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==Die Bauweise==
 
==Die Bauweise==
Größe und Einteilung des Dürrnberger Einhof wird vom geringen Raumbedarf bestimmt. Es ist zu vermuten, dass dieser Wohnraum- und Wirtschaftsraumbedarf schon zu Beginn der Rodungstätigkeit durch kleine Einfirstanlagen gedeckt werden konnte. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese zu den heute noch bestehenden Formen entwickelt.  Der Dürrnberger Einhof ist ein sog. primärer Einhof, der typologisch dem [[Tennengauer Einhof]] zuzuordnen ist. Diese Hofform hat sich im [[12. Jahrhundert]] und im [[13. Jahrhundert]] "an der sonnigen Ostflanke des [[Salzachtal]]es und in den nördlichen Ausläufern der [[Osterhorngruppe]] als typische Kolonisationsform herausgebildet.
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Größe und Einteilung des Dürrnberger Einhof wird vom geringen Raumbedarf bestimmt. Es ist zu vermuten, dass dieser Wohnraum- und Wirtschaftsraumbedarf schon zu Beginn der Rodungstätigkeit durch kleine Einfirstanlagen gedeckt werden konnte. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich diese zu den heute noch bestehenden Formen entwickelt.  Der Dürrnberger Einhof ist ein sog. primärer Einhof, der typologisch dem [[Tennengauer Einhof]] zuzuordnen ist. Diese Hofform hat sich im [[12. Jahrhundert]] und im [[13. Jahrhundert]] "an der sonnigen Ostflanke des [[Salzachtal]]es und in den nördlichen Ausläufern der [[Osterhorngruppe]] als typische Kolonisationsform herausgebildet."
 
   
 
   
 
=====Der Stall=====
 
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=====Der Wohnteil=====
 
=====Der Wohnteil=====
Die meisten Dürrnberger Einhöfe sind giebelseitig aufgeschlossene Mittelflurhäuser. Auf einer Seite lagen Küche, Stube, und ''Stübl'', auf der anderen der sog. ''Gaden'', in dem die Speisekammer und der Stall untergebracht waren.  Vermutlich schon seit dem [[16. Jahrhundert]] waren die Stuben als Kachelstuben mit Hinterladeröfen aus graphitierten Topfkacheln ausgebildet. Die sog. ''Riemlingdecke'' mit dem ''Wärmloch'' wird von einem Trambalken getragen, in den das Baujahr eingeschnitzt ist. Das hintere Ende des Flurs schließt die Küche mit schliefbarem gemauertem Kamin, der den Rauch über das Dach ableitet. Bis ins späte [[19. Jahrhundert]] war der darunterliegende Herd offen. Sein Nachfolger wurde der in der Form des ''Sesselherdes''  aus Kacheln aufgesetzte Sparherd, der im [[20. Jahrhundert]] oft in die Stube “wanderte“, was diese zur Wohnküche umwandelte. Im Obergeschoß verläuft über dem Flur der Söller, von dem auch die Stubenkammer, die Stüblkammer, die kleine Tenne und der Heuboden zugänglich sind. Die kleinen Heumengen wurden vielfach nicht eingefahren sondern mit Heunetzen eingetragen.  Die Wände des Wohnteile waren stets in Blockbauweise gezimmert, während der Stall in verschaltem Ständerbau ausgeführt war.
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Die meisten Dürrnberger Einhöfe sind giebelseitig aufgeschlossene Mittelflurhäuser. Auf einer Seite lagen Küche, Stube, und ''Stübl'', auf der anderen der sog. ''Gaden'', in dem die Speisekammer und der Stall untergebracht waren.  Vermutlich schon seit dem [[16. Jahrhundert]] waren die Stuben als Kachelstuben mit Hinterladeröfen aus graphitierten Topfkacheln ausgebildet. Die sog. ''Riemlingdecke'' mit dem ''Wärmloch'' wird von einem Trambalken getragen, in den das Baujahr eingeschnitzt ist. Das hintere Ende des Flurs schließt die Küche mit schliefbarem gemauertem Kamin, der den Rauch über das Dach ableitet. Bis ins späte [[19. Jahrhundert]] war der darunterliegende Herd offen. Sein Nachfolger wurde der in der Form des ''Sesselherdes''  aus Kacheln aufgesetzte Sparherd, der im [[20. Jahrhundert]] oft in die Stube "wanderte", was diese zur Wohnküche umwandelte. Im Obergeschoß verläuft über dem Flur der Söller, von dem auch die Stubenkammer, die Stüblkammer, die kleine Tenne und der Heuboden zugänglich sind. Die kleinen Heumengen wurden vielfach nicht eingefahren sondern mit Heunetzen eingetragen.  Die Wände des Wohnteile waren stets in Blockbauweise gezimmert, während der Stall in verschaltem Ständerbau ausgeführt war.
 
   
 
   
 
=====Der Übergang zum Mauerwerk=====
 
=====Der Übergang zum Mauerwerk=====
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==Quellen==
 
==Quellen==
* Kurt Conrad, "Der Bauer und sein Hof“ in "Reformation - Emigration, Protestanten in Salzburg“, Ausstellungskatalog zur Ausstellung [[21. Mai]] bis [[26. Oktober]] [[1981]], Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Amt der Salzburger Landesregierung – Kulturabteilung, Salzburg
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* Kurt Conrad, "Der Bauer und sein Hof" in "Reformation - Emigration, Protestanten in Salzburg", Ausstellungskatalog zur Ausstellung [[21. Mai]] bis [[26. Oktober]] [[1981]], Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Amt der Salzburger Landesregierung – Kulturabteilung, Salzburg
    
[[Kategorie:Geschichte]]
 
[[Kategorie:Geschichte]]

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