[Salzburger Chronik]] vom 5. August 1935</ref>  
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"Am 15. Juli 1934 bewunderte Bundeskanzler Dr. [[Engelbert Dollfuß|Dollfuß]] von dieser Stelle aus Salzburgs Herrlichkeit. Zehn Tage später brachte er der österreichischen Idee sein Leben zum Opfer."<ref>Quelle u. a. [[Salzburger Chronik]] vom 5. August 1935</ref>  
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Über dem Portal befand sich eine Einschrift mit Bronze-Buchstaben: "''SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM''"
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Über dem Portal befand sich eine Einschrift mit Bronze-Buchstaben ''SAXA TERRAE LOQUUNTUR GLORIAM TUAM'', an den Seitenwänden im Inneren des Gedenkzeichens gab es zwei Bronzereliefs. Das noch existierende stammte vom Bildhauer Edwin Grienauer und war dem Bauleiter ([[Franz Friedrich Wallack]], Anm.), den Ingenieuren, den Arbeitern und den Baufirmen gewidmet. Das zweite, nicht mehr vorhandene Bronzerelief zeigte ein Bronzebild der beiden Politiker Dr. [[Franz Rehrl]], damaliger [[Landeshauptmann]] von Salzburg, und Dollfuß. Es war nach einem Entwurf des Bildhauers Adolf Wagner von der Mühl gestaltet worden. Es trug folgende Inschrift:
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An den Seitenwänden im Inneren des Gedenkzeichens befanden sich zwei Bronzereliefs. Das noch existierende stammte vom Bildhauer Edwin Grienauer und war dem Bauleiter (Anm: [[Franz Friedrich Wallack]]), den Ingenieuren, den Arbeitern und den Baufirmen gewidmet. Das zweite, nicht mehr vorhandene Bronzerelief zeigte ein Bronzebild der beiden Politiker Dr. [[Franz Rehrl]], damaliger [[Landeshauptmann]] von Salzburg, und Dollfuß. Es war nach einem Entwurf des Bildhauers Adolf Wagner von der Mühl gestaltet worden. Es trug folgende Inschrift:
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''Entscheidende Besprechung am 5. Juni 1932.''<br />
 
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"''Entscheidende Besprechung am 5. Juni 1932.''<br />
   
''Die Großglockner Hochalpenstraße verdankt ihre Verwirklichung der unbeugsamen Willenskraft des Landeshauptmannes von Salzburg''<br />
 
''Die Großglockner Hochalpenstraße verdankt ihre Verwirklichung der unbeugsamen Willenskraft des Landeshauptmannes von Salzburg''<br />
 
''Dr. Franz Rehrl''<br />
 
''Dr. Franz Rehrl''<br />
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''Bundeskanzler''<br />
 
''Bundeskanzler''<br />
 
''Dr. Engelbert Dolfuß''<br />
 
''Dr. Engelbert Dolfuß''<br />
''sowie der verdienten Mitarbeit der Mitglieder der Bundesregierung, des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] und aller jener Männer, deren Namen eine in diesem Gedenkzeichen hinterlegte Urkunde aufzählt.''"
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''sowie der verdienten Mitarbeit der Mitglieder der Bundesregierung, des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] und aller jener Männer, deren Namen eine in diesem Gedenkzeichen hinterlegte Urkunde aufzählt.''
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Nach dem [[Anschluss]] wurden die lateinischen Inschriften am Gedenkzeichen und über den Portalen des [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor-Tunnels]] entfernt. Diese Entfernungen, ebenso wie jener Tafel, die an Dollfuß erinnerte, erfolgten auf Weisung des ''Gauleiters und Landeshauptmannes'' [[Friedrich Rainer]]. Nunmehr hieß das Gedenkzeichen "Anschluss-Denkmal" und eine neue Gedenktafel an der linken Innenseite trug folgende Inschrift:
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Nach dem [[Anschluss]] wurden die lateinischen Inschriften am Gedenkzeichen und über den Portalen des [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor-Tunnels]] entfernt. Diese Entfernungen, ebenso wie jener Tafel, die an Dollfuß erinnerte, erfolgten auf Weisung des Gauleiters und Landeshauptmannes [[Friedrich Rainer]]. Nunmehr hieß das Gedenkzeichen "Anschluss-Denkmal" und eine neue Gedenktafel an der linken Innenseite trug folgende Inschrift:
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"''Diese herrliche Bergwelt brachte ÖSTERREICH dem deutschen Vaterlande am 13. März 1938 als MORGENGABE mit''"
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"Diese herrliche Bergwelt brachte ÖSTERREICH dem deutschen Vaterlande am 13. März 1938 als MORGENGABE mit'"
    
== Gedenken an Tote ==
 
== Gedenken an Tote ==
Im Inneren hängt heute eine Tafel mit folgender Inschrift:
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Im Inneren hängt heute eine Tafel mit den Namen jener Ingenieure und Arbeiter, die beim [[Baugeschichte der Großglockner Hochalpenstraße|Bau der Straße]] ums Leben kamen
    
''Bau der Grossglockner Hochalpenstrassen gaben ihr Leben''
 
''Bau der Grossglockner Hochalpenstrassen gaben ihr Leben''
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== Entstehung ==
 
== Entstehung ==
An dem Wettbewerb für dieses Gedenkzeichen hatten sich 48 österreichische Künstler beteiligt. Sieger wurde Architekt Rudolf Perthen, der Zweitgereihte war Architekt Stefan Simony mit Bildhauer Edwin Grienauer und an dritter Stelle folgte der spätere Erbauer, Clemens Holzmeister. Er erhielt den Auftrag deshalb, weil Holzmeister mit Dollfuß in persönlicher Beziehung stand und Dollfuß die endgültige Auswahl oblag.
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An dem Wettbewerb für dieses Gedenkzeichen hatten sich 48 österreichische Künstler beteiligt. Sieger wurde Architekt Rudolf Perthen, der Zweitgereihte war Architekt Stefan Simony mit Bildhauer Edwin Grienauer und an dritter Stelle folgte der spätere Erbauer, Clemens Holzmeister. Er erhielt den Auftrag deshalb, weil Holzmeister mit Dollfuß in persönlicher Beziehung stand und Dollfuß die endgültige Auswahl oblag. Am [[4. Mai]] [[1935]], also nur drei Monate vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, wurde vom dann tagenden Preisgericht die Errichtung des Gedenkzeichens beschlossen.  
 
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Am [[4. Mai]] [[1935]], also nur drei Monate vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, wurde vom dann tagenden Preisgericht die Errichtung des Gedenkzeichens beschlossen.  
      
== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
* Rigele, Georg: ''[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]''
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* [[Georg Rigele|Rigele, Georg]]: "[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]"
 
* Namen der Toten laut Tafel, fotografiert von [[Peter Krackowizer]] 7. September 2013
 
* Namen der Toten laut Tafel, fotografiert von [[Peter Krackowizer]] 7. September 2013
  

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