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| | [[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]<br /> | | [[Datei:Muenchnerhof_Bauplan_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Bauplan des Treppenhauses]]<br /> |
| | [[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]] | | [[Datei:Fini_Schwediauer_zirka_1930.jpg|thumb|left|Fini Hofinger, geborene Schwediauer, um 1930]] |
| − | [[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]] | + | [[Datei:Muenchnerhof_Kristallluster_1963.jpg|thumb|Im Hintergrund Frisier Salon Hubert, früher Zimmer 31, Michaela's Geburtsstelle]] |
| | [[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]] | | [[Datei:Muenchnerhof_Treppenhaus_02.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 1963]] |
| | [[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]] | | [[Datei:Muenchnerhof_innen_03.jpg|thumb|Münchnerhof, Blick nach oben im Stiegenhaus 2010]] |
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| | === Die Ausstattung === | | === Die Ausstattung === |
| − | Hofinger's Idee war, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. | + | Hofinger hatte die Vision, einen Lichtschacht zu bauen. Mit dem neuen Lichtschacht würde Licht durch die Räume fluten und das Vestibül würde ebenfalls dem ganzen Haus ein freundlicheres Gesicht geben. |
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| | Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser 'Gang' machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. | | Erst wurde ein Gerüst um das große Loch gebaut. Die vier Stockwerke wurden miteinander durch ein Treppenhaus verbunden, welches aus schwerer dunkler Eiche gezimmert wurde. Die Geländer auf vorspringenden Trägern rund um jeden Stock waren ebenfalls dunkle Eiche. Dieser 'Gang' machte die hundert neuen Hotelzimmern zugänglich. Von jedem Stock hatte man einen fantastischen Blick auf das elegante Foyer mit dessen aus Eichenholz getäfelten Wänden und verzierten Fries. Über dieses Treppenhaus wurde ein riesiges Glasdach installiert, von dem ein prächtiger Kristallluster herunter hing. Jedoch war dieser Luster nie mit elektrischem Strom verbunden. |
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| | === Die Kulinarik des Münchnerhofs === | | === Die Kulinarik des Münchnerhofs === |
| − | Um mehr Gäste in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang hing. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander<ref>Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&view=article&id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&catid=36:kochbuecher&Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]</ref>, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat. | + | Um mehr Gäste in sein Restaurant anzulocken, stellte Hofinger geschickte kulinarische Menüs zusammen. Er hat sich eine Druckmaschine angeschafft, womit er die täglich neue Speisekarte druckte und in ein beleuchtetes Fensterkasterl neben dem Hoteleingang ausstellte. Auf seiner Speisenkarte fanden sich Gerichte wie gebackenen ungarischen Fogos ( Donau-Schill, Zander<ref>Quelle [http://steingraben.at/index.php?option=com_content&view=article&id=75:woerterbuch-bedeutung-alter-ausdruecke&catid=36:kochbuecher&Itemid=72 Bedeutung alter Ausdrücke]</ref>, Bachforelle blau, Filet Mignon, Chateaubriand, Herrenpilze, Champignons, das all-beliebte Wiener Schnitzerl, Schweinebraten mit Sauerkraut und Semmelknödeln, Leberknödelsuppe und Fridattensuppe. Als Nachspeise gab es eine siebenstöckige Dobostorte, Sachertorte mit Schlag, Linzertorte oder Walderbeeren mit Schlag. Für die weniger anspruchsvollen einheimischen Bürger gab es billige Hausgerichte, wie Hirn mit Ei, Beuschl mit Knödel, Goulasch oder heißen Leberkäse mit Kartoffelsalat. |
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| | == Fini, die Seele des Münchnerhof's == | | == Fini, die Seele des Münchnerhof's == |