Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
4 Bytes entfernt ,  10:06, 25. Feb. 2023
K
Textersetzung - „„“ durch „"“
Zeile 40: Zeile 40:     
==Brandkatastrophe==
 
==Brandkatastrophe==
Im ersten Stock pflegten in den beiden Fürstenzimmern die [[Bischöfe von Chiemsee]] zu übernachten, wenn sie zur Jagd den [[Oberpinzgau]] aufsuchten. Eines der beiden Zimmer war zur Gänze mit Holz getäfelt. Im geschwungenen Giebel mit den Wappen von „Severin Senninger Gastgeb“ und Anna Maria Rottmayrin stand die Jahreszahl [[1669]]. Leider wurden die Fürstenzimmer im Jahr 1940 zusammen mit vielen anderen Kostbarkeiten durch einen Brand vernichtet. Die Brandursache war ein Glimmbrand, der durch einen Baukonstruktionsfehler im Bereich des Kamins entstanden ist und zu spät wahrgenommen wurde. Durch eine Kette unglücklicher Umstände bei der Brandbekämpfung verwandelte sich der gesamte Bauernhof in eine Brandruine. Lediglich das Portraitbild von Anna Maria Rottmayrin, eine schöne alte Truhe und der Kachelofen in der Gaststube konnten gerettet werden. Das Gut wurde in der alten Form wieder aufgebaut. Auf der Südfront schuf der Salzburger Maler Prof. [[Wilhelm Kaufmann]] in Freskomalerei eine [[Sonnenuhr]].
+
Im ersten Stock pflegten in den beiden Fürstenzimmern die [[Bischöfe von Chiemsee]] zu übernachten, wenn sie zur Jagd den [[Oberpinzgau]] aufsuchten. Eines der beiden Zimmer war zur Gänze mit Holz getäfelt. Im geschwungenen Giebel mit den Wappen von "Severin Senninger Gastgeb“ und Anna Maria Rottmayrin stand die Jahreszahl [[1669]]. Leider wurden die Fürstenzimmer im Jahr 1940 zusammen mit vielen anderen Kostbarkeiten durch einen Brand vernichtet. Die Brandursache war ein Glimmbrand, der durch einen Baukonstruktionsfehler im Bereich des Kamins entstanden ist und zu spät wahrgenommen wurde. Durch eine Kette unglücklicher Umstände bei der Brandbekämpfung verwandelte sich der gesamte Bauernhof in eine Brandruine. Lediglich das Portraitbild von Anna Maria Rottmayrin, eine schöne alte Truhe und der Kachelofen in der Gaststube konnten gerettet werden. Das Gut wurde in der alten Form wieder aufgebaut. Auf der Südfront schuf der Salzburger Maler Prof. [[Wilhelm Kaufmann]] in Freskomalerei eine [[Sonnenuhr]].
    
==Kriegsende==
 
==Kriegsende==
 
Im Jahr [[1944]] wurde gegen den Besitzer Peter Meilinger wegen angeblicher unerlaubter Lagerhaltung beim Reichsnährstand ein Enteignungsverfahren eingeleitet, dessen Abschluss durch das Kriegsende hinfällig wurde.
 
Im Jahr [[1944]] wurde gegen den Besitzer Peter Meilinger wegen angeblicher unerlaubter Lagerhaltung beim Reichsnährstand ein Enteignungsverfahren eingeleitet, dessen Abschluss durch das Kriegsende hinfällig wurde.
 
   
 
   
Vom 4. bis zum [[7. Mai]] 1945 wurde ein Teil der wertvollsten Bestände der Wiener Kunstsammlungen im Weyerhof  deponiert. Die im Salzbergwerk [[Bad Ischl]] gelagerten Kunstschätze sollten Anfang Mai noch einmal weiter in den Westen verlagert werden. Am [[4. Mai]] fuhren mehrere Lastkraftwagen mit 184 Gemälden, 40 Säcken mit Gobelins und zwei Kisten mit Plastiken, begleitet von zwei Museumsfachleuten und bewacht von Angehörigen des SS-Kommandos „Fabian“, einem geheimen Ziel entgegen. Die Fahrtroute führte letztlich von [[Bad Ischl]]-[[Lauffen]] durch das [[Wiestal]] nach [[Hallein]], von dort weiter über [[Bischofshofen]] und [[Zell am See]] nach Bramberg. Es ist bis heute ungeklärt, warum gerade dieser Ort ausgewählt worden war. Die folgenden Ereignisse rundum das temporäre [[NS-Kunstdopot Weyerhof]] sind eine eigene Geschichte wert.  
+
Vom 4. bis zum [[7. Mai]] 1945 wurde ein Teil der wertvollsten Bestände der Wiener Kunstsammlungen im Weyerhof  deponiert. Die im Salzbergwerk [[Bad Ischl]] gelagerten Kunstschätze sollten Anfang Mai noch einmal weiter in den Westen verlagert werden. Am [[4. Mai]] fuhren mehrere Lastkraftwagen mit 184 Gemälden, 40 Säcken mit Gobelins und zwei Kisten mit Plastiken, begleitet von zwei Museumsfachleuten und bewacht von Angehörigen des SS-Kommandos "Fabian“, einem geheimen Ziel entgegen. Die Fahrtroute führte letztlich von [[Bad Ischl]]-[[Lauffen]] durch das [[Wiestal]] nach [[Hallein]], von dort weiter über [[Bischofshofen]] und [[Zell am See]] nach Bramberg. Es ist bis heute ungeklärt, warum gerade dieser Ort ausgewählt worden war. Die folgenden Ereignisse rundum das temporäre [[NS-Kunstdopot Weyerhof]] sind eine eigene Geschichte wert.  
 
   
 
   
 
Im Juni 1945 musste die Familie das Anwesen für die Amerikaner räumen. Es handelte sich um eine Gruppe amerikanischer Experten, die mehrere Wagenladungen  Geheimpapiere aus NS-Archiven übersetzten und auswerteten. Im Oktober 1945 waren diese Arbeiten abgeschlossen und die Familie Meilinger konnte wieder in den Weyerhof einziehen.
 
Im Juni 1945 musste die Familie das Anwesen für die Amerikaner räumen. Es handelte sich um eine Gruppe amerikanischer Experten, die mehrere Wagenladungen  Geheimpapiere aus NS-Archiven übersetzten und auswerteten. Im Oktober 1945 waren diese Arbeiten abgeschlossen und die Familie Meilinger konnte wieder in den Weyerhof einziehen.

Navigationsmenü