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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Schon bis zur Einrichtung des [[Pflegegericht]]s um [[1100]] waren die ansässigen Grafen für die Rechtsprechung, die Steuereinhebung, den militärischen Schutz sowie die Urbarmachung für Ansiedlungen zuständig. Der [[Pfleger]] Ulrich von Dachsberg aus [[Benutzer:Franz Fuchs/Aspach|Aspach]] im [[Innviertel]] soll [[1429]] mit dem Bau der Seeburg als seines Amtssitzes anstelle eines älteren Anwesens begonnen haben. Dieses dürfte [[mittelalter]]lichen Ursprungs gewesen sein. Ein Wilhelm Tachsberger siegelte [[1460]] mit dem Zusatz "zu Seewalhen“. Ein erster sicherer Nachweis vom Bestehen der Seeburg ist aber erst in einer Urkunde aus dem Jahr [[1491]] belegt. Besiegelt ist diese Urkunde von "Hainrich Dachsperger zu Seberg“. Ein weiterer Dachsperger, Bernhard, befand sich während des [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert#Ausbruch der Bauernaufstände 1525|Bauernaufstands 1525]] zusammen mit dem [[Fürsterzbischof|Landesfürsten]] Kardinal Matthäus Lang in der [[Festung Hohensalzburg]]. Bernhard Dachsperger hatte einen langjährigen Streit um Jagdrechte mit Virigl [[Uiberacker]] von [[Schloss Sighartstein|Sieghartstein]]. Daraus entstanden schaurige Legenden, von denen eine in einem Ölgemälde im [[Schloss Sighartstein]] festgehalten wurde. | + | Schon bis zur Einrichtung des [[Pflegegericht]]s um [[1100]] waren die ansässigen Grafen für die Rechtsprechung, die Steuereinhebung, den militärischen Schutz sowie die Urbarmachung für Ansiedlungen zuständig. Der [[Pfleger]] Ulrich von Dachsberg aus [[Benutzer:Franz Fuchs/Aspach|Aspach]] im [[Innviertel]] soll [[1429]] mit dem Bau der Seeburg als seines Amtssitzes anstelle eines älteren Anwesens begonnen haben. Dieses dürfte [[mittelalter]]lichen Ursprungs gewesen sein. Ein Wilhelm Tachsberger siegelte [[1460]] mit dem Zusatz "zu Seewalhen". Ein erster sicherer Nachweis vom Bestehen der Seeburg ist aber erst in einer Urkunde aus dem Jahr [[1491]] belegt. Besiegelt ist diese Urkunde von "Hainrich Dachsperger zu Seberg". Ein weiterer Dachsperger, Bernhard, befand sich während des [[Salzburger Bauernaufstände im 16. Jahrhundert#Ausbruch der Bauernaufstände 1525|Bauernaufstands 1525]] zusammen mit dem [[Fürsterzbischof|Landesfürsten]] Kardinal Matthäus Lang in der [[Festung Hohensalzburg]]. Bernhard Dachsperger hatte einen langjährigen Streit um Jagdrechte mit Virigl [[Uiberacker]] von [[Schloss Sighartstein|Sieghartstein]]. Daraus entstanden schaurige Legenden, von denen eine in einem Ölgemälde im [[Schloss Sighartstein]] festgehalten wurde. |
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| | Gegen das [[17. Jahrhundert]] erlosch das Geschlecht der Dachsberger, und der [[Erzbischof]] setzte auch andere Personen als Pfleger ein. Eine der letzten weiblichen Nachkommen der Dachsberger-Familie heiratete Wolf Adam von [[Haunsperger|Haunsperg]]. Als Nachkommen folgten Neidhart von Haunsperg und Christoph von Haunsperg. Letzterer löste um [[1600]] das [[Pfleggericht]] auf. Dieses wird [[Sighartstein (Neumarkt am Wallersee)|Sighartstein]] unterstellt. | | Gegen das [[17. Jahrhundert]] erlosch das Geschlecht der Dachsberger, und der [[Erzbischof]] setzte auch andere Personen als Pfleger ein. Eine der letzten weiblichen Nachkommen der Dachsberger-Familie heiratete Wolf Adam von [[Haunsperger|Haunsperg]]. Als Nachkommen folgten Neidhart von Haunsperg und Christoph von Haunsperg. Letzterer löste um [[1600]] das [[Pfleggericht]] auf. Dieses wird [[Sighartstein (Neumarkt am Wallersee)|Sighartstein]] unterstellt. |
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| | Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. [[1779]]] kam [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] in den Besitz von Schloss Seeburg. Es wurde Treffpunkt seinerzeit berühmter Persönlichkeiten wie [[Wolfgang Amadé Mozart]]. [[1825]] erwarb der geadelte Südfrüchtehändler und Armeelieferant [[Dismas von Widerwald]]. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert. Damit endete die Zeit von Schloss Seeburg als Adelswohnsitz. | | Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. [[1779]]] kam [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] in den Besitz von Schloss Seeburg. Es wurde Treffpunkt seinerzeit berühmter Persönlichkeiten wie [[Wolfgang Amadé Mozart]]. [[1825]] erwarb der geadelte Südfrüchtehändler und Armeelieferant [[Dismas von Widerwald]]. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert. Damit endete die Zeit von Schloss Seeburg als Adelswohnsitz. |
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| − | [[Mathias Bayrhammer]], "der Seekirchner Geldhiesl“, hatte mit seiner [[Bayrhammersche Stiftung|Bayrhammerschen Stiftung]] aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. Lorenz Ibertsperger von Erlach, den noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzte, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, Carl von Ernst wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm Amanda Hübsch, Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftspatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über. | + | [[Mathias Bayrhammer]], "der Seekirchner Geldhiesl", hatte mit seiner [[Bayrhammersche Stiftung|Bayrhammerschen Stiftung]] aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. Lorenz Ibertsperger von Erlach, den noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzte, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, Carl von Ernst wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm Amanda Hübsch, Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftspatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über. |
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| | Durch einen Blitzschlag am [[21. Juli]] [[1930]] brannte der Mansardendachstuhl des Schlosses völlig ab. Vom Juni [[1939]] bis zum Juni [[1941]] waren zusätzlich Landdienstmädel einquartiert. Im Winter 1940–1941 diente das Schloss als [[Schülerheim Seekirchen|Schülerheim]]. 1941 wurde es von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) beschlagnahmt. Die [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#P|Pfründner]] müssen ausziehen. Anstatt dessen wird der Reichsbann einquartiert. | | Durch einen Blitzschlag am [[21. Juli]] [[1930]] brannte der Mansardendachstuhl des Schlosses völlig ab. Vom Juni [[1939]] bis zum Juni [[1941]] waren zusätzlich Landdienstmädel einquartiert. Im Winter 1940–1941 diente das Schloss als [[Schülerheim Seekirchen|Schülerheim]]. 1941 wurde es von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) beschlagnahmt. Die [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#P|Pfründner]] müssen ausziehen. Anstatt dessen wird der Reichsbann einquartiert. |