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| | Am [[3. Juli]] [[2014]] wurden in [[St. Johann im Pongau]] die ersten drei Stolpersteine in Gedenken an Nazi-Opfer verlegt. | | Am [[3. Juli]] [[2014]] wurden in [[St. Johann im Pongau]] die ersten drei Stolpersteine in Gedenken an Nazi-Opfer verlegt. |
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| − | Der Ende [[2013]] gegründete Verein „[[Verein Geschichtswerkstatt St. Johann|Geschichtswerkstatt St. Johann]]“ hatte die drei Opfer recherchiert. Es sind dies das [[Juden|jüdische]] Ehepaar [[Charlotte Schneider|Charlotte]] und [[Karl Schneider]] und [[Johann Thaler (NS-Opfer)|Hansi Thaler]], ein Bub, der an Gehirnhautentzündung erkrankt war. Er wurde im Rahmen der [[NS-Kindereuthanasie]] [[am Spiegelgrund]] in Wien ermordet. | + | Der Ende [[2013]] gegründete Verein "[[Verein Geschichtswerkstatt St. Johann|Geschichtswerkstatt St. Johann]]“ hatte die drei Opfer recherchiert. Es sind dies das [[Juden|jüdische]] Ehepaar [[Charlotte Schneider|Charlotte]] und [[Karl Schneider]] und [[Johann Thaler (NS-Opfer)|Hansi Thaler]], ein Bub, der an Gehirnhautentzündung erkrankt war. Er wurde im Rahmen der [[NS-Kindereuthanasie]] [[am Spiegelgrund]] in Wien ermordet. |
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| | Die Steine wurden von Privatpersonen gesponsert. Im Fall des ermordeten Buben war dies [[Walter Thaler]], der Bruder des Opfers. | | Die Steine wurden von Privatpersonen gesponsert. Im Fall des ermordeten Buben war dies [[Walter Thaler]], der Bruder des Opfers. |
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| | *Das Ehepaar [[Alois Buder|Alois]] und [[Theresia Buder]] lebte in unmittelbarer Nachbarschaft von Johann Trausner. Sie leisteten [[Karl Rupitsch]], herausragendes Mitglied der [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Goldegger Deserteurgruppe]], nach seiner Verhaftung Fluchthilfe. Alois Buder wurde am [[28. Oktober]] [[1944]] im [[Konzentrationslager Mauthausen|KZ Mauthausen]] hingerichtet. Im Februar [[1945]], kurz vor Kriegsende, erlag dessen Frau Theresia im [[KZ Ravensbrück]] ihren von den Nationalsozialisten verursachten Leiden. | | *Das Ehepaar [[Alois Buder|Alois]] und [[Theresia Buder]] lebte in unmittelbarer Nachbarschaft von Johann Trausner. Sie leisteten [[Karl Rupitsch]], herausragendes Mitglied der [[SS-Todesschwadron jagte Deserteure am Böndlsee|Goldegger Deserteurgruppe]], nach seiner Verhaftung Fluchthilfe. Alois Buder wurde am [[28. Oktober]] [[1944]] im [[Konzentrationslager Mauthausen|KZ Mauthausen]] hingerichtet. Im Februar [[1945]], kurz vor Kriegsende, erlag dessen Frau Theresia im [[KZ Ravensbrück]] ihren von den Nationalsozialisten verursachten Leiden. |
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| − | *[[Auguste Holzer]] lebte zuletzt im Haus [[Südtirolersiedlung (St. Johann im Pongau)|Südtirolersiedlung]] Nr. 22. Auch für sie wurde auf dem Platz vor ihrer letzten Wohnadresse ein Stolperstein verlegt. Auguste Holzers einziges „Verbrechen“ war es, Jüdin zu sein. Sie verlor im [[KZ Theresienstadt]] am [[24. September]] [[1943]] ihr Leben. | + | *[[Auguste Holzer]] lebte zuletzt im Haus [[Südtirolersiedlung (St. Johann im Pongau)|Südtirolersiedlung]] Nr. 22. Auch für sie wurde auf dem Platz vor ihrer letzten Wohnadresse ein Stolperstein verlegt. Auguste Holzers einziges "Verbrechen“ war es, Jüdin zu sein. Sie verlor im [[KZ Theresienstadt]] am [[24. September]] [[1943]] ihr Leben. |
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| | * Für [[Kaspar Wind]] wurde vor dem Haus [[Pöllnstraße (St. Johann im Pongau)|Pöllnstraße]] Nr. 2 ein Stolperstein verlegt. Kaspar Wind lehnte das nationalsozialistische Regime ab und machte daraus kein Hehl. Er beteiligte sich an der Fluchthilfe für Karl Rupitsch. Dafür wurde er verhaftet und am [[28. Oktober]] [[1944]] zusammen mit Alois Buder hingerichtet. | | * Für [[Kaspar Wind]] wurde vor dem Haus [[Pöllnstraße (St. Johann im Pongau)|Pöllnstraße]] Nr. 2 ein Stolperstein verlegt. Kaspar Wind lehnte das nationalsozialistische Regime ab und machte daraus kein Hehl. Er beteiligte sich an der Fluchthilfe für Karl Rupitsch. Dafür wurde er verhaftet und am [[28. Oktober]] [[1944]] zusammen mit Alois Buder hingerichtet. |