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| − | Prälat Dr. '''Matthäus Appesbacher''' (* [[18. Juni]] [[1938]] in [[St. Gilgen]], [[Flachgau]]) ist emeritierter [[Domkapitel|Domkapitular]] und ehemaliger [[Bischofsvikar]]. | + | [[Datei:Appesbacher_Matthaeus_2009.jpg|thumb|Matthäus Appesbacher, 2009.]] |
| | + | Prälat Dr. '''Matthäus Appesbacher''' (* [[18. Juni]] [[1938]] in [[Abersee (Halbinsel)|Abersee]] in [[St. Gilgen]]) ist emeritierter [[Domkapitel|Domkapitular]] und ehemaliger [[Bischofsvikar]]. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
| − | Mit finanzieller Unterstützung von Verwandten und Bekannten konnte er das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] besuchen, wo auch sein musikalisches Talent gefördert wurde.
| + | Als Jugendlicher hatte er den Wunsch Zimmermann zu werden. Nach einer glücklichen Kindheit kam die Nachricht, dass sein Vater im [[Zweiten Weltkrieg]] gefallen war. Schon damals hatte der junge Matthäus gespürt, dass der Glaube auch in schweren Zeiten hilft. 'Dabei war ihm seine Mutter ein großes Vorbild an Glauben, Hoffnung und Leben. |
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| − | Der Wunsch, Priester zu werden, wurde geweckt, nachdem er innerhalb eines Jahres wegen zweier sehr ernster Krankheiten ins Spital musste. "''Dort hatte ich Begegnungen mit Sterbenden. Immerhin wurde ich selbst ins Sterbezimmer geschoben. Tief bewegt und nachdenklich geworden habe ich den Ruf deutlich gehört.''"
| + | Zum Priestertum führte ihn eine tiefe Freundschaft. Sein beste Freund unterbreitete "Appes", wie ihn heute die ganz Diözese nennt, Pfarrer werden zu wollen. So entschied sich Matthäus Appesbacher für die Freundschaft und den Weg der Berufung. Allerdings ging dann sein doch nicht nach Salzburg. Mit finanzieller Unterstützung von Verwandten und Bekannten konnte er das [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]] besuchen, wo auch sein musikalisches Talent gefördert wurde. |
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| − | Appesbacher studierte an der [[Universität Salzburg]] Theologie. Am [[11. Juli]] [[1964]] wurde der 26-Jährige im [[Salzburger Dom|Dom zu Salzburg]] von Erzbischof [[Andreas Rohracher]] zum Priester geweiht. Seine erste Station war als Kaplan in [[Pfarre Mariapfarr|Mariapfarr]], wo er sich vor allem in der Jugendarbeit engagierte – mit ein Grund, warum er bald zum Diözesanjugendseelsorger für die studierende Jugend gemacht wurde.
| + | Der Wunsch, Priester zu werden, wurde geweckt, nachdem er innerhalb eines Jahres wegen zweier sehr ernster Krankheiten ins Spital musste. "Dort hatte ich Begegnungen mit Sterbenden. Immerhin wurde ich selbst ins Sterbezimmer geschoben. Tief bewegt und nachdenklich geworden habe ich den Ruf deutlich gehört." |
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| − | Als klar wurde, dass Appesbacher ins Katechetische Amt der Erzdiözese wechseln sollte, spürte er den Bedarf nach einer Fachausbildung. Also ging er nach Luzern ([[Schweiz]]) und absolvierte ein Zusatzstudium, das auch Managementkurse umfasste. | + | Appesbacher studierte an der [[Universität Salzburg]] Theologie. Am [[11. Juli]] [[1964]] wurde der 26-Jährige im [[Salzburger Dom]] von [[Erzbischof]] [[Andreas Rohracher]] zum Priester geweiht. Seine erste Station war als Kaplan in [[Pfarre Mariapfarr|Mariapfarr]], wo er sich vor allem in der Jugendarbeit engagierte – mit ein Grund, warum er bald zum Diözesanjugendseelsorger für die studierende Jugend gemacht wurde. |
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| | + | Als klar wurde, dass Appesbacher ins [[Katechetisches Amt der Erzdiözese Salzburg|Katechetische Amt der Erzdiözese]] wechseln sollte, spürte er den Bedarf nach einer Fachausbildung. Also ging er nach Luzern ([[Schweiz]]) und absolvierte ein Zusatzstudium, das auch Managementkurse umfasste. |
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| | [[1970]] berief ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]] zum Leiter des [[Katechetisches Amt der Erzdiözese Salzburg|Katechetischen Amtes]] der [[Erzdiözese Salzburg]], ein Amt, das er bis [[2001]] innehatte. | | [[1970]] berief ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]] zum Leiter des [[Katechetisches Amt der Erzdiözese Salzburg|Katechetischen Amtes]] der [[Erzdiözese Salzburg]], ein Amt, das er bis [[2001]] innehatte. |
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| − | Von 2001 bis 2014 war Appesbacher als Bischofsvikar für die Orden und spirituellen Bewegungen zuständig und als solcher unter anderem mitverantwortlich für die Ansiedlung des [[Kloster der Bethlehemschwestern|Klosters der Bethlehemschwestern]] auf der Kinderalm in [[St. Veit]]. | + | Von 2001 bis 2014 war Appesbacher als Bischofsvikar für die Orden und spirituellen Bewegungen zuständig und als solcher unter anderem mitverantwortlich für die Ansiedlung des [[Kloster der Bethlehemschwestern|Klosters der Bethlehemschwestern]] auf der Kinderalm in [[St. Veit im Pongau]]. |
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| | Im Oktober [[2005]] trat Appesbacher die Nachfolge von [[Johannes Neuhardt]] als [[Domdechant]] an. Als dieser vertrat Appesbacher das [[Domkapitel]] nach außen, leitete die Kapitelsitzungen, war für die Liturgie sowie die Belange der Dommusik verantwortlich und verwaltete das Vermögen des [[Domkapitel]]s. Das Amt des Dom[[dechant]]s übergab er im September 2010 an Prälat Dr. [[Hans-Walter Vavrovsky]]. | | Im Oktober [[2005]] trat Appesbacher die Nachfolge von [[Johannes Neuhardt]] als [[Domdechant]] an. Als dieser vertrat Appesbacher das [[Domkapitel]] nach außen, leitete die Kapitelsitzungen, war für die Liturgie sowie die Belange der Dommusik verantwortlich und verwaltete das Vermögen des [[Domkapitel]]s. Das Amt des Dom[[dechant]]s übergab er im September 2010 an Prälat Dr. [[Hans-Walter Vavrovsky]]. |
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| − | Im Jahr 2014 ging er 76-jährig in Pension.<ref>www.ordensgemeinschaften.at, 15. Juli 2014: [http://www.ordensgemeinschaften.at/1378-priesterseminar-leiter-gottfried-laireiter-wird-bischofsvikar-fuer-die-orden-in-salzburg ''Priesterseminar-Leiter Gottfried Laireiter wird Bischofsvikar für die Orden in Salzburg]</ref> | + | Im Jahr [[2014]] ging er 76-jährig in Pension.<ref>www.ordensgemeinschaften.at, 15. Juli 2014: [http://www.ordensgemeinschaften.at/1378-priesterseminar-leiter-gottfried-laireiter-wird-bischofsvikar-fuer-die-orden-in-salzburg "Priesterseminar-Leiter Gottfried Laireiter wird Bischofsvikar für die Orden in Salzburg"]</ref> |
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| | ==Auszeichnungen== | | ==Auszeichnungen== |
| − | Am [[13. Februar]] [[2009]] wurde Matthäus Appesbacher mit der höchsten päpstlichen Auszeichnung für Priester, dem Titel ''Apostolischer Protonotar'', geehrt. | + | Am [[13. Februar]] [[2009]] wurde Matthäus Appesbacher mit der höchsten päpstlichen Auszeichnung für Priester, dem Titel "Apostolischer Protonotar", geehrt. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Salzburger Nachrichten | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]" |
| | * Erzdiözese Salzburg, www.kirchen.net/portal/page.asp?id=13647 (2015 nicht mehr vorhanden) | | * Erzdiözese Salzburg, www.kirchen.net/portal/page.asp?id=13647 (2015 nicht mehr vorhanden) |
| − | *[[Rupertusblatt]] (2008): [http://www.kirchen.net/rupertusblatt/section.asp?sec=40&menuopt=archiv&apid=11943 ''Leben für die Schule. Musik, Schule & Orden prägten Appesbacher sieben Jahrzehnte''] ([[Michaela Hessenberger]]) | + | *[[Rupertusblatt]] |
| | + | : [http://www.kirchen.net/rupertusblatt/section.asp?sec=40&menuopt=archiv&apid=11943 ''Leben für die Schule. Musik, Schule & Orden prägten Appesbacher sieben Jahrzehnte''] , [[Michaela Hessenberger]], 2008 |
| | + | : [https://www.meinekirchenzeitung.at/salzburg-tiroler-teil-rupertusblatt/c-menschen-meinungen/da-bua-wird-scho_a34485 www.meinekirchenzeitung.at] David Pernkopf über die Autobiografie von Appesbacher "Da Bua wird scho" |
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| | == Einzelnachweis == | | == Einzelnachweis == |