Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Textersetzung - „““ durch „"“
Zeile 15: Zeile 15:  
=== 2011 ===
 
=== 2011 ===
 
[[Datei:Tiroler Glockenspiel.jpg|thumb|Salzburger Christkindlmarkt 2011, Tiroler Glockenspiel]]
 
[[Datei:Tiroler Glockenspiel.jpg|thumb|Salzburger Christkindlmarkt 2011, Tiroler Glockenspiel]]
"Tiroler Glockenspiel spielte erstmals auf dem Salzburger Christkindlmarkt“. 20 Glocken der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr spielten Weihnachtslieder. Das Glockenspiel zeichnete sich durch zwei besondere Innovationen gegenüber herkömmlichen Glockenspielen aus. Die Glocken entfalteten durch den Anschlag mit dynamischen Hämmern unterschiedliche Klangstärken und wurden durch eine Kombination mit Orchesterklängen zu besonderen Melodien vereint. Das Glockenspiel erklang stündlich, jeweils fünf Minuten vor der vollen Stunde.
+
"Tiroler Glockenspiel spielte erstmals auf dem Salzburger Christkindlmarkt". 20 Glocken der Innsbrucker Glockengießerei Grassmayr spielten Weihnachtslieder. Das Glockenspiel zeichnete sich durch zwei besondere Innovationen gegenüber herkömmlichen Glockenspielen aus. Die Glocken entfalteten durch den Anschlag mit dynamischen Hämmern unterschiedliche Klangstärken und wurden durch eine Kombination mit Orchesterklängen zu besonderen Melodien vereint. Das Glockenspiel erklang stündlich, jeweils fünf Minuten vor der vollen Stunde.
    
=== 2013 ===
 
=== 2013 ===
Zeile 21: Zeile 21:  
[[Datei:Christkindl_Markt_Dom_02.jpg|thumb|Abendliche Stimmung am Residenzplatz]]  
 
[[Datei:Christkindl_Markt_Dom_02.jpg|thumb|Abendliche Stimmung am Residenzplatz]]  
 
[[Datei:Christkindl_Markt_Dom_03.jpg|thumb|Abendliche Stimmung am Residenzplatz]]  
 
[[Datei:Christkindl_Markt_Dom_03.jpg|thumb|Abendliche Stimmung am Residenzplatz]]  
Anfang November [[2013]] rief der Salzburger Christkindlmarkt in Kooperation mit [[Antenne Salzburg]] und RTS Regional TV zum ''Casting'' für das Salzburger Christkind auf und viele Mädchen folgten dem Aufruf. Ausgewählt wurden fünf Kandidatinnen, die den Salzburger Christkindlmarkt 2013 zum 40-Jahre-Jubiläum repräsentierten und Weihnachtszauber in Stadt und Land Salzburg verbreiteten. Erstmals in der Geschichte des Salzburger Christkindlmarktes erschien das "himmlische Team“ in den Fenstern der [[Dombögen]]. Die fünf Salzburger Mädchen Christina Klampfer, Hannah Lechner, Sophie Lindner, Johanna Schönthaler und Lisa Ziller waren an den vier kommenden Adventsamstagen am Salzburger Christkindlmarkt zu sehen.
+
Anfang November [[2013]] rief der Salzburger Christkindlmarkt in Kooperation mit [[Antenne Salzburg]] und RTS Regional TV zum ''Casting'' für das Salzburger Christkind auf und viele Mädchen folgten dem Aufruf. Ausgewählt wurden fünf Kandidatinnen, die den Salzburger Christkindlmarkt 2013 zum 40-Jahre-Jubiläum repräsentierten und Weihnachtszauber in Stadt und Land Salzburg verbreiteten. Erstmals in der Geschichte des Salzburger Christkindlmarktes erschien das "himmlische Team" in den Fenstern der [[Dombögen]]. Die fünf Salzburger Mädchen Christina Klampfer, Hannah Lechner, Sophie Lindner, Johanna Schönthaler und Lisa Ziller waren an den vier kommenden Adventsamstagen am Salzburger Christkindlmarkt zu sehen.
    
* Das Christkind 2013: Christina Klampfer, 16 Jahre
 
* Das Christkind 2013: Christina Klampfer, 16 Jahre
Zeile 42: Zeile 42:     
==== Kritikpunkte ====
 
==== Kritikpunkte ====
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Sommer 2016 sorgte im [[Advent]] 2016 für Unruhe. Es ging vor allem darum, dass die automatische Verlängerungen der Standvergaben gehen europäisches Recht verstoßen. Die Vergabe der Stände muss jährlich neu ausgeschrieben werden. Dabei seien "die Eröffnung, der Ablauf und der Ausgang des Verfahrens bekannt zu geben“. Und zwar immer dann, wenn "die Zahl der für eine bestimmte Dienstleistungstätigkeit verfügbaren Genehmigungen“ begrenzt seien. Die Vergabe der Standplätze erfolgte dann [[2017]] nach europarechtskonformen, transparenten Kriterien. Letztlich entscheidet die Reihenfolge der Ansuchen, wobei Marktplatzinhaber der Vorjahre sowie deren Angehörige bevorzugt werden. 2017 wurden sieben Marktstände neu vergeben.
+
Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes im Sommer 2016 sorgte im [[Advent]] 2016 für Unruhe. Es ging vor allem darum, dass die automatische Verlängerungen der Standvergaben gehen europäisches Recht verstoßen. Die Vergabe der Stände muss jährlich neu ausgeschrieben werden. Dabei seien "die Eröffnung, der Ablauf und der Ausgang des Verfahrens bekannt zu geben". Und zwar immer dann, wenn "die Zahl der für eine bestimmte Dienstleistungstätigkeit verfügbaren Genehmigungen" begrenzt seien. Die Vergabe der Standplätze erfolgte dann [[2017]] nach europarechtskonformen, transparenten Kriterien. Letztlich entscheidet die Reihenfolge der Ansuchen, wobei Marktplatzinhaber der Vorjahre sowie deren Angehörige bevorzugt werden. 2017 wurden sieben Marktstände neu vergeben.
    
Ein weitere Kritikpunkt: Wer einen Stand betreibt, muss Mitglied des Vereins Salzburger Christkindlmarkt werden. Einem von der [[Stadtgemeinde Salzburg]] in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten zufolge muss auch für Nichtmitglieder die Zugangsmöglichkeit als Marktbeschicker gewährleistet sein. Ebenso empfohlen wurde eine Neuformulierung der Marktordnung. Denn streng genommen dürften Punsch und Glühwein nicht ausgeschenkt werden, da sie in der Marktordnung nicht ausdrücklich erwähnt sind.
 
Ein weitere Kritikpunkt: Wer einen Stand betreibt, muss Mitglied des Vereins Salzburger Christkindlmarkt werden. Einem von der [[Stadtgemeinde Salzburg]] in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten zufolge muss auch für Nichtmitglieder die Zugangsmöglichkeit als Marktbeschicker gewährleistet sein. Ebenso empfohlen wurde eine Neuformulierung der Marktordnung. Denn streng genommen dürften Punsch und Glühwein nicht ausgeschenkt werden, da sie in der Marktordnung nicht ausdrücklich erwähnt sind.
   −
Bis 2016 agierten die Standbetreiber eher als "geschlossene Gesellschaft“ mittels des Vereins Salzburger Christlkindlmarkt. Die Mitglieder - die Standler - zahlen jährlich rund 600.000 Euro an den Verein, der 100.000 Euro an die Stadtgemeinde Salzburg davon an Standgebühr weiterleitet. Der Rest werde für die Infrastruktur, Dekoration, Strom, Sicherungsdienst, Werbung usw. aufgewendet. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge lag je nach Standgröße und -art zwischen 2.315 und 8.303 Euro. Neben den Mitgliedsbeiträgen bezahlen Standbetreiber eine Marktgebühr an die Stadt. Sie lag bei durchschnittlich 994 Euro fürHandels- und 1.869 Euro für Versorgungsstände. Aus allen Christkindl- und Weihnachtsmärkten erwirtschaftete die Stadtgemeinde Salzburg 2017 einen Überschuss von 11.908 Euro.
+
Bis 2016 agierten die Standbetreiber eher als "geschlossene Gesellschaft" mittels des Vereins Salzburger Christlkindlmarkt. Die Mitglieder - die Standler - zahlen jährlich rund 600.000 Euro an den Verein, der 100.000 Euro an die Stadtgemeinde Salzburg davon an Standgebühr weiterleitet. Der Rest werde für die Infrastruktur, Dekoration, Strom, Sicherungsdienst, Werbung usw. aufgewendet. Die Höhe der Mitgliedsbeiträge lag je nach Standgröße und -art zwischen 2.315 und 8.303 Euro. Neben den Mitgliedsbeiträgen bezahlen Standbetreiber eine Marktgebühr an die Stadt. Sie lag bei durchschnittlich 994 Euro fürHandels- und 1.869 Euro für Versorgungsstände. Aus allen Christkindl- und Weihnachtsmärkten erwirtschaftete die Stadtgemeinde Salzburg 2017 einen Überschuss von 11.908 Euro.
   −
Die Vereinsmitglieder wählen aus ihrer Mitte den Vorstand plus drei Beiräte. Dieses Gremium entscheidet dann, wer einen Standplatz bekommt. Wobei "alt und bewährt kommt vor neu und unbekannt“ Obmann Haider es formulierte. Wer nicht mehr will, kann seine "Rechte“ auch an Kinder oder Wunschnachfolger abtreten. Nur wenn ein Stand einmal wirklich ersatzlos wegfällt, dürfen neue Standler dazu. Das sind jährlich zwei bis drei, denen rund 300 Interessenten gegenüberstehen. Der tatsächliche Umsatz ist ein sehr gut gehütetes Geheimnis und wie eine Standlerin bemerkte, "werde das Ihnen garantiert keiner erzählen“.  
+
Die Vereinsmitglieder wählen aus ihrer Mitte den Vorstand plus drei Beiräte. Dieses Gremium entscheidet dann, wer einen Standplatz bekommt. Wobei "alt und bewährt kommt vor neu und unbekannt" Obmann Haider es formulierte. Wer nicht mehr will, kann seine "Rechte" auch an Kinder oder Wunschnachfolger abtreten. Nur wenn ein Stand einmal wirklich ersatzlos wegfällt, dürfen neue Standler dazu. Das sind jährlich zwei bis drei, denen rund 300 Interessenten gegenüberstehen. Der tatsächliche Umsatz ist ein sehr gut gehütetes Geheimnis und wie eine Standlerin bemerkte, "werde das Ihnen garantiert keiner erzählen".  
   −
Es handelt sich also um eine nach außen fast abgeschottene, sich aus sich selbst erhaltende und äußerst lukrative Organisation. "Anders könnte das auch gar nicht funktionieren“ zeigte sich Haider überzeugt. "Von einheitlicher Technik über das gleiche Aussehen der Stände, die vielen volkskulturellen Darbietungen - das lässt sich nicht organisieren, wenn 80 Prozent der Schausteller aus [[Slowenien]] oder [[Polen]] wären“ so Haider weiter. Genau das, ein "Ausverkauf“ an Billigbieter mit unterbezahltem Personal, drohte aus seiner Sicht bei einer Liberalisierung. Bei mehr Fluktuation müsse die Stadt auch die Buden selbst anschaffen und vermieten. Was rund 7,5 Millionen Euro koste.<ref>{{Quelle SN|12. Dezember 2016}}</ref>
+
Es handelt sich also um eine nach außen fast abgeschottene, sich aus sich selbst erhaltende und äußerst lukrative Organisation. "Anders könnte das auch gar nicht funktionieren" zeigte sich Haider überzeugt. "Von einheitlicher Technik über das gleiche Aussehen der Stände, die vielen volkskulturellen Darbietungen - das lässt sich nicht organisieren, wenn 80 Prozent der Schausteller aus [[Slowenien]] oder [[Polen]] wären" so Haider weiter. Genau das, ein "Ausverkauf" an Billigbieter mit unterbezahltem Personal, drohte aus seiner Sicht bei einer Liberalisierung. Bei mehr Fluktuation müsse die Stadt auch die Buden selbst anschaffen und vermieten. Was rund 7,5 Millionen Euro koste.<ref>{{Quelle SN|12. Dezember 2016}}</ref>
    
=== 2020 im ersten Corona-Jahr ===
 
=== 2020 im ersten Corona-Jahr ===
 
==== Die Hoffnung auf Aufsperren ====
 
==== Die Hoffnung auf Aufsperren ====
Anfang Oktober wurde bekanntgegeben, dass der Christkindlmarkt auch im 47. Jahr seines Bestehens, im Jahr der [[Coronapandemie]], stattfinden wird. Es soll keine Tische, mehr Sicherheitspersonal, ein Einbahnsystem an heiklen Stellen wie den [[Dombögen]], Hinweistafeln, Bodenmarkierungen, Lautsprecherdurchsagen und eine Besucherstromlenkung geben, hieß es. Das Publikum konnte sich ''online'' (ähnlich wie bei den Bädern im Sommer) informieren, wie hoch die Auslastung wäre bzw. ob der Zutritt vorläufig verwehrt werden müsste. Mund-Nasen-Schutz wurde empfohlen. Auf "publikumswirksame Zusammenkünfte“, z. B. die große Eröffnung oder [[Krampuslauf|Krampusläufe]], verzichtete man. Für alle Mitwirkenden galten strenge Hygienemaßnahmen. Der Verkäufer und der Besucher wurden eineinhalb Meter und durch Glas getrennt. Der Organisator betonte, dass der Salzburger Markt nur einen Gastronomieanteil von 13 Prozent habe und sich zu 100 Prozent im Freien abspiele (ohne geschlossene Gastronomiestände). Viele Märkte in anderen Städten kämen auf 30, 40 Prozent Anteil. Die Covid-Maßnahmen waren mir 200.000 Euro budgetiert.
+
Anfang Oktober wurde bekanntgegeben, dass der Christkindlmarkt auch im 47. Jahr seines Bestehens, im Jahr der [[Coronapandemie]], stattfinden wird. Es soll keine Tische, mehr Sicherheitspersonal, ein Einbahnsystem an heiklen Stellen wie den [[Dombögen]], Hinweistafeln, Bodenmarkierungen, Lautsprecherdurchsagen und eine Besucherstromlenkung geben, hieß es. Das Publikum konnte sich ''online'' (ähnlich wie bei den Bädern im Sommer) informieren, wie hoch die Auslastung wäre bzw. ob der Zutritt vorläufig verwehrt werden müsste. Mund-Nasen-Schutz wurde empfohlen. Auf "publikumswirksame Zusammenkünfte", z. B. die große Eröffnung oder [[Krampuslauf|Krampusläufe]], verzichtete man. Für alle Mitwirkenden galten strenge Hygienemaßnahmen. Der Verkäufer und der Besucher wurden eineinhalb Meter und durch Glas getrennt. Der Organisator betonte, dass der Salzburger Markt nur einen Gastronomieanteil von 13 Prozent habe und sich zu 100 Prozent im Freien abspiele (ohne geschlossene Gastronomiestände). Viele Märkte in anderen Städten kämen auf 30, 40 Prozent Anteil. Die Covid-Maßnahmen waren mir 200.000 Euro budgetiert.
    
Das kaufmännische Risiko lag bei den 75 teilnehmenden Unternehmern. Die Händler mussten im Frühjahr die Ware bestellten, um sie im August zu bekommen, handwerkliche Betriebe das ganze Jahr produzieren und vorfinanzieren. Zirka 400 Mitarbeiter waren für die 96 Stände auf Dom- und Residenzplatz tätig. Der Markt war für [[19. November]] bis [[26. Dezember]] [[2020]] angesetzt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/christkindlmarkt-in-salzburg-trotzt-corona-mit-abstand-und-vielen-regeln-93729535 www.sn.at], 5. Oktober 2020</ref>
 
Das kaufmännische Risiko lag bei den 75 teilnehmenden Unternehmern. Die Händler mussten im Frühjahr die Ware bestellten, um sie im August zu bekommen, handwerkliche Betriebe das ganze Jahr produzieren und vorfinanzieren. Zirka 400 Mitarbeiter waren für die 96 Stände auf Dom- und Residenzplatz tätig. Der Markt war für [[19. November]] bis [[26. Dezember]] [[2020]] angesetzt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/christkindlmarkt-in-salzburg-trotzt-corona-mit-abstand-und-vielen-regeln-93729535 www.sn.at], 5. Oktober 2020</ref>
    
=== 2021 im zweiten Corona-Jahr ===
 
=== 2021 im zweiten Corona-Jahr ===
Nachdem am Donnerstag, den [[18. November]] [[2021]] um 10 Uhr, der Christkindlmarkt eröffnet wurde, gab [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am selben Tag am Nachmittag bekannt, dass mit Beginn Montag, [[22. November]], ein neuerlicher ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdown]]'' beginnen, der mehrere Wochen dauern wird. Für den Christkindlmarkt 2021 wurden rund 100 Hütten aufgestellt.  Wolfgang Haider, Obmann des Vereins Salzburger Christkindlmarkt, schätzte nach Bekanntwerden des ''Lockdowns'' den finanziellen Verlust auf mindestens zwei Millionen Euro, der die Aussteller durch den Aufbau der Infrastruktur, die Produktion und Bereitstellung der Waren treffe. "Das sind reine Kosten, das ist nicht der Umsatz“, erklärte Haider. Allein der Aufbau des Christkindlmarktes kostete 600.000 Euro<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/video-nur-kurze-weihnachtsstimmung-auf-dem-christkindlmarkt-das-sagen-die-standbetreiber-112669504?utm_campaign=crossdomain-traffic&utm_source=salzburg24-at&utm_medium=referral&utm_content=teaser www.sn.at], 19. November 2021</ref>
+
Nachdem am Donnerstag, den [[18. November]] [[2021]] um 10 Uhr, der Christkindlmarkt eröffnet wurde, gab [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] am selben Tag am Nachmittag bekannt, dass mit Beginn Montag, [[22. November]], ein neuerlicher ''[[Corona-Virus-Sprachwelt|Lockdown]]'' beginnen, der mehrere Wochen dauern wird. Für den Christkindlmarkt 2021 wurden rund 100 Hütten aufgestellt.  Wolfgang Haider, Obmann des Vereins Salzburger Christkindlmarkt, schätzte nach Bekanntwerden des ''Lockdowns'' den finanziellen Verlust auf mindestens zwei Millionen Euro, der die Aussteller durch den Aufbau der Infrastruktur, die Produktion und Bereitstellung der Waren treffe. "Das sind reine Kosten, das ist nicht der Umsatz", erklärte Haider. Allein der Aufbau des Christkindlmarktes kostete 600.000 Euro<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/video-nur-kurze-weihnachtsstimmung-auf-dem-christkindlmarkt-das-sagen-die-standbetreiber-112669504?utm_campaign=crossdomain-traffic&utm_source=salzburg24-at&utm_medium=referral&utm_content=teaser www.sn.at], 19. November 2021</ref>
    
Die Betreiber des Salzburger Christkindlmarktes wurde noch am Mittwoch, [[17. November]], von den Behörden darüber informiert, dass aufgrund der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung vom [[15. November]] 2021 der Zugang zu Gelegenheitsmärkten wie Christkindlmärkten oder Adventmärkten nur nach einer vorherigen lückenlosen 2G-Kontrolle erlaubt werden darf. Diese Regelung gelte österreichweit und betreffe Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen. Deshalb wurde der Salzburger Christkindlmarkt mit einer Absperrung eingegrenzt. Der Zugang war an drei Eingängen ([[Goldgasse (Stadt Salzburg)|Goldgasse]], [[Franziskanergasse]], [[Kapitelplatz]]) möglich, dort wurden die Besucher auf den 2G-Nachweis kontrolliert. Anschließend erhielten sie ein Armband. Der Eintritt war zudem nur mit einer FFP2-Maske erlaubt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/corona-salzburger-christkindlmarkt-muss-bald-wieder-schliessen-112669504 www.sn.at], 18. November 2021</ref>
 
Die Betreiber des Salzburger Christkindlmarktes wurde noch am Mittwoch, [[17. November]], von den Behörden darüber informiert, dass aufgrund der Covid-19-Schutzmaßnahmenverordnung vom [[15. November]] 2021 der Zugang zu Gelegenheitsmärkten wie Christkindlmärkten oder Adventmärkten nur nach einer vorherigen lückenlosen 2G-Kontrolle erlaubt werden darf. Diese Regelung gelte österreichweit und betreffe Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen. Deshalb wurde der Salzburger Christkindlmarkt mit einer Absperrung eingegrenzt. Der Zugang war an drei Eingängen ([[Goldgasse (Stadt Salzburg)|Goldgasse]], [[Franziskanergasse]], [[Kapitelplatz]]) möglich, dort wurden die Besucher auf den 2G-Nachweis kontrolliert. Anschließend erhielten sie ein Armband. Der Eintritt war zudem nur mit einer FFP2-Maske erlaubt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/corona-salzburger-christkindlmarkt-muss-bald-wieder-schliessen-112669504 www.sn.at], 18. November 2021</ref>
   −
Nachdem am [[8. Dezember]] bekannt wurde, dass der ''Lockdown'' mit [[12. Dezember]] für Geimpfte und Genesene wieder aufgehoben wird, teilte [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] am [[9. Dezember]] mit, dass er den Christkindlmarkt am Sonntag, den [[12. Dezember]] um 09 Uhr aufsperren lassen wird. Und zwar ohne eine Besucherzahlbeschränkung, aber mit 2G-Regel und FFP2-Masken-Pflicht. Auch ''Take-away'' müsse möglich sein - wie bei den Gastronomiebetrieben. Wenn die Wirte ''Take-away'' anbieten können, muss das auch für die Standler am Christkindlmarkt gelten, so Preuner. Preuner sprach von einer "komischen Verordnung“ des Gesundheitsministeriums. Dieses hatte die Grenze für "kirtagsähnliche Gelegenheitsmärkte“ mit 300 Besuchern definiert. Preuner fühlte sich damit aber nicht angesprochen. Der "Christkindlmarkt ist kein kirtagsähnlicher Gelegenheitsverkehr - was immer das sein soll.Das Gesundheitsministerium beharrte jedoch auf die 300-Personen-Beschränkung.  
+
Nachdem am [[8. Dezember]] bekannt wurde, dass der ''Lockdown'' mit [[12. Dezember]] für Geimpfte und Genesene wieder aufgehoben wird, teilte [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] am [[9. Dezember]] mit, dass er den Christkindlmarkt am Sonntag, den [[12. Dezember]] um 09 Uhr aufsperren lassen wird. Und zwar ohne eine Besucherzahlbeschränkung, aber mit 2G-Regel und FFP2-Masken-Pflicht. Auch ''Take-away'' müsse möglich sein - wie bei den Gastronomiebetrieben. Wenn die Wirte ''Take-away'' anbieten können, muss das auch für die Standler am Christkindlmarkt gelten, so Preuner. Preuner sprach von einer "komischen Verordnung" des Gesundheitsministeriums. Dieses hatte die Grenze für "kirtagsähnliche Gelegenheitsmärkte" mit 300 Besuchern definiert. Preuner fühlte sich damit aber nicht angesprochen. Der "Christkindlmarkt ist kein kirtagsähnlicher Gelegenheitsverkehr - was immer das sein soll." Das Gesundheitsministerium beharrte jedoch auf die 300-Personen-Beschränkung.  
   −
Am 9. Dezember gab es am Nachmittag eine Videokonferenz mit dem Gesundheitsministerium, an der neben Haslauer und Preuner auch die [[Bezirkshauptmann|Bezirkshauptleute]] und Vertreter des [[Magistrat Salzburg|Magistrats Salzburg]] teilnahmen. Zudem zugeschaltet waren: Wolfgang Haider vom Salzburger Christkindlmarkt, Gerald Stocker vom [[Hellbrunner Adventzauber]] sowie Hans Wieser vom [[Wolfgangseer Advent]]. Das Ergebnis: "Christkindlmärkte sind reine Verkaufsmärkte, an denen Waren, Speisen und Getränke angeboten werden - und kein kirtagsähnlicher Gelegenheitsmarkt.Demnach gelte auch die Grenze von 300 Besuchern für Weihnachtsmärkte nicht.
+
Am 9. Dezember gab es am Nachmittag eine Videokonferenz mit dem Gesundheitsministerium, an der neben Haslauer und Preuner auch die [[Bezirkshauptmann|Bezirkshauptleute]] und Vertreter des [[Magistrat Salzburg|Magistrats Salzburg]] teilnahmen. Zudem zugeschaltet waren: Wolfgang Haider vom Salzburger Christkindlmarkt, Gerald Stocker vom [[Hellbrunner Adventzauber]] sowie Hans Wieser vom [[Wolfgangseer Advent]]. Das Ergebnis: "Christkindlmärkte sind reine Verkaufsmärkte, an denen Waren, Speisen und Getränke angeboten werden - und kein kirtagsähnlicher Gelegenheitsmarkt." Demnach gelte auch die Grenze von 300 Besuchern für Weihnachtsmärkte nicht.
    
Der Christkindlmarkt wurde demnach am Sonntag um 09 Uhr geöffnet - mit 2G-Regel und FFP2-Masken-Pflicht.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/verwirrspiel-um-den-salzburger-christkindlmarkt-geht-weiter-113759389 www.sn.at], 9. und 10. Dezember 2021 (die Meldung wurde aktualisiert)</ref>
 
Der Christkindlmarkt wurde demnach am Sonntag um 09 Uhr geöffnet - mit 2G-Regel und FFP2-Masken-Pflicht.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/verwirrspiel-um-den-salzburger-christkindlmarkt-geht-weiter-113759389 www.sn.at], 9. und 10. Dezember 2021 (die Meldung wurde aktualisiert)</ref>
Zeile 77: Zeile 77:  
* Einbahnregelungen wird es auch beim Nadelöhr unter den [[Dombögen]] geben.
 
* Einbahnregelungen wird es auch beim Nadelöhr unter den [[Dombögen]] geben.
 
* Auf den traditionellen Krampuslauf samt [[Nikolaus]]besuch muss der Christkindlmarkt heuer verzichtet.
 
* Auf den traditionellen Krampuslauf samt [[Nikolaus]]besuch muss der Christkindlmarkt heuer verzichtet.
* Ein Präventionsbeauftragter, ein Covid-19-Beauftragter sowie ein ''Crowd-Safety-Manager'' - bilden das Sicherheitsteam. Bei jedem der fünf Eingänge werden "mindestens zwei" stehen, weitere zwei werden auf dem Markt selbst unterwegs sein - auch zu weniger stark frequentierten Zeiten untertags während der Woche. Während der stärker frequentierten, im Präventionskonzept "orange" bezeichneten Zeiten - das ist jeweils ab 17 Uhr -, werden die Teams verstärkt. Und zu den "roten“ Zeiten (Samstag ab 13 Uhr sowie Sonntag) wird der Sicherheitsdienst verdoppelt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sensoren-zaehlen-die-christkindlmarkt-besucher-in-salzburg-zum-punschstand-fuehren-einbahn-und-sperrgitter-94527679 https://www.sn.at], 22. Oktober 2020</ref>
+
* Ein Präventionsbeauftragter, ein Covid-19-Beauftragter sowie ein ''Crowd-Safety-Manager'' - bilden das Sicherheitsteam. Bei jedem der fünf Eingänge werden "mindestens zwei" stehen, weitere zwei werden auf dem Markt selbst unterwegs sein - auch zu weniger stark frequentierten Zeiten untertags während der Woche. Während der stärker frequentierten, im Präventionskonzept "orange" bezeichneten Zeiten - das ist jeweils ab 17 Uhr -, werden die Teams verstärkt. Und zu den "roten" Zeiten (Samstag ab 13 Uhr sowie Sonntag) wird der Sicherheitsdienst verdoppelt.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/wirtschaft/sensoren-zaehlen-die-christkindlmarkt-besucher-in-salzburg-zum-punschstand-fuehren-einbahn-und-sperrgitter-94527679 https://www.sn.at], 22. Oktober 2020</ref>
    
==== Anfang Dezember kam dann aber die Absage ====
 
==== Anfang Dezember kam dann aber die Absage ====
Zeile 83: Zeile 83:     
=== 2022: Parkplatzmisere auf dem Kapitelplatz ===
 
=== 2022: Parkplatzmisere auf dem Kapitelplatz ===
Am [[20. November]] [[2022]] sperrte der Christkindlmarkt auf und am Montag, den [[21. November]], berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]von Parkplatzmisere auf dem [[Kapitelplatz]] Etwa 120 Aussteller und Lieferanten haben während der [[Adventzeit|Advent]]- und [[Weihnachtszeit]] eine Ausnahmegenehmigung für den Kapitelplatz, sagt Wolfgang Haider, Obmann des Salzburger Christkindlmarktes. Diese dürften während der sechs Wochen des Marktes in die Altstadt fahren, um Waren zu liefern und auch um auf dem Kapitelplatz parken - zusätzlich zu den bereits schon vorhandenen Parkgenehmigungen für Altstadtbewohner. Das seien deutlich zu viele Autos, sagt [[Stadträtin]] [[Anna Schiester]] ([[Bürgerliste]]). Auch [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] ([[SPÖ]]) ist für eine Prüfung der Parkgenehmigungen.
+
Am [[20. November]] [[2022]] sperrte der Christkindlmarkt auf und am Montag, den [[21. November]], berichteten die "[[Salzburger Nachrichten]]" von Parkplatzmisere auf dem [[Kapitelplatz]] Etwa 120 Aussteller und Lieferanten haben während der [[Adventzeit|Advent]]- und [[Weihnachtszeit]] eine Ausnahmegenehmigung für den Kapitelplatz, sagt Wolfgang Haider, Obmann des Salzburger Christkindlmarktes. Diese dürften während der sechs Wochen des Marktes in die Altstadt fahren, um Waren zu liefern und auch um auf dem Kapitelplatz parken - zusätzlich zu den bereits schon vorhandenen Parkgenehmigungen für Altstadtbewohner. Das seien deutlich zu viele Autos, sagt [[Stadträtin]] [[Anna Schiester]] ([[Bürgerliste]]). Auch [[Vizebürgermeister]] [[Bernhard Auinger]] ([[SPÖ]]) ist für eine Prüfung der Parkgenehmigungen.
   −
Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) argumentiert, dass die Sondergenehmigungen für Standler und Lieferanten während des Christkindlmarktes notwendig seien. Die Autos könnten nirgendwo anders parken. "Darum wollten wir ja den [[Mönchsberggaragen Ausbaupläne|Ausbau der Mönchsberggarage]]." Schiester lässt dieses Argument nicht gelten: "Die Mönchsberggarage ist zwar an manchen Tagen ausgelastet, aber immer nur für einige Stunden.Für Aussteller könnten darin Plätze reserviert werden und Touristen könnten mit Shuttlebussen von Parkplätzen am Stadtrand zum Christkindlmarkt gelangen.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/christkindlmarkt-aerger-um-autos-auf-dem-kapitelplatz-130091041 www.sn.at]</ref>
+
Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) argumentiert, dass die Sondergenehmigungen für Standler und Lieferanten während des Christkindlmarktes notwendig seien. Die Autos könnten nirgendwo anders parken. "Darum wollten wir ja den [[Mönchsberggaragen Ausbaupläne|Ausbau der Mönchsberggarage]]." Schiester lässt dieses Argument nicht gelten: "Die Mönchsberggarage ist zwar an manchen Tagen ausgelastet, aber immer nur für einige Stunden." Für Aussteller könnten darin Plätze reserviert werden und Touristen könnten mit Shuttlebussen von Parkplätzen am Stadtrand zum Christkindlmarkt gelangen.<ref>[https://www.sn.at/salzburg/chronik/christkindlmarkt-aerger-um-autos-auf-dem-kapitelplatz-130091041 www.sn.at]</ref>
 
   
 
   
 
==Bilder ==
 
==Bilder ==

Navigationsmenü