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, 09:59, 3. Sep. 2011
'''August Fischbach''' (* [[7. März]] [[1828]] in [[Wien]], † [[2. Februar]] [[1860]] in [[München]]) war ein österreichischer Genremaler.
==Leben==
Als einziger Sohn des berühmten Landschaftsmalers [[Johann Fischbach]] geboren, führte er bereits in der Gymnasial-Zeit kleine Zeichnungen mit der Feder aus. Bis zum Ende seines Gymnasial-Unterrichtes im Jahr [[1842]] übte er sich nebenbei unter der Anleitung seines Vaters im Zeichnen und Malen nach der Natur, wobei er besonders über eine richtige Auffassung der Verhältnisse der menschlichen Gestalt verfügte.
Nun wandte er sich für ein Jahr der Lektüre lateinischer und griechischer Schriftsteller zu und setze nach diesem, abermals unter der Leitung seins Vaters, seine Kunststudien fort. Diese führten ihn auch von [[Salzburg]], dem Wohnsitz seiner Familie seit [[1840]], nach Wien, wo er die alten Meister kopierte.
So vorbereitet, zeichnete er im Winter [[1847]]/[[1848]] in der Akademie der Bildenden Künste zu München, in welche er den [[12. Dezember]] [[1847]] eingetreten war, nach der Antike. Bei einem neuerlichen Aufenthalt in München vom Herbst [[1849]] bis Ende Juni [[1852]] machte er unter der Anleitung des Historienmalers Bertele bedeutende Studien der menschlichen Figur nach dem Leben.
Die folgende Zeit bis zu seiner letzten Kunstreise nach München im November [[1859]], brachte er im elterlichen Haus, der Fischbachvilla, in Salzburg in selbstständiger künstlerischer Tätigkeit zu, wobei er sich hauptsächlich dem Genrefach zugewandt hatte. Unter anderem wurden drei seiner Bilder vom österreichischen Kunstverein in Wien angekauft. Andere gelangten in den Besitz der Kaiserin-Mutter [[Karoline Auguste von Bayern|Karoline Auguste]] oder der Kaiserin [[Elisabeth von Österreich|Elisabeth]].
Als junger Künstler, dessen künstlerische Begabung bereits allseitige Anerkennung gefunden hatte, erkrankte er 1860 in München an Typhus und starb nach kurzem Krankenlager, gepflegt von seiner Schwester, ebenda. Das Grab seines Sohnes in München wissend und in Salzburg zu sehr ständig an den Verlust erinnert, verließ der Vater, Johann Fischbach, tief getroffen Salzburg und ließ sich in München nieder, wo auch sein Tochter mit ihrer Familie lebte.
==Quellen==
* Nachruf auf August Fischbach jun. In: Johann Fischbach. Landschafts- und Genremaler. Ein Lebensbild von Mayer-Matsies. München, Theodor Ackermann 1872.
* [http://matrikel.adbk.de/05ordner/mb_1841-1884/jahr_1847/matrikel-00590 Eintrag August Fischbachs im Matrikelbuch der Akademie der Bildenden Künste in München]