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Die '''Kuenburg''', auch  Khünburg und Küenburg geschrieben, waren ein altes [[Kärntner]] Adelsgeschlecht, das aus [[Ministerialen]] der Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich seit 1388 nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) "von Kuenburg“ benannte.
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Die '''Kuenburg''', auch  Khünburg und Küenburg geschrieben, waren ein altes [[Kärntner]] Adelsgeschlecht, das aus [[Ministerialen]] der Grafen von Ortenburg hervorgegangen war und sich seit 1388 nach der Festung Kuenburg (östlich Hermagor in Südkärnten gelegen) "von Kuenburg" benannte.
    
== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
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== Wappen ==  
 
== Wappen ==  
Das Wappen ist das der Familie Deudorf. Es blieb auch das Stammwappen des Khünburg Deudorfischen Stammes. Von Rot und Weiß gespalten, darin eine farbengewechselte Kugel, Stechhelm mit der Kugel als Helmzier besteckt mit einem Hahnenfedernbusch, Decken rot-weiß. Später Geviert 1 und 4 Stammwappen, 2 und 3 von Schwarz über Weiß geteilt, darin ein farbengewechseltes "Torband“ (ursprünglich Ruder/Steuer im Dreipass, Wappen der † Steierberger/Steuerberger). Zwei offene gekrönte Turnierhelme: I die Kugel aus 1 und 4 mit sieben schwarzen Hahnenfedern, II ein Adlerflug mit der Figur aus 2 und 3, Decken schwarz-weiß. Das Wappen blieb bei der Erhebung in den Freiherren- und Reichsgrafenstand unverändert.
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Das Wappen ist das der Familie Deudorf. Es blieb auch das Stammwappen des Khünburg Deudorfischen Stammes. Von Rot und Weiß gespalten, darin eine farbengewechselte Kugel, Stechhelm mit der Kugel als Helmzier besteckt mit einem Hahnenfedernbusch, Decken rot-weiß. Später Geviert 1 und 4 Stammwappen, 2 und 3 von Schwarz über Weiß geteilt, darin ein farbengewechseltes "Torband" (ursprünglich Ruder/Steuer im Dreipass, Wappen der † Steierberger/Steuerberger). Zwei offene gekrönte Turnierhelme: I die Kugel aus 1 und 4 mit sieben schwarzen Hahnenfedern, II ein Adlerflug mit der Figur aus 2 und 3, Decken schwarz-weiß. Das Wappen blieb bei der Erhebung in den Freiherren- und Reichsgrafenstand unverändert.
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Das Wappen der Heuß von "Khienburg“ (später Khünburg, jetzt Küenburg, Kuenburg, Ungersbacher Linie) war ursprünglich ein weißer Schrägrechtsbalken auf blauem Grund, belegt mit einem (blauen?) Ballen (Kugel), ähnlich dem Wappen der (†) ersten Ministerialen der Khünburg. Dazu ein Stechhelm und blau-weiße Helmdecken. Dieses Wappen veränderten die Heuß von Khünburg im [[15. Jahrhundert]] in dem sie statt des Ballens eine (rote) Rose auf den Schrägbalken legten. Bei der Erhebung in den Freiherrenstand 1613 nahmen sie das quartierte Wappen der anderen Khünburg an im Glauben, sie seien eines gemeinsamen Stammes. Im [[17. Jahrhundert]] ließen sie den Name Heuß weg und alle Linien führten das jetzt gebräuchliche Wappen.
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Das Wappen der Heuß von "Khienburg" (später Khünburg, jetzt Küenburg, Kuenburg, Ungersbacher Linie) war ursprünglich ein weißer Schrägrechtsbalken auf blauem Grund, belegt mit einem (blauen?) Ballen (Kugel), ähnlich dem Wappen der (†) ersten Ministerialen der Khünburg. Dazu ein Stechhelm und blau-weiße Helmdecken. Dieses Wappen veränderten die Heuß von Khünburg im [[15. Jahrhundert]] in dem sie statt des Ballens eine (rote) Rose auf den Schrägbalken legten. Bei der Erhebung in den Freiherrenstand 1613 nahmen sie das quartierte Wappen der anderen Khünburg an im Glauben, sie seien eines gemeinsamen Stammes. Im [[17. Jahrhundert]] ließen sie den Name Heuß weg und alle Linien führten das jetzt gebräuchliche Wappen.
    
== Khünburg des Stammes Deudorf (Linie Khünegg-Tamsweg) ==
 
== Khünburg des Stammes Deudorf (Linie Khünegg-Tamsweg) ==
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== Stamm Heuß von Kienburg (Linie Ungersbach) ==  
 
== Stamm Heuß von Kienburg (Linie Ungersbach) ==  
* Heuz (I.) von "Chienburrch“, urk. 1292
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* Heuz (I.) von "Chienburrch", urk. 1292
 
** Heuz (II.), '''Stammvater der Lavanttaler Heuß''' (erloschen)
 
** Heuz (II.), '''Stammvater der Lavanttaler Heuß''' (erloschen)
 
** Wulfing Heuß von Chienburg, '''Stammvater der Gurktaler Linie''' (erloschen)
 
** Wulfing Heuß von Chienburg, '''Stammvater der Gurktaler Linie''' (erloschen)
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=== Literatur ===
 
=== Literatur ===
 
* Naschenweng, Hannes P.: ''Geschichte der Herren, Freiherren und Grafen von Khünburg 1189 - 1989'', fünf Bände, Typoskript Feldkirchen 1988/89 (Exemplar im Salzburger Landesarchiv)
 
* Naschenweng, Hannes P.: ''Geschichte der Herren, Freiherren und Grafen von Khünburg 1189 - 1989'', fünf Bände, Typoskript Feldkirchen 1988/89 (Exemplar im Salzburger Landesarchiv)
*Derselbe: ''800 Jahre Khünburg in Kärnten (1. Teil). Die Geschichte der Burg und ihrer Besitzer 1189 - 1400''. In: Jahrbuch der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "Adler“, Jg. 1988/92 (Wien 1992), S. 27-56  
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*Derselbe: ''800 Jahre Khünburg in Kärnten (1. Teil). Die Geschichte der Burg und ihrer Besitzer 1189 - 1400''. In: Jahrbuch der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft "Adler", Jg. 1988/92 (Wien 1992), S. 27-56  
*Derselbe: ''800 Jahre Khünburg in Kärnten (2. Teil). Die Geschichte der Familie Khünburg/Küenburg/Kuenburg und ihre wichtigsten Besitzungen 1400 - 1989.'' In: Adler“, Zeitschrift für Genealogie und Heraldik 19 (XXXIII), 1998, S. 210-222  
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*Derselbe: ''800 Jahre Khünburg in Kärnten (2. Teil). Die Geschichte der Familie Khünburg/Küenburg/Kuenburg und ihre wichtigsten Besitzungen 1400 - 1989.'' In: Adler", Zeitschrift für Genealogie und Heraldik 19 (XXXIII), 1998, S. 210-222  
 
*Derselbe: ''Der Nepotismus des Salzburger Erzbischofs Maximilian Gandolph Graf von Khünburg (1668 - 1687)''. In: [[MGSL]] 144, 2004, S. 99-144     
 
*Derselbe: ''Der Nepotismus des Salzburger Erzbischofs Maximilian Gandolph Graf von Khünburg (1668 - 1687)''. In: [[MGSL]] 144, 2004, S. 99-144     
 
                          
 
                          
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****** Georg (mit Kindern und Enkeln)
 
****** Georg (mit Kindern und Enkeln)
 
**** Georg
 
**** Georg
**** Christoph, [[Pfleger]] auf der Festung [[Sachsenburg|Obersachsenburg]]<ref>Artikel "[[Michael_von_Kuenburg#Zeit_vor_der_Wahl_zum_Erzbischof|Michael von Kuenburg]]</ref>, Stammvater der '''Prunseer Linie'''
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**** Christoph, [[Pfleger]] auf der Festung [[Sachsenburg|Obersachsenburg]]<ref>Artikel "[[Michael_von_Kuenburg#Zeit_vor_der_Wahl_zum_Erzbischof|Michael von Kuenburg]]"</ref>, Stammvater der '''Prunseer Linie'''
 
***** zahlreiche jung gestorbene Kinder
 
***** zahlreiche jung gestorbene Kinder
 
***** Johann, Pfleger zu [[Schloss Moosham|Moßheim]]
 
***** Johann, Pfleger zu [[Schloss Moosham|Moßheim]]