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Als Verkehrsmittel bevorzugt Chefinspektor Stephan Handl die [[Salzburger Lokalbahn|Lokalbahn]]. Das mag bei einem Polizisten, der lange bei der "motorisierten Verkehrsgruppe" war, ein wenig verwundern, ist aber trotzdem schlüssig: Mit Wochenendfahrverbot, Innenstadtsperre, 200 Blumentrögen auf den Straßen, Busfahrverbot und grüner Kurzparkzone hat der mittlerweile 60-jährige Beamte alle Irrungen und Wirrungen der Salzburger Verkehrspolitik miterlebt.
 
Als Verkehrsmittel bevorzugt Chefinspektor Stephan Handl die [[Salzburger Lokalbahn|Lokalbahn]]. Das mag bei einem Polizisten, der lange bei der "motorisierten Verkehrsgruppe" war, ein wenig verwundern, ist aber trotzdem schlüssig: Mit Wochenendfahrverbot, Innenstadtsperre, 200 Blumentrögen auf den Straßen, Busfahrverbot und grüner Kurzparkzone hat der mittlerweile 60-jährige Beamte alle Irrungen und Wirrungen der Salzburger Verkehrspolitik miterlebt.
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"Es gibt nichts, was ich noch nicht mitgemacht hätte. Die meisten Ideen wiederholen sich nach rund dreißig Jahren", sagt Handl. Er ist als Verkehrsinspektor im Stadtpolizeikommando so etwas wie das Bindeglied zwischen Exekutive und Magistrat und war als solches auch an der Umsetzung der Schlechtwettersperre am vergangenen Donnerstag und am Freitag beteiligt. Trotz der zunehmenden Kritik an dieser Maßnahme bleibt Handl bei seiner Meinung: "Es ist durchaus sinnvoll, die [[Altstadt|Innenstadt]] zu sperren, wenn die Parkhäuser voll sind. Es hat keinen Sinn, wenn die Urlauber in die City fahren und eineinhalb Stunden vor der Tiefgarage stehen. Irgendwann wird zwar das grüne Licht kommen, aber der restliche Verkehr wird enorm behindert". Wäre Chefinspektor Handl Planungsstadtrat, er würde sogar noch weiter gehen. "Ich verstehe nicht, warum man am Wochenende durch die Innenstadt fahren muss. Ich hätte [[Staatsbrücke]] und [[Griesgasse]] gern autofrei. Da könnten sich die vielen Fußgänger endlich ordentlich bewegen".  
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"Es gibt nichts, was ich noch nicht mitgemacht hätte. Die meisten Ideen wiederholen sich nach rund dreißig Jahren", sagt Handl. Er ist als Verkehrsinspektor im Stadtpolizeikommando so etwas wie das Bindeglied zwischen Exekutive und Magistrat und war als solches auch an der Umsetzung der [[Schlechtwettersperre]] am vergangenen Donnerstag und am Freitag beteiligt. Trotz der zunehmenden Kritik an dieser Maßnahme bleibt Handl bei seiner Meinung: "Es ist durchaus sinnvoll, die [[Altstadt|Innenstadt]] zu sperren, wenn die Parkhäuser voll sind. Es hat keinen Sinn, wenn die Urlauber in die City fahren und eineinhalb Stunden vor der Tiefgarage stehen. Irgendwann wird zwar das grüne Licht kommen, aber der restliche Verkehr wird enorm behindert". Wäre Chefinspektor Handl Planungsstadtrat, er würde sogar noch weiter gehen. "Ich verstehe nicht, warum man am Wochenende durch die Innenstadt fahren muss. Ich hätte [[Staatsbrücke]] und [[Griesgasse]] gern autofrei. Da könnten sich die vielen Fußgänger endlich ordentlich bewegen".  
    
Zu Beginn seiner Karriere bei der Salzburger Polizei waren solche Maßnahmen undenkbar. [[1968]] durften die Autos noch durch die [[Getreidegasse]] fahren. Handls Rathauswache war mit einem Puch 500 ausgestattet. Nach fast 40 Jahren im Dienst ist der grauhaarige Inspektor heute vielen Salzburger Autofahrern als energischer, aber immer gut gelaunter und umgänglicher Polizist bekannt. Was hat Handl an seinem Beruf fasziniert? "Die große Bandbreite des Lebens. von der Geburt im Rettungsauto bis zum tödlichen Verkehrsunfall eines Kindes, den man der Mutter berichten muss. Da geht es einem ganz schlecht, aber was soll man tun?"
 
Zu Beginn seiner Karriere bei der Salzburger Polizei waren solche Maßnahmen undenkbar. [[1968]] durften die Autos noch durch die [[Getreidegasse]] fahren. Handls Rathauswache war mit einem Puch 500 ausgestattet. Nach fast 40 Jahren im Dienst ist der grauhaarige Inspektor heute vielen Salzburger Autofahrern als energischer, aber immer gut gelaunter und umgänglicher Polizist bekannt. Was hat Handl an seinem Beruf fasziniert? "Die große Bandbreite des Lebens. von der Geburt im Rettungsauto bis zum tödlichen Verkehrsunfall eines Kindes, den man der Mutter berichten muss. Da geht es einem ganz schlecht, aber was soll man tun?"

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