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Damals kamen in dem ehemaligen kleinen Dorf an der Einmündung der Traun in die Donau (dessen Lage heute nicht genauer bestimmt werden kann) unter dem Vorsitz eines Grenzgrafen die Großen der Region zusammen, um die Marktorte und Zollstätten zwischen Passau und Mautern neu fest zu legen.
 
Damals kamen in dem ehemaligen kleinen Dorf an der Einmündung der Traun in die Donau (dessen Lage heute nicht genauer bestimmt werden kann) unter dem Vorsitz eines Grenzgrafen die Großen der Region zusammen, um die Marktorte und Zollstätten zwischen Passau und Mautern neu fest zu legen.
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Man vermutet, dass diese Neuregelung notwendig war, weil durch die Invasionen der Ungarn bestehende Rechte in Unordnung geraten waren. Vielleicht ging es aber auch nur um die Fortschreibung bereits vorher bestehender Verhältnisse. Klarerweise spielten in dieser Neuordnung vor allem die Rechte von Linz eine tragende Rolle. Die Formulierung ''mercatus legittimus''“ für Linz weist darauf hin, dass es sich um einen privilegierten [[Dult|(Jahr)markt]] mit besonderem Schutz für die Kaufleute (die in Juden und „andere“ unterteilt wurden) handelte.  
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Man vermutet, dass diese Neuregelung notwendig war, weil durch die Invasionen der Ungarn bestehende Rechte in Unordnung geraten waren. Vielleicht ging es aber auch nur um die Fortschreibung bereits vorher bestehender Verhältnisse. Klarerweise spielten in dieser Neuordnung vor allem die Rechte von Linz eine tragende Rolle. Die Formulierung "''mercatus legittimus''“ für Linz weist darauf hin, dass es sich um einen privilegierten [[Dult|(Jahr)markt]] mit besonderem Schutz für die Kaufleute (die in Juden und "andere“ unterteilt wurden) handelte.  
    
Dieser Vertrag stellt damit auch den ältesten eindeutigen Nachweis für die Anwesenheit von [[Juden]] im Gebiet des heutigen Österreich dar.
 
Dieser Vertrag stellt damit auch den ältesten eindeutigen Nachweis für die Anwesenheit von [[Juden]] im Gebiet des heutigen Österreich dar.
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Neben Sklaven, Pferden und Wachs ist das wichtigste Handelsgut in der Raffelstetter Zollordnung das [[Salz]]. Es wird von Passau, wohin es über die Flüsse [[Salzach]] und [[Inn]], aus der Produktion in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] kommend, Donau abwärts verfrachtet. Ob auf der Traun auch Salz (Salzproduktion [[Hallstatt]] [[1311]] erstmals erwähnt) transportiert wurde, geht aus der Zollordnung (Abschnitt Nr. 5) nicht eindeutig hervor:
 
Neben Sklaven, Pferden und Wachs ist das wichtigste Handelsgut in der Raffelstetter Zollordnung das [[Salz]]. Es wird von Passau, wohin es über die Flüsse [[Salzach]] und [[Inn]], aus der Produktion in [[Bad Reichenhall|Reichenhall]] kommend, Donau abwärts verfrachtet. Ob auf der Traun auch Salz (Salzproduktion [[Hallstatt]] [[1311]] erstmals erwähnt) transportiert wurde, geht aus der Zollordnung (Abschnitt Nr. 5) nicht eindeutig hervor:
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''Salzkarren aber, die auf dem rechtmäßigen Handelsweg durch die Furt der [[Enns]] fahren, brauchen nur an der Url einen vollen Scheffel abzugeben, dürfen aber nicht gezwungen werden, irgendwie mehr abzugeben. Jedoch brauchen dort die Schiffe, die aus dem Traungau kommen, nichts abzuliefern, vielmehr dürfen sie ohne Zins durchziehen.''“
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"''Salzkarren aber, die auf dem rechtmäßigen Handelsweg durch die Furt der [[Enns]] fahren, brauchen nur an der Url einen vollen Scheffel abzugeben, dürfen aber nicht gezwungen werden, irgendwie mehr abzugeben. Jedoch brauchen dort die Schiffe, die aus dem Traungau kommen, nichts abzuliefern, vielmehr dürfen sie ohne Zins durchziehen.''“
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Salzschiffe (auf der Donau) werden in einem eigenen Abschnitt (Nr. 7, „hinsichtlich der Salzschiffe“) der Zollordnung behandelt. Aus dieser Urkunde ist ersichtlich, dass es bereits zu dieser Zeit einen regen Schiffsverkehr auf Traun und Donau gegeben hat. Darüber hinaus weist das Handelsgut Wachs auf weit reichende Handelsbeziehungen mit dem Osten hin.
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Salzschiffe (auf der Donau) werden in einem eigenen Abschnitt (Nr. 7, "hinsichtlich der Salzschiffe“) der Zollordnung behandelt. Aus dieser Urkunde ist ersichtlich, dass es bereits zu dieser Zeit einen regen Schiffsverkehr auf Traun und Donau gegeben hat. Darüber hinaus weist das Handelsgut Wachs auf weit reichende Handelsbeziehungen mit dem Osten hin.
    
==Salzburgbezug==
 
==Salzburgbezug==
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==Quellen==
 
==Quellen==
*  Katzinger, Willibald: „Kleine Linzer Stadtgeschichte“, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008
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*  Katzinger, Willibald: "Kleine Linzer Stadtgeschichte“, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008
* [[Franz Martin|Martin, Franz]]:  „Kleine Landesgeschichte von Salzburg“, 4. Auflage, erweitert und bearbeitet von [[Reinhard Rudolf Heinisch]], Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1971
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* [[Franz Martin|Martin, Franz]]:  "Kleine Landesgeschichte von Salzburg“, 4. Auflage, erweitert und bearbeitet von [[Reinhard Rudolf Heinisch]], Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1971
 
* Brugger, Eveline; Keil, Martha; Lichtblau, Albert; Lind, Christopf; Staudinger, Barbara: "Geschichte der Juden in Österreich", Ueberreuter, Wien, 2006
 
* Brugger, Eveline; Keil, Martha; Lichtblau, Albert; Lind, Christopf; Staudinger, Barbara: "Geschichte der Juden in Österreich", Ueberreuter, Wien, 2006
 
* Weinrich, Lorenz: "Quellen zur deutschen Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis 1250, ausgewählt und übersetzt von Lorenz Weinrich" (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 32), 1977, Nr. 5, S. 14-19.  
 
* Weinrich, Lorenz: "Quellen zur deutschen Verfassungs-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte bis 1250, ausgewählt und übersetzt von Lorenz Weinrich" (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 32), 1977, Nr. 5, S. 14-19.