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Alois Weidlinger war das sechste von zehn Kindern einer oberösterreichischen Bauernfamilie. Frühe Erinnerungen gehen in die [[NS-Zeit]]. Wenige Tage nach dem [[Anschluss]] musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden [[Innviertel|Innviertler]] Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Karl, der älteste Bruder, blieb im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] vermisst.
 
Alois Weidlinger war das sechste von zehn Kindern einer oberösterreichischen Bauernfamilie. Frühe Erinnerungen gehen in die [[NS-Zeit]]. Wenige Tage nach dem [[Anschluss]] musste das allmorgendliche Schulgebet dem Hitlergruß weichen, binnen kurzer Zeit traten in der gerade einmal 2 000 Einwohner zählenden [[Innviertel|Innviertler]] Gemeinde 200 Leute aus der Kirche aus, und der Pfarrer wurde des Ortes verwiesen. Karl, der älteste Bruder, blieb im [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] vermisst.
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Als junger Gymnasiast in [[Linz]] lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär [[Anton Strasser]] kennen. "''Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]], wo ich [[1950]] in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss'', erzählte Weidlinger später.  
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Als junger Gymnasiast in [[Linz]] lernte Weidlinger den Salzburger Domzeremoniär [[Anton Strasser]] kennen. "''Damals stellte sich für mich schon die Berufsfrage und so folgte ich ihm ins [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]], wo ich [[1950]] in der ersten Maturaklasse nach dem Krieg abschloss''", erzählte Weidlinger später.  
    
Anschließend durfte Alois Weidlinger am ''Collegium Germanicum-Hungaricum'' in Rom studieren. Am [[10. Oktober]] [[1956]] wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.  
 
Anschließend durfte Alois Weidlinger am ''Collegium Germanicum-Hungaricum'' in Rom studieren. Am [[10. Oktober]] [[1956]] wurde er in Rom (Sant'Ignazio) von Erzbischof Franz König zum Priester geweiht.  
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Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in der [[Pfarre Seekirchen]] zu. 1958 wurde er nach [[Pfarre Stumm|Stumm]] im [[Zillertal]] berufen, nur ein Jahr später nach in die [[Pfarre Wörgl]]. Der dortige Pfarrer [[Bruno Regner]] regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1962 an der [[Universität Salzburg]] mit der Promotion abschloss.
 
Sein erstes Seelsorgejahr brachte Weidlinger als Kooperator in der [[Pfarre Seekirchen]] zu. 1958 wurde er nach [[Pfarre Stumm|Stumm]] im [[Zillertal]] berufen, nur ein Jahr später nach in die [[Pfarre Wörgl]]. Der dortige Pfarrer [[Bruno Regner]] regte ihn zum Doktoratsstudium an, das er 1962 an der [[Universität Salzburg]] mit der Promotion abschloss.
 
   
 
   
Von 1964 bis 1967 wirkte er, neben seiner Tätigkeit als [[Pfarrer von Hintersee |Pfarrprovisor]] in der [[Pfarre Hintersee]], als Spiritual im [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]]. "''Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor [[Josef Lidicky|Lidicky]] oder Professor [[Raimund Sagmeister]]''.
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Von 1964 bis 1967 wirkte er, neben seiner Tätigkeit als [[Pfarrer von Hintersee |Pfarrprovisor]] in der [[Pfarre Hintersee]], als Spiritual im [[Erzbischöfliches Privatgymnasium Borromäum|Borromäum]]. "''Die jungen Leute waren mir anfangs alle fremd, aber ich fand schnell Kontakt zu ihnen. Da waren Schüler dabei wie der heutige Finanzkammerdirektor [[Josef Lidicky|Lidicky]] oder Professor [[Raimund Sagmeister]]''."
    
Von 1967 bis 1971 war Weidlinger [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg]]. Dann bat ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]], die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]] zu übernehmen. Damals wurden auch die vier [[Dekanat Salzburg Zentralraum|Stadtdekanat]]e gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten [[Dechant]] des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.
 
Von 1967 bis 1971 war Weidlinger [[Pfarrer von Oberndorf bei Salzburg]]. Dann bat ihn [[Erzbischof]] [[Eduard Macheiner]], die [[Stadtpfarre Salzburg-St. Andrä]] zu übernehmen. Damals wurden auch die vier [[Dekanat Salzburg Zentralraum|Stadtdekanat]]e gegründet, und Weidlinger wurde zum ersten [[Dechant]] des Dekanats Salzburg-Ost gewählt.
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Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte [[Erzbischof]] [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]]s übernahm er aber noch die [[Pfarre St. Jakob am Thurn]]. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbrachte er in Oberndorf, wo er am 19. Juni 2017 im 87. Lebensjahr verstarb.
 
Im Alter von 70 Jahren suchte Weidlinger um seine Pensionierung an; auf Bitte [[Erzbischof]] [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]]s übernahm er aber noch die [[Pfarre St. Jakob am Thurn]]. Mit 75 Jahren trat er endlich in den Ruhestand. Diesen verbrachte er in Oberndorf, wo er am 19. Juni 2017 im 87. Lebensjahr verstarb.
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"''Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt.''– So blickte Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.
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"''Im Gesamten gesehen kann ich dem Herrgott nur dankbar sein, abseits aller Schwierigkeiten oder gelegentlicher Kritik, wie sie auch vorkommen kann. Ich habe ein erfülltes Leben gehabt.''" – So blickte Prälat Weidlinger auf sein Leben zurück.
    
== Quellen ==
 
== Quellen ==
* [[Rupertusblatt]] <!--http://bildung.kirchen.net/portal/section.asp?sec=17&menuopt=archiv&apid=8466--> 2006_40_06: "50 schöne Jahre“
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* [[Rupertusblatt]] <!--http://bildung.kirchen.net/portal/section.asp?sec=17&menuopt=archiv&apid=8466--> 2006_40_06: "50 schöne Jahre"
 
* Pfarrbrief der Stadtpfarre St. Nikolaus Oberndorf, [https://www.pfarreoberndorf.at/uploads/tx_bcpageflip/PFB_Ostern_2011_fuer_Web.pdf Ostern 2011,] S. 4
 
* Pfarrbrief der Stadtpfarre St. Nikolaus Oberndorf, [https://www.pfarreoberndorf.at/uploads/tx_bcpageflip/PFB_Ostern_2011_fuer_Web.pdf Ostern 2011,] S. 4
 
* [[SN]], Menschen, 30. März 2011
 
* [[SN]], Menschen, 30. März 2011

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