Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Textersetzung - „““ durch „"“
Zeile 24: Zeile 24:  
Die Flüchtlingsunterkunft für 36 Asylwerber bekommt keinen neuen Vertrag mit dem Land.
 
Die Flüchtlingsunterkunft für 36 Asylwerber bekommt keinen neuen Vertrag mit dem Land.
   −
"Der Bürgermeister von Bad Gastein ist dagegen, und die Landesregierung geht vor einem Bürgermeister in die Knie“, sagt Schellhorn zum FALTER. Bei Schellhorn konnten die Asylwerber während der Wartezeit auf ihren Asylbescheid nicht nur Deutsch lernen, sondern wurden auch von einem Haubenkoch und einem Hotelgeschäftsführer zu Hilfsköchen und Hilfskellnern ausgebildet.
+
"Der Bürgermeister von Bad Gastein ist dagegen, und die Landesregierung geht vor einem Bürgermeister in die Knie", sagt Schellhorn zum FALTER. Bei Schellhorn konnten die Asylwerber während der Wartezeit auf ihren Asylbescheid nicht nur Deutsch lernen, sondern wurden auch von einem Haubenkoch und einem Hotelgeschäftsführer zu Hilfsköchen und Hilfskellnern ausgebildet.
   −
Bürgermeister Gerhard Steinbauer bestätigt Schellhorns Vorwurf: "''Es ist vollkommen richtig, dass ich die Flüchtlingsunterkunft des Herrn Schellhorn abgedreht habe'', sagt der Bürgermeister. Bad Gastein bringe seit 15 Jahren mehr als sechzig Asylwerber unter, "''auch bei uns ist irgendwann einmal die Geduld überstrapaziert''. Seine Gemeinde erfülle die von der Bundesregierung vorgeschriebene Flüchtlingsquote, "''jetzt sind einmal die anderen Gemeinden dran''.
+
Bürgermeister Gerhard Steinbauer bestätigt Schellhorns Vorwurf: "''Es ist vollkommen richtig, dass ich die Flüchtlingsunterkunft des Herrn Schellhorn abgedreht habe''", sagt der Bürgermeister. Bad Gastein bringe seit 15 Jahren mehr als sechzig Asylwerber unter, "''auch bei uns ist irgendwann einmal die Geduld überstrapaziert''". Seine Gemeinde erfülle die von der Bundesregierung vorgeschriebene Flüchtlingsquote, "''jetzt sind einmal die anderen Gemeinden dran''".
   −
"''Wir haben alles versucht, um Schellhorns Projekt zu unterstützen'', sagt der Sprecher der zuständigen Integrationslandesrätin Martina Berthold (Grüne), "''aber der Bürgermeister legt sich quer''. Denn [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] (ÖVP) habe dem Ortschef von Bad Gastein versprochen, dass Schellhorns Flüchtlinge nur bis Ende November bleiben dürfen.
+
"''Wir haben alles versucht, um Schellhorns Projekt zu unterstützen''", sagt der Sprecher der zuständigen Integrationslandesrätin Martina Berthold (Grüne), "''aber der Bürgermeister legt sich quer''". Denn [[Landeshauptmann]] [[Wilfried Haslauer junior]] (ÖVP) habe dem Ortschef von Bad Gastein versprochen, dass Schellhorns Flüchtlinge nur bis Ende November bleiben dürfen.
   −
Wie er nun weiter vorgehen werde, wisse er noch nicht, sagt Schellhorn zum Falter. "''Nur eines weiß ich: dass meine humanitäre Verantwortung mich dazu zwingt, diese 36 Asylwerber nicht fort von hier in kalte Flüchtlingszelte zu schicken.''<ref>Quelle [http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151110_OTS0090/falter-land-unterstuetzt-fluechtlingsprojekt-von-sepp-schellhorn-nicht-mehr] und </ref> .
+
Wie er nun weiter vorgehen werde, wisse er noch nicht, sagt Schellhorn zum Falter. "''Nur eines weiß ich: dass meine humanitäre Verantwortung mich dazu zwingt, diese 36 Asylwerber nicht fort von hier in kalte Flüchtlingszelte zu schicken.''"<ref>Quelle [http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20151110_OTS0090/falter-land-unterstuetzt-fluechtlingsprojekt-von-sepp-schellhorn-nicht-mehr] und </ref> .
    
=== Die Entscheidung kritisch betrachtet ===
 
=== Die Entscheidung kritisch betrachtet ===
Zeile 39: Zeile 39:  
=== Politik muss Wort halten ===
 
=== Politik muss Wort halten ===
 
Von Beginn der Aktion an war mit Schellhorn vereinbart, dass es sich bei dem Quartier um ein zeitlich befristetes Übergangsquartier bis November 2015 handelt.  
 
Von Beginn der Aktion an war mit Schellhorn vereinbart, dass es sich bei dem Quartier um ein zeitlich befristetes Übergangsquartier bis November 2015 handelt.  
Landesrätin Martina Berthold setzte das Quartier damals gegen den Willen des Bürgermeisters durch. Aber auch Sepp Schellhorn hatte von Anfang an betont, dass dieses Quartier nur bis Ende November genutzt werden könne, weil er es ab dann wieder für die MitarbeiterInnen benötigt. Diese Zusage eines "Übergangsquartier bis November“ war dann auch der Grund, dass der Bürgermeister die Genehmigung des Quartiers schlussendlich hinnahm.  
+
Landesrätin Martina Berthold setzte das Quartier damals gegen den Willen des Bürgermeisters durch. Aber auch Sepp Schellhorn hatte von Anfang an betont, dass dieses Quartier nur bis Ende November genutzt werden könne, weil er es ab dann wieder für die MitarbeiterInnen benötigt. Diese Zusage eines "Übergangsquartier bis November" war dann auch der Grund, dass der Bürgermeister die Genehmigung des Quartiers schlussendlich hinnahm.  
    
Doch muss hier klargestellt werden, dass es beim aktuellen Angebot von Sepp Schellhorn nicht um die Verlängerung eines bestehenden Quartier geht. Er möchte die Genehmigung eines neuen Quartiers beantragen. Gleichzeitig mit der Wiederverwendung des Mitarbeiterwohnhauses in seinem ursprünglichen Zweck machte Sepp Schellhorn das Angebot, in Bad Gastein ein anderes Haus erwerben, das er Flüchtlinge zur Verfügung stellen wolle. Dieses neue Projekt scheitert nun am Widerstand des Bürgermeisters, der sich auf die im Frühjahr gemachten Zusagen beruft.   
 
Doch muss hier klargestellt werden, dass es beim aktuellen Angebot von Sepp Schellhorn nicht um die Verlängerung eines bestehenden Quartier geht. Er möchte die Genehmigung eines neuen Quartiers beantragen. Gleichzeitig mit der Wiederverwendung des Mitarbeiterwohnhauses in seinem ursprünglichen Zweck machte Sepp Schellhorn das Angebot, in Bad Gastein ein anderes Haus erwerben, das er Flüchtlinge zur Verfügung stellen wolle. Dieses neue Projekt scheitert nun am Widerstand des Bürgermeisters, der sich auf die im Frühjahr gemachten Zusagen beruft.   

Navigationsmenü