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| | Auf Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Michels [[1929]] als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er [[1931]] mit zwei Mitbrüdern die Salzburger Hochschulwochen an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologische Fakultät]], die Vorstufe zur geplanten [[Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg]], da die frühere Universität nach den [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]n [[Säkularisierung|säkularisiert]] und [[1810]] von der [[Königreich Bayern|Bayerischen Besatzungsmacht]] geschlossen wurde. | | Auf Wunsch seines Abtes Ildefons Herwegen kam Michels [[1929]] als Dozent für Liturgie- und Religionsgeschichte nach Salzburg. Hier gründete er [[1931]] mit zwei Mitbrüdern die Salzburger Hochschulwochen an der [[Theologische Fakultät in Salzburg|Theologische Fakultät]], die Vorstufe zur geplanten [[Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Salzburg]], da die frühere Universität nach den [[Befreiungskriege (Überblick)|Befreiungskriege]]n [[Säkularisierung|säkularisiert]] und [[1810]] von der [[Königreich Bayern|Bayerischen Besatzungsmacht]] geschlossen wurde. |
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| − | Nachdem er [[1935]] die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, habilitierte er sich für Liturgiewissenschaft und Patristik an der Theologischen Fakultät in Salzburg und wurde tit. a.o. Universitätsprofessor. Nach dem [[Anschluss]] Österreichs am [[12. März]] [[1938]] an das Deutsche Reich flüchtete Michels am Morgen dieses Tages zu Fuß über den Brenner nach Gries bei Bozen. Er fand dann für kurze Zeit Aufnahme bei den Benediktinern von Engelberg in der [[Schweiz]] und lebte schließlich von 1938 bis [[1947]] in den [[USA]]. Er war einer der ersten gewesen, nach denen die [[Gestapo]] in Salzburg fahndete, hatte er doch in einer österreichischen Zeitschrift die "versehentliche Tötung“ seines Freundes, des Musikkritikers Willi Schmidt, vom [[30. Juli]] [[1934]], als Mord, begangen durch die Nationalsozialisten, angeprangert. In Keyport (New Jersey) leitete er als Prior ein OSB-Priorat, leistete weitgefächerte Seelsorge und wirkte als Professor für Geschichte am ''Saint Michael’s College'' in Vermont. Ebenfalls war er Professor für Christliches Altertum am ''Manhattanville College'' in New York. | + | Nachdem er [[1935]] die österreichische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, habilitierte er sich für Liturgiewissenschaft und Patristik an der Theologischen Fakultät in Salzburg und wurde tit. a.o. Universitätsprofessor. Nach dem [[Anschluss]] Österreichs am [[12. März]] [[1938]] an das Deutsche Reich flüchtete Michels am Morgen dieses Tages zu Fuß über den Brenner nach Gries bei Bozen. Er fand dann für kurze Zeit Aufnahme bei den Benediktinern von Engelberg in der [[Schweiz]] und lebte schließlich von 1938 bis [[1947]] in den [[USA]]. Er war einer der ersten gewesen, nach denen die [[Gestapo]] in Salzburg fahndete, hatte er doch in einer österreichischen Zeitschrift die "versehentliche Tötung" seines Freundes, des Musikkritikers Willi Schmidt, vom [[30. Juli]] [[1934]], als Mord, begangen durch die Nationalsozialisten, angeprangert. In Keyport (New Jersey) leitete er als Prior ein OSB-Priorat, leistete weitgefächerte Seelsorge und wirkte als Professor für Geschichte am ''Saint Michael’s College'' in Vermont. Ebenfalls war er Professor für Christliches Altertum am ''Manhattanville College'' in New York. |
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| − | Nach seiner Rückkehr nach Salzburg [[1947]] wirkte er bis zu seiner Emeritierung als Professor an der dortigen Theologischen Fakultät der Universität Salzburg. Den Titel des "ordentlichen Universitätsprofessors“ verlieh ihm die Fakultät erst [[1962]], als er bereits 70 Jahre alt war. | + | Nach seiner Rückkehr nach Salzburg [[1947]] wirkte er bis zu seiner Emeritierung als Professor an der dortigen Theologischen Fakultät der Universität Salzburg. Den Titel des "ordentlichen Universitätsprofessors" verlieh ihm die Fakultät erst [[1962]], als er bereits 70 Jahre alt war. |
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| − | Er war Präsident des [[Katholisches Hochschulwerk|Katholischen Hochschulwerks]] und von [[1950]] bis [[1971]] Präsident der Salzburger Hochschulwochen. Im Jahre [[1961]] gründete er das "Internationale Forschungszentrum für Grundfragen der Wissenschaft (IFZ)“ (heute Internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen) im [[Edith-Stein-Haus]] auf dem [[Mönchsberg]], dessen Präsident er bis [[1977]] war. Er blieb auch bis zu seinem Tode Vorstand des "Instituts für Religionswissenschaft und Theologie“. Trotz aller Verdienste wurde nicht er, sondern ein anderer Gründungsrektor, als die staatliche Universität in Salzburg im Jahre [[1964]] neu gegründet wurde. Das Österreichische Institut für Menschenrechte (ÖIM) ist 1987 als erstes Menschenrechtsinstitut im deutschen Sprachraum aus dem IFZ hervorgegangen. | + | Er war Präsident des [[Katholisches Hochschulwerk|Katholischen Hochschulwerks]] und von [[1950]] bis [[1971]] Präsident der Salzburger Hochschulwochen. Im Jahre [[1961]] gründete er das "Internationale Forschungszentrum für Grundfragen der Wissenschaft (IFZ)" (heute Internationales Forschungszentrum für soziale und ethische Fragen) im [[Edith-Stein-Haus]] auf dem [[Mönchsberg]], dessen Präsident er bis [[1977]] war. Er blieb auch bis zu seinem Tode Vorstand des "Instituts für Religionswissenschaft und Theologie". Trotz aller Verdienste wurde nicht er, sondern ein anderer Gründungsrektor, als die staatliche Universität in Salzburg im Jahre [[1964]] neu gegründet wurde. Das Österreichische Institut für Menschenrechte (ÖIM) ist 1987 als erstes Menschenrechtsinstitut im deutschen Sprachraum aus dem IFZ hervorgegangen. |
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| | == Erinnnerungen an Michels in Salzburg == | | == Erinnnerungen an Michels in Salzburg == |
| − | Als Präsident des von ihm gegründeten IFZ förderte er junge Wissenschaftler. Von ihm stammt auch die Inschrift an der Fassade des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]]. Der Distichon lautet: "Sacra camenae domus / concitis carmine patet / quo nos attonitos / numen ad auras ferat“. | + | Als Präsident des von ihm gegründeten IFZ förderte er junge Wissenschaftler. Von ihm stammt auch die Inschrift an der Fassade des [[Großes Festspielhaus|Großen Festspielhauses]]. Der Distichon lautet: "Sacra camenae domus / concitis carmine patet / quo nos attonitos / numen ad auras ferat". |
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| | Von Thomas Michels stammt das ikonografische Programm zu einem Tor des [[Salzburger Dom]]s, das von [[Toni Schneider-Manzell]] umgesetzt worden ist. | | Von Thomas Michels stammt das ikonografische Programm zu einem Tor des [[Salzburger Dom]]s, das von [[Toni Schneider-Manzell]] umgesetzt worden ist. |