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2013 wurden innerhalb des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] die Kosten für das neue Salzburger Hallenbad heiß diskutiert. Experten rechneten mit bis zu 90 Mill. Euro – das ist das Dreifache der ersten Annahmen. Experten im Magistrat Salzburg gingen davon aus, dass der Entwurf für den Neubau im [[Kurgarten]] enorm teuer werden könnte.  
 
2013 wurden innerhalb des [[Magistrat Salzburg|Magistrats]] die Kosten für das neue Salzburger Hallenbad heiß diskutiert. Experten rechneten mit bis zu 90 Mill. Euro – das ist das Dreifache der ersten Annahmen. Experten im Magistrat Salzburg gingen davon aus, dass der Entwurf für den Neubau im [[Kurgarten]] enorm teuer werden könnte.  
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Die Gäste sollten bei dem Neubau auf mehreren Ebenen in einem weitgehend verglasten, futuristischen Bau schwimmen. Die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren durchaus rapide entwickelt. Ursprünglich hätte ja ein ''Spaßbad'' in Salzburg-[[Liefering]] errichtet werden sollen. Nach dessen Versenkung sprach die Stadt davon, rund 25 Millionen Euro in ein Bad am Standort des heutigen Paracelsusbads zu stecken – die Rede war von "Sanierung und Erweiterung“. Im September [[2010]] beschloss die Stadt dann einen Neubau neben dem [[Kurgarten]]. 30 Millionen Euro sollte dieser kosten. Allerdings gab es auch Pläne für eine "größere Lösung“ um 42 Mill. Euro. [[SPÖ]], [[ÖVP]] und [[FPÖ]] fanden das damals aber zu teuer.  
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Die Gäste sollten bei dem Neubau auf mehreren Ebenen in einem weitgehend verglasten, futuristischen Bau schwimmen. Die Kosten hatten sich in den vergangenen Jahren durchaus rapide entwickelt. Ursprünglich hätte ja ein ''Spaßbad'' in Salzburg-[[Liefering]] errichtet werden sollen. Nach dessen Versenkung sprach die Stadt davon, rund 25 Millionen Euro in ein Bad am Standort des heutigen Paracelsusbads zu stecken – die Rede war von "Sanierung und Erweiterung". Im September [[2010]] beschloss die Stadt dann einen Neubau neben dem [[Kurgarten]]. 30 Millionen Euro sollte dieser kosten. Allerdings gab es auch Pläne für eine "größere Lösung" um 42 Mill. Euro. [[SPÖ]], [[ÖVP]] und [[FPÖ]] fanden das damals aber zu teuer.  
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Zwei Jahre später schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus. Da lag der Kostenrahmen dann schon bei knapp 40 Millionen Euro. Ende 2012 war schon klar, dass auf drei Ebenen gebadet werden sollte. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] sagte Anfang Juni 2013, er habe eine aktuelle, realistische Kostenschätzung bekommen, die sich auf 63 Millionen Euro belaufe. Wobei er hinzufügte, dass große Bauprojekte freilich immer auch teurer werden könnten. Die städtische Immobiliengesellschaft bewarb das Paracelsusbad neu auf ihrer Homepage. Das "Panoramabad am Kurgarten“ wird dort mit 56 Mill. Euro Baukosten netto beworben – also ohne 20 Prozent Umsatzsteuer für gewisse Gebäudeteile. Dies ergäbe gut 67 Millionen Euro, mit Möglichkeit kleinerer Ersparnisse, je nach Steueranfall. Insider sagten jedoch dazu: Kostenschätzungen in dieser Phase wiesen einen Unsicherheitsfaktor von 25 Prozent auf. Wobei Bauvorhaben tendenziell teurer, aber nicht billiger würden. Magistrats intern wurden die Baukosten des Paracelsusbads auf 70 bis 90 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Schaden teilte diese Einschätzungen jedoch nicht.  
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Zwei Jahre später schrieb die Stadt einen Architektenwettbewerb aus. Da lag der Kostenrahmen dann schon bei knapp 40 Millionen Euro. Ende 2012 war schon klar, dass auf drei Ebenen gebadet werden sollte. [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Heinz Schaden]] sagte Anfang Juni 2013, er habe eine aktuelle, realistische Kostenschätzung bekommen, die sich auf 63 Millionen Euro belaufe. Wobei er hinzufügte, dass große Bauprojekte freilich immer auch teurer werden könnten. Die städtische Immobiliengesellschaft bewarb das Paracelsusbad neu auf ihrer Homepage. Das "Panoramabad am Kurgarten" wird dort mit 56 Mill. Euro Baukosten netto beworben – also ohne 20 Prozent Umsatzsteuer für gewisse Gebäudeteile. Dies ergäbe gut 67 Millionen Euro, mit Möglichkeit kleinerer Ersparnisse, je nach Steueranfall. Insider sagten jedoch dazu: Kostenschätzungen in dieser Phase wiesen einen Unsicherheitsfaktor von 25 Prozent auf. Wobei Bauvorhaben tendenziell teurer, aber nicht billiger würden. Magistrats intern wurden die Baukosten des Paracelsusbads auf 70 bis 90 Millionen Euro geschätzt. Bürgermeister Schaden teilte diese Einschätzungen jedoch nicht.  
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Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] (ÖVP) wollte zunächst einmal noch fehlende Machbarkeitsstudien abwarten und sehen, ob das ambitionierte Projekt überhaupt umsetzbar ist. Wenig Hoffnung für das Panoramabad hatte Gemeinderätin [[Doris Tazl]]: Viel zu hoch würden Bau-, aber auch Betriebskosten geraten. Schon allein, weil man für drei Ebenen drei Mal so viele Bademeister brauche. Tazl sprach von einem "Harakiri-Bau“ und ging davon aus, "''dass das nie gebaut wird. Das ist nur ein Wahlkampfgag des Bürgermeisters''.
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Baustadträtin [[Claudia Schmidt]] (ÖVP) wollte zunächst einmal noch fehlende Machbarkeitsstudien abwarten und sehen, ob das ambitionierte Projekt überhaupt umsetzbar ist. Wenig Hoffnung für das Panoramabad hatte Gemeinderätin [[Doris Tazl]]: Viel zu hoch würden Bau-, aber auch Betriebskosten geraten. Schon allein, weil man für drei Ebenen drei Mal so viele Bademeister brauche. Tazl sprach von einem "Harakiri-Bau" und ging davon aus, "''dass das nie gebaut wird. Das ist nur ein Wahlkampfgag des Bürgermeisters''".
    
Noch Anfang [[2009]] wurde diskutiert, ob das alte Paracelsusbad nach der Errichtung des Spaßbades in Liefering geschlossen und das Gebäude abgerissen werden sollte. Doch nach dem ersten [[Bürgermeisterwahlen 2009|Bürgermeisterwahlgang]] am [[1. März]] 2009 wandelte sich die Einstellung von Bürgermeister Schaden und er begrub das neue Spaßbad. Er ließ wissen, dass das alte Paracelsusbad abgerissen und neu errichtet werden sollte. Für die Errichtung des Spaßbades in Liefering waren 50 Mill. Euro vorgesehen, wovon nun um 25 Mill. Euro in das neue Paracelsusbad investiert werden sollen.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 24. März 2009</ref>  
 
Noch Anfang [[2009]] wurde diskutiert, ob das alte Paracelsusbad nach der Errichtung des Spaßbades in Liefering geschlossen und das Gebäude abgerissen werden sollte. Doch nach dem ersten [[Bürgermeisterwahlen 2009|Bürgermeisterwahlgang]] am [[1. März]] 2009 wandelte sich die Einstellung von Bürgermeister Schaden und er begrub das neue Spaßbad. Er ließ wissen, dass das alte Paracelsusbad abgerissen und neu errichtet werden sollte. Für die Errichtung des Spaßbades in Liefering waren 50 Mill. Euro vorgesehen, wovon nun um 25 Mill. Euro in das neue Paracelsusbad investiert werden sollen.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] 24. März 2009</ref>  
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Der Baukörper des Badehauses definiert sich als Übergang zwischen gründerzeitlicher Hauskante der [[Auerspergstraße]]-[[Schwarzstraße]] und dem historischen Kurgartens. In seiner Form nimmt er Bezug auf den [[Bastionsgärten in der Stadt Salzburg|Bastionsgarten]] und ist somit auch ein Kontrast zu den alten Wehrmauern und dem [[Rosenhügel]] im Kurgarten. Am Durchgang Auersperg-Schwarzstraße bilden die beiden über das Eck zueinander gestellten Baukörper des Bades und eines Bürohauses (optional) einen markanten offenen Übergang zum Kurgarten. Dies in direkter Sichtachse zum [[Schloss Mirabell]].
 
Der Baukörper des Badehauses definiert sich als Übergang zwischen gründerzeitlicher Hauskante der [[Auerspergstraße]]-[[Schwarzstraße]] und dem historischen Kurgartens. In seiner Form nimmt er Bezug auf den [[Bastionsgärten in der Stadt Salzburg|Bastionsgarten]] und ist somit auch ein Kontrast zu den alten Wehrmauern und dem [[Rosenhügel]] im Kurgarten. Am Durchgang Auersperg-Schwarzstraße bilden die beiden über das Eck zueinander gestellten Baukörper des Bades und eines Bürohauses (optional) einen markanten offenen Übergang zum Kurgarten. Dies in direkter Sichtachse zum [[Schloss Mirabell]].
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Durch die große Tiefe des Grundrisses entsteht eine außerordentlich kompakte Hülle des Badehauses. Daraus folgert ein sehr günstiges "Volumen zu Fläche Verhältnis“ – das Gebäude erreicht Passivhausstandard. Die Anordnung der Räume und Funktionen folgt strengen funktionalen und konstruktiv-ökonomischen Überlegungen. Die Badeebene mit den schweren Wasserbecken ruht auf den konventionell in Massivbauweise hergestellten Bereichen des Gebäudes. Springbecken, Lernbecken und Freibecken sind konzentriert im Bereich des westlichen Gebäudekerns angeordnet. Das freispannende Dach über der Badeebene ist von Lasten freigehalten, und beinhaltet lediglich Saunalandschaft, Gastronomie und Terrassen.  
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Durch die große Tiefe des Grundrisses entsteht eine außerordentlich kompakte Hülle des Badehauses. Daraus folgert ein sehr günstiges "Volumen zu Fläche Verhältnis" – das Gebäude erreicht Passivhausstandard. Die Anordnung der Räume und Funktionen folgt strengen funktionalen und konstruktiv-ökonomischen Überlegungen. Die Badeebene mit den schweren Wasserbecken ruht auf den konventionell in Massivbauweise hergestellten Bereichen des Gebäudes. Springbecken, Lernbecken und Freibecken sind konzentriert im Bereich des westlichen Gebäudekerns angeordnet. Das freispannende Dach über der Badeebene ist von Lasten freigehalten, und beinhaltet lediglich Saunalandschaft, Gastronomie und Terrassen.  
    
Die großzügig geschwungenen Panoramafenster im 3. Obergeschoß gewähren einen weiträumigen Ausblick auf Kurgarten, Schloss Mirabell und [[Festung Hohensalzburg]]. Großen Wert wurde auch auf die akustische Trennung der einzelnen Badebereiche durch entsprechende Glaswände gelegt. Des weiteren wurde ein Sprungturm mit einem 4m tiefen Becken in das Badekonzept integriert. Nach oben ist das Bad durch die sanften Formen der keramischen Wellendecke begrenzt. Im Dachbereich des 5. Obergeschoßes befindet sich ein Außenbecken mit großzügigen Sonnenterrassen sowie der Gastronomie.<ref>[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]</ref>
 
Die großzügig geschwungenen Panoramafenster im 3. Obergeschoß gewähren einen weiträumigen Ausblick auf Kurgarten, Schloss Mirabell und [[Festung Hohensalzburg]]. Großen Wert wurde auch auf die akustische Trennung der einzelnen Badebereiche durch entsprechende Glaswände gelegt. Des weiteren wurde ein Sprungturm mit einem 4m tiefen Becken in das Badekonzept integriert. Nach oben ist das Bad durch die sanften Formen der keramischen Wellendecke begrenzt. Im Dachbereich des 5. Obergeschoßes befindet sich ein Außenbecken mit großzügigen Sonnenterrassen sowie der Gastronomie.<ref>[http://www.sig.at/spezial-projekt-03-pcb2014/0422-paracelsubad-neubau.html www.sig.at/Paracelsubad-Neubau]</ref>
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[[Datei:Paracelsusbad Tiefgarageneinfahrt.jpg|thumb|Blick auf die Einfahrt von der [[Schwarzstraße]] in die Tiefgarage.]]
 
[[Datei:Paracelsusbad Tiefgarageneinfahrt.jpg|thumb|Blick auf die Einfahrt von der [[Schwarzstraße]] in die Tiefgarage.]]
 
:''Hauptartikel [[Parkgarage am Paracelsusbad]]
 
:''Hauptartikel [[Parkgarage am Paracelsusbad]]
Die Stadt Salzburg freute sich im Herbst 2019 über das fertige Paracelsusbad. Darunter gibt es eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Jedoch kann man in diese Garage erst in einigen Monaten fahren, wie der Chef der Städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank, bestätigt. Ursache ist einerseits, dass die Stadt monatelang gehofft hatte, gegen eine Benutzungsgebühr die Tiefgaragen-Abfahrt des angebauten [[Hotel Sheraton Salzburg|Hotels Sheraton]] in der [[Auerspergstraße]] mitbenutzen zu dürfen. Schrank: "Man hat sich aber wirtschaftlich nicht einigen können.Dazu kommt andererseits, dass auch diese Zufahrt allein nicht gereicht hätte, wie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] (ÖVP) sagt: "Baubehördlich mussten wir eine eigene Einfahrt von der Schwarzstraße machen." “Hintergrund seien die verschiedenen Brandabschnitte.
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Die Stadt Salzburg freute sich im Herbst 2019 über das fertige Paracelsusbad. Darunter gibt es eine Tiefgarage mit 70 Stellplätzen. Jedoch kann man in diese Garage erst in einigen Monaten fahren, wie der Chef der Städtischen Immobiliengesellschaft (SIG), Alexander Schrank, bestätigt. Ursache ist einerseits, dass die Stadt monatelang gehofft hatte, gegen eine Benutzungsgebühr die Tiefgaragen-Abfahrt des angebauten [[Hotel Sheraton Salzburg|Hotels Sheraton]] in der [[Auerspergstraße]] mitbenutzen zu dürfen. Schrank: "Man hat sich aber wirtschaftlich nicht einigen können." Dazu kommt andererseits, dass auch diese Zufahrt allein nicht gereicht hätte, wie [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister]] [[Harald Preuner]] (ÖVP) sagt: "Baubehördlich mussten wir eine eigene Einfahrt von der Schwarzstraße machen." "Hintergrund seien die verschiedenen Brandabschnitte.
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Und dass nun statt einer reinen Tiefgaragen-Abfahrtsrampe auf dem ehemaligen Kurhaus-Areal gleich eine Garage mit 30 Stellplätzen errichtet werde, sei sinnvoll, betont Schrank: "Die soll im Frühjahr 2020 fertig sein.Als Kostenobergrenze wurden zwei Millionen Euro fixiert.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/tiefgarage-ohne-zufahrt-groteske-lage-beim-salzburger-paracelsusbad-76599865?fbclid=IwAR0zrmgu-wOkOgT01aVSYxjaIpjzUzDWIKupLogB6Z0fYec2yC2cA09KcS4 23. September 2019]</ref>
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Und dass nun statt einer reinen Tiefgaragen-Abfahrtsrampe auf dem ehemaligen Kurhaus-Areal gleich eine Garage mit 30 Stellplätzen errichtet werde, sei sinnvoll, betont Schrank: "Die soll im Frühjahr 2020 fertig sein." Als Kostenobergrenze wurden zwei Millionen Euro fixiert.<ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]] vom [https://www.sn.at/salzburg/politik/tiefgarage-ohne-zufahrt-groteske-lage-beim-salzburger-paracelsusbad-76599865?fbclid=IwAR0zrmgu-wOkOgT01aVSYxjaIpjzUzDWIKupLogB6Z0fYec2yC2cA09KcS4 23. September 2019]</ref>
    
In den ersten Jännertagen [[2020]] wurde dann auch die [[Parkgarage am Paracelsusbad]] zur Benutzung freigegeben.
 
In den ersten Jännertagen [[2020]] wurde dann auch die [[Parkgarage am Paracelsusbad]] zur Benutzung freigegeben.

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