| | Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Salzburg zahlreiche Flüchtlingslager, eines davon war das Rosittenlager in Leopoldskron. Am 10. Juni 1949 wurde dort vom "Sportausschuß des Flüchtlingslagers, im Einvernehmen mit der Landesregierung, Landstelle für Umsiedlung" ein Sportverein mit dem Namen Victoria gegründet. Erster Obmann des neuen Vereins war Karl Friesenbichler, Herkunftsgebiet der Gründer war hauptsächlich Rumänien, aber auch Serbien und Kroatien. | | Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es in Salzburg zahlreiche Flüchtlingslager, eines davon war das Rosittenlager in Leopoldskron. Am 10. Juni 1949 wurde dort vom "Sportausschuß des Flüchtlingslagers, im Einvernehmen mit der Landesregierung, Landstelle für Umsiedlung" ein Sportverein mit dem Namen Victoria gegründet. Erster Obmann des neuen Vereins war Karl Friesenbichler, Herkunftsgebiet der Gründer war hauptsächlich Rumänien, aber auch Serbien und Kroatien. |
| − | Als Schutzvereine trat man in der Saison 1949/50 außer Konkurrenz in der Meisterschaft an, erst ein Jahr später stieg die Kampfmannschaft in der [[Fußballtabellen 1950/51|Saison 1950/51]] in den Meisterschaftsbetrieb des [[Salzburger Fußball-Verband]]es ein, und agierte durchaus erfolgreich in der 2. Klasse A, der 1. Klasse A und der 1. Klasse Nord. Bei all diesen Spielklassen handelt es sich um die vierte Spielstufe, das Umgruppieren der Vereine war aber damals durch die hohe Anzahl an neu entstandenen Klubs fast jährlich notwendig. Ausgenommen der letzten Meisterschaft platzierte sich die „Viktoria“ zumeist im Mittelfeld, teilweise durchaus mit Sichtkontakt zur Spitze. Die Erfolgsbilanz zeigt sich also durchaus ausgeglichen, was sich auch im positiven Torverhältnis niederschlägt. Der Aufstieg in eine höhere Klasse gelang aber nicht, auch wenn der Verein [[Fußballtabellen 1954/55|1954/55]] die Qualifikation zur neuen drittklassigen [[Landesklasse Nord]] nur um einen Rang verpasste. | + | Als Schutzvereine trat man in der Saison 1949/50 außer Konkurrenz in der Meisterschaft an, erst ein Jahr später stieg die Kampfmannschaft in der [[Fußballtabellen 1950/51|Saison 1950/51]] in den Meisterschaftsbetrieb des [[Salzburger Fußball-Verband]]es ein, und agierte durchaus erfolgreich in der 2. Klasse A, der 1. Klasse A und der 1. Klasse Nord. Bei all diesen Spielklassen handelt es sich um die vierte Spielstufe, das Umgruppieren der Vereine war aber damals durch die hohe Anzahl an neu entstandenen Klubs fast jährlich notwendig. Ausgenommen der letzten Meisterschaft platzierte sich die "Viktoria“ zumeist im Mittelfeld, teilweise durchaus mit Sichtkontakt zur Spitze. Die Erfolgsbilanz zeigt sich also durchaus ausgeglichen, was sich auch im positiven Torverhältnis niederschlägt. Der Aufstieg in eine höhere Klasse gelang aber nicht, auch wenn der Verein [[Fußballtabellen 1954/55|1954/55]] die Qualifikation zur neuen drittklassigen [[Landesklasse Nord]] nur um einen Rang verpasste. |
| − | Im Herbst [[1955]] absolvierte die „Viktoria“ noch sechs Meisterschaftsspiele, das letzte am 23. Oktober mit einem 1:0 Auswärtssieg in Golling. In der Jahreshauptversammlung am 7. Jänner 1956 in der Kantine des Rosittenlagers wurde die Auflösung des Vereins beschlossen. Bei dieser Versammlung, zu der sich praktisch der letzte Rest an Spielern und Funktionären einfand, wurde festgestellt, dass im Laufe des Jahres 1956 nochmals ca. 70% aller noch verbliebenen Mitglieder der Victoria Auswanderungsgedanken hegen und es daher keinerlei Perspektive mehr gab. Die verbliebenen Reste schlossen sich am 13. Jänner 1956 unter Leitung von Obmann Pribil dem "verwandten, weil ebenfalls Donauschwäbischen" in [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] beheimateten [[USK Danubia Salzburg]] an. Nur ein Jahr darauf, schloss sich die Danubia, die ebenfalls kurz nach dem Krieg gegründet worden war und als Verein von in Salzburg ansässig gewordenen, aus ihrer Heimat vertriebenen Donauschwaben galt, dem damaligen ''FC Salzburg'' (= UFC Salzburg) an. Die Nonntaler treten seither als [[UFC Salzburg-Danubia]] auf, an den USC Viktoria erinnert aber nichts mehr. | + | Im Herbst [[1955]] absolvierte die "Viktoria“ noch sechs Meisterschaftsspiele, das letzte am 23. Oktober mit einem 1:0 Auswärtssieg in Golling. In der Jahreshauptversammlung am 7. Jänner 1956 in der Kantine des Rosittenlagers wurde die Auflösung des Vereins beschlossen. Bei dieser Versammlung, zu der sich praktisch der letzte Rest an Spielern und Funktionären einfand, wurde festgestellt, dass im Laufe des Jahres 1956 nochmals ca. 70% aller noch verbliebenen Mitglieder der Victoria Auswanderungsgedanken hegen und es daher keinerlei Perspektive mehr gab. Die verbliebenen Reste schlossen sich am 13. Jänner 1956 unter Leitung von Obmann Pribil dem "verwandten, weil ebenfalls Donauschwäbischen" in [[Lehen (Stadt Salzburg)|Lehen]] beheimateten [[USK Danubia Salzburg]] an. Nur ein Jahr darauf, schloss sich die Danubia, die ebenfalls kurz nach dem Krieg gegründet worden war und als Verein von in Salzburg ansässig gewordenen, aus ihrer Heimat vertriebenen Donauschwaben galt, dem damaligen ''FC Salzburg'' (= UFC Salzburg) an. Die Nonntaler treten seither als [[UFC Salzburg-Danubia]] auf, an den USC Viktoria erinnert aber nichts mehr. |