| | Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner. | | Der New Yorker Börsensturz im Oktober 1929 hatte sich auch in Europa ausgewirkt. Wenig Gäste stiegen ab, daher waren die Einkünfte geringer und das Personal musste eingeschränkt werden um Geld zu ersparen. Fini war überall im Einsatz: in der Rezeption, im Büro, sie übersah die Wäscherei und das Personal. Am meisten hatte sie aber als Küchenkassiererin fungiert. Am [[2. Oktober]] [[1933]] heirateten Fini und Rudolf, ältester Sohn von Michael Hofinger. Fini arbeitete täglich viele Stunden, manchmal bis 2 Uhr morgens, alles ohne Gehalt. Sie war unermüdlich, verlässlich und hat nie geklagt. Sie hatte sich nie Freizeit genommen, weil der Münchnerhof und ihr Schwiegervater sie brauchten. Mit wenig Geld hatte sie die Fremdenzimmer geschmacklich ausgestattet. Fini liebte die Kunst, speziell die Musik. Sie selbst konnte wunderbar Klavier spielen. Ihre charmante Gastfreundlichkeit brachte viele Gäste ins Haus, die oft als Stammgäste zurückkehrten. Jedes Jahr sind viele [[Salzburger Festspiele|Festspiel]]-Künstler im Münchnerhof abgestiegen, darunter war der bekannte Opernsänger [[Richard Mayr]] ein regelmäßiger Gast. Auch andere Persönlichkeiten von den Salzburger Festspielen sind eingekehrt, wie Dirigenten, Schauspieler, Opernsänger und Bühnenbildner. |
| − | Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte's vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden. | + | Im Jahre 1938 wurde sie mit Brustkrebs diagnostiziert. Sie hatte mehrere Operationen in Wien, München und Salzburg, aber sie konnte nicht gerettet werden. Jedes Mal, wenn sie vom Spital zurück kam sah sie blässer aus, aber sie hatte weiter an der Küchenkasse gearbeitet, so lange es ihr möglich war. Sie starb am Freitag, 25. Oktober 1940 im Landeskrankenhaus Salzburg. Mit großer Traurigkeit wurde sie am [[30. Oktober]] [[1940]], an ihrer Tochter Liselotte's vierten Geburtstag, zu Grabe getragen. Viele Salzburger Bürger und prominente Geschäftsleute nahmen an ihrem Begräbnis teil. Sie war nur 39 Jahre alt geworden. |
| | Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen Stellungen. Der Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde mit Otto's Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben. | | Michael Hofinger erkrankte im Frühjahr 1944 und starb am [[25. Mai]] [[1944]] an einem Schlaganfall. Da sein Sohn Rudolf viel auf Reisen war und sein Sohn Otto im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] war, hatte er noch vor seinem Tode einen Familienrat gegründet. Er wählte vorsichtig sechs Salzburger Geschäftsfreunde und seinen persönlichen Freund, den Kunstmaler [[ Karl Reisenbichler ]], zu diesen ehrenamtlichen Stellungen. Der Familienrat trat in Kraft um wichtige zukünftige Entscheidungen für den Münchnerhof zu treffen. Dieser Familienrat wurde mit Otto's Rückkehr aus dem Kriege am [[13. Oktober]] [[1945]] aufgehoben. |