| − | Severin erfuhr, dass ein Teil der Bevölkerung um Kuchl noch immer heidnischen Bräuchen anhing. Er versuchte mit vielen Ansprachen dies zu ändern und schließlich forderte er ein dreitägiges Fest, zu dem aus allen Häusern Kerzen gebracht und an den Kirchenwänden befestigt werden müssten. Nach Psalmengesang und inbrünstigem Gebet ''...wurde plötzlich der größte Teil der Kerzen, welche die Gläubigen herbei gebracht hatten, durch göttliche Fügung entzündet; unangezündet blieb hingegen der Rest der Kerzen, nämlich die jener Leute, die den erwähnten heidnischen Riten verfallen waren, dies aber in dem Wunsche, unbekannt zu bleiben, geleugnet hatten...''<ref name="Hallein"> Quelle Buch von [[Ernst Penninger]], [[Georg Stadler (Lehrer)|Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, [[Salzburger Nachrichten]] Verlag</ref>. | + | Severin erfuhr, dass ein Teil der Bevölkerung um Kuchl noch immer heidnischen Bräuchen anhing. Er versuchte mit vielen Ansprachen dies zu ändern und schließlich forderte er ein dreitägiges Fest, zu dem aus allen Häusern Kerzen gebracht und an den Kirchenwänden befestigt werden müssten. Nach Psalmengesang und inbrünstigem Gebet ''...wurde plötzlich der größte Teil der Kerzen, welche die Gläubigen herbei gebracht hatten, durch göttliche Fügung entzündet; unangezündet blieb hingegen der Rest der Kerzen, nämlich die jener Leute, die den erwähnten heidnischen Riten verfallen waren, dies aber in dem Wunsche, unbekannt zu bleiben, geleugnet hatten...''<ref name="Hallein"> Quelle Buch von [[Ernst Penninger (Archäologe)|Ernst Penninger]], [[Georg Stadler (Lehrer)|Georg Stadler]] ''Hallein, Ursprung und Geschichte der Salinenstadt'', bearbeitet von [[Pert Peternell]], 1970, [[Salzburger Nachrichten]] Verlag</ref>. |
| | Mehrfach wird in Kuchl an den heiligen Severin erinnert: In der Pfarrkirche hängt das Bild, das [[Sebastian Stief]] 1863 geschaffen hat, an der linken Wand im rechten Seitenschiff, von dem auch der Abgang in die Severin-Krypta führt. Pfarrer Gerhard Mühlthaler schätzt diese als Raum des Gebets besonders. [[Josef Zenzmaier]] schuf 1960 das Relief "Predigt des hl. Severin" an der Salzachbrücke, [[Hans Pacher]] schuf 1954 die Steinguss-Statue des Heiligen an der [[Tauglbrücke]], die gerade restauriert wird. | | Mehrfach wird in Kuchl an den heiligen Severin erinnert: In der Pfarrkirche hängt das Bild, das [[Sebastian Stief]] 1863 geschaffen hat, an der linken Wand im rechten Seitenschiff, von dem auch der Abgang in die Severin-Krypta führt. Pfarrer Gerhard Mühlthaler schätzt diese als Raum des Gebets besonders. [[Josef Zenzmaier]] schuf 1960 das Relief "Predigt des hl. Severin" an der Salzachbrücke, [[Hans Pacher]] schuf 1954 die Steinguss-Statue des Heiligen an der [[Tauglbrücke]], die gerade restauriert wird. |
| − | Im [[Museum Kuchl]] wurde auf Initiative von Museumsvereins-Obmann Josef Egger ein Raum für "die [[Römer]] in Cucullis" gewidmet, darin findet sich auch mancher Hinweis auf den hl. Severin, u.a. ein Modell der frühchristlichen Kirche des Kastells auf dem [[Georgenberg]]. Egger ist Severins Wahlspruch "Faste, bete, sei barmherzig!" besonders wichtig. | + | Im [[Museum Kuchl]] wurde auf Initiative von Museumsvereins-Obmann Josef Egger ein Raum für "die [[Römer]] in Cucullis" gewidmet, darin findet sich auch mancher Hinweis auf den hl. Severin, u. a. ein Modell der frühchristlichen Kirche des Kastells auf dem [[Georgenberg]]. Egger ist Severins Wahlspruch "Faste, bete, sei barmherzig!" besonders wichtig. |
| | Severin, sein Leben und sein Werk genießen in Wien und Mautern, in Enns/Lorch und Passau besondere Aufmerksamkeit. In der Stadt Salzburg wurde 2006 die [[Pfarrkirche St. Severin]] im Stadtteil [[Langwied]] dem "Apostel Noricums" geweiht. | | Severin, sein Leben und sein Werk genießen in Wien und Mautern, in Enns/Lorch und Passau besondere Aufmerksamkeit. In der Stadt Salzburg wurde 2006 die [[Pfarrkirche St. Severin]] im Stadtteil [[Langwied]] dem "Apostel Noricums" geweiht. |