| − | Seit Mitte November 2013 trainieren jeden Montag beim sogenannten Inklusionstraining Menschen mit Beeinträchtigung von der [[Lebenshilfe Salzburg]] in einem österreichweit einzigartigen Projekt im Karateverein "Samurai-Karate-Klub“ gemeinsam mit Sportlern aller Altersklassen des Vereins. | + | Seit Mitte November 2013 trainieren jeden Montag beim sogenannten Inklusionstraining Menschen mit Beeinträchtigung von der [[Lebenshilfe Salzburg]] in einem österreichweit einzigartigen Projekt im Karateverein "Samurai-Karate-Klub" gemeinsam mit Sportlern aller Altersklassen des Vereins. |
| − | Die ersten Einheiten begleitete noch ein Trainer aus dem benachbarten [[Bayern]], der langjährige Erfahrung mit dem Training von Menschen mit Beeinträchtigung hat. Danach unterstützte Eugen Schreder, ein Klubmitglied mit beruflicher Erfahrung im Umgang von Menschen mit Beeinträchtigung die neuen Karatekas. "''Das Karatetraining fördert nicht nur die Stärkung des Bewegungsapparates, sondern es wird auch die Konzentration, der Selbstwert und die Koordination gesteigert. Ein gestärktes Selbstbewusstsein kann auch im Alltag neue Türen öffnen''“ so Schreder. Gemeinschaftssinn und Freude an der Kampfkunst sind bei allen spürbar. (Lebenshilfe Salzburg, 2014) | + | Die ersten Einheiten begleitete noch ein Trainer aus dem benachbarten [[Bayern]], der langjährige Erfahrung mit dem Training von Menschen mit Beeinträchtigung hat. Danach unterstützte Eugen Schreder, ein Klubmitglied mit beruflicher Erfahrung im Umgang von Menschen mit Beeinträchtigung die neuen Karatekas. "''Das Karatetraining fördert nicht nur die Stärkung des Bewegungsapparates, sondern es wird auch die Konzentration, der Selbstwert und die Koordination gesteigert. Ein gestärktes Selbstbewusstsein kann auch im Alltag neue Türen öffnen''" so Schreder. Gemeinschaftssinn und Freude an der Kampfkunst sind bei allen spürbar. (Lebenshilfe Salzburg, 2014) |
| | Das Merkmal der Inklusion ist, dass Vereinsmitglieder ohne Beeinträchtigung mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen verbunden werden - der Karatesport wird also gemeinsam ausgeübt. | | Das Merkmal der Inklusion ist, dass Vereinsmitglieder ohne Beeinträchtigung mit Menschen mit besonderen Bedürfnissen verbunden werden - der Karatesport wird also gemeinsam ausgeübt. |
| − | "''Es herrscht ein intensiver sozialer Austausch zwischen den regulären Karateschülern und jenen, mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung. Jeder profitiert von jedem, alle akzeptieren sich und die Mitglieder bekommen eine neue Lebensqualität, eine tolle Körpererfahrung und motorische Ausbildung''", erzählt der damalige, 45-jährige, Trainer, der selbst seit seinem zehnten Lebensjahr dem Sport ausübt. Er erfährt jede Woche aufs Neue ein Erfolgserlebnis - Die Mitglieder erlernen stets neue Bewegungsformen, der Körperkontakt wird kontrollierter und diese körperliche Erfahrung führe zu einer neuen Selbsterfahrung und -bestätigung. Viele Eltern kommen auf Holzer zu und bestätigen, dass ihre Kinder nun Sachen machen, die sie sich früher nicht annähernd zugetraut hätten. Drei seiner Schüler erreichten bei einem Wettbewerb in Traunreut sogar Bestplatzierungen. "''Es ist eine schöne Erfahrung, mit Menschen mit Beeinträchtigungen Karate zu machen. Dies zeigt mir, dass der Sport für jeden geeignet ist. Die Begeisterung und das positive Feedback ist eine Ehre''", so Holzer. Und weiter: "''Ich möchte Menschen mit Beeinträchtigungen auf geistiger und körperlicher Ebene eine neue Erfahrung ermöglichen.''“ | + | "''Es herrscht ein intensiver sozialer Austausch zwischen den regulären Karateschülern und jenen, mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung. Jeder profitiert von jedem, alle akzeptieren sich und die Mitglieder bekommen eine neue Lebensqualität, eine tolle Körpererfahrung und motorische Ausbildung''", erzählt der damalige, 45-jährige, Trainer, der selbst seit seinem zehnten Lebensjahr dem Sport ausübt. Er erfährt jede Woche aufs Neue ein Erfolgserlebnis - Die Mitglieder erlernen stets neue Bewegungsformen, der Körperkontakt wird kontrollierter und diese körperliche Erfahrung führe zu einer neuen Selbsterfahrung und -bestätigung. Viele Eltern kommen auf Holzer zu und bestätigen, dass ihre Kinder nun Sachen machen, die sie sich früher nicht annähernd zugetraut hätten. Drei seiner Schüler erreichten bei einem Wettbewerb in Traunreut sogar Bestplatzierungen. "''Es ist eine schöne Erfahrung, mit Menschen mit Beeinträchtigungen Karate zu machen. Dies zeigt mir, dass der Sport für jeden geeignet ist. Die Begeisterung und das positive Feedback ist eine Ehre''", so Holzer. Und weiter: "''Ich möchte Menschen mit Beeinträchtigungen auf geistiger und körperlicher Ebene eine neue Erfahrung ermöglichen.''" |