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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
 
=== Aus Baiern wurde Bayern ===
 
=== Aus Baiern wurde Bayern ===
Den Buchstaben "y“ im Wort "Bayern“ – anstelle von "i“ – verordnete der bayrische König  [[Ludwig I. von Bayern|Ludwig&nbsp;I.]] im Jahr 1825; seither beziehen sich die Bezeichnungen "Bayern“ und "bayrisch“ auf den Staat bzw. das Bundesland Bayern, "bairisch“ z. B. auf den bairischen Volksstamm und vor allem auf seine in Altbayern und Österreich vorherrschenden Dialekte.<ref>Einen kleinen Einblick in die bairisch-österreichische Dialektgeographie, in der die Staatsgrenze kaum eine Rolle spielt, gewährt u. a. der Artikel "[[Salzburger Dialekte]].</ref>
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Den Buchstaben "y" im Wort "Bayern" – anstelle von "i" – verordnete der bayrische König  [[Ludwig I. von Bayern|Ludwig&nbsp;I.]] im Jahr 1825; seither beziehen sich die Bezeichnungen "Bayern" und "bayrisch" auf den Staat bzw. das Bundesland Bayern, "bairisch" z. B. auf den bairischen Volksstamm und vor allem auf seine in Altbayern und Österreich vorherrschenden Dialekte.<ref>Einen kleinen Einblick in die bairisch-österreichische Dialektgeographie, in der die Staatsgrenze kaum eine Rolle spielt, gewährt u. a. der Artikel "[[Salzburger Dialekte]]."</ref>
    
Die Grenzen der genannten drei Landesteile, und damit auch die Siedlungsgrenzen dreier wohlunterscheidbarer Volksgruppen, stimmen wiederum im Wesentlichen mit den Grenzen der drei [[mittelalter]]lichen Stammesherzogtümer Baiern, Schwaben und Franken überein; diese Stammesherzogtümer wiesen ihre reinste Form im [[10. Jahrhundert]] auf, hatten aber viel ältere Wurzeln und ihre Grenzen existieren, nicht nur im Freistaat Bayern, noch heute. Es lohnt sich daher, kurz einen Bogen vom 10. zum [[21. Jahrhundert]] zu spannen:
 
Die Grenzen der genannten drei Landesteile, und damit auch die Siedlungsgrenzen dreier wohlunterscheidbarer Volksgruppen, stimmen wiederum im Wesentlichen mit den Grenzen der drei [[mittelalter]]lichen Stammesherzogtümer Baiern, Schwaben und Franken überein; diese Stammesherzogtümer wiesen ihre reinste Form im [[10. Jahrhundert]] auf, hatten aber viel ältere Wurzeln und ihre Grenzen existieren, nicht nur im Freistaat Bayern, noch heute. Es lohnt sich daher, kurz einen Bogen vom 10. zum [[21. Jahrhundert]] zu spannen:
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Vom Gebiet des mittelalterlichen Stammesherzogtums Baiern entfällt der kleinere Teil auf Altbayern, der größere auf Österreich.
 
Vom Gebiet des mittelalterlichen Stammesherzogtums Baiern entfällt der kleinere Teil auf Altbayern, der größere auf Österreich.
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Dass ein Teil Altbayerns "Oberpfalz“ heißt, geht darauf zurück, dass die eigentliche Pfalz (Kurpfalz, Rheinpfalz) und Bayern jahrhundertelang demselben Herrscherhaus (Wittelsbacher) gehörten und dass im Jahr 1329 bei einer Erbteilung ein Teil Bayerns der pfälzischen Linie zugeschlagen wurde. Im Verlauf des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] gewann die katholische Seite, darunter der Herzog von Bayern, vorerst die Oberhand über die protestantischen, darunter den pfälzischen Kurfürsten, wodurch die Oberpfalz im Jahr 1623 an Bayern fiel (noch viel später erbte ein pfälzischer Kurfürst von seinen bayrischen Verwandten Bayern, und die Rheinpfalz wurde zu einem bayrischen Nebenland).
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Dass ein Teil Altbayerns "Oberpfalz" heißt, geht darauf zurück, dass die eigentliche Pfalz (Kurpfalz, Rheinpfalz) und Bayern jahrhundertelang demselben Herrscherhaus (Wittelsbacher) gehörten und dass im Jahr 1329 bei einer Erbteilung ein Teil Bayerns der pfälzischen Linie zugeschlagen wurde. Im Verlauf des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] gewann die katholische Seite, darunter der Herzog von Bayern, vorerst die Oberhand über die protestantischen, darunter den pfälzischen Kurfürsten, wodurch die Oberpfalz im Jahr 1623 an Bayern fiel (noch viel später erbte ein pfälzischer Kurfürst von seinen bayrischen Verwandten Bayern, und die Rheinpfalz wurde zu einem bayrischen Nebenland).
    
Die bayrischen Herzöge setzten in ihrem Herrschaftsgebiet die [[Katholische Kirche|katholische]] Konfession durch, die daher in Altbayern, und letztlich in Bayern insgesamt, noch immer die ganz vorherrschende ist.
 
Die bayrischen Herzöge setzten in ihrem Herrschaftsgebiet die [[Katholische Kirche|katholische]] Konfession durch, die daher in Altbayern, und letztlich in Bayern insgesamt, noch immer die ganz vorherrschende ist.
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====Franken====
 
====Franken====
Der Begriff "Franken“ meint heute als geografischer Begriff schlicht das bayrische Franken.
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Der Begriff "Franken" meint heute als geografischer Begriff schlicht das bayrische Franken.
    
Dieses ist wiederum (historisch eher zufällig) weitgehend deckungsgleich mit dem Fränkischen Reichskreis, wie er von 1500 bis 1806 bestand. Der Fränkische Reichskreis war weitgehend deckungsgleich mit der Osthälfte des deutschen Stammesherzogtums Franken (also mit Ostfranken; Westfranken umfasste hauptsächlich das heutige Hessen und die heutige Pfalz).
 
Dieses ist wiederum (historisch eher zufällig) weitgehend deckungsgleich mit dem Fränkischen Reichskreis, wie er von 1500 bis 1806 bestand. Der Fränkische Reichskreis war weitgehend deckungsgleich mit der Osthälfte des deutschen Stammesherzogtums Franken (also mit Ostfranken; Westfranken umfasste hauptsächlich das heutige Hessen und die heutige Pfalz).
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Daher tragen Teile des Bundeslandes Baden-Württemberg noch heute Bezeichnungen wie "Region Heilbronn-Franken“ oder "Badisches Franken“, die Dialekte dieser Gebiete sind größtenteils "südfränkische“.
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Daher tragen Teile des Bundeslandes Baden-Württemberg noch heute Bezeichnungen wie "Region Heilbronn-Franken" oder "Badisches Franken", die Dialekte dieser Gebiete sind größtenteils "südfränkische".
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Der Stamm der Franken bewohnte aber auch noch das sehr große Stammesherzogtum Lothringen, in dem einerseits eben die Franken, andererseits Sprecher des Altfranzösischen (heute Franzosen – "Franzose“ ist eine Ableitung von "Franke“ – und Wallonen) lebten. Noch älter ist die Untergliederung des Stammes (oder Volkes) der Franken in die Salischen Franken und die Uferfranken (oder Ripuarier, von Lateinisch ''ripa'' = Ufer). Heutzutage leben diese historischen Verhältnisse hauptsächlich noch in dialektgeografischen Einteilungen fort, wenn Pfälzisch und Hessisch als ''rheinfränkische'' Dialekte, Köl[ni]sch als nordmittel''fränkisch''er oder ripuarischer Dialekt, andere westdeutsche und [[Niederlande|niederländische]] Dialekte als ''Moselfränkisch'' oder ''niederfränkische'' (zu denen das Flämische gerechnet wird) klassifiziert werden.
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Der Stamm der Franken bewohnte aber auch noch das sehr große Stammesherzogtum Lothringen, in dem einerseits eben die Franken, andererseits Sprecher des Altfranzösischen (heute Franzosen – "Franzose" ist eine Ableitung von "Franke" – und Wallonen) lebten. Noch älter ist die Untergliederung des Stammes (oder Volkes) der Franken in die Salischen Franken und die Uferfranken (oder Ripuarier, von Lateinisch ''ripa'' = Ufer). Heutzutage leben diese historischen Verhältnisse hauptsächlich noch in dialektgeografischen Einteilungen fort, wenn Pfälzisch und Hessisch als ''rheinfränkische'' Dialekte, Köl[ni]sch als nordmittel''fränkisch''er oder ripuarischer Dialekt, andere westdeutsche und [[Niederlande|niederländische]] Dialekte als ''Moselfränkisch'' oder ''niederfränkische'' (zu denen das Flämische gerechnet wird) klassifiziert werden.
    
[[Datei:Bayern-Regierungsbezirke.png|thumb|Die sieben Bezirke (Regierungsbezirke) Bayerns]]
 
[[Datei:Bayern-Regierungsbezirke.png|thumb|Die sieben Bezirke (Regierungsbezirke) Bayerns]]
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==Persönlichkeiten aus Bayern mit Salzburgbezug==
 
==Persönlichkeiten aus Bayern mit Salzburgbezug==
 
===Altbayern===
 
===Altbayern===
* [[Emanuel Schikaneder]] (* 1. September 1751 in Straubing; † 21. September 1812 in Wien), Schauspieler, Theaterdichter (u. a. Libretto "[[Die Zauberflöte]])
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* [[Emanuel Schikaneder]] (* 1. September 1751 in Straubing; † 21. September 1812 in Wien), Schauspieler, Theaterdichter (u. a. Libretto "[[Die Zauberflöte]]")
 
* [[Stephan Krumenauer]] (* um 1400 Krummau, tschechisch ''Český Krumlov'', [[Böhmen]]; † 5. Juni 1461 in [[Braunau am Inn|Braunau]]), Baumeister, (u. a. [[Franziskanerkirche]] in Salzburg, St. Stephan Braunau)
 
* [[Stephan Krumenauer]] (* um 1400 Krummau, tschechisch ''Český Krumlov'', [[Böhmen]]; † 5. Juni 1461 in [[Braunau am Inn|Braunau]]), Baumeister, (u. a. [[Franziskanerkirche]] in Salzburg, St. Stephan Braunau)
 
* [[Franz Josef Strauß]] (* 1915 in München; † 1988), Ministerpräsident
 
* [[Franz Josef Strauß]] (* 1915 in München; † 1988), Ministerpräsident
* [[Richard Strauss]] (* 1864 in München; † 1949 in Garmisch), Komponist, komponierte unter anderem die Oper "Der Rosenkavalier“
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* [[Richard Strauss]] (* 1864 in München; † 1949 in Garmisch), Komponist, komponierte unter anderem die Oper "Der Rosenkavalier"
    
===Franken===
 
===Franken===
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Die Beziehungen Salzburgs zum Bayrischen Raum gehen mehr als 2000 Jahre in die [[Römer|römische]] und vorrömische Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des [[Inn]]s.
 
Die Beziehungen Salzburgs zum Bayrischen Raum gehen mehr als 2000 Jahre in die [[Römer|römische]] und vorrömische Zeit zurück. Der Verwaltungsbezirk von [[Iuvavum]] (Salzburg) umfasste auch das heute bayerische Gebiet östlich des [[Inn]]s.
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Ab dem [[6. Jahrhundert]] gehörte der [[Salzburggau]] zum Herzogtum Bayern, ebenso der [[Pinzgau]] und der [[Pongau]] im Gebirge, die ab der Mitte des [[7. Jahrhundert]]s bayerisch besiedelt wurden. Der [[Lungau]] war ursprünglich ein Teil Kärntens ([[Karantanien]]), das vom [[8. Jahrhundert]] bis [[976]] zum Herzogtum Bayern gehörte und in dieser Zeit teilweise bayerisch besiedelt wurde. Ab [[955]] besiedelten die Bayern auch das "Ostland“ ([[Niederösterreich]]) dauerhaft, das bis [[1156]] ein Teil des Herzogtums Bayern war.
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Ab dem [[6. Jahrhundert]] gehörte der [[Salzburggau]] zum Herzogtum Bayern, ebenso der [[Pinzgau]] und der [[Pongau]] im Gebirge, die ab der Mitte des [[7. Jahrhundert]]s bayerisch besiedelt wurden. Der [[Lungau]] war ursprünglich ein Teil Kärntens ([[Karantanien]]), das vom [[8. Jahrhundert]] bis [[976]] zum Herzogtum Bayern gehörte und in dieser Zeit teilweise bayerisch besiedelt wurde. Ab [[955]] besiedelten die Bayern auch das "Ostland" ([[Niederösterreich]]) dauerhaft, das bis [[1156]] ein Teil des Herzogtums Bayern war.
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Der [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Theodo II.]] holte [[Rupert von Worms]] [[696]] nach Salzburg und beauftragte ihn mit der Missionierung seiner Untertanen und der Organisation der bayerischen Kirche. Als Grundausstattung seines Klosters [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] erhielt Rupert vom Herzog etwa ein Drittel der [[Saline Reichenhall]]. Im frühen [[Mittelalter]] war die [[Reichenhaller Saline]] die leistungsfähigste im [[Ostalpen]]<nowiki>raum</nowiki>. Sie bildete über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Basis der [[Salzburger Kirche]]. Das kam auch durch den seit etwa [[755]] verwendeten deutschen Namen für ''Iuvavum'' zum Ausdruck: "Salzburg“ ist abgeleitet vom Salz aus den Reichenhaller Salinen und der Herzogsburg der Agilolfinger auf dem [[Festungsberg]], der [[Salzpurch]].
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Der [[Bayerische Herzöge in Salzburg|Baiernherzog]] [[Theodo II.]] holte [[Rupert von Worms]] [[696]] nach Salzburg und beauftragte ihn mit der Missionierung seiner Untertanen und der Organisation der bayerischen Kirche. Als Grundausstattung seines Klosters [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]] erhielt Rupert vom Herzog etwa ein Drittel der [[Saline Reichenhall]]. Im frühen [[Mittelalter]] war die [[Reichenhaller Saline]] die leistungsfähigste im [[Ostalpen]]<nowiki>raum</nowiki>. Sie bildete über Jahrhunderte hinweg die wirtschaftliche Basis der [[Salzburger Kirche]]. Das kam auch durch den seit etwa [[755]] verwendeten deutschen Namen für ''Iuvavum'' zum Ausdruck: "Salzburg" ist abgeleitet vom Salz aus den Reichenhaller Salinen und der Herzogsburg der Agilolfinger auf dem [[Festungsberg]], der [[Salzpurch]].
    
Der bayerische Herzog Arnulf (* 911; † 937) ließ [[916]] in der [[Salzburger Münze]] Münzen nach [[Regensburg]]er Vorbild prägen. Es war die erste Münzprägung auf heute österreichischem Territorium.
 
Der bayerische Herzog Arnulf (* 911; † 937) ließ [[916]] in der [[Salzburger Münze]] Münzen nach [[Regensburg]]er Vorbild prägen. Es war die erste Münzprägung auf heute österreichischem Territorium.
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Erzbischof [[Adalbert II.]] zerstörte [[1196]] die Salinenstadt [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], die erzbischöfliche [[Saline Hallein]] konnte daraufhin die Marktführerschaft im [[Salzhandel]] übernehmen.
 
Erzbischof [[Adalbert II.]] zerstörte [[1196]] die Salinenstadt [[Bad Reichenhall|Reichenhall]], die erzbischöfliche [[Saline Hallein]] konnte daraufhin die Marktführerschaft im [[Salzhandel]] übernehmen.
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Nach dem Aussterben der [[Grafen von Peilstein]] (um 1218) entbrannte ein über Jahrzehnte dauernder Kampf zwischen dem bayerischen Herzog und dem Salzburger Erzbischof um die Herrschaft über die Salinenstadt Reichenhall, den sie mit einem regelrechten "Burgenkrieg“ ausfochten. Im Jahr [[1262]] entschied Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern den Kampf für sich, er zerstörte die erzbischöflichen Burgen Kirchberg in Reichenhall, [[Burgstall Amerang|Amerang]] und [[Burgstall Vager|Vager]] im [[Reichenhaller Becken|Reichenhaller Tal]].
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Nach dem Aussterben der [[Grafen von Peilstein]] (um 1218) entbrannte ein über Jahrzehnte dauernder Kampf zwischen dem bayerischen Herzog und dem Salzburger Erzbischof um die Herrschaft über die Salinenstadt Reichenhall, den sie mit einem regelrechten "Burgenkrieg" ausfochten. Im Jahr [[1262]] entschied Herzog Heinrich XIII. von Niederbayern den Kampf für sich, er zerstörte die erzbischöflichen Burgen Kirchberg in Reichenhall, [[Burgstall Amerang|Amerang]] und [[Burgstall Vager|Vager]] im [[Reichenhaller Becken|Reichenhaller Tal]].
    
Die Erzbischöfe waren bestrebt, ein geschlossenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, was durch den Erwerb von Grafschaften und Hochgerichtsbezirken geschah. Salzburg hatte unter anderem [[1213]] alle Rechte im Lungau erworben und den Pinzgau, der zuvor ein an den Baiernherzog vergebenes Lehen gewesen war, [[1228]] erhalten. Nachdem [[1229]] die [[Grafen von Lebenau]] ausgestorben waren, konnte sich der Salzburger Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] deren Grafschaft sichern. Mit dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] im Jahre [[1260]] fiel ihr Herrschaftsgebiet schließlich an die Nachfolger Eberhards. Damit verfügten die Salzburger Erzbischöfe über ein verhältnismäßig großes geschlossenes Herrschaftsgebiet. Mit der weitgehenden Anerkennung der Grenzen der erzbischöflichen Besitzungen durch den Baiernherzog im Jahr [[1275]] war eine wichtige Voraussetzung für die Landeswerdung Salzburgs geschaffen. [[1297]] verkauften die Herzöge von Bayern das [[Gasteiner Tal]] an Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]].
 
Die Erzbischöfe waren bestrebt, ein geschlossenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, was durch den Erwerb von Grafschaften und Hochgerichtsbezirken geschah. Salzburg hatte unter anderem [[1213]] alle Rechte im Lungau erworben und den Pinzgau, der zuvor ein an den Baiernherzog vergebenes Lehen gewesen war, [[1228]] erhalten. Nachdem [[1229]] die [[Grafen von Lebenau]] ausgestorben waren, konnte sich der Salzburger Erzbischof [[Eberhard II. von Regensburg]] deren Grafschaft sichern. Mit dem Aussterben der [[Grafen von Plain]] im Jahre [[1260]] fiel ihr Herrschaftsgebiet schließlich an die Nachfolger Eberhards. Damit verfügten die Salzburger Erzbischöfe über ein verhältnismäßig großes geschlossenes Herrschaftsgebiet. Mit der weitgehenden Anerkennung der Grenzen der erzbischöflichen Besitzungen durch den Baiernherzog im Jahr [[1275]] war eine wichtige Voraussetzung für die Landeswerdung Salzburgs geschaffen. [[1297]] verkauften die Herzöge von Bayern das [[Gasteiner Tal]] an Erzbischof [[Konrad IV. von Fohnsdorf]].
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Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als [[Fürsterzbischof]] [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Baiern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des "[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem "Land“.
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Die Erzbischöfe waren zwar Reichsfürsten, aber ihr Herrschaftsgebiet galt immer noch als ein Teil des Herzogtums Bayern. Als [[Fürsterzbischof]] [[Friedrich III.]] [[1328]] eine eigene [[Salzburger Landesordnung|Landesordnung]] erließ, löste er damit seine Besitzungen vom Mutterland Baiern. Aus Salzburg war ein eigenständiges Land innerhalb des "[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reiches]]" geworden. In einer [[1342]] ausgestellten Urkunde sprach Erzbischof [[Heinrich von Pirnbrunn]] erstmals von seinem "Land".
    
==== Bayern und Salzburg als Nachbarn und als Teile des Bayrischen Verwaltungskreises====
 
==== Bayern und Salzburg als Nachbarn und als Teile des Bayrischen Verwaltungskreises====
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Im Jahr [[1583]] wurde ein [[Konkordat]] über kirchliche Angelegenheiten zwischen Bayern und dem Erzbistum Salzburg sowie den  [[Suffraganbistum|Suffraganbistümern]] geschlossen.
 
Im Jahr [[1583]] wurde ein [[Konkordat]] über kirchliche Angelegenheiten zwischen Bayern und dem Erzbistum Salzburg sowie den  [[Suffraganbistum|Suffraganbistümern]] geschlossen.
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Zwischen Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]  und Herzog Maximilian I. von Bayern entbrannte [[1611]] der so genannte "[[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]]um die Dominanz im Salzhandel. Dieser Konflikt wurde mit gegenseitigen Wirtschaftsboykotten, Lebensmittel-Embargos und militärischen Operationen ausgetragen. Bayern konnte schließlich den Salzhandel zu seinen Gunsten steuern, nachdem Maximilian als Sieger aus dem Salzkrieg hervorgegangen war.  
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Zwischen Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich von Raitenau]]  und Herzog Maximilian I. von Bayern entbrannte [[1611]] der so genannte "[[Salzkrieg 1611|Salzkrieg]]" um die Dominanz im Salzhandel. Dieser Konflikt wurde mit gegenseitigen Wirtschaftsboykotten, Lebensmittel-Embargos und militärischen Operationen ausgetragen. Bayern konnte schließlich den Salzhandel zu seinen Gunsten steuern, nachdem Maximilian als Sieger aus dem Salzkrieg hervorgegangen war.  
    
Der bayerische Kurfürst Maximilian I. flüchtete im April [[1648]] aus München vor den anrückenden [[Schweden]] und [[Frankreich|Franzosen]] nach Salzburg, wo er von Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] aufgenommen wurde.  
 
Der bayerische Kurfürst Maximilian I. flüchtete im April [[1648]] aus München vor den anrückenden [[Schweden]] und [[Frankreich|Franzosen]] nach Salzburg, wo er von Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] aufgenommen wurde.  
[[Wolfgang Amadé Mozart]]s Oper "''La finta giardiniera''wurde [[1775]] in München uraufgeführt, sechs Jahre später auch die Oper "''Idomeneo''.
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[[Wolfgang Amadé Mozart]]s Oper "''La finta giardiniera''" wurde [[1775]] in München uraufgeführt, sechs Jahre später auch die Oper "''Idomeneo''".
    
Der [[Salinen-Hauptvertrag]] zwischen Bayern und Salzburg ([[1781]]) regelte Angelegenheiten des [[Salz]]<nowiki>abbaus</nowiki> und des Holzbezuges.
 
Der [[Salinen-Hauptvertrag]] zwischen Bayern und Salzburg ([[1781]]) regelte Angelegenheiten des [[Salz]]<nowiki>abbaus</nowiki> und des Holzbezuges.
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Die Stadt [[Mühldorf am Inn]] fiel [[1802]] an Bayern, nachdem sie zuvor fast 900 Jahre zum Salzburger Erzbistum gehört hatte. Das [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstift Salzburg]] wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss ([[1803]]) in ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] umgewandelt. Der frühere Großherzog von Toskana, [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand III.]], ein Bruder Kaiser [[Franz II.|Franz' II.]], trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]], ein Teil des [[Hochstift Passau|Hochstifts Passau]] und [[Hochstift Eichstätt|Hochstifts Eichstätt]] (alle heute Bayern), die zuvor geistliche Fürstentümer gewesen waren. Dieses Staatsgebilde bestand bis [[1806]].
 
Die Stadt [[Mühldorf am Inn]] fiel [[1802]] an Bayern, nachdem sie zuvor fast 900 Jahre zum Salzburger Erzbistum gehört hatte. Das [[Fürsterzbistum Salzburg|Erzstift Salzburg]] wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss ([[1803]]) in ein weltliches [[Kurfürstentum Salzburg|Kurfürstentum]] umgewandelt. Der frühere Großherzog von Toskana, [[Ferdinand III. von Toskana|Ferdinand III.]], ein Bruder Kaiser [[Franz II.|Franz' II.]], trat nun die Regierung in Salzburg an. Zu seinem räumlich aufgesplitterten Kurfürstentum gehörten neben Salzburg noch weitere säkularisierte Länder wie die [[Fürstpropstei Berchtesgaden]], ein Teil des [[Hochstift Passau|Hochstifts Passau]] und [[Hochstift Eichstätt|Hochstifts Eichstätt]] (alle heute Bayern), die zuvor geistliche Fürstentümer gewesen waren. Dieses Staatsgebilde bestand bis [[1806]].
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Das "[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]], dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst.
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Das "[[Reich#Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]]", dem Salzburg und Bayern angehörten, wurde [[1806]] aufgelöst.
    
==== Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810−1816 ====
 
==== Salzburg als Teil des Königreichs Bayern 1810−1816 ====
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Das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] kam am [[19. September]] [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil [[Oberösterreich]]s (darunter das südliche [[Innviertel]]) und das Landgericht [[Kitzbühel]] in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher im [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte.  
 
Das [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] kam am [[19. September]] [[1810]] zusammen mit der ehemaligen [[Fürstpropstei Berchtesgaden]] an das Königreich Bayern. Der [[Salzachkreis]] war einer der neun bayerischen Verwaltungsbezirke, der neben altbayerischen Gebieten das Land Salzburg, einen Teil [[Oberösterreich]]s (darunter das südliche [[Innviertel]]) und das Landgericht [[Kitzbühel]] in Tirol umfasste. Geführt wurde die Verwaltung des Salzachkreises vom Generalgouverneur Kronprinz [[Ludwig von Bayern]], dem späteren König Ludwig I., welcher im [[Schloss Mirabell]] in Salzburg, der Hauptstadt des Salzachkreises, residierte.  
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Die neue Staatszugehörigkeit und die damit verbundenen einschneidenden Veränderungen wurden aber vor allem von der Bevölkerung im Gebirge abgelehnt. Diese projizierte ihren Reichspatriotismus auf den österreichischen Kaiser Franz I., der zuvor als Franz II. Kaiser des 1806 untergegangenen "Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation“ gewesen war. Zudem hatten in der österreichischen Zeit von [[1806]] bis [[1809]] die Behörden im Land selbst kaum Veränderungen vorgenommen. Die Beibehaltung des so genannten "alten Herkommens“ war den Bauern weitaus lieber als die Reformflut der bayerischen Verwaltung. In der Stadt Salzburg machten sich die Bayern unter anderem durch die Auflösung der [[Hohe Salzburger Landschaft|Hohen Salzburger Landschaft]] und der [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität Salzburg]] unbeliebt. Dabei dürfte der Anschluss an Bayern anfangs im ''Flachen Land'' weitgehend akzeptiert und in der Stadt sogar begrüßt worden sein. In der Stadt Salzburg waren nämlich private Transparente mit Aufschriften wie etwa "''Retour nach Baiern''zu lesen und die [[Salzburger Zeitung]] erblickte den Tag, "''...wo uns der Zeitenlauf wieder zu dem alten Vaterhause bringt, dem wir einst angehörten''.  
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Die neue Staatszugehörigkeit und die damit verbundenen einschneidenden Veränderungen wurden aber vor allem von der Bevölkerung im Gebirge abgelehnt. Diese projizierte ihren Reichspatriotismus auf den österreichischen Kaiser Franz I., der zuvor als Franz II. Kaiser des 1806 untergegangenen "Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation" gewesen war. Zudem hatten in der österreichischen Zeit von [[1806]] bis [[1809]] die Behörden im Land selbst kaum Veränderungen vorgenommen. Die Beibehaltung des so genannten "alten Herkommens" war den Bauern weitaus lieber als die Reformflut der bayerischen Verwaltung. In der Stadt Salzburg machten sich die Bayern unter anderem durch die Auflösung der [[Hohe Salzburger Landschaft|Hohen Salzburger Landschaft]] und der [[Benediktineruniversität Salzburg|Universität Salzburg]] unbeliebt. Dabei dürfte der Anschluss an Bayern anfangs im ''Flachen Land'' weitgehend akzeptiert und in der Stadt sogar begrüßt worden sein. In der Stadt Salzburg waren nämlich private Transparente mit Aufschriften wie etwa "''Retour nach Baiern''" zu lesen und die [[Salzburger Zeitung]] erblickte den Tag, "''...wo uns der Zeitenlauf wieder zu dem alten Vaterhause bringt, dem wir einst angehörten''".  
    
Die Reformen des Ministers Maximilian von Montgelas basierten auf der Bayerische Konstitution vom 1. Mai 1808, die einerseits eine Vereinheitlichung und Konzentration des Staates, andererseits demokratische Grundrechte wie Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz (gleiche Steuerpflicht, gleicher Zutritt zu allen Staatsämtern), Sicherheit der Person und des Eigentums, Gewissens- und Religionsfreiheit, Pressefreiheit im Rahmen bestimmter Zensurgesetze beinhaltete. Dazu kamen Bestimmungen über Beamte, die Unabhängigkeit der Richter, eine neue Gerichtsverfassung sowie die Schaffung einheitlicher Bestimmungen über Straf- und Zivilrecht für das ganze Königreich und schließlich das Militär.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Konstitution_(Bayern) Wikipedia.de/Konstitution (Bayern)]</ref>  
 
Die Reformen des Ministers Maximilian von Montgelas basierten auf der Bayerische Konstitution vom 1. Mai 1808, die einerseits eine Vereinheitlichung und Konzentration des Staates, andererseits demokratische Grundrechte wie Gleichheit aller Staatsbürger vor dem Gesetz (gleiche Steuerpflicht, gleicher Zutritt zu allen Staatsämtern), Sicherheit der Person und des Eigentums, Gewissens- und Religionsfreiheit, Pressefreiheit im Rahmen bestimmter Zensurgesetze beinhaltete. Dazu kamen Bestimmungen über Beamte, die Unabhängigkeit der Richter, eine neue Gerichtsverfassung sowie die Schaffung einheitlicher Bestimmungen über Straf- und Zivilrecht für das ganze Königreich und schließlich das Militär.<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Konstitution_(Bayern) Wikipedia.de/Konstitution (Bayern)]</ref>  
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==== Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert ====
 
==== Befreundete Nachbarn seit dem 19. Jahrhundert ====
Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten "Deutschen Bund“ ([[1866]] aufgelöst) an,  der unter der Führung Österreichs stand.
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Salzburg und Bayern gehörten dem [[1815]] gegründeten "Deutschen Bund" ([[1866]] aufgelöst) an,  der unter der Führung Österreichs stand.
    
Die [[Salinenkonvention]] zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich gilt als der älteste noch geltende Staatsvertrag Europas. Sie wurde am [[18. März]] [[1829]] unterzeichnet und regelt die Holznutzungsrechte der Saline Reichenhall im Gebiet der Bayerischen Saalforste im salzburgischen Pinzgau.
 
Die [[Salinenkonvention]] zwischen dem Königreich Bayern und dem Kaisertum Österreich gilt als der älteste noch geltende Staatsvertrag Europas. Sie wurde am [[18. März]] [[1829]] unterzeichnet und regelt die Holznutzungsrechte der Saline Reichenhall im Gebiet der Bayerischen Saalforste im salzburgischen Pinzgau.
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Das von dem Münchener Bildhauer [[Ludwig von Schwanthaler]] geschaffene  [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz]] wurde [[1842]] in Salzburg aufgestellt. König Ludwig I. von Bayern beteiligte sich sehr wesentlich an der Finanzierung.
 
Das von dem Münchener Bildhauer [[Ludwig von Schwanthaler]] geschaffene  [[Mozart-Denkmal am Mozartplatz]] wurde [[1842]] in Salzburg aufgestellt. König Ludwig I. von Bayern beteiligte sich sehr wesentlich an der Finanzierung.
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Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke [[München]]–Salzburg–[[Wien]] konnte [[1860]] gefeiert werden. Der österreichische Streckenteil wurde "[[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]](nach der aus Bayern stammenden Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]]) genannt.  
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Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke [[München]]–Salzburg–[[Wien]] konnte [[1860]] gefeiert werden. Der österreichische Streckenteil wurde "[[Kaiserin-Elisabeth-Westbahn]]" (nach der aus Bayern stammenden Kaiserin [[Elisabeth von Österreich]]) genannt.  
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Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand an der Landesgrenze ein Gemeinschaftszollamt beim [[Röhrenwirt]] in der Ortschaft [[Walserberg]] auf der österreichischen Seite. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das spätere "[[Kleines Deutsches Eck|Kleine deutsche Eck]]zwischen dem Walserberg und [[Melleck]] ([[Steinpass]]).
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Von [[1853]] bis [[1866]], in einer Zeit der politischen Annäherung zwischen Bayern und Österreich, bestand an der Landesgrenze ein Gemeinschaftszollamt beim [[Röhrenwirt]] in der Ortschaft [[Walserberg]] auf der österreichischen Seite. In jenen Jahren gab es auch schon einen Transitverkehr durch das spätere "[[Kleines Deutsches Eck|Kleine deutsche Eck]]" zwischen dem Walserberg und [[Melleck]] ([[Steinpass]]).
 
   
 
   
Beim "Deutschen Krieg“ von [[1866]] zwischen Österreich und Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland stand Bayern auf der Seite Österreichs. Nach der Niederlage Österreichs (Königgrätz) näherte sich Bayern an Preußen an und wurde [[1871]] Teil des neuen "Deutschen Reiches“. Österreich wurde [[1867]] in Österreich-Ungarn umgewandelt.
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Beim "Deutschen Krieg" von [[1866]] zwischen Österreich und Preußen um die Vorherrschaft in Deutschland stand Bayern auf der Seite Österreichs. Nach der Niederlage Österreichs (Königgrätz) näherte sich Bayern an Preußen an und wurde [[1871]] Teil des neuen "Deutschen Reiches". Österreich wurde [[1867]] in Österreich-Ungarn umgewandelt.
 
   
 
   
 
König Ludwig III. (* 1845; † 1921, regierte von 1912/13 bis 1918) war angesichts der Revolution in Bayern nach [[Schloss Anif]] bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am [[12. November]] [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueeid und ließ am [[13. November]] die [[Anifer Erklärung]] durch die neue bayerische Regierung veröffentlichen.  
 
König Ludwig III. (* 1845; † 1921, regierte von 1912/13 bis 1918) war angesichts der Revolution in Bayern nach [[Schloss Anif]] bei Salzburg geflüchtet. Dort entband er am [[12. November]] [[1918]] die bayerischen Beamten, Offiziere und Soldaten von dem auf ihn geleisteten Treueeid und ließ am [[13. November]] die [[Anifer Erklärung]] durch die neue bayerische Regierung veröffentlichen.  
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Der Münchner Komponist und Dirigent [[Richard Strauss]] war dann [[1920]] einer der Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]].  
 
Der Münchner Komponist und Dirigent [[Richard Strauss]] war dann [[1920]] einer der Mitbegründer der [[Salzburger Festspiele]].  
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Durch den so genannten "[[Anschluss]]Österreichs an das [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Deutsche Reich]] im Jahre [[1938]] gehörten Salzburg und Bayern bis [[1945]] zum selben Staat.
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Durch den so genannten "[[Anschluss]]" Österreichs an das [[Nationalsozialismus|nationalsozialistische Deutsche Reich]] im Jahre [[1938]] gehörten Salzburg und Bayern bis [[1945]] zum selben Staat.
    
Die Salinenkonvention von 1829 wurde 1958 durch einen neuen Vertrag bestätigt.
 
Die Salinenkonvention von 1829 wurde 1958 durch einen neuen Vertrag bestätigt.
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Die gemeinsame bayerisch-salzburgische [[Landesausstellung Die Bajuwaren| Landesausstellung "Die Bajuwaren“]] fand [[1988]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Rosenheim statt.
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Die gemeinsame bayerisch-salzburgische [[Landesausstellung Die Bajuwaren| Landesausstellung "Die Bajuwaren"]] fand [[1988]] in [[Mattsee (Ort)|Mattsee]] und Rosenheim statt.
    
1995 wurde die [[EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein]] gegründet.  
 
1995 wurde die [[EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein]] gegründet.  
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===Kirchliche Bezüge 696–1816===
 
===Kirchliche Bezüge 696–1816===
[[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im [[Herzogtum Bayern]] gilt als "Apostel der Bayern“. Der Überlieferung  nach hat er den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen Herzog]] [[Theodo II.]] in Regensburg getauft.
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[[Rupert von Worms]], der Gründer der [[Salzburger Kirche]] ([[696]]) und erfolgreichster Missionar im [[Herzogtum Bayern]] gilt als "Apostel der Bayern". Der Überlieferung  nach hat er den [[Bayerische Herzöge in Salzburg|bayerischen Herzog]] [[Theodo II.]] in Regensburg getauft.
    
Die [[739]] gegründete Diözese Salzburg wurde [[798]] zum [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistum]] erhoben damit zum Mittelpunkt der neuen bairischen Kirchenprovinz ([[Salzburger Kirchenprovinz]]). Dem Erzbistum Salzburg unterstanden die [[Suffraganbistum|Suffraganbistümer]] [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] und [[Brixen|Säben (Brixen)]]. Die Salzburger Kirchenprovinz deckte damit fast das gesamte Gebiet des Herzogtums Bayern ab. Die [[Erzdiözese Salzburg]] selbst umfasste auch Gebiete im heutigen Bayern. Von [[1816]] bis [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Der [[Rupertiwinkel]] und das bayerische Gebiet östlich des Inns, die seit jeher kirchlich zur Erzdiözese Salzburg gehört hatten, fielen nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München-Freising.  
 
Die [[739]] gegründete Diözese Salzburg wurde [[798]] zum [[Erzdiözese Salzburg|Erzbistum]] erhoben damit zum Mittelpunkt der neuen bairischen Kirchenprovinz ([[Salzburger Kirchenprovinz]]). Dem Erzbistum Salzburg unterstanden die [[Suffraganbistum|Suffraganbistümer]] [[Regensburg]], [[Passau]], [[Freising]] und [[Brixen|Säben (Brixen)]]. Die Salzburger Kirchenprovinz deckte damit fast das gesamte Gebiet des Herzogtums Bayern ab. Die [[Erzdiözese Salzburg]] selbst umfasste auch Gebiete im heutigen Bayern. Von [[1816]] bis [[1822]] wurden die Diözesangrenzen an die Staatsgrenzen angeglichen. Der [[Rupertiwinkel]] und das bayerische Gebiet östlich des Inns, die seit jeher kirchlich zur Erzdiözese Salzburg gehört hatten, fielen nun in die Zuständigkeit des Erzbistums München-Freising.  
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* Hausberger, Karl; Hubensteiner, Benno: ''Bayerische Kirchengeschichte'', München 1987
 
* Hausberger, Karl; Hubensteiner, Benno: ''Bayerische Kirchengeschichte'', München 1987
 
* Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.): ''Verbündet, verfeindet, verschwägert – Bayern und Österreich'', Katalog Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung 2012
 
* Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.): ''Verbündet, verfeindet, verschwägert – Bayern und Österreich'', Katalog Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung 2012
* [[Andreas Hirsch|Hirsch, Andreas]]: ''Von Salzburg "retour nach Baiern“, Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück'', Heimatblätter Nr. 9, 2010
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* [[Andreas Hirsch|Hirsch, Andreas]]: ''Von Salzburg "retour nach Baiern", Der Rupertiwinkel fiel vor 200 Jahren an das bayerische Königreich zurück'', Heimatblätter Nr. 9, 2010
 
* Hubensteiner, Benno. ''Bayerische Geschichte'', München 1977
 
* Hubensteiner, Benno. ''Bayerische Geschichte'', München 1977
 
* Koller, Rumschöttel (Hg.): ''Vom Salzachkreis zur EuRegio, Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert'', Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns und [[Salzburger Landesarchiv]], 2006
 
* Koller, Rumschöttel (Hg.): ''Vom Salzachkreis zur EuRegio, Bayern und Salzburg im 19. und 20. Jahrhundert'', Generaldirektion der staatlichen Archive Bayerns und [[Salzburger Landesarchiv]], 2006
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* einschlägige Salzburgwiki-Artikel
 
* einschlägige Salzburgwiki-Artikel
 
* einschlägige Wikipedia-Artikel, z. B.
 
* einschlägige Wikipedia-Artikel, z. B.
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern ''"Bayern“'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Bayern ''"Bayern"'']  
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Altbayern ''"Altbayern“'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Franken ''"Franken“'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Franken_(Region) ''"Franken (Region)'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaben_(Bayern) ''"Schwaben (Bayern)'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Schwaben_(Bayern) ''"Schwaben (Bayern)"'']  
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschwaben ''"Oberschwaben“'']  
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschwaben ''"Oberschwaben"'']  
** [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_Augsburg  ''"Hochstift Augsburg“'']
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_Augsburg  ''"Hochstift Augsburg"'']
** [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrststift_Kempten ''"Fürststift Kempten“'']
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** [https://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%BCrststift_Kempten ''"Fürststift Kempten"'']
 
** Bild: [https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Imperial_Circles-2005-10-15-de.png Karte der Reichskreise]
 
** Bild: [https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Imperial_Circles-2005-10-15-de.png Karte der Reichskreise]
  

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