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| | ==Bezeichnungen== | | ==Bezeichnungen== |
| − | Bekannt sind die Bezeichnungen ''Roma'' und ''Sinti'', wobei ''Sinti'' für eine Untergruppe steht, die in Mittel- und Westeuropa und im nördlichen Italien zu Hause ist<ref>Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Sinti Wikipedia Deutschland Sinti]</ref>. Darüber hinaus haben sie die Namen ''fahrendes Volk'' und ''Zigeuner'', letzteres eine seit dem [[15. Jahrhundert]] im deutschen Sprachraum belegte Bezeichnung für ''Roma''. | + | Bekannt sind die Bezeichnungen ''Roma'' und ''Sinti'', wobei ''Sinti'' für eine Untergruppe steht, die in Mittel- und Westeuropa und im nördlichen Italien zu Hause ist<ref>Quelle [http://de.wikipedia.org/wiki/Sinti Wikipedia Deutschland Sinti]</ref>. Darüber hinaus haben sie die Namen ''fahrendes Volk'' und ''Zigeuner'', letzteres eine seit dem [[15. Jahrhundert]] im deutschen Sprachraum belegte Bezeichnung für ''Roma''. |
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| | ==Hauptsiedlungsgebiete== | | ==Hauptsiedlungsgebiete== |
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| | ==Warum kam es 2010 zu Massenausweisungen von Roma in europäischen Staaten?== | | ==Warum kam es 2010 zu Massenausweisungen von Roma in europäischen Staaten?== |
| − | Dazu gibt es EU-Richtlinien, die besagen, dass wer sich länger als drei Monate im EU-Ausland aufhält<ref>gemeint ist: wer z. B. in Rumänien beheimatet ist, aber nach Frankreich zieht, befindet sich im EU-Ausland</ref>, muss Arbeit oder Einkommen zum Unterhalt sowie eine Krankenversicherung nachweisen können. Ansonsten '''kann''' er oder sie aus Gründen des öffentlichen Interesses sowie der öffentlichen Sicherheit abgeschoben werden. Dabei muss '''jeder Einzelfall''' geprüft und begründet werden. '''Pauschale Abschiebungen ganzer Gruppen sind nicht möglich'''. | + | Dazu gibt es EU-Richtlinien, die besagen, dass ,wer sich länger als drei Monate im EU-Ausland aufhält<ref>gemeint ist: wer z. B. in Rumänien beheimatet ist, aber nach Frankreich zieht, befindet sich im EU-Ausland</ref>, Arbeit oder Einkommen zum Unterhalt sowie eine Krankenversicherung nachweisen können muss. Ansonsten '''kann''' er oder sie aus Gründen des öffentlichen Interesses sowie der öffentlichen Sicherheit abgeschoben werden. Dabei muss '''jeder Einzelfall''' geprüft und begründet werden. '''Pauschale Abschiebungen ganzer Gruppen sind nicht möglich'''. |
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| − | Diese ''kann''-Bestimmung machte sich der französische Staatspräsident Nicolas Sarkoszy zu Nutze und wies bis September 2010 rund 8.000 Roma aus. Dann setzte im September eine Welle der Empörung in Europa ein. EU-Justizkommissarin Vivianne Reding fand völlig ungewohnte harte Worte für dieses Vorgehen. | + | Diese ''kann''-Bestimmung machte sich der [[Frankreich|französische]] Staatspräsident Nicolas Sarkozy zu Nutze und wies bis September 2010 rund 8.000 Roma aus. Dann setzte im September eine Welle der Empörung in Europa ein. EU-Justizkommissarin Vivianne Reding fand völlig ungewohnte harte Worte für dieses Vorgehen. |
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| − | Auch Italien unter Präsident Berlusconi hatte schon 2008 Dutzende illegale Siedlungen an der Peripherie der Städte Mailand, Rom und Neapel schleifen lassen. Für den Herbst 2010 überlegte der Bürgermeister von Rom, Gianni Alemanno, die Schleifung weiterer 200 illegaler Siedlungen. | + | Auch [[Italien]] unter Ministerpräsident Berlusconi hatte schon 2008 Dutzende illegale Siedlungen an der Peripherie der Städte Mailand, Rom und [[Neapel]] schleifen lassen. Für den Herbst 2010 überlegte der Bürgermeister von Rom, Gianni Alemanno, die Schleifung weiterer 200 illegaler Siedlungen. |
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| − | In den als eher tolerant geltenden skandinavischen Ländern ließ Dänemark in der Hauptstadt Kopenhagen 40 aus Rumänien und Bulgarien stammende EU-Bürger ausweisen. Slowenien, das gemeinsam mit Österreich oder Spanien zu den europäischen Vorzeigeländern bei der Roma-Integration zählt, verfrachtete 2006 eine 30-köpfige Roma-Familie aus Ambrus (Unterkrain) in ein Ausländerheim. Eine im Vorort der ostslowakischen Stadt Michalovce 500 Meter lange Mauer trennt die ''Bürger'' von einer Roma-Siedlung. | + | In den als eher tolerant geltenden skandinavischen Ländern ließ Dänemark in der Hauptstadt Kopenhagen 40 aus Rumänien und Bulgarien stammende EU-Bürger ausweisen. Slowenien, das gemeinsam mit Österreich oder Spanien zu den europäischen Vorzeigeländern bei der Roma-Integration zählt, verfrachtete 2006 eine 30-köpfige Roma-Familie aus Ambrus (Unterkrain) in ein Ausländerheim. Eine 500 Meter lange Mauer trennt im Vorort der ostslowakischen Stadt Michalovce die ''Bürger'' von einer Roma-Siedlung. |
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| | ==Die Geschichte der Roma in Österreich== | | ==Die Geschichte der Roma in Österreich== |
| − | Ab [[1417]] durchziehen Roma Europa, geführt von einem ''Zigeuneradel'' und die religiöse Stimmung der Zeit als wandernde Büßer und Pilgerschaft ausnützend. Ein angeblich von König Sigismund im Jahr [[1423]] ausgestellter Geleitbrief schützte die Roma, bis [[1498]] beim Reichstag von Freiburg dieser endgültig als Fälschung für ungültig erklärt und die Vogelfreiheit über diese Gruppe ausgesprochen wurde. | + | Ab [[1417]] durchzogen Roma Europa, geführt von einem ''Zigeuneradel'' und die religiöse Stimmung der Zeit als wandernde Büßer und Pilgerschaft ausnützend. Ein angeblich von König Sigismund im Jahr [[1423]] ausgestellter Geleitbrief schützte die Roma, bis [[1498]] beim Reichstag von Freiburg dieser endgültig als Fälschung für ungültig erklärt und die Vogelfreiheit über diese Gruppe ausgesprochen wurde. |
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| | Im Süddeutschen Raum, somit auch in [[Bayern]], traten Roma erstmals [[1417]] auf, verschwanden aber Mitte des Jahrhunderts spurlos. Zu Beginn der Türkeneinfälle bei Wien 1529 brachte man die Zigeuner mit dem Auftauchen der Türken in Verbindung und erneuerte ihre Vogelfreiheit. Später, als die Türken abermals anstürmten, nahm man aber dankbar ihre ''Späherfähigkeiten'' in Dienst, diesmal ''gegen'' die Türken. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigem Krieg]] ''durften'' sie als bewaffnete Söldner in den Krieg ziehen. Dieser Toleranz standen aber immer wieder harte Drohungen dagegen: Es war strengstens untersagt, Zigeunern Unterkunft zu geben, jeder Handel mit ihnen war verboten und es gab eine Reihe kriminalisierender Unterstellungen. So wurde bereits das bloße Auftauchen von Zigeunern als Rechtsbruch betrachtet, der zu exemplarischen Maßnahmen führte. "Zigeunerstöcke" vor den Toren von Städten warnten diese vor dem Betreten der Stadt. "Zigeunertafeln", auch ''Rumortafeln'' genannt, hatten denselben Zweck. Mit Androhung brutaler Leibes- und Lebensstrafen wollte man die ''Zigeunerplage'' beseitigen. | | Im Süddeutschen Raum, somit auch in [[Bayern]], traten Roma erstmals [[1417]] auf, verschwanden aber Mitte des Jahrhunderts spurlos. Zu Beginn der Türkeneinfälle bei Wien 1529 brachte man die Zigeuner mit dem Auftauchen der Türken in Verbindung und erneuerte ihre Vogelfreiheit. Später, als die Türken abermals anstürmten, nahm man aber dankbar ihre ''Späherfähigkeiten'' in Dienst, diesmal ''gegen'' die Türken. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigem Krieg]] ''durften'' sie als bewaffnete Söldner in den Krieg ziehen. Dieser Toleranz standen aber immer wieder harte Drohungen dagegen: Es war strengstens untersagt, Zigeunern Unterkunft zu geben, jeder Handel mit ihnen war verboten und es gab eine Reihe kriminalisierender Unterstellungen. So wurde bereits das bloße Auftauchen von Zigeunern als Rechtsbruch betrachtet, der zu exemplarischen Maßnahmen führte. "Zigeunerstöcke" vor den Toren von Städten warnten diese vor dem Betreten der Stadt. "Zigeunertafeln", auch ''Rumortafeln'' genannt, hatten denselben Zweck. Mit Androhung brutaler Leibes- und Lebensstrafen wollte man die ''Zigeunerplage'' beseitigen. |
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| | ==Roma in der Geschichte Salzburgs== | | ==Roma in der Geschichte Salzburgs== |
| − | Dokumenten aus früheren Zeiträumen kann man kaum etwas über die später unter der Bezeichnung ''Zigeuner'' aufscheinenden Roma finden. Mit dem Einsetzen der zigeunerfeindlichen deutschen Gesetzgebung auf mehreren Reichstagen Ende des [[15. Jahrhundert]]s änderte sich dies. Die erste feststellbare zigeunerrechtliche Norm findet sich [[1526]] in der [[Salzburger Landesverordnung]]. Inhaltlich kommen die bereits seit längerem bekannten Ängste zu Tage: Zigeuner seien ''vill speher khundschaffter und Erfarern der Cristenlichait, Rauber...''; [[1529]], als die Türken vor den Toren Wiens standen, fand man eine Bestätigung in der Vermutung, dass Zigeuner "Späher" wären (obwohl natürlich auch dies wieder nur Vermutungen waren). Weiters liest man in der Verordnung von 1526 "''...Demnach sollen sy sich aus unnserm Lanndt und Stift thuen, Sich der Eussern und darin nit mehr finden lassen...'', also das Territorium des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts]] verlassen. | + | Dokumenten aus früheren Zeiträumen kann man kaum etwas über die später unter der Bezeichnung ''Zigeuner'' aufscheinenden Roma finden. Mit dem Einsetzen der zigeunerfeindlichen deutschen Gesetzgebung auf mehreren Reichstagen Ende des [[15. Jahrhundert]]s änderte sich dies. Die erste feststellbare zigeunerrechtliche Norm findet sich [[1526]] in der [[Salzburger Landesordnung]]. Inhaltlich kommen die bereits seit längerem bekannten Ängste zu Tage: Zigeuner seien ''vill speher khundschaffter und Erfarern der Cristenlichait, Rauber...''; [[1529]], als die Türken vor den Toren Wiens standen, fand man eine Bestätigung in der Vermutung, dass Zigeuner "Späher" wären (obwohl natürlich auch dies wieder nur Vermutungen waren). Weiters liest man in der Verordnung von 1526 "''...Demnach sollen sy sich aus unnserm Lanndt und Stift thuen, Sich der Eussern und darin nit mehr finden lassen...'', also das Territorium des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts]] verlassen. |
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| − | Dann fehlen aber wieder Hinweise, ob diese Verordnung auch angewendet wurde. Erst mit dem Einsetzen des Weistumrechts (dem [[Salzburger Weistum]]) gegen Ende des [[16. Jahrhundert]]s wird festgehalten, dass man auch tatsächlich Maßnahmen gegen ''Zigeuner'' ergriffen hatte. Im Ehehaft- oder Landtaiding (siehe [[Taiding]]) der fünf Stäbe im [[Pongau]], das in einer Papierschrift des [[17. Jahrhundert]]s überliefert ist, findet sich ein Abschnitt über Ge- und Verbote über die Zigeuner. Sinngemäß: die Bevölkerung musste vagierende Zigeuner der Obrigkeit melden. Recht umfangreich dann die erhaltene ''Landesrügung'' des [[Pfleggerichte|Pfleggericht]] [[Glanegg]], die gleich mehrmals auf Zigeuner eingeht. | + | Dann fehlen aber wieder Hinweise, ob diese Verordnung auch angewendet wurde. Erst mit dem Einsetzen des Weistumrechts ([[Salzburger Weistum]]) gegen Ende des [[16. Jahrhundert]]s wird festgehalten, dass man auch tatsächlich Maßnahmen gegen ''Zigeuner'' ergriff. Im Ehehaft- oder Landtaiding (siehe [[Taiding]]) der fünf Stäbe im [[Pongau]], das in einer Papierschrift des [[17. Jahrhundert]]s überliefert ist, findet sich ein Abschnitt über Ge- und Verbote über die Zigeuner. Sinngemäß: die Bevölkerung musste vagierende Zigeuner der Obrigkeit melden. Recht umfangreich dann die erhaltene ''Landesrügung'' des [[Pfleggerichte|Pfleggericht]] [[Glanegg]], die gleich mehrmals auf Zigeuner eingeht. |
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| − | [[Erzbischof]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] mahnte wiederholt gegen Ende des 16. Jahrhunderts die [[Pfleger]] zu [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], die Normen des Zigeunerrechts zu vollziehen und regelmäßig Bericht zu erstatten. Ein Bericht vom [[18. August]] [[1569]] berichtet beispielsweise "''...daß sich in unsern gericht, deiner verwaltung, die Zigeiner hauffenweiß soll. umbziehen...''". Eine neuerliche Mahnung des Erzbischofs ist vom [[13. Oktober]] [[1577]] überliefert. [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]], Kardinal und Erzbischof, mahnt [[1662]] seine Generäle abermals ab, weil sie zu nachsichtig bei ''..Außrott- und Vertilgung der Zigeuner sampt deren Anhängern...'' vorgehen. Belege über vier Patrouillengänge im Bereich vom [[Pfleggericht Lichtenberg]] ([[Saalfelden]]) aus dem Jahr [[1669]] belegen, dass Schützen Zigeuner und vagiernde Landsknechthaufen observierten. | + | [[Erzbischof]] [[Johann Jakob Khuen von Belasi]] mahnte wiederholt gegen Ende des 16. Jahrhunderts die [[Pfleger]] zu [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], die Normen des Zigeunerrechts zu vollziehen und regelmäßig Bericht zu erstatten. Ein Bericht vom [[18. August]] [[1569]] berichtet beispielsweise "''...daß sich in unsern gericht, deiner verwaltung, die Zigeiner hauffenweiß soll. umbziehen...''". Eine neuerliche Mahnung des Erzbischofs ist vom [[13. Oktober]] [[1577]] überliefert. [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]], Kardinal und Erzbischof, mahnt [[1662]] seine Generäle abermals ab, weil sie zu nachsichtig bei ''..Außrott- und Vertilgung der Zigeuner sampt deren Anhängern...'' vorgehen. Belege über vier Patrouillengänge im Bereich des [[Pfleggericht Lichtenberg|Pfleggerichts Lichtenberg]] ([[Saalfelden]]) aus dem Jahr [[1669]] belegen, dass Schützen Zigeuner und vagiernde Landsknechthaufen observierten. |
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| − | Erstmals in der Geschichte des Salzburger Erzstifts wird mit einem Dokument vom [[17. März]] [[1706]] die ''Vogelfreiheit'' der Zigeuner erklärt. [[1716]] erneuert Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] seine eigene ''General-Verordnung'' und bekräftigt gleichzeitig die (eine neuerliche) Vogelfreiheit von 1712. | + | Erstmals in der Geschichte des [[Erzstift Salzburg|Salzburger Erzstifts]] wird mit einem Dokument vom [[17. März]] [[1706]] die ''Vogelfreiheit'' der Zigeuner erklärt. [[1716]] erneuert Erzbischof [[Franz Anton Fürst Harrach]] seine eigene ''General-Verordnung'' und bekräftigt gleichzeitig die (eine neuerliche) Vogelfreiheit von 1712. |
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| | ====Roma in der jüngeren Zeit==== | | ====Roma in der jüngeren Zeit==== |
| − | Das [[Zigeunerlager Maxglan]] war ein Zwangslager für Sinti in Salzburg. Es befand sich in Widerspruch zu seinem Namen Maxglan im Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] und bestand zwischen Herbst 1940 und April 1943. | + | Das [[Zigeunerlager Maxglan]] war ein Zwangslager für Sinti in Salzburg. Es befand sich in Widerspruch zu seinem Namen ''Maxglan'' im Stadtteil [[Leopoldskroner Moos]] und bestand zwischen Herbst 1940 und April 1943. |
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| − | Schon immer waren Roma auch im Salzburger Land unterwegs. Früher als Hausierer oder Handwerker, zu nennen seien hier die Roma als Scherenschleifer und [[Kesselflicker]], in den letzten Jahrzehnten tauchten sie als Clan jeweils gemeinsam auf, blieben einige Wochen und zogen dann weiter. Dazu konnten sie beispielsweise am [[Park & Ride#Park & Ride Stadt Salzburg|Park & Ride Salzburg Süd]] wohnen gegen Entrichtung von Gebühren für Wasser, Strom und Abfall. | + | Schon immer waren Roma auch im Salzburger Land unterwegs. Früher als Hausierer oder Handwerker, zu nennen seien hier die Roma als Scherenschleifer und [[Kesselflicker]], in den letzten Jahrzehnten tauchten sie als Clan jeweils gemeinsam auf, blieben einige Wochen und zogen dann weiter. Dazu konnten sie beispielsweise am [[Park & Ride#Park & Ride Stadt Salzburg|Park & Ride Salzburg Süd]] wohnen gegen Entrichtung von Gebühren für Wasser, Strom und Abfall. |
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| − | Aufregung gab es um eine Hochzeit im Juni 2010, die in [[Puch]]-[[Urstein]] auf dem seit Jahren größtenteils brach liegenden Gewerbegrund stattfand. Anrainer beschwerten sich über die ihrer Meinung nach zu lauten Musik<ref>Anmerkung: die Roma feierten eine ihren Sitten und Gepflogenheit nach mehrere Tage dauernde Hochzeit</ref> beim Bürgermeister [[Helmut Klose]]. Dieser wollte allen ernstens, nachdem die Polizei keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf sah<ref>Anmerkung: das Gelände gehört dem Unternehmer [[Asamer]] und ist somit Privatgrund</ref>, die friedlich feiernde Gemeinde mit Gülle (!!) vertreiben. Letztendlich blieb es bei seiner Absicht, wenn auch öffentlich geäußerten. | + | Aufregung gab es um eine Hochzeit im Juni 2010, die in [[Puch]]-[[Urstein]] auf dem seit Jahren größtenteils brach liegenden Gewerbegrund stattfand. Anrainer beschwerten sich über die ihrer Meinung nach zu laute Musik<ref>Anmerkung: die Roma feierten eine ihren Sitten und Gepflogenheiten nach mehrere Tage dauernde Hochzeit</ref> beim Bürgermeister [[Helmut Klose]]. Dieser wollte allen Ernstes, nachdem die Polizei keinen grundsätzlichen Handlungsbedarf sah<ref>Anmerkung: das Gelände gehört dem Unternehmer [[Asamer]] und ist somit Privatgrund</ref>, die friedlich feiernde Gemeinde mit Gülle (!!) vertreiben. Letztendlich blieb es bei seiner, wenn auch öffentlich geäußerten, Absicht. |
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| − | Anzumerken ist aber die natürlich berechtigte Forderung der Gemeinde, die Roma müssten Vereinbarungen über Dauer des Aufenthalts, Abfall- und Entsorgungskosten einhalten. Man habe bei einem ähnlichen Zusammentreffen der Roma vor rund drei Jahren insgesamt 2800 Euro an Reinigungskosten aufbringen müssen, so Wolfgang Ortner, bei der Gewerbepark Urstein für die Immobilien verantwortlich<ref>Quelle [http://sosheimat.wordpress.com/2010/06/02/roma-lager-in-puch-sorgt-fur-aufregung/ sosheimat.wordpress.com]</ref>. | + | Anzumerken ist aber die natürlich berechtigte Forderung der Gemeinde, die Roma müssten Vereinbarungen über Dauer des Aufenthalts, Abfall- und Entsorgungskosten einhalten. Man habe bei einem ähnlichen Zusammentreffen der Roma vor rund drei Jahren insgesamt 2800 Euro an Reinigungskosten aufbringen müssen, so Wolfgang Ortner, bei der ''Gewerbepark Urstein'' für die Immobilien verantwortlich<ref>Quelle [http://sosheimat.wordpress.com/2010/06/02/roma-lager-in-puch-sorgt-fur-aufregung/ sosheimat.wordpress.com]</ref>. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |