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[[Bild:Fischhorn.jpg|thumb|Schloss Fischhorn]]
 
[[Bild:Fischhorn.jpg|thumb|Schloss Fischhorn]]
 
[[Datei:Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See.jpg|thumb|Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See]]
 
[[Datei:Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See.jpg|thumb|Blochholz vor Schloss Fischhorn und Zeller See]]
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[[Datei:Schloss Fischhorn 20250710 2 (2).jpg|thumb|Schloss Fischhorn]]
 
Das '''Schloss Fischhorn''' in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]] ist ein alter Ansitz an historisch bedeutender Stelle, der im [[19. Jahrhundert]] zu einem Schloss umgebaut wurde. Es zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Bruck an der Großglocknerstraße|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.
 
Das '''Schloss Fischhorn''' in der [[Pinzgau]]er Gemeinde [[Bruck an der Großglocknerstraße]] ist ein alter Ansitz an historisch bedeutender Stelle, der im [[19. Jahrhundert]] zu einem Schloss umgebaut wurde. Es zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Bruck an der Großglocknerstraße|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.
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* [[1815]] kommt der Ansitz unter österreichische Verwaltung und beherbergt Fischhorn das k.k. Oberforstamt Kaprun.
 
* [[1815]] kommt der Ansitz unter österreichische Verwaltung und beherbergt Fischhorn das k.k. Oberforstamt Kaprun.
 
* Anfang der Vierziger-Jahre des [[19. Jahrhundert]]s wird das Forstamt verlegt und Fischhorn wird dem Verfall preisgegeben.  
 
* Anfang der Vierziger-Jahre des [[19. Jahrhundert]]s wird das Forstamt verlegt und Fischhorn wird dem Verfall preisgegeben.  
* Von [[1842]] bis [[1862]] wohnen dort noch Forstwarte, zuletzt nur mehr ein "Hausweibl“. Die Bauern der Umgebung beschleunigen den Verfall, in dem sie sich mit den Steinen der Mauern und Schutt von der Burg billig zu Baumaterial und zum Schottern der Wege verhelfen. Schon damals gab es Probleme mit dem Verkauf des Ansitzes. Der beabsichtigte Freihandverkauf gelang nicht und es kam [[1859]] zur Versteigerung. Der Meistbietende war der k.k. Postmeister und Landtagsabgeordnete Embacher von [[Taxenbach]]. Er bezahlte 13.000 Gulden. Embacher renovierte aber nicht sondern ließ weitere Steine abtransportieren.
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* Von [[1842]] bis [[1862]] wohnen dort noch Forstwarte, zuletzt nur mehr ein "Hausweibl". Die Bauern der Umgebung beschleunigen den Verfall, in dem sie sich mit den Steinen der Mauern und Schutt von der Burg billig zu Baumaterial und zum Schottern der Wege verhelfen. Schon damals gab es Probleme mit dem Verkauf des Ansitzes. Der beabsichtigte Freihandverkauf gelang nicht und es kam [[1859]] zur Versteigerung. Der Meistbietende war der k.k. Postmeister und Landtagsabgeordnete Embacher von [[Taxenbach]]. Er bezahlte 13.000 Gulden. Embacher renovierte aber nicht sondern ließ weitere Steine abtransportieren.
    
=====Fischhorn wird Eigentum der Familie Liechtenstein=====
 
=====Fischhorn wird Eigentum der Familie Liechtenstein=====
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=====Schloss Fischhorn in der NS-Zeit=====
 
=====Schloss Fischhorn in der NS-Zeit=====
:''Hauptartikel: [[KZ-Außenlager Fischhorn]]''
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:''Hauptartikel [[KZ-Außenlager Fischhorn]]  
Die Besitzerfamilie verliert vorerst große landwirtschaftlich genutzte Flächen durch Enteignung, u.a. für den Bau der [[Schleppbahn Kaprun]]. Nachdem alle Beziehungen zwischen Peru und Deutschland abgebrochen waren, reist die Familie Gildemeister [[1942]] nach Peru.
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Die Besitzerfamilie verliert vorerst große landwirtschaftlich genutzte Flächen durch Enteignung, u. a. für den Bau der [[Schleppbahn Kaprun]]. Nachdem alle Beziehungen zwischen Peru und Deutschland abgebrochen waren, reist die Familie Gildemeister [[1942]] nach Peru.
    
Im gleichen Jahr erfolgt die Beschlagnahmung von Schloss und Gut Fischhorn. Es ziehen Parteiorganisationen und die Waffen-SS ein. Leitung und Aufsicht des Schlosses unterstehen einem Offizier der Truppe. Junge Frauen aus Bruck werden zur Garten- und Hausarbeit zwangsverpflichtet. Es wird das SS-Remonteamt (zur Beistellung von Jungpferden zwecks Ergänzung des militärischen Pferdebestandes) auf Gut Fischhorn installiert. Zur Verrichtung der Bauarbeiten wird eines der zwei [[KZ-Nebenlager im Pinzgau]] des Konzentrationslagers Dachau mit ca. 150 Häftlingen eingerichtet. Dieses Nebenlager wird am [[6. September]] [[1944]] zum ersten Mal, am [[22. April]] [[1945]] zum letzten Mal erwähnt.
 
Im gleichen Jahr erfolgt die Beschlagnahmung von Schloss und Gut Fischhorn. Es ziehen Parteiorganisationen und die Waffen-SS ein. Leitung und Aufsicht des Schlosses unterstehen einem Offizier der Truppe. Junge Frauen aus Bruck werden zur Garten- und Hausarbeit zwangsverpflichtet. Es wird das SS-Remonteamt (zur Beistellung von Jungpferden zwecks Ergänzung des militärischen Pferdebestandes) auf Gut Fischhorn installiert. Zur Verrichtung der Bauarbeiten wird eines der zwei [[KZ-Nebenlager im Pinzgau]] des Konzentrationslagers Dachau mit ca. 150 Häftlingen eingerichtet. Dieses Nebenlager wird am [[6. September]] [[1944]] zum ersten Mal, am [[22. April]] [[1945]] zum letzten Mal erwähnt.

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