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Im Jahr [[1956]] wurde das Nationalbank-Gebäude an der [[Franz-Josef-Straße]] seiner Bestimmung übergeben, die Bank übersiedelte von der [[Paris-Lodron-Straße]] in die Neustadt.
 
Im Jahr [[1956]] wurde das Nationalbank-Gebäude an der [[Franz-Josef-Straße]] seiner Bestimmung übergeben, die Bank übersiedelte von der [[Paris-Lodron-Straße]] in die Neustadt.
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Der Wiener Architekt Oscar Payer errichtete den ersten Globus mit Analog-Uhren, die die jeweilige Uhrzeit in den verschiedenen Erdteilen anzeigten. Später zierten ihn digitale Uhren. "Die leuchteten rot und sahen in der Nacht aus wie Ungeheuer. Das hat uns irgendwann nicht mehr gefallen“, erinnert sich [[Michael Lanik]]. Er ist Landesdirektor der Geldservice Austria, einer 95-Prozent-Tochter der Nationalbank. Seit 35 Jahren sitzt er am Standort in der Franz-Josef-Straße mit 25 Mitarbeitern. Die  Oesterreichische Nationalbank selbst schloss mit Ende [[2016]] ihre Pforten in Salzburg.
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Der Wiener Architekt Oscar Payer errichtete den ersten Globus mit Analog-Uhren, die die jeweilige Uhrzeit in den verschiedenen Erdteilen anzeigten. Später zierten ihn digitale Uhren. "Die leuchteten rot und sahen in der Nacht aus wie Ungeheuer. Das hat uns irgendwann nicht mehr gefallen", erinnert sich [[Michael Lanik]]. Er ist Landesdirektor der Geldservice Austria, einer 95-Prozent-Tochter der Nationalbank. Seit 35 Jahren sitzt er am Standort in der Franz-Josef-Straße mit 25 Mitarbeitern. Die  Oesterreichische Nationalbank selbst schloss mit Ende [[2016]] ihre Pforten in Salzburg.
    
Was Wind, Wetter und Vandalen trotzte, war die Weltkugel. [[2000]] beschichtete sie der [[Köstendorf]]er Metallbauer Peter Neudecker mit Blattgold und färbte die Weltmeere blau nach. Seither drehte sie sich einmal in 24 Stunden um die eigene Achse. Unten fanden sich 24 Steinplatten, die die Zeitzonen symbolisieren.  
 
Was Wind, Wetter und Vandalen trotzte, war die Weltkugel. [[2000]] beschichtete sie der [[Köstendorf]]er Metallbauer Peter Neudecker mit Blattgold und färbte die Weltmeere blau nach. Seither drehte sie sich einmal in 24 Stunden um die eigene Achse. Unten fanden sich 24 Steinplatten, die die Zeitzonen symbolisieren.  
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Nach einer Renovierung im Jahr [[2008]], zu der auch die Oesterreichische Nationalbank maßgeblich beigetragen hat, erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Die  Weltkugel gilt auch als Wahrzeichen der Salzburger Neustadt.
 
Nach einer Renovierung im Jahr [[2008]], zu der auch die Oesterreichische Nationalbank maßgeblich beigetragen hat, erstrahlte sie wieder in neuem Glanz. Die  Weltkugel gilt auch als Wahrzeichen der Salzburger Neustadt.
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2016 wollte die Nationalbank nach der Schließung ihrer Salzburger Niederlassung ihre Weltkugel der Stadt schenken. Vergeblich, wie Michael Lanik erzählt: "Diese hat sich immer um die Instandhaltung gekümmert. Die Stadt wollte die Weltuhr nicht übernehmen. Es gibt momentan niemanden, der sich nach Schließung der Filiale darum kümmern könnte." Salzburgs Kulturreferent ist [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] (SPÖ). Warum hat die Stadt damals abgelehnt und nun stillschweigend zugesehen, dass die Kugel nach Wien ins Depot verschwindet? Auinger: “Sie ist ein Wahrzeichen des Stadtteiles. Aber wir haben im Kulturamt auch keine Mitarbeiter, die eine Uhr warten oder betreuen könnte. Und darum ist es letztlich gegangen. Wir stellen den Platz weiterhin zur Verfügung, können uns aber technisch nicht darum kümmern.
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2016 wollte die Nationalbank nach der Schließung ihrer Salzburger Niederlassung ihre Weltkugel der Stadt schenken. Vergeblich, wie Michael Lanik erzählt: "Diese hat sich immer um die Instandhaltung gekümmert. Die Stadt wollte die Weltuhr nicht übernehmen. Es gibt momentan niemanden, der sich nach Schließung der Filiale darum kümmern könnte." Salzburgs Kulturreferent ist [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] (SPÖ). Warum hat die Stadt damals abgelehnt und nun stillschweigend zugesehen, dass die Kugel nach Wien ins Depot verschwindet? Auinger: "Sie ist ein Wahrzeichen des Stadtteiles. Aber wir haben im Kulturamt auch keine Mitarbeiter, die eine Uhr warten oder betreuen könnte. Und darum ist es letztlich gegangen. Wir stellen den Platz weiterhin zur Verfügung, können uns aber technisch nicht darum kümmern."
    
Wann genau die Weltkugel dann abmontiert wurde, ist nicht bekannt. Es muss zwischen März 2018 und Oktober 2019 (siehe Bild) gewesen sein. Einer Meldung der [[Flachgauer Nachrichten]] vom [[31. Oktober]] [[2019]] nach, sollen Vandalen die Weltkugel aus der Verankerung gerissen und zerstört haben haben. Im Oktober wurde die beschädigte Kugel zum Köstendorfer Unternehmen Metalltech Neudecker gebracht. Nach der Begutachtung der Schäden aus der Werkstatt in Köstendorf im Auftrag der Hauseigentümer Geldservice Austria abgeholt, einer Tochtergesellschaft der Nationalbank. Man brachte sie nach Wien in ein Depot. Dort lag sie seit August 2021 bis Frühjahr 2022. Dann kehrte sie nach Köstendorf zur Firma Neudecker zurück, die mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt wurde. Für die fachgerechte Vergoldung der Kontinente sorgte Malermeister Paul Bonfils. "Wir haben für die Kontinente und Inseln 800 Blatt Blattgold im Wert von 1.500 bis 2.000 Euro benötigt", schildert er. Für ihn bedeutete das rund eine Woche Arbeit.
 
Wann genau die Weltkugel dann abmontiert wurde, ist nicht bekannt. Es muss zwischen März 2018 und Oktober 2019 (siehe Bild) gewesen sein. Einer Meldung der [[Flachgauer Nachrichten]] vom [[31. Oktober]] [[2019]] nach, sollen Vandalen die Weltkugel aus der Verankerung gerissen und zerstört haben haben. Im Oktober wurde die beschädigte Kugel zum Köstendorfer Unternehmen Metalltech Neudecker gebracht. Nach der Begutachtung der Schäden aus der Werkstatt in Köstendorf im Auftrag der Hauseigentümer Geldservice Austria abgeholt, einer Tochtergesellschaft der Nationalbank. Man brachte sie nach Wien in ein Depot. Dort lag sie seit August 2021 bis Frühjahr 2022. Dann kehrte sie nach Köstendorf zur Firma Neudecker zurück, die mit der Restaurierung und Instandsetzung beauftragt wurde. Für die fachgerechte Vergoldung der Kontinente sorgte Malermeister Paul Bonfils. "Wir haben für die Kontinente und Inseln 800 Blatt Blattgold im Wert von 1.500 bis 2.000 Euro benötigt", schildert er. Für ihn bedeutete das rund eine Woche Arbeit.
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* {{Quelle SW-SN|3. März 2018}}
 
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* {{Quelle FN|31. Oktober 2019}}
 
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* [https://salzburg.orf.at/stories/3033435/ salzburg.orf.at], "Suche nach verschollener "Weltuhr“", 6. Februar 2020, ein Beitrag von [[Gerald Lehner]]
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* [https://salzburg.orf.at/stories/3033435/ salzburg.orf.at], "Suche nach verschollener "Weltuhr"", 6. Februar 2020, ein Beitrag von [[Gerald Lehner]]
 
* {{Quelle SN|28. April 2022}}
 
* {{Quelle SN|28. April 2022}}
  

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