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| | == Geschichte == | | == Geschichte == |
| − | [[Datei:Das St Johannes oder Krancken Spithal zu Saltzbur, gebaut von Ihre Hoch-Fürstl Gnaden Johann Ertz-Bischoffen und Fürsten zu Saltzburg Kupferstich Franz Anton Danreiter.jpg|thumb|"Das St Johannes oder Krancken Spithal zu Saltzbur, gebaut von Ihre Hoch-Fürstl Gnaden Johann Ertz-Bischoffen und Fürsten zu Saltzburg“, Kupferstich von [[Franz Anton Danreiter]] um 1731.]] | + | [[Datei:Das St Johannes oder Krancken Spithal zu Saltzbur, gebaut von Ihre Hoch-Fürstl Gnaden Johann Ertz-Bischoffen und Fürsten zu Saltzburg Kupferstich Franz Anton Danreiter.jpg|thumb|"Das St Johannes oder Krancken Spithal zu Saltzbur, gebaut von Ihre Hoch-Fürstl Gnaden Johann Ertz-Bischoffen und Fürsten zu Saltzburg", Kupferstich von [[Franz Anton Danreiter]] um 1731.]] |
| | [[Datei:Stadtansicht von Kulstrunk 1916 Waisenhäuser St Johanns Spital Barmherzige Schwestern.jpg|thumb|450px|[[Franz Kulstrunk]]: [[Stadtansicht von Kulstrunk]], [[1916]]. Nr 4 ist das St. Johanns-Spital, heute Landeskrankenhaus.]] | | [[Datei:Stadtansicht von Kulstrunk 1916 Waisenhäuser St Johanns Spital Barmherzige Schwestern.jpg|thumb|450px|[[Franz Kulstrunk]]: [[Stadtansicht von Kulstrunk]], [[1916]]. Nr 4 ist das St. Johanns-Spital, heute Landeskrankenhaus.]] |
| | [[Datei:St. Johanns-Spital 1950.jpg|thumb|Links ist [[Mülln]], anschließend das St. Johanns-Spital und rechts [[Aiglhof]]. In der unteren Bildhälfte verläuft als dunkler Strich die Eisenbahnlinie von Salzburg nach [[München]].]] | | [[Datei:St. Johanns-Spital 1950.jpg|thumb|Links ist [[Mülln]], anschließend das St. Johanns-Spital und rechts [[Aiglhof]]. In der unteren Bildhälfte verläuft als dunkler Strich die Eisenbahnlinie von Salzburg nach [[München]].]] |
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| | Von [[1891]] bis [[1899]] wurde das erste Kinderspital, und von [[1897]] bis [[1899]] die "Geburtshilfliche und Frauen - Abteilung", als Vorläufer der heutigen Frauenklinik, errichtet. | | Von [[1891]] bis [[1899]] wurde das erste Kinderspital, und von [[1897]] bis [[1899]] die "Geburtshilfliche und Frauen - Abteilung", als Vorläufer der heutigen Frauenklinik, errichtet. |
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| − | Ab dem [[1. Jänner]] [[1940]] war das Krankenhaus Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen. Das [[Nationalsozialisten|NS-Regime]], welches seit 1938 auch Österreich kontrollierte, verfolgte im Rahmen seiner Ideologie die sogenannte "Rassenhygiene“, nach welchem Menschen mit "minderwertigem Erbgut“ das Recht abgesprochen wurde sich fortzupflanzen. Darunter vielen sowohl Träger von genetisch bedingten Krankheiten, als auch Personen die nach der rassistischen Weltsicht des Nationalsozialismus aufgrund ihrer Herkunft als "minderwertig“ galten. | + | Ab dem [[1. Jänner]] [[1940]] war das Krankenhaus Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen. Das [[Nationalsozialisten|NS-Regime]], welches seit 1938 auch Österreich kontrollierte, verfolgte im Rahmen seiner Ideologie die sogenannte "Rassenhygiene", nach welchem Menschen mit "minderwertigem Erbgut" das Recht abgesprochen wurde sich fortzupflanzen. Darunter vielen sowohl Träger von genetisch bedingten Krankheiten, als auch Personen die nach der rassistischen Weltsicht des Nationalsozialismus aufgrund ihrer Herkunft als "minderwertig" galten. |
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| − | Schätzungsweise wurden in Salzburg mehrere Hundert Menschen zwangssterilisiert.<ref>Quelle [https://www.ansichtssache.at/ansichten/heilen.html www.ansichtssache.at]</ref> In einer noch extremeren Ausformung der "Rassenhygiene“, der sogenannten Aktion T4, kam es sogar zu Ermordungen. Diese richteten sich vor allem gegen körperlich und geistig Behinderte, sowie psychisch Kranke. Etwa 260 Menschen wurden im Zuge der Aktion von Salzburg in das oberösterreichische Hartheim gebracht und dort getötet.<ref>[[Walter Reschreiter]]: ''Lebens(un)wert. "NS-Euthanasie in Land Salzburg"''. Laube sozialpsychiatrische Aktivitäten, Salzburg, 2007, S. 108.</ref> | + | Schätzungsweise wurden in Salzburg mehrere Hundert Menschen zwangssterilisiert.<ref>Quelle [https://www.ansichtssache.at/ansichten/heilen.html www.ansichtssache.at]</ref> In einer noch extremeren Ausformung der "Rassenhygiene", der sogenannten Aktion T4, kam es sogar zu Ermordungen. Diese richteten sich vor allem gegen körperlich und geistig Behinderte, sowie psychisch Kranke. Etwa 260 Menschen wurden im Zuge der Aktion von Salzburg in das oberösterreichische Hartheim gebracht und dort getötet.<ref>[[Walter Reschreiter]]: ''Lebens(un)wert. "NS-Euthanasie in Land Salzburg"''. Laube sozialpsychiatrische Aktivitäten, Salzburg, 2007, S. 108.</ref> |
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| | Bis [[31. Dezember]] [[1997]] war das Landeskrankenhaus Salzburg ein Regiebetrieb des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], der im Wege der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport#Geschichte|Anstaltenverwaltung]] geführt wurde. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[1998]] wurde die Betriebsführung an die [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH#Geschichte|Holding der Landeskliniken (LKS)]] übertragen. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[2004]] sind Rechtsträgerschaft und Betriebsführung des Landeskrankenhauses Salzburg an die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH - [[SALK]] übertragen worden. | | Bis [[31. Dezember]] [[1997]] war das Landeskrankenhaus Salzburg ein Regiebetrieb des [[Land Salzburg (Gebietskörperschaft)|Landes Salzburg]], der im Wege der [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 9 - Gesundheit und Sport#Geschichte|Anstaltenverwaltung]] geführt wurde. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[1998]] wurde die Betriebsführung an die [[Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH#Geschichte|Holding der Landeskliniken (LKS)]] übertragen. Mit Wirkung vom [[1. Jänner]] [[2004]] sind Rechtsträgerschaft und Betriebsführung des Landeskrankenhauses Salzburg an die Gemeinnützige Salzburger Landeskliniken Betriebsgesellschaft mbH - [[SALK]] übertragen worden. |