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=== Skipionier aus Rauris ===
 
=== Skipionier aus Rauris ===
Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit „Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.
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Um den Ertrag im Goldbergbau zu steigern suchte Rojacher immer wieder nach neuen Verfahren. Aus diesem Grunde fuhr er im Winter 1885/86 nach Falun in Schweden, um die dortigen Methoden bei der Eisenverarbeitung kennenzulernen. Dabei wurde er von Wilhelm Ritter von Arlt begleitet. In Schweden sahen sie Menschen mit "Holzbrettern“ herumlaufen. Besonders Arlt interessierte sich für diese neue Fortbewegungsart und nahm sich ein Paar der Holzbretter nach Rauris mit – der Beginn des Skilaufs im Jahr 1886 in Rauris war gegeben.
    
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3 106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser durchstieg als [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|Erstbegeher]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.
 
Im selben Jahr wurde auf dem Sonnblick, auf 3 106 [[m ü. A.|Meter Höhe]], die noch heute bestehende [[Observatorium Sonnblick|Wetterwarte]] erbaut. Der Bau konnte nur durch die Tatkraft Rojachers und seiner Bergarbeiter vollzogen werden. Rojacher konnte auch hier mit der Hilfe seines Freundes Wilhelm Ritter von Arlt rechnen. Dieser durchstieg als [[Erstbesteigungen von Bergen im Land Salzburg#Erstbegehungen|Erstbegeher]] im Sommer [[1887]] die Sonnblick-Nordwand, um eine Trasse für eine Telefonleitung zum Sonnblick zu finden. Diese Erstbesteigung beschreibt Arlt im Sonnblick-Jahresbericht 1926.
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Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das [[Knappenross]]“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren.  
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Arlt hatte also 1886 die Skier in Schweden kennengelernt, er versuchte danach autodidaktisch, sich die Beherrschung dieser Geräte auf den Hängen des Sonnblicks beizubringen. Zu dieser Zeit war das "[[Knappenross]]“ das beliebteste Wintersportgerät im Rauriser Tal. Dieses ähnelte in seiner Gestalt ein wenig dem heutigen Snowboard, aber man saß darauf. Mündlich überliefert ist die Geschichte von einer Wettfahrt zwischen Rojacher auf dem Knappenross und Arlt mit Skiern. Der geübte Knappenrossfahrer konnte den noch relativ unerfahrenen Skifahrer schlagen. Arlt freundete sich mit den Skiern aber immer mehr an und am [[5. Februar]] [[1894]] gelang es ihm, damit vom Sonnblick nach Kolm-Saigurn in 32 Minuten abzufahren.  
    
Das [[Salzburger Volksblatt]] schreibt ein seiner Ausgabe vom [[4. Jänner]] [[1930]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300104&query=%22Knappenross%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 4. Jänner 1930, Seite 5</ref><blockquote>''Arlt setzte seinen ganzen Ehrgeiz ein, um Sieger zu werden, an steileren Stellen schlüpfte er sogar aus der Bindung und fuhr auf den Skiern sitzend drauf los, doch vergebens, das flinke Knappenroß gewann das Rennen. Arlt ließ sich jedoch durch diesen Fehlschlag nicht entmutigen und übte unentwegt weiter. Bald gelang es ihm nun, auch steilere Hänge stehend zu bezwingen. Am [[17. April]] [[1895]] durchfuhr er bereits die Strecke Sonnblickgipfel—Kolm-Saigurn in der staunenswert kurzen Zeit von 32 Minuten.''
 
Das [[Salzburger Volksblatt]] schreibt ein seiner Ausgabe vom [[4. Jänner]] [[1930]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19300104&query=%22Knappenross%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 4. Jänner 1930, Seite 5</ref><blockquote>''Arlt setzte seinen ganzen Ehrgeiz ein, um Sieger zu werden, an steileren Stellen schlüpfte er sogar aus der Bindung und fuhr auf den Skiern sitzend drauf los, doch vergebens, das flinke Knappenroß gewann das Rennen. Arlt ließ sich jedoch durch diesen Fehlschlag nicht entmutigen und übte unentwegt weiter. Bald gelang es ihm nun, auch steilere Hänge stehend zu bezwingen. Am [[17. April]] [[1895]] durchfuhr er bereits die Strecke Sonnblickgipfel—Kolm-Saigurn in der staunenswert kurzen Zeit von 32 Minuten.''
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== 1935, ''ein Ehrengruß für W. v. Arlt'' ==
 
== 1935, ''ein Ehrengruß für W. v. Arlt'' ==
Das [[Salzburger Volksblatt]] schreibt in seiner Ausgabe vom [[13. März]] [[1935]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350313&seite=5&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 13. März 1935, Seite 5</ref> einen Auszug der Münchner Schriftstellerin E. F. Hofmann<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350503&query=%22Wilhelm+Ritter+von+Arlt%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 3. Mai 1935, Seite 9</ref><blockquote>''Der Wohltäter des Rauriser Tales. Ein „Ehrengruß“ für W. von Arlt. Das Märzheft der Mitteilungen des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|D. u. Ö. Alpenvereins]] bringt einen Ehrengruß an Wilhelm von Arlt, dem sich auch die Salzburger Presse gern anschließen wird. Olga Stüdl, die Tochter des Altmeister^ Stüdl, dem alle Alpinisten ein treues Gedenken bewahren, nennt Arlt den Wohltäter und Beschützer der [[Sonnblickgruppe]].
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Das [[Salzburger Volksblatt]] schreibt in seiner Ausgabe vom [[13. März]] [[1935]]<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350313&seite=5&zoom=33 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 13. März 1935, Seite 5</ref> einen Auszug der Münchner Schriftstellerin E. F. Hofmann<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350503&query=%22Wilhelm+Ritter+von+Arlt%22&ref=anno-search&seite=9 ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 3. Mai 1935, Seite 9</ref><blockquote>''Der Wohltäter des Rauriser Tales. Ein "Ehrengruß“ für W. von Arlt. Das Märzheft der Mitteilungen des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|D. u. Ö. Alpenvereins]] bringt einen Ehrengruß an Wilhelm von Arlt, dem sich auch die Salzburger Presse gern anschließen wird. Olga Stüdl, die Tochter des Altmeister^ Stüdl, dem alle Alpinisten ein treues Gedenken bewahren, nennt Arlt den Wohltäter und Beschützer der [[Sonnblickgruppe]].
    
''Am 16. November 1853 in Prag geboren, — sein Vater war der berühmte Professor der Augenheilkunde Hofrat Doktor W. v. Artt, — studierte Arlt Landwirtschaft, Chemie und Bergmannsfächer. Schon als Student zog er in die Berge. 1876 machte er seine erste Glocknertour und lernte dabei die Rauris kennen. Immer wieder zog es ihn in das herrliche Tal. Als er im Jahre 1878 den Meierhof Libesnitz bei Prag pachtete, — dort gründete er eine Familie, — führte er, um den Raurisern Absatz in Böhmen zu sichern, ihr Zuchtvieh dort ein. Jeden Sommer ging er in die Rauriser Berge und nahm besonderen Anteil am Kolmer Betrieb. Rojacher, der das Goldbergwerk gepachtet und für 1876/77 trotz beschränkter Mittel, mangelhafter Bildung — er war armer Leute Kind, gelernter Zimmermann und bergmännisch reiner Autodidakt, — und Krankheit 15&nbsp;378 kg Gold und 38&nbsp;175 kg Silber aus den Pochgängen gewonnen hatte, ging es schlecht. Da half ihm, selbst immer still im Verborgenen bleibend, Arlt. Mit seiner Hilfe kaufte Rojacher im Jahre 1880 das Werk mit allen seinen Sachwerten und besonders dem berühmten, 1834 erbauten Erzschleppaufzug Neubau-Kolm, und dem nun beginnenden [[Fremdenverkehr]] diente die mit Arlts Hilfe vollzogene Umwandlung des Kolmer Werkhauses in Rojachers Berggasthof, den Anfangsstützpunkt der Sonnblicktouristik.
 
''Am 16. November 1853 in Prag geboren, — sein Vater war der berühmte Professor der Augenheilkunde Hofrat Doktor W. v. Artt, — studierte Arlt Landwirtschaft, Chemie und Bergmannsfächer. Schon als Student zog er in die Berge. 1876 machte er seine erste Glocknertour und lernte dabei die Rauris kennen. Immer wieder zog es ihn in das herrliche Tal. Als er im Jahre 1878 den Meierhof Libesnitz bei Prag pachtete, — dort gründete er eine Familie, — führte er, um den Raurisern Absatz in Böhmen zu sichern, ihr Zuchtvieh dort ein. Jeden Sommer ging er in die Rauriser Berge und nahm besonderen Anteil am Kolmer Betrieb. Rojacher, der das Goldbergwerk gepachtet und für 1876/77 trotz beschränkter Mittel, mangelhafter Bildung — er war armer Leute Kind, gelernter Zimmermann und bergmännisch reiner Autodidakt, — und Krankheit 15&nbsp;378 kg Gold und 38&nbsp;175 kg Silber aus den Pochgängen gewonnen hatte, ging es schlecht. Da half ihm, selbst immer still im Verborgenen bleibend, Arlt. Mit seiner Hilfe kaufte Rojacher im Jahre 1880 das Werk mit allen seinen Sachwerten und besonders dem berühmten, 1834 erbauten Erzschleppaufzug Neubau-Kolm, und dem nun beginnenden [[Fremdenverkehr]] diente die mit Arlts Hilfe vollzogene Umwandlung des Kolmer Werkhauses in Rojachers Berggasthof, den Anfangsstützpunkt der Sonnblicktouristik.
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''Im Jahre [[1890]] erneuerte v. Arlt den Pachtverttag von Libesnitz nicht; er wollte ganz in die Rauris ziehen und kaufte den die Gemeinde Bucheben beherrschenden [[Grieswies-Schwarzkogel|Grieswiesschwarzkogel]] mit allen, bisher unter fünf Bauern verteilten Almen; den mächtigen Besitz faßte er in eine wirtschaftliche Einheit zusammen. In Kolm, seinem Lieblingsgebiet, baute sich Arlt ein kleines Häuschen. — Im Jahre 1891 starb Rojacher und nun übernahm v. Arlt allein die Sorge um das liebe Rauriser Tal. Mit Schmerz beobachtete er das sinnlose Vorgehen einer belgischen Gesellschaft, der Nachfolgerin Rotermunds, die, darangehend, die Goldminen auszubeuten, die Förderanlagen zerstörte und so den Bergsegen endgültig verschüttete. Um den durch dieses unverständliche Vorgehen brotlos gewordenen [[Bergknappen]] zu helfen, <span style="background:yellow">gründete er eine Art Bergführerschule</span> und tat alles, um den Fremdenverkehr zu fördern. Auch den Skilauf führte er im Rauriser Tale ein; er hielt selbst Skikurse ab und wirbt auch heute noch für die Tauernhäuser, um sie als Skihütten in den Winterverkehr einzugliedern. Hier ist einzufügen, daß Arlt in seinem reichen Bergsteigerleben viele große Touren unternahm. Noch als Achtziger besuchte er im Anschluß an eine Tageswanderung Rauris—[[Heiligenblut]] und zurück bei 30 Zentimeter Neuschnee den Sonnblick.
 
''Im Jahre [[1890]] erneuerte v. Arlt den Pachtverttag von Libesnitz nicht; er wollte ganz in die Rauris ziehen und kaufte den die Gemeinde Bucheben beherrschenden [[Grieswies-Schwarzkogel|Grieswiesschwarzkogel]] mit allen, bisher unter fünf Bauern verteilten Almen; den mächtigen Besitz faßte er in eine wirtschaftliche Einheit zusammen. In Kolm, seinem Lieblingsgebiet, baute sich Arlt ein kleines Häuschen. — Im Jahre 1891 starb Rojacher und nun übernahm v. Arlt allein die Sorge um das liebe Rauriser Tal. Mit Schmerz beobachtete er das sinnlose Vorgehen einer belgischen Gesellschaft, der Nachfolgerin Rotermunds, die, darangehend, die Goldminen auszubeuten, die Förderanlagen zerstörte und so den Bergsegen endgültig verschüttete. Um den durch dieses unverständliche Vorgehen brotlos gewordenen [[Bergknappen]] zu helfen, <span style="background:yellow">gründete er eine Art Bergführerschule</span> und tat alles, um den Fremdenverkehr zu fördern. Auch den Skilauf führte er im Rauriser Tale ein; er hielt selbst Skikurse ab und wirbt auch heute noch für die Tauernhäuser, um sie als Skihütten in den Winterverkehr einzugliedern. Hier ist einzufügen, daß Arlt in seinem reichen Bergsteigerleben viele große Touren unternahm. Noch als Achtziger besuchte er im Anschluß an eine Tageswanderung Rauris—[[Heiligenblut]] und zurück bei 30 Zentimeter Neuschnee den Sonnblick.
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''Um 1900 waren Kolm und der [[Hüttwinkltal|Hüttenwinkel]] in kräftigem Aufstrieb. v. Arlt übersiedelte nach Rauris und richtete im „Schernthaner" ein neuzeitliches Mustergut ein. Er hob Fisch- und Geflügelzucht, Obst- und Kartoffelbau, dem Tal zum Nutzen. Arlts Namen begegnet man im Raurisertale überall. Das prächtige Wasser,  das er beim [[Alpengasthof Bodenhaus|Bodenhaus]]e fassen ließ, heißt vielfach schon Arltguelle, einer der schönsten Aussichtspunkte bei Kolm wird der Arltblick genannt, und bald mag wohl der Ausdruck Artlgrat (Artlweg, Arltanstieg) in Literatur und Karten eingereiht werden. An Ehren hat es ihm, der der Sektion Salzburg des D. u. ü. Alpenvereins sein Häuschen im Hüttenwinkel übergab, nicht gefehlt. Ihren Höhepunkt werden sie erreichen, wenn im kommenden Jahre das Zittelhaus sein 50-jähriges Jubiläum feiert.''</blockquote>
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''Um 1900 waren Kolm und der [[Hüttwinkltal|Hüttenwinkel]] in kräftigem Aufstrieb. v. Arlt übersiedelte nach Rauris und richtete im "Schernthaner" ein neuzeitliches Mustergut ein. Er hob Fisch- und Geflügelzucht, Obst- und Kartoffelbau, dem Tal zum Nutzen. Arlts Namen begegnet man im Raurisertale überall. Das prächtige Wasser,  das er beim [[Alpengasthof Bodenhaus|Bodenhaus]]e fassen ließ, heißt vielfach schon Arltguelle, einer der schönsten Aussichtspunkte bei Kolm wird der Arltblick genannt, und bald mag wohl der Ausdruck Artlgrat (Artlweg, Arltanstieg) in Literatur und Karten eingereiht werden. An Ehren hat es ihm, der der Sektion Salzburg des D. u. ü. Alpenvereins sein Häuschen im Hüttenwinkel übergab, nicht gefehlt. Ihren Höhepunkt werden sie erreichen, wenn im kommenden Jahre das Zittelhaus sein 50-jähriges Jubiläum feiert.''</blockquote>
 
== 1936, ein Rückblick auf Arlt ==
 
== 1936, ein Rückblick auf Arlt ==
Das ''Salzburger Volksblatt'' schreibt in seiner Ausgabe vom [[10. September]] [[1936]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360910&query=%22Wilhelm+Ritter+von+Arlt%22&ref=anno-search&seite=8  ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 10. September 1936, Seite 8</ref><blockquote>''Aus Anlaß des Sonnblick-Jubiläums ist eine Erinnerung an Wilhelm v. Arlt zeitgemäß, der bei dieser Gelegenheit mit 83 Jahren in voller Rüstigkeit am [[30. August]] den Sonnblick bestiegen hat. v. Arlt ist im Jahre 1853 als Sohn des Augenarztes und Professors an der Wiener Universität, Dr. Ferdinand Ritter von Arlt geboren. Seine Jugend verlebte er in Wien, zu einer Zeit, wo das Glacis eingeebnet wurde und die ganzen Bauten der Ringstraße erst teils entworfen, teils begonnen wurden. Nach Gastein und Rauris kam er zum ersten Male als die [[Salzburg-Tiroler-Bahn|Bahn]] noch nicht bestand (vor 1876) und von [[Lend]] nach [[Badgastein]] noch die Postkutsche verkehrte. In diese Jahre fallen auch seine ersten Touren auf den Sonnblick und [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] sowie seine Bekanntschaft mit Ignaz Rojacher, der sich vom Hüterbuben zum Pächter des ärarischen Goldbergwerkes in Kolm-Saigurn aufgeschwungen hatte und dann der Käufer dieses Bergwerkes wurde. Auch später blieb Arlt mit Rauris in Verbindung. Im Jahre [[1893]] übersiedelte er mit seiner Familie in die [[Stadt Salzburg]]. Schon [[1889]] hatte er in der Umgebung von Salzburg gemeinsam mit Brandauer, Graf Lamberg, Kirchmayr, Schweitzer, Zwick und anderen die ersten Skilaufversuche unternommen. 1894, im Februar, erfolgte seine erste Skitour auf den Sonnblick. Rojacher war damals bereits gestorben (1891), die meteorologische Beobachtungsstation am Sonnblick (1886) schon erbaut; vor der Erbauung hatte Arlt als Erster und als Alleingänger zum ersten Male die Sonnblick-Nordwand erstiegen, um auch von dieser Seite des Berges her die Möglichkeiten der Telephonleitung zu erkunden. 1899 erbaute er die Rojacherhütte, zirka dreihundert Meter unter dem Gipfel des Sonnblicks, als Zwischenstation für Bergsteiger; in diese Jahre fällt auch die Erwerbung des aus dem [[16. Jahrhundert]] stammenden Landrichterhauses in Rauris durch ihn. Bald danach hielt er einen der ersten Skikurse für Bergführer im Sonnblickgebiete ab (Einstocktechnik, Norwegerbindung). Er war und ist heute noch Radfahrer; auch bis nach [[Zell am See]] führen ihn seine Touren. In das Jahr [[1917]] fällt die Erwerbung des Gasthofes „Zur Post" durch Arlt; es ist dies das Besitztum und Sterbehaus von Ignaz Rojacher, an dem nunmehr am [[29. August]] eine Gedenktafel enthüllt wurde. Im Jahre 1935 wurde Arlt Ehrenbürger von Rauris und Bucheben und er ­hielt vom Alpenverein das Goldene Edelweiß für 50-jährige Zugehörigkeit.''</blockquote>
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Das ''Salzburger Volksblatt'' schreibt in seiner Ausgabe vom [[10. September]] [[1936]]:<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19360910&query=%22Wilhelm+Ritter+von+Arlt%22&ref=anno-search&seite=8  ANNO], Salzburger Volksblatt, Ausgabe vom 10. September 1936, Seite 8</ref><blockquote>''Aus Anlaß des Sonnblick-Jubiläums ist eine Erinnerung an Wilhelm v. Arlt zeitgemäß, der bei dieser Gelegenheit mit 83 Jahren in voller Rüstigkeit am [[30. August]] den Sonnblick bestiegen hat. v. Arlt ist im Jahre 1853 als Sohn des Augenarztes und Professors an der Wiener Universität, Dr. Ferdinand Ritter von Arlt geboren. Seine Jugend verlebte er in Wien, zu einer Zeit, wo das Glacis eingeebnet wurde und die ganzen Bauten der Ringstraße erst teils entworfen, teils begonnen wurden. Nach Gastein und Rauris kam er zum ersten Male als die [[Salzburg-Tiroler-Bahn|Bahn]] noch nicht bestand (vor 1876) und von [[Lend]] nach [[Badgastein]] noch die Postkutsche verkehrte. In diese Jahre fallen auch seine ersten Touren auf den Sonnblick und [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] sowie seine Bekanntschaft mit Ignaz Rojacher, der sich vom Hüterbuben zum Pächter des ärarischen Goldbergwerkes in Kolm-Saigurn aufgeschwungen hatte und dann der Käufer dieses Bergwerkes wurde. Auch später blieb Arlt mit Rauris in Verbindung. Im Jahre [[1893]] übersiedelte er mit seiner Familie in die [[Stadt Salzburg]]. Schon [[1889]] hatte er in der Umgebung von Salzburg gemeinsam mit Brandauer, Graf Lamberg, Kirchmayr, Schweitzer, Zwick und anderen die ersten Skilaufversuche unternommen. 1894, im Februar, erfolgte seine erste Skitour auf den Sonnblick. Rojacher war damals bereits gestorben (1891), die meteorologische Beobachtungsstation am Sonnblick (1886) schon erbaut; vor der Erbauung hatte Arlt als Erster und als Alleingänger zum ersten Male die Sonnblick-Nordwand erstiegen, um auch von dieser Seite des Berges her die Möglichkeiten der Telephonleitung zu erkunden. 1899 erbaute er die Rojacherhütte, zirka dreihundert Meter unter dem Gipfel des Sonnblicks, als Zwischenstation für Bergsteiger; in diese Jahre fällt auch die Erwerbung des aus dem [[16. Jahrhundert]] stammenden Landrichterhauses in Rauris durch ihn. Bald danach hielt er einen der ersten Skikurse für Bergführer im Sonnblickgebiete ab (Einstocktechnik, Norwegerbindung). Er war und ist heute noch Radfahrer; auch bis nach [[Zell am See]] führen ihn seine Touren. In das Jahr [[1917]] fällt die Erwerbung des Gasthofes "Zur Post" durch Arlt; es ist dies das Besitztum und Sterbehaus von Ignaz Rojacher, an dem nunmehr am [[29. August]] eine Gedenktafel enthüllt wurde. Im Jahre 1935 wurde Arlt Ehrenbürger von Rauris und Bucheben und er ­hielt vom Alpenverein das Goldene Edelweiß für 50-jährige Zugehörigkeit.''</blockquote>
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
 
* [[Ignaz Rojacher (Biografie)]], als freies download-pdf [https://www.sn.at/wiki/images/pdf/Biografie_des_Ignaz_Rojacher_von_Ururenkelin_Margot_Daum.pdf unter diesem Link]
 
* [[Ignaz Rojacher (Biografie)]], als freies download-pdf [https://www.sn.at/wiki/images/pdf/Biografie_des_Ignaz_Rojacher_von_Ururenkelin_Margot_Daum.pdf unter diesem Link]