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| | == Das Werk == | | == Das Werk == |
| − | * Zur Geschichte: Werk der Firma Hörz in Ulm wohl mit Fertigstellung des neuen [[Borromäum]]s in der [[Stadt Salzburg]]-[[Parsch]] im Jahr [[1912]] angeschafft ([[6. Juli]] 1912 Ansprache Kardinal [[Erzbischof]] [[Johannes Baptist Katschthaler]]: Baukosten „rund 1,3 Millionen [[Krone]]n“, Lieferant wahrscheinlich Uhrmacher [[Thomas Fauner]], [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] (?) | + | * Zur Geschichte: Werk der Firma Hörz in Ulm wohl mit Fertigstellung des neuen [[Borromäum]]s in der [[Stadt Salzburg]]-[[Parsch]] im Jahr [[1912]] angeschafft ([[6. Juli]] 1912 Ansprache Kardinal [[Erzbischof]] [[Johannes Baptist Katschthaler]]: Baukosten "rund 1,3 Millionen [[Krone]]n“, Lieferant wahrscheinlich Uhrmacher [[Thomas Fauner]], [[Saalfelden am Steinernen Meer|Saalfelden]] (?) |
| − | * Das Uhrwerk: „Industrieuhr“ in Guss mit Stahlwellen, Gehwerk mit Graham-Hemmung und Sekundenpendel, Viertelstunden- und Stundenschlagwerk, Originalkasten mit Originalverglasung | + | * Das Uhrwerk: "Industrieuhr“ in Guss mit Stahlwellen, Gehwerk mit Graham-Hemmung und Sekundenpendel, Viertelstunden- und Stundenschlagwerk, Originalkasten mit Originalverglasung |
| − | * Besonderheiten: „konstante Kraft“ mit Separierung von Gehwerk und Zeigerwerk/Schlagwerken mit Minutenvorschub, sehr früher Elektroaufzug ab Beginn, Handaufzug und zentraler Elektroaufzug über drei Planetengetriebe (Motor ELIN Baujahr spätestens 1908), Läutwerksteuerung | + | * Besonderheiten: "konstante Kraft“ mit Separierung von Gehwerk und Zeigerwerk/Schlagwerken mit Minutenvorschub, sehr früher Elektroaufzug ab Beginn, Handaufzug und zentraler Elektroaufzug über drei Planetengetriebe (Motor ELIN Baujahr spätestens 1908), Läutwerksteuerung |
| | * Hörz-Werke (Generalimporteur Thomas Fauner) befinden sich u. a. in [[Anthering]] (1929), [[Morzg (Gemeinde)|Morzg]] (1914, ebenfalls mit dieser konstanten Kraft), [[Bucheben (Gemeinde)|Bucheben]], [[Tweng]], [[Elsbethen]] in der [[Rainerkaserne]], [[Wallfahrtskirche Maria Kirchental|Maria Kirchental]], [[Mittersill]] und [[Bischofshofen]] | | * Hörz-Werke (Generalimporteur Thomas Fauner) befinden sich u. a. in [[Anthering]] (1929), [[Morzg (Gemeinde)|Morzg]] (1914, ebenfalls mit dieser konstanten Kraft), [[Bucheben (Gemeinde)|Bucheben]], [[Tweng]], [[Elsbethen]] in der [[Rainerkaserne]], [[Wallfahrtskirche Maria Kirchental|Maria Kirchental]], [[Mittersill]] und [[Bischofshofen]] |
| | * Hörz-Werk Borromäum vermutlich schon 1957 außer Dienst gestellt? (Angebot eines neuen Läutwerks durch Fa. Sachs, Salzburg) | | * Hörz-Werk Borromäum vermutlich schon 1957 außer Dienst gestellt? (Angebot eines neuen Läutwerks durch Fa. Sachs, Salzburg) |
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| | == Das Projekt == | | == Das Projekt == |
| | * Initiative von Rektor MMag. Josef Johann Pletzer | | * Initiative von Rektor MMag. Josef Johann Pletzer |
| − | * Schülerprojekt im „Physik-Labor“ und in „Darstellender Geometrie“ unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Willau mit Dario Ackermann, Thomas Ebner, Johannes Gerstner, Sebastian Gollhofer-Berger, Benedikt Gurtner, Arian Hillebrand, Maximilian Hofer, Michael Perwein, Joseph Raderbauer, Johannes Schnitzhofer, Ferdinand Schober, Andreas Siller, Michael Sinzinger und Felix Stadlmann | + | * Schülerprojekt im "Physik-Labor“ und in "Darstellender Geometrie“ unter Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Willau mit Dario Ackermann, Thomas Ebner, Johannes Gerstner, Sebastian Gollhofer-Berger, Benedikt Gurtner, Arian Hillebrand, Maximilian Hofer, Michael Perwein, Joseph Raderbauer, Johannes Schnitzhofer, Ferdinand Schober, Andreas Siller, Michael Sinzinger und Felix Stadlmann |
| | * begleitende Dokumentation und schulinterne Kommunikation durch Direktor Mag. Winfried Penninger | | * begleitende Dokumentation und schulinterne Kommunikation durch Direktor Mag. Winfried Penninger |
| | * Abwicklung der Finanzierung durch den Verwalter des Bildungszentrums Borromäum Thomas Wasmer (Beiträge des Landes und der Stadt Salzburg, des Bundesdenkmalamts, Spendenaktion…) | | * Abwicklung der Finanzierung durch den Verwalter des Bildungszentrums Borromäum Thomas Wasmer (Beiträge des Landes und der Stadt Salzburg, des Bundesdenkmalamts, Spendenaktion…) |
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| | == Die Revitalisierung == | | == Die Revitalisierung == |
| | * Besorgung eines passenden Klangschellen-Paars aus Frankreich (Henry Roy, Horloger a Austreberthe 1862) durch Michael Neureiter (anstelle der bisher verwendeten Glocken im Türmchen) | | * Besorgung eines passenden Klangschellen-Paars aus Frankreich (Henry Roy, Horloger a Austreberthe 1862) durch Michael Neureiter (anstelle der bisher verwendeten Glocken im Türmchen) |
| − | * Herstellung eines neuen „Glockenstuhls“ und neuer Schlaghämmer durch Hans Otty, Hallein | + | * Herstellung eines neuen "Glockenstuhls“ und neuer Schlaghämmer durch Hans Otty, Hallein |
| | * Entwicklung eines neuen Elektroaufzugs (mit sechsstündigem Aufzug anstelle des bisher zwölfstündigen Aufzugs wegen des Problems der viel geringeren Fallhöhen – mit zweieinhalbfachen Gewichten) sowie Neuentwicklung einer funkuhrorientierten Pendelabstimmung (Pendelfänger) durch Klaus Meinhardt, Einbau mit Maria Meinhardt | | * Entwicklung eines neuen Elektroaufzugs (mit sechsstündigem Aufzug anstelle des bisher zwölfstündigen Aufzugs wegen des Problems der viel geringeren Fallhöhen – mit zweieinhalbfachen Gewichten) sowie Neuentwicklung einer funkuhrorientierten Pendelabstimmung (Pendelfänger) durch Klaus Meinhardt, Einbau mit Maria Meinhardt |
| | * Gestaltung eines neuen Zifferblatts für das Atrium durch Prof. Mag. Klaus Reitsamer und Schüler | | * Gestaltung eines neuen Zifferblatts für das Atrium durch Prof. Mag. Klaus Reitsamer und Schüler |
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| | * Vermessen und Fotografieren der Einzelteile parallel zur Reinigung | | * Vermessen und Fotografieren der Einzelteile parallel zur Reinigung |
| | * digitaler Aufbau des Werks mittels CAD | | * digitaler Aufbau des Werks mittels CAD |
| − | * erstmals Perspektive eines Parallellaufs eines mechanischen Werks und eines „digitalen Turmuhrwerks“ auf dem Bildschirm | + | * erstmals Perspektive eines Parallellaufs eines mechanischen Werks und eines "digitalen Turmuhrwerks“ auf dem Bildschirm |
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| | == Digitales 3D-CAD Modell der Turmuhr == | | == Digitales 3D-CAD Modell der Turmuhr == |
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| | Der Nachbau der Uhr erfolgt mit Hilfe eines professionellen CAD-3D-Programms (Micro-Station), mit dem die Schüler im Unterricht (im Wahlpflichtfach Darstellende Geo metrie) normalerweise arbeiten. | | Der Nachbau der Uhr erfolgt mit Hilfe eines professionellen CAD-3D-Programms (Micro-Station), mit dem die Schüler im Unterricht (im Wahlpflichtfach Darstellende Geo metrie) normalerweise arbeiten. |
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| − | Auf Basis der ermittelten Messwerte werden mit dem CAD-Programm dreidimensionale (1. 1-) Modelle der Bauteile der Uhr hergestellt, die dann – ähnlich wie beim realen Uhrwerk – „zusammengebaut“, d. h. konstruktiv zusammengefügt werden müssen. Beim Zusammenbau wird darauf geachtet, dass die einzelnen Elemente prinzipiell funktionstüchtig wären. Durch die Anordnung der einzelnen Bauteile der Uhr in verschiedenen Ebenen und Gruppen können auch zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder Details des Uhrwerkes isoliert (von allen Seiten) betrachtet bzw. dargestellt werden. | + | Auf Basis der ermittelten Messwerte werden mit dem CAD-Programm dreidimensionale (1. 1-) Modelle der Bauteile der Uhr hergestellt, die dann – ähnlich wie beim realen Uhrwerk – "zusammengebaut“, d. h. konstruktiv zusammengefügt werden müssen. Beim Zusammenbau wird darauf geachtet, dass die einzelnen Elemente prinzipiell funktionstüchtig wären. Durch die Anordnung der einzelnen Bauteile der Uhr in verschiedenen Ebenen und Gruppen können auch zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder Details des Uhrwerkes isoliert (von allen Seiten) betrachtet bzw. dargestellt werden. |
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| | * Photorealistische Darstellung | | * Photorealistische Darstellung |