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| | == Einleitung == | | == Einleitung == |
| − | Bis 1979 konnte man in den zurückliegenden 300 Jahren 19, zumindest zeitweilig erschienene, voll selbstständige „Zeitungen“ im Lande Salzburg erfassen. Aber die Pressevielfalt begann erst [[1848]]. Vorher konnten die Salzburger die „Kaiserl.-Königl. priviligierte Zeitung“ konsumieren. Bis Ende der [[1970er]]-Jahren entstanden aber dann 17 Zeitungen im Land. | + | Bis 1979 konnte man in den zurückliegenden 300 Jahren 19, zumindest zeitweilig erschienene, voll selbstständige "Zeitungen“ im Lande Salzburg erfassen. Aber die Pressevielfalt begann erst [[1848]]. Vorher konnten die Salzburger die "Kaiserl.-Königl. priviligierte Zeitung“ konsumieren. Bis Ende der [[1970er]]-Jahren entstanden aber dann 17 Zeitungen im Land. |
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| | ===Voraussetzungen und Hintergründe=== | | ===Voraussetzungen und Hintergründe=== |
| − | Die [[Fürsterzbischöfe]] bestimmten Politik und Leben im [[Erzbistum Salzburg]]. Schreibstuben gab es nur in Klöstern, die jedoch von den (Fürst)Erzbischöfen kontrolliert wurden. Auch der Kreis der Lesefähigen beschränkte sich mehr oder weniger auf den Klerus und [[Salzburger Adel|Adel]]. Als Mitte des [[15. Jahrhundert]]s Gutenberg der Durchbruch im Druck mit beweglichen Lettern gelang, begannen sich immer mehr Menschen für das Lesen zu interessieren. Postmeister und Buchdrucker wurden zu den „Journalisten“ und Informationsquellen der damaligen Zeit. Von 13 Millionen Menschen in [[Deutschland]] konnten im [[15. Jahrhundert]] nur rund 75 000 lesen. | + | Die [[Fürsterzbischöfe]] bestimmten Politik und Leben im [[Erzbistum Salzburg]]. Schreibstuben gab es nur in Klöstern, die jedoch von den (Fürst)Erzbischöfen kontrolliert wurden. Auch der Kreis der Lesefähigen beschränkte sich mehr oder weniger auf den Klerus und [[Salzburger Adel|Adel]]. Als Mitte des [[15. Jahrhundert]]s Gutenberg der Durchbruch im Druck mit beweglichen Lettern gelang, begannen sich immer mehr Menschen für das Lesen zu interessieren. Postmeister und Buchdrucker wurden zu den "Journalisten“ und Informationsquellen der damaligen Zeit. Von 13 Millionen Menschen in [[Deutschland]] konnten im [[15. Jahrhundert]] nur rund 75 000 lesen. |
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| | Mit zunehmenden Veröffentlichungen von Schriften setzte die Zensur ein. Nachweislich waren es Bischöfe, der Papst und Universitäten, die diese ausübten (1475 Universität Köln). | | Mit zunehmenden Veröffentlichungen von Schriften setzte die Zensur ein. Nachweislich waren es Bischöfe, der Papst und Universitäten, die diese ausübten (1475 Universität Köln). |
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| | Erhaltene gebliebene Briefe zeigen, dass ihnen neben dem eigentlichen, persönlichen Schreiben oft auch Informationen über das Zeitgeschehen beigefügt waren. So wurden politische Nachrichten transportiert, vom Empfänger abgeschrieben, vervielfältigt und wiederum verschickt oder weitergegeben. Beispielsweise erhielt Fürsterzebischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] von der [[Atlas der legendären Seewege#Rezension 1|Weltumsegelung von Magellan]]] vom Sekretär Kaiser Karls V. einen Bericht, der als Erster diese Reise rund um Welt schilderte. | | Erhaltene gebliebene Briefe zeigen, dass ihnen neben dem eigentlichen, persönlichen Schreiben oft auch Informationen über das Zeitgeschehen beigefügt waren. So wurden politische Nachrichten transportiert, vom Empfänger abgeschrieben, vervielfältigt und wiederum verschickt oder weitergegeben. Beispielsweise erhielt Fürsterzebischof [[Matthäus Lang von Wellenburg]] von der [[Atlas der legendären Seewege#Rezension 1|Weltumsegelung von Magellan]]] vom Sekretär Kaiser Karls V. einen Bericht, der als Erster diese Reise rund um Welt schilderte. |
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| − | Die älteste deutschsprachige bekannte Zeitschrift wurde ab [[1609]] unter dem Titel „Relation“ wahrscheinlich in Straßburg (Elsass, heute [[Frankreich]]) herausgegeben. | + | Die älteste deutschsprachige bekannte Zeitschrift wurde ab [[1609]] unter dem Titel "Relation“ wahrscheinlich in Straßburg (Elsass, heute [[Frankreich]]) herausgegeben. |
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| | ===In Salzburg=== | | ===In Salzburg=== |
| | Im [[Mittelalter]] erfolgte die Überbringung von Botschaften in erster Linie durch wandernde Mönche. Ab dem Spätmittelalter begannen Fuhrwerker und spezielle Gerichtsboten mit dem Datenaustausch. Die Fürsterzbischöfe hielten sich Sendboten und Postmeister, die für den Landesfürsten die Post unentgeltlich transportieren mussten. Die Salzburger Kaufleute hingegen mussten beispielsweise 1633 für einen Brief nach [[Venedig]] sieben Kreuzer bezahlen, Nichtkaufleute zehn Kreuzer. Unter Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] verkehrten Postboten zwischen der Stadt Salzburg und [[Hallein]], [[Lofer]], [[Laufen]], [[Abtenau]], [[Mauterndorf]], [[Schloss Hüttenstein]] und [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. | | Im [[Mittelalter]] erfolgte die Überbringung von Botschaften in erster Linie durch wandernde Mönche. Ab dem Spätmittelalter begannen Fuhrwerker und spezielle Gerichtsboten mit dem Datenaustausch. Die Fürsterzbischöfe hielten sich Sendboten und Postmeister, die für den Landesfürsten die Post unentgeltlich transportieren mussten. Die Salzburger Kaufleute hingegen mussten beispielsweise 1633 für einen Brief nach [[Venedig]] sieben Kreuzer bezahlen, Nichtkaufleute zehn Kreuzer. Unter Fürsterzbischof [[Guidobald Graf von Thun und Hohenstein]] verkehrten Postboten zwischen der Stadt Salzburg und [[Hallein]], [[Lofer]], [[Laufen]], [[Abtenau]], [[Mauterndorf]], [[Schloss Hüttenstein]] und [[Mattsee (Ort)|Mattsee]]. |
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| − | Vorläufer der ersten Zeitungen in Salzburg waren Kalender. Der älteste bekannte stammt aus [[1489]] und wurde von Johann Petri in [[Passau]] gedruckt. Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] brachte dann einen „Fürstenkalender“ heraus. „Newe Zeitungen“ gab es in Salzburg vermutlich nur in geringer Zahl. Verbreiteter waren Flugschriften. So wurde in einer solchen [[1669]] von den [[Bergstürze]]n berichtet. | + | Vorläufer der ersten Zeitungen in Salzburg waren Kalender. Der älteste bekannte stammt aus [[1489]] und wurde von Johann Petri in [[Passau]] gedruckt. Fürsterzbischof [[Paris Graf Lodron]] brachte dann einen "Fürstenkalender“ heraus. "Newe Zeitungen“ gab es in Salzburg vermutlich nur in geringer Zahl. Verbreiteter waren Flugschriften. So wurde in einer solchen [[1669]] von den [[Bergstürze]]n berichtet. |
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| − | Mit der ersten Genehmigung eines Zeitungsdruckes von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg|Max Gandolf]] an [[Johann Baptist Mayr (Buchdrucker)|Johann Baptist Mayr]] im Jahr [[1668]] in Salzburg kann man den Beginn des Zeitungsdruckes im Lande datieren, wie [[Waltraud Jakob]] in ihrer Zeitungsforschung herausfand, im Jahr [[1668]], da aus jener Zeit hierüber die erste „ämtliche Bewilligung“ vorliegt.<ref>{{Quelle PiN|5. März 2015}}</ref> Es entwickelten sich Salzburger Druckereien ([[Oberer'sche Druckerei]], die des Johann Baptist Mayr (aus der der [[Verlag Anton Pustet]] hervorging) und die [[Zaunrith'sche Buchdruckerei]]). Doch die Anfänge der Salzburger Zeitungsgeschichte liegen mehr oder weniger im Dunkeln, auch, weil die Mayr’sche Druckerei durch den Felssturz [[1669]] völlig zerstört wurde. Und es ist nicht klar, wann die Zeitung von Mayr (wieder) erschien. Für den Zeitraum zwischen [[1712]] und [[1758]] gibt es kein einziges gedrucktes Exemplar mehr und es ist daher auch nicht zu sagen, ob diese Zeitung von Mayr überhaupt durchgehende gedruckt wurde. Dann folgte ab [[1774]] eine [[Salzburger Landeszeitung]] mit wechselvolle Geschichte und mehreren Titeln. | + | Mit der ersten Genehmigung eines Zeitungsdruckes von Fürsterzbischof [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg|Max Gandolf]] an [[Johann Baptist Mayr (Buchdrucker)|Johann Baptist Mayr]] im Jahr [[1668]] in Salzburg kann man den Beginn des Zeitungsdruckes im Lande datieren, wie [[Waltraud Jakob]] in ihrer Zeitungsforschung herausfand, im Jahr [[1668]], da aus jener Zeit hierüber die erste "ämtliche Bewilligung“ vorliegt.<ref>{{Quelle PiN|5. März 2015}}</ref> Es entwickelten sich Salzburger Druckereien ([[Oberer'sche Druckerei]], die des Johann Baptist Mayr (aus der der [[Verlag Anton Pustet]] hervorging) und die [[Zaunrith'sche Buchdruckerei]]). Doch die Anfänge der Salzburger Zeitungsgeschichte liegen mehr oder weniger im Dunkeln, auch, weil die Mayr’sche Druckerei durch den Felssturz [[1669]] völlig zerstört wurde. Und es ist nicht klar, wann die Zeitung von Mayr (wieder) erschien. Für den Zeitraum zwischen [[1712]] und [[1758]] gibt es kein einziges gedrucktes Exemplar mehr und es ist daher auch nicht zu sagen, ob diese Zeitung von Mayr überhaupt durchgehende gedruckt wurde. Dann folgte ab [[1774]] eine [[Salzburger Landeszeitung]] mit wechselvolle Geschichte und mehreren Titeln. |
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| − | Eine lückenlose Dokumentation der Salzburger Zeitungsgeschichte beginnt mit Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]]. Er beauftragt [[Lorenz Hübner]] mit einer „Zeitungsreform“. | + | Eine lückenlose Dokumentation der Salzburger Zeitungsgeschichte beginnt mit Erzbischof [[Hieronymus Graf Colloredo]]. Er beauftragt [[Lorenz Hübner]] mit einer "Zeitungsreform“. |
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| | ====Die Salzburger Zeitung==== | | ====Die Salzburger Zeitung==== |
| − | Von [[1807]] bis [[1821]] erschien die „[[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]]“ unter diesem Namen, von 1822 bis 1848 unter dem Namen „[[Reich#k._k.|Kaiserlich-königlich]] privilegirte Salzburger Zeitung“. Daneben entwickelten sich eine Reihe anderer Zeitungen wie die [[Salzburger Constitutionelle Zeitung]], Die Neue Zeitung, die [[Salzburger Morgenpost]], die [[Salzburger Wacht]], das [[Salzburger Tagblatt]], das [[Salzburger Volksblatt]] und die [[Salzburger Nachrichten]]. | + | Von [[1807]] bis [[1821]] erschien die "[[Salzburger Landeszeitung|Salzburger Zeitung]]“ unter diesem Namen, von 1822 bis 1848 unter dem Namen "[[Reich#k._k.|Kaiserlich-königlich]] privilegirte Salzburger Zeitung“. Daneben entwickelten sich eine Reihe anderer Zeitungen wie die [[Salzburger Constitutionelle Zeitung]], Die Neue Zeitung, die [[Salzburger Morgenpost]], die [[Salzburger Wacht]], das [[Salzburger Tagblatt]], das [[Salzburger Volksblatt]] und die [[Salzburger Nachrichten]]. |
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| − | Zwischen [[1800]] und [[1806]] erschien die von [[Franz Michael Vierthaler]] herausgegebene „[[Salzburger_Landeszeitung#Staats-Zeitung_von_Salzburg|Staats-Zeitung von Salzburg]]“. Diese zweispaltige, pro Nummer vierseitige Ausgabe war gelegentlich schon mit Annoncen befüllt. Als Vierthaler 1806 nach [[Wien]] zog, übernahm [[Benedikt Pillwein]] die Redaktion. | + | Zwischen [[1800]] und [[1806]] erschien die von [[Franz Michael Vierthaler]] herausgegebene "[[Salzburger_Landeszeitung#Staats-Zeitung_von_Salzburg|Staats-Zeitung von Salzburg]]“. Diese zweispaltige, pro Nummer vierseitige Ausgabe war gelegentlich schon mit Annoncen befüllt. Als Vierthaler 1806 nach [[Wien]] zog, übernahm [[Benedikt Pillwein]] die Redaktion. |
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| − | Währen der ersten Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich (1806 bis [[1809]]) war [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] das Zensoramt übertragen. Wichtig war es in jenen Jahren, dass kein Wort über [[Napoleon]] erschien. Unter der folgenden [[Bayern|bayerischen]] Herrschaft war die königlich bayerische Hofkommission für die Zensur zuständig. Dies galt natürlich auch für die „Salzburger Zeitung“. Das bayerische Preßgesetz vom [[13. Juni]] [[1803]] wurde auf den [[Salzachkreis]] ausgedehnt und am [[11. Jänner]] [[1811]] den Salzburgern kund gemacht. | + | Währen der ersten Zugehörigkeit Salzburgs zu Österreich (1806 bis [[1809]]) war [[Joseph Ernst Ritter von Koch-Sternfeld]] das Zensoramt übertragen. Wichtig war es in jenen Jahren, dass kein Wort über [[Napoleon]] erschien. Unter der folgenden [[Bayern|bayerischen]] Herrschaft war die königlich bayerische Hofkommission für die Zensur zuständig. Dies galt natürlich auch für die "Salzburger Zeitung“. Das bayerische Preßgesetz vom [[13. Juni]] [[1803]] wurde auf den [[Salzachkreis]] ausgedehnt und am [[11. Jänner]] [[1811]] den Salzburgern kund gemacht. |
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| − | Im Jahr [[1816]] kam Salzburg endgültig an Österreich und das [[Metternich]]<nowiki>sche</nowiki> Zensursystem wurde eingeführt. Hauptziel dieses Zensursystems war es, alle Veröffentlichungen zu verhindern, die der Religion, den guten Sitten oder dem Staat hätten „schaden“ können. Man durfte selbstverständlich auch keine Kritik am Herrscher, seiner Familie und Mitarbeitern sowie den Gesetzen äußern. Zwischen 1816 und [[1848]] wurde in Salzburg keine neue Zeitung gegründet. | + | Im Jahr [[1816]] kam Salzburg endgültig an Österreich und das [[Metternich]]<nowiki>sche</nowiki> Zensursystem wurde eingeführt. Hauptziel dieses Zensursystems war es, alle Veröffentlichungen zu verhindern, die der Religion, den guten Sitten oder dem Staat hätten "schaden“ können. Man durfte selbstverständlich auch keine Kritik am Herrscher, seiner Familie und Mitarbeitern sowie den Gesetzen äußern. Zwischen 1816 und [[1848]] wurde in Salzburg keine neue Zeitung gegründet. |
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| − | Die „Salzburger Zeitung“ war die einzige, die erschien. [[1819]] wurde das Impressum eingeführt und 1822 änderte sie den Namen in „Kaiserlich-königlich privilegirte Salzburger Zeitung“. Ab 1848 gab es kein eigenes Titelblatt mehr und die Preisangabe erschien in jeder Ausgabe im Titelkopf. Noch gab es keine Illustrationen und es begann allmählich der Bildung von Schlagzeilen. Ein bekannter Redakteur war Andrä Wallner, der sich auch als Dichter einen Namen schuf. | + | Die "Salzburger Zeitung“ war die einzige, die erschien. [[1819]] wurde das Impressum eingeführt und 1822 änderte sie den Namen in "Kaiserlich-königlich privilegirte Salzburger Zeitung“. Ab 1848 gab es kein eigenes Titelblatt mehr und die Preisangabe erschien in jeder Ausgabe im Titelkopf. Noch gab es keine Illustrationen und es begann allmählich der Bildung von Schlagzeilen. Ein bekannter Redakteur war Andrä Wallner, der sich auch als Dichter einen Namen schuf. |
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| | ===Von der Revolution bis zur ersten Republik=== | | ===Von der Revolution bis zur ersten Republik=== |
| | Unter dem Druck der Revolution von 1848 erklärte Kaiser Ferdinand I. die Pressezensur für aufgehoben. Am [[31. März]] 1848 erging eine provisorische Vorschrift, die das erste österreichische Pressegesetz darstellt. | | Unter dem Druck der Revolution von 1848 erklärte Kaiser Ferdinand I. die Pressezensur für aufgehoben. Am [[31. März]] 1848 erging eine provisorische Vorschrift, die das erste österreichische Pressegesetz darstellt. |
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| − | Im April [[1865]] wurde die [[Salzburger Chronik]] als Organ der Konservativen aus der Taufe gehoben. Die „Salzburger Zeitung“ wurde [[1871]] vom „[[Salzburger Volksblatt]]“ als Sprachrohr der Liberalen abgelöst (später der [[GDVP|Deutschnationalen]]). | + | Im April [[1865]] wurde die [[Salzburger Chronik]] als Organ der Konservativen aus der Taufe gehoben. Die "Salzburger Zeitung“ wurde [[1871]] vom "[[Salzburger Volksblatt]]“ als Sprachrohr der Liberalen abgelöst (später der [[GDVP|Deutschnationalen]]). |
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| | === Zwischen zwei Weltkriegen=== | | === Zwischen zwei Weltkriegen=== |
| − | Im Beschluss der provisorischen Nationalversammlung vom [[25. Oktober]] [[1918]] heißt es: „…1. Jede Zensur ist als dem Grundrechte der Staatsbürger widersprechend, als rechtsungültig aufgehoben…“. Dieses Grundrecht hielt bis zum [[10. April]] [[1933]], als die Vorboten der sich verändernden politischen Landschaft dieses wieder einzuschränken begannen. | + | Im Beschluss der provisorischen Nationalversammlung vom [[25. Oktober]] [[1918]] heißt es: "…1. Jede Zensur ist als dem Grundrechte der Staatsbürger widersprechend, als rechtsungültig aufgehoben…“. Dieses Grundrecht hielt bis zum [[10. April]] [[1933]], als die Vorboten der sich verändernden politischen Landschaft dieses wieder einzuschränken begannen. |
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| | Nach dem Ersten Weltkrieg gab es fünf Zeitungen in Salzburg: | | Nach dem Ersten Weltkrieg gab es fünf Zeitungen in Salzburg: |
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| | :die [[Neueste Nachrichten|Neuesten Nachrichten]] (ein reines Nachrichtenblatt mit deutschnationaler Tendenz) | | :die [[Neueste Nachrichten|Neuesten Nachrichten]] (ein reines Nachrichtenblatt mit deutschnationaler Tendenz) |
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| − | 20 von 63 Zeitschriften überlebten den [[Erster Weltkrieg| Ersten Weltkrieg]]. Darunter waren „Grobian], „[[Deutscher Volksruf]]“, „Salzburger Arbeiterzeitung“, „Reise-Zeitschrift] und „Der Hausbesitzer“. | + | 20 von 63 Zeitschriften überlebten den [[Erster Weltkrieg| Ersten Weltkrieg]]. Darunter waren "Grobian], "[[Deutscher Volksruf]]“, "Salzburger Arbeiterzeitung“, "Reise-Zeitschrift] und "Der Hausbesitzer“. |
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| | ===Neubeginn bis heute=== | | ===Neubeginn bis heute=== |
| − | Am [[1. Oktober]] [[1945]] gab der Alliierte Rat eine Presseverordnung heraus, in der es hieß, dass der „demokratischen Presse“ die größtmögliche Freiheit gegeben werde, jedoch mit der Bedingung, dass „sie einen entschlossenen Kampf gegen die [[NS|nationalsozialistischen]], großdeutschen und militaristischen Ideologien und Lehren führe…“. Erst am [[7. April]] [[1953]] kam es zur offiziellen Wiedereinführung des Preßgesetzes vom April 1922. | + | Am [[1. Oktober]] [[1945]] gab der Alliierte Rat eine Presseverordnung heraus, in der es hieß, dass der "demokratischen Presse“ die größtmögliche Freiheit gegeben werde, jedoch mit der Bedingung, dass "sie einen entschlossenen Kampf gegen die [[NS|nationalsozialistischen]], großdeutschen und militaristischen Ideologien und Lehren führe…“. Erst am [[7. April]] [[1953]] kam es zur offiziellen Wiedereinführung des Preßgesetzes vom April 1922. |
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| − | Die [[Salzburger Druckerei]] kam Anfang Mai 1945 unter [[USA|amerikanische]] Kontrolle und wurde erst [[1948]] wieder an den [[Salzburger Pressverein]] zurückgegeben. In dieser Druckerei wurden folgende Zeitungen und Zeitschriften gedruckt: Die „Salzburger Nachrichten“, der [[Salzburger Bauer]], die [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)|Salzburger Wirtschaft]], der [[Rupertusblatt|Rupertibote]] und das Klerus-Blatt, bis 1968 auch der [[Salzburger Volksbote]] und bis 1971 die [[Salzburger Volkszeitung]]. | + | Die [[Salzburger Druckerei]] kam Anfang Mai 1945 unter [[USA|amerikanische]] Kontrolle und wurde erst [[1948]] wieder an den [[Salzburger Pressverein]] zurückgegeben. In dieser Druckerei wurden folgende Zeitungen und Zeitschriften gedruckt: Die "Salzburger Nachrichten“, der [[Salzburger Bauer]], die [[Salzburger Wirtschaft (Zeitung)|Salzburger Wirtschaft]], der [[Rupertusblatt|Rupertibote]] und das Klerus-Blatt, bis 1968 auch der [[Salzburger Volksbote]] und bis 1971 die [[Salzburger Volkszeitung]]. |
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| | ==Titel ehemaliger Publikationen (Auszug)== | | ==Titel ehemaliger Publikationen (Auszug)== |