| | [[1182]] weiht [[Erzbischof]] [[Konrad III. von Wittelsbach]] in Thalgau die von ihm erbaute [[Romanik|romanische Kirche]]. Eine [[Gotik|gotische]] Kirche wird [[1481]] vollendet, [[1755]] die heutige [[Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau]] von [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]]geweiht. | | [[1182]] weiht [[Erzbischof]] [[Konrad III. von Wittelsbach]] in Thalgau die von ihm erbaute [[Romanik|romanische Kirche]]. Eine [[Gotik|gotische]] Kirche wird [[1481]] vollendet, [[1755]] die heutige [[Pfarrkirche zum hl. Martin Thalgau]] von [[Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach]]geweiht. |
| − | Auf einem Felsen am Westabhang des [[Schober]]s wurde [[1259]] von [[Konrad von Kahlham]] eine Burg errichtet. Konrad nannte sich "''von Wartenfels''" und besaß Güter in der Gegend um Thalgau und [[Fuschl]]. 1301 verkaufte er die Herrschaft dem Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]], die tatsächliche Übernahme durch das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]] erfolgte jedoch vermutlich erst nach dem Tode Konrads von Kahlham ([[1326]]), nachdem er keine männlichen Erben hinterlassen hatte. Der Erzbischof richtete hierauf auf [[Ruine Wartenfels|Wartenfels]] ein [[Pfleggericht]] ein, das zuerst über das ganze Gebiet von Thalgau, [[Faistenau]], Fuschl und auch [[Abersee (Ort)|Abersee]] gebot. Gegen Ende des [[16. Jahrhundert]]s übersiedelten die [[Pfleger]] nach Thalgau in den Ort herunter. Nach dem Bau eines Gerichtsgebäudes [[1564]] in Thalgau war die Burg dem Verfall preisgegeben. Erzbischof [[Paris Graf Lodron]], der die [[Landfahne]] reorganisierte, machte Thalgau während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zu einem wichtigen Mittelpunkt der Landesverteidigung. Seine große Sorge war, Salzburg und das Grenzland und damit auch Thalgau von den Wirren des oberösterreichischen Bauernaufstandes freizuhalten. Der Erzbischof baute das Haus des bestehenden Urbaramtes zu einem Rüsthaus aus, in dem das Waffenlager der Landfahne untergebracht wurde. Zur Landfahne von Thalgau gehörten die Gerichte Wartenfels, [[Straßwalchen]], [[Neumarkt am Wallersee]] und [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. | + | Auf einem Felsen am Westabhang des [[Schober]]s wurde [[1259]] von [[Konrad von Kahlham]] eine Burg errichtet. Konrad nannte sich "''von Wartenfels''" und besaß Güter in der Gegend um Thalgau und [[Fuschl]]. 1301 verkaufte er die Herrschaft dem Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]], die tatsächliche Übernahme durch das [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr#Erzstift|Erzstift]] erfolgte jedoch vermutlich erst nach dem Tode Konrads von Kahlham ([[1326]]), nachdem er keine männlichen Erben hinterlassen hatte. Der Erzbischof richtete hierauf auf [[Ruine Wartenfels|Wartenfels]] ein [[Pfleggericht]] ein, das zuerst über das ganze Gebiet von Thalgau, [[Faistenau]], Fuschl und auch [[Abersee (Halbinsel)|Abersee]] gebot. Gegen Ende des [[16. Jahrhundert]]s übersiedelten die [[Pfleger]] nach Thalgau in den Ort herunter. Nach dem Bau eines Gerichtsgebäudes [[1564]] in Thalgau war die Burg dem Verfall preisgegeben. Erzbischof [[Paris Graf Lodron]], der die [[Landfahne]] reorganisierte, machte Thalgau während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] zu einem wichtigen Mittelpunkt der Landesverteidigung. Seine große Sorge war, Salzburg und das Grenzland und damit auch Thalgau von den Wirren des oberösterreichischen Bauernaufstandes freizuhalten. Der Erzbischof baute das Haus des bestehenden Urbaramtes zu einem Rüsthaus aus, in dem das Waffenlager der Landfahne untergebracht wurde. Zur Landfahne von Thalgau gehörten die Gerichte Wartenfels, [[Straßwalchen]], [[Neumarkt am Wallersee]] und [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. |