| − | Gebildbrote wurden und werden zu [[Ostern]], zu [[Allerheiligen]] und zu [[Weihnachtszeit|Weihnachten]] gebacken und verschenkt. Gebildbrote werden frei mit der Hand geformt und sind - abgesehen vom weihnachtlichen "Bachllaib“, der aus [[Kletzenbrot]] - auch Klotzenbrot genannt - besteht, Weißmehlbrote, die nur zu traditionellen Anlässen hergestellt werden und regionale Eigenheiten und Besonderheiten aufweisen können. | + | Gebildbrote wurden und werden zu [[Ostern]], zu [[Allerheiligen]] und zu [[Weihnachtszeit|Weihnachten]] gebacken und verschenkt. Gebildbrote werden frei mit der Hand geformt und sind - abgesehen vom weihnachtlichen "Bachllaib", der aus [[Kletzenbrot]] - auch Klotzenbrot genannt - besteht, Weißmehlbrote, die nur zu traditionellen Anlässen hergestellt werden und regionale Eigenheiten und Besonderheiten aufweisen können. |
| − | Der "Osterfleck“, im [[Oberpinzgau]] "Fochetz“ genannt, gehört zu den [[Pinzgau]]er Osterbroten. Er ist rund und fladenförmig und wird mit Hilfe eines "Krapfenradls“ (Zahnrädchen mit Stiel) auf der Oberseite mit einem Achteck verziert. In [[St. Martin bei Lofer]] gestaltete Bäckermeister Kofler eine "Henne“ für die Buben und ein "Kranzerl“ für die Mädchen. Diese österlichen Gebildbrote erhielten die "Godnkinder“ (Patenkinder) bis zu ihrem 14. Lebensjahr von ihren "Godn“ (Paten) und wurden und werden am Ostersonntag zusammen mit Ostereiern, Speck und Kren zur Speisenweihe in die Kirche getragen und mittags daheim gegessen. | + | Der "Osterfleck", im [[Oberpinzgau]] "Fochetz" genannt, gehört zu den [[Pinzgau]]er Osterbroten. Er ist rund und fladenförmig und wird mit Hilfe eines "Krapfenradls" (Zahnrädchen mit Stiel) auf der Oberseite mit einem Achteck verziert. In [[St. Martin bei Lofer]] gestaltete Bäckermeister Kofler eine "Henne" für die Buben und ein "Kranzerl" für die Mädchen. Diese österlichen Gebildbrote erhielten die "Godnkinder" (Patenkinder) bis zu ihrem 14. Lebensjahr von ihren "Godn" (Paten) und wurden und werden am Ostersonntag zusammen mit Ostereiern, Speck und Kren zur Speisenweihe in die Kirche getragen und mittags daheim gegessen. |
| − | Nebem dem [[Bachökoch]] gab und gibt es zu Weihnachten auch Gebildbrote. Zu den weihnachtlichen Gebildbroten zählt vor allem der "Bachllaib“, das Klotzenbrot für die Hofleute. Der Bachllaib wurde besonders verziert, "eingeraucht“, mit Weihwasser (früher Weihbrunn genannt) besprengt und vom Hausvater (Bauer) angeschnitten. Zu Weihnachten wurden auch Gebildbrote mit diversen Heilszeichen wie Doppeladler, Sechsstern, Achtstern, Kreuz, IHS oder Herzen versehen. An Formen gab es beispielsweise den Hirschkopf, die "Facklsau“ (Schwein mit Jungen) und die Maus, die als Seelentier galt. Die Gebildbrote sollten Gesundheit, Fruchtbarkeit und "Reim“ (Glück) bringen. | + | Nebem dem [[Bachökoch]] gab und gibt es zu Weihnachten auch Gebildbrote. Zu den weihnachtlichen Gebildbroten zählt vor allem der "Bachllaib", das Klotzenbrot für die Hofleute. Der Bachllaib wurde besonders verziert, "eingeraucht", mit Weihwasser (früher Weihbrunn genannt) besprengt und vom Hausvater (Bauer) angeschnitten. Zu Weihnachten wurden auch Gebildbrote mit diversen Heilszeichen wie Doppeladler, Sechsstern, Achtstern, Kreuz, IHS oder Herzen versehen. An Formen gab es beispielsweise den Hirschkopf, die "Facklsau" (Schwein mit Jungen) und die Maus, die als Seelentier galt. Die Gebildbrote sollten Gesundheit, Fruchtbarkeit und "Reim" (Glück) bringen. |