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Nach Prüfung diverser Teilverkäufe hatte Kocher daher heuer im August entschieden, den Hof als Ganzes um rund 4,6 Millionen Euro an die [[Dietrich Mateschitz]] KG zu verkaufen. Seine Begründung: "Wenn wir das, was werthaltig ist, verkaufen, bleibt der restliche Bestand nicht mehr ertragsfähig. Mit Ödland kann man den Hof nicht erhalten." Durch den Gesamtverkauf, der mit der Witwe und der Kuratorin für die Kinder abgesprochen sei, könnten aber alle Schulden bezahlt werden, sagt Kocher. Die Kinder erhalten ein Wohnrecht im Haus. Es bleiben rund drei Millionen Euro übrig. Die werden auf Witwe und Kinder aufgeteilt. Geführt werde der Hof künftig von Monika Hönegger, der Schwester des Verstorbenen, die am Hof aufgewachsen und geprüfte Landwirtschaftslehrerin ist.
 
Nach Prüfung diverser Teilverkäufe hatte Kocher daher heuer im August entschieden, den Hof als Ganzes um rund 4,6 Millionen Euro an die [[Dietrich Mateschitz]] KG zu verkaufen. Seine Begründung: "Wenn wir das, was werthaltig ist, verkaufen, bleibt der restliche Bestand nicht mehr ertragsfähig. Mit Ödland kann man den Hof nicht erhalten." Durch den Gesamtverkauf, der mit der Witwe und der Kuratorin für die Kinder abgesprochen sei, könnten aber alle Schulden bezahlt werden, sagt Kocher. Die Kinder erhalten ein Wohnrecht im Haus. Es bleiben rund drei Millionen Euro übrig. Die werden auf Witwe und Kinder aufgeteilt. Geführt werde der Hof künftig von Monika Hönegger, der Schwester des Verstorbenen, die am Hof aufgewachsen und geprüfte Landwirtschaftslehrerin ist.
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Hannes Hönegger, der Stiefsohn des Verstorbenen, bekämpft aber den Verkauf des Hofs. Hintergrund ist, dass der Verstorbene für Hannes Hönegger am Hof einen Bio-Schlachthof eingerichtet hat, mit dem dieser unter der Marke "Lungaugold“ beruflich Fuß gefasst hat. Der Stiefsohn ist überzeugt, dass der Verkauf als Ganzes gar nicht nötig wäre, weil der Betrieb mit seinen vielen Standbeinen ("es gibt auch noch eine vermietbare [[Almhütte]] samt See") sehr wohl lebensfähig sei. Hönegger vermutet hingegen, "dass der Verlassenschaftskurator bei einem Verkauf um 4,6 Millionen Euro fünf Prozent Provision bekommt, das wären 230.000 Euro". Zudem spricht er von einem Kaufangebot eines Dritten für Teilflächen über 1,3 Million Euro. Dieser Bieter, der den [[SN]] namentlich bekannt ist, aber anonym bleiben will, relativiert: "Ich hatte zur Witwe Kontakt. Wir haben uns geeinigt. Sie hat sich aber am Ende für das Angebot der Mateschitz KG entschieden." Rechtsanwalt Kocher weist die Kritik von Hönegger zurück.
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Hannes Hönegger, der Stiefsohn des Verstorbenen, bekämpft aber den Verkauf des Hofs. Hintergrund ist, dass der Verstorbene für Hannes Hönegger am Hof einen Bio-Schlachthof eingerichtet hat, mit dem dieser unter der Marke "Lungaugold" beruflich Fuß gefasst hat. Der Stiefsohn ist überzeugt, dass der Verkauf als Ganzes gar nicht nötig wäre, weil der Betrieb mit seinen vielen Standbeinen ("es gibt auch noch eine vermietbare [[Almhütte]] samt See") sehr wohl lebensfähig sei. Hönegger vermutet hingegen, "dass der Verlassenschaftskurator bei einem Verkauf um 4,6 Millionen Euro fünf Prozent Provision bekommt, das wären 230.000 Euro". Zudem spricht er von einem Kaufangebot eines Dritten für Teilflächen über 1,3 Million Euro. Dieser Bieter, der den [[SN]] namentlich bekannt ist, aber anonym bleiben will, relativiert: "Ich hatte zur Witwe Kontakt. Wir haben uns geeinigt. Sie hat sich aber am Ende für das Angebot der Mateschitz KG entschieden." Rechtsanwalt Kocher weist die Kritik von Hönegger zurück.
    
Mittlerweile ist auch die Politik involviert: [[SPÖ]]-Mandatarin [[Karin Dollinger]] hat die Causa zum Thema einer [[Landtag]]sanfrage gemacht. Auch sie betont nach einem Gespräch mit der Witwe, dass der Gesamtverkauf nicht nötig sei: "Die Familie wurde da aber gar nicht gefragt." Von der Grundverkehrskommission, die über den Fall am [[12. Dezember]] berät, fordert Dollinger drei Punkte: "Sie sollte Gutachten einholen und prüfen, ob die KG Großgrundbesitzer ist und damit laut Gesetz nicht kaufen darf. Laut einem Verfassungsgerichtshofs-Urteil liegt die Grenze hier bei 440 Hektar." Mit dem neuen Salzburger Grundverkehrsgesetz, das hier aber noch nicht gelte, liege die Grenze bei 150.000 Euro Einheitswert, sagt Dollinger. Zweitens will sie geprüft wissen, ob die KG die Landwirte-Eigenschaften erfüllt. Zum Dritten müsse auch der Kaufpreis gecheckt werden: "Wenn nur einer der drei Punkte nicht passt, muss man das Geschäft versagen."
 
Mittlerweile ist auch die Politik involviert: [[SPÖ]]-Mandatarin [[Karin Dollinger]] hat die Causa zum Thema einer [[Landtag]]sanfrage gemacht. Auch sie betont nach einem Gespräch mit der Witwe, dass der Gesamtverkauf nicht nötig sei: "Die Familie wurde da aber gar nicht gefragt." Von der Grundverkehrskommission, die über den Fall am [[12. Dezember]] berät, fordert Dollinger drei Punkte: "Sie sollte Gutachten einholen und prüfen, ob die KG Großgrundbesitzer ist und damit laut Gesetz nicht kaufen darf. Laut einem Verfassungsgerichtshofs-Urteil liegt die Grenze hier bei 440 Hektar." Mit dem neuen Salzburger Grundverkehrsgesetz, das hier aber noch nicht gelte, liege die Grenze bei 150.000 Euro Einheitswert, sagt Dollinger. Zweitens will sie geprüft wissen, ob die KG die Landwirte-Eigenschaften erfüllt. Zum Dritten müsse auch der Kaufpreis gecheckt werden: "Wenn nur einer der drei Punkte nicht passt, muss man das Geschäft versagen."

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