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Adi Jüstel wurde als eines von sieben Kindern der Gastwirte Konrad und Theresia Jüstel geboren. Im von [[USFA|US-Soldaten]] besetzten Elternhaus hörte er mit sechs Jahren erstmals die Musik, die ihn seither stets begleitet: Jazz.
 
Adi Jüstel wurde als eines von sieben Kindern der Gastwirte Konrad und Theresia Jüstel geboren. Im von [[USFA|US-Soldaten]] besetzten Elternhaus hörte er mit sechs Jahren erstmals die Musik, die ihn seither stets begleitet: Jazz.
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Zunächst begann er [[1953]] eine Tapeziererlehre in einem Geschäft an der [[Judengasse]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Bereits [[1954]] wechselte er den Beruf und begann eine Kellner-Lehrstelle im Salzburger [[Restaurant des Salzburger Hauptbahnhofs]], später im [[Hotel Österreichischer Hof]], dem heutigen Hotel Sacher - Salzburg. Den Abschluss der Lehre [[1958]] machte er im elterlichen "Gasthaus zur Post" in Wagrain. Nach Stationen als Kellner im [[Restaurant Eulenspiegel|Restaurant "Eulenspiegel“]] und im [[Gasthof Mödlhammer]] in Salzburg und einer Saison in München im Luxusrestaurant "Ewige Lampe“ führte er von [[1962]] bis [[1964]] das Einrichtungsgeschäft und die Tapeziererwerkstätte in Wagrain.  
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Zunächst begann er [[1953]] eine Tapeziererlehre in einem Geschäft an der [[Judengasse]] in der [[Altstadt]] der [[Stadt Salzburg]]. Bereits [[1954]] wechselte er den Beruf und begann eine Kellner-Lehrstelle im Salzburger [[Restaurant des Salzburger Hauptbahnhofs]], später im [[Hotel Österreichischer Hof]], dem heutigen Hotel Sacher - Salzburg. Den Abschluss der Lehre [[1958]] machte er im elterlichen "Gasthaus zur Post" in Wagrain. Nach Stationen als Kellner im [[Restaurant Eulenspiegel|Restaurant "Eulenspiegel"]] und im [[Gasthof Mödlhammer]] in Salzburg und einer Saison in München im Luxusrestaurant "Ewige Lampe" führte er von [[1962]] bis [[1964]] das Einrichtungsgeschäft und die Tapeziererwerkstätte in Wagrain.  
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[[1963]] heiratete er Margot, geborene Stöckl. Gemeinsam haben sie zwei Töchter. 1964 wurde das elterliche Geschäft in Wagrain verkauft und die Familie übersiedelte in ide Stadt Salzburg, wo Adi Jüstel eine Stelle als Ober im Restaurant "Mödlhammer“ bekam. Da das Restaurant nur sommers offen war, musste Jüstel winters als Vertreter für Staubsauger und Elektrogeräte in Salzburg arbeiten.
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[[1963]] heiratete er Margot, geborene Stöckl. Gemeinsam haben sie zwei Töchter. 1964 wurde das elterliche Geschäft in Wagrain verkauft und die Familie übersiedelte in ide Stadt Salzburg, wo Adi Jüstel eine Stelle als Ober im Restaurant "Mödlhammer" bekam. Da das Restaurant nur sommers offen war, musste Jüstel winters als Vertreter für Staubsauger und Elektrogeräte in Salzburg arbeiten.
 
   
 
   
Doch schon ein Jahr später, [[1965]], übersiedelte die Familie nach [[Zell am See]], wo er zunächst Vertragsmusiker, später Geschäftsführer der "Pinzgauer Diele“ mit über 300 Sitzplätzen, Bar, Bühne und Tanzfläche wurde. Dort begann seine Frau Margot an der Bar auszuhelfen, ''ihm zuliebe'', wie Jüstel auf seiner Homepage schreibt.   
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Doch schon ein Jahr später, [[1965]], übersiedelte die Familie nach [[Zell am See]], wo er zunächst Vertragsmusiker, später Geschäftsführer der "Pinzgauer Diele" mit über 300 Sitzplätzen, Bar, Bühne und Tanzfläche wurde. Dort begann seine Frau Margot an der Bar auszuhelfen, ''ihm zuliebe'', wie Jüstel auf seiner Homepage schreibt.   
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[[1967]] übernahmen sie die Kellerbar des [[Hotel Glemmtalerhof|Glemmtalerhofes]] in [[Saalbach-Hinterglemm]]. Seine Frau war für die Bar und die Getränke an den Tischen zuständig, Adi Jüstel kochte in einer kleinen improvisierten Küche Fleischspieße, Bratwürstel und Steaks. Margot kreiert einen einen Cocktail mit Namen "Dr. Schiwago“ und nach der Winter- und Sommersaison 1967–[[1968]] entschlossen sich die beiden, selbstständig tätig zu werden und den Pinzgau wieder zu verlassen.
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[[1967]] übernahmen sie die Kellerbar des [[Hotel Glemmtalerhof|Glemmtalerhofes]] in [[Saalbach-Hinterglemm]]. Seine Frau war für die Bar und die Getränke an den Tischen zuständig, Adi Jüstel kochte in einer kleinen improvisierten Küche Fleischspieße, Bratwürstel und Steaks. Margot kreiert einen einen Cocktail mit Namen "Dr. Schiwago" und nach der Winter- und Sommersaison 1967–[[1968]] entschlossen sich die beiden, selbstständig tätig zu werden und den Pinzgau wieder zu verlassen.
    
Das später legendär gewordene 30-Liter-Portweinfass wurde dann 1968 in den "Mexico Grill" in [[Golling]] geliefert - das war der Jüsterls erster eigener Betrieb. geliefert. Die beiden unternehmen eine Mexiko-Studienreise, um die dortige Küche noch besser kennenzulernen. Mit Erfolg, denn ihr Lokal in Golling wird immer bekannter.
 
Das später legendär gewordene 30-Liter-Portweinfass wurde dann 1968 in den "Mexico Grill" in [[Golling]] geliefert - das war der Jüsterls erster eigener Betrieb. geliefert. Die beiden unternehmen eine Mexiko-Studienreise, um die dortige Küche noch besser kennenzulernen. Mit Erfolg, denn ihr Lokal in Golling wird immer bekannter.
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Nach fünf Jahren brachte [[1972]] die Eröffnung der [[Tauernautobahn]] das Geschäft fast zum Erliegen und Jüstels trugen sich wieder mit Plänen der Übersiedelung - in die Stadt Salzburg.  [[1973]] wurde ihnen ein passendes Objekt an der [[Bayernstraße]] angeboten. Während die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Lokal an der Bayernstraße bereits voll im Gang waren, wurde ihnen auch das [[Hotel Blaue Gans|Hotel "Blaue Gans“]] angeboten. Die Jüstels eröffneten in Anwesenheit des mexikanischen Botschafters das "Club Mexicano“ an der Bayernstraße, ein Restaurant im gehobenen Stil mit mexikanischem Flair und ''Live''-Musik. Und sie übernahmen die "Blaue Gans" mit [[1. März]] 1973.
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Nach fünf Jahren brachte [[1972]] die Eröffnung der [[Tauernautobahn]] das Geschäft fast zum Erliegen und Jüstels trugen sich wieder mit Plänen der Übersiedelung - in die Stadt Salzburg.  [[1973]] wurde ihnen ein passendes Objekt an der [[Bayernstraße]] angeboten. Während die Umbau- und Renovierungsarbeiten im Lokal an der Bayernstraße bereits voll im Gang waren, wurde ihnen auch das [[Hotel Blaue Gans|Hotel "Blaue Gans"]] angeboten. Die Jüstels eröffneten in Anwesenheit des mexikanischen Botschafters das "Club Mexicano" an der Bayernstraße, ein Restaurant im gehobenen Stil mit mexikanischem Flair und ''Live''-Musik. Und sie übernahmen die "Blaue Gans" mit [[1. März]] 1973.
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Eigentlich wollten sie nur den Keller, aber es gab das Objekt nur als Einheit. Neuerlich zog die Familie um, diese Mal aber nur von der Bayernstraße in die [[Getreidegasse]]. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden unverzüglich begonnen und so konnte bereits am [[31. März]] Restaurantbetrieb "Blaue Gans“ eröffnet werden. Und nach aufwändigem Umbau des ganzen Hauses eröffneten Margot und Adi Jüstel zu [[Silvester]] 1973 im Kellergewölbe der Blauen Gans den "[[Mexicano Keller]]" als Barbetrieb.
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Eigentlich wollten sie nur den Keller, aber es gab das Objekt nur als Einheit. Neuerlich zog die Familie um, diese Mal aber nur von der Bayernstraße in die [[Getreidegasse]]. Die Umbau- und Renovierungsarbeiten wurden unverzüglich begonnen und so konnte bereits am [[31. März]] Restaurantbetrieb "Blaue Gans" eröffnet werden. Und nach aufwändigem Umbau des ganzen Hauses eröffneten Margot und Adi Jüstel zu [[Silvester]] 1973 im Kellergewölbe der Blauen Gans den "[[Mexicano Keller]]" als Barbetrieb.
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Am [[30. September]] [[1997]] endete nach fast 25 Jahren  der Pachtvertrag für die "Blaue Gans“ und damit auch den "Mexicano Keller“.  In dieser Zeit sorgte Jüstel im "Mexicano Keller" als Gastronom und Musiker für das Gedeihen einer Salzburger Jazzszene. Danach wurde der [[Salzburger Altstadtkeller]] unter Jüstels Leitung zu einem Treffpunkt für Swing- und Volksmusiker. Am [[15. Mai]] [[2005]] schloss auch dieses Lokal.
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Am [[30. September]] [[1997]] endete nach fast 25 Jahren  der Pachtvertrag für die "Blaue Gans" und damit auch den "Mexicano Keller".  In dieser Zeit sorgte Jüstel im "Mexicano Keller" als Gastronom und Musiker für das Gedeihen einer Salzburger Jazzszene. Danach wurde der [[Salzburger Altstadtkeller]] unter Jüstels Leitung zu einem Treffpunkt für Swing- und Volksmusiker. Am [[15. Mai]] [[2005]] schloss auch dieses Lokal.
 
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In das große Album mit dem braunen Ledereinband hat sich die halbe Musikwelt eingeschrieben: Die große Jazzdame Ella Fitzgerald ist mit einem Autogramm verewigt, Pianist [[Friedrich Gulda]] ebenso. Ob Popstar José Feliciano oder Gitarrist Barney Kessel: "Alle, die bei mir im Mexicano Keller zu Gast waren, haben sich hier eingetragen", erzählt Adi Jüstel.
 
In das große Album mit dem braunen Ledereinband hat sich die halbe Musikwelt eingeschrieben: Die große Jazzdame Ella Fitzgerald ist mit einem Autogramm verewigt, Pianist [[Friedrich Gulda]] ebenso. Ob Popstar José Feliciano oder Gitarrist Barney Kessel: "Alle, die bei mir im Mexicano Keller zu Gast waren, haben sich hier eingetragen", erzählt Adi Jüstel.

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