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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Leopoldine Weber entstammte jener Familie, die im „Schatz-Durchhaus“ die Dampf-Wachszieherei und Lebzelterei Franz Weber führte („Als Kind nannte man mich die ‚Kerzen-Poldi’“), einen der ältesten (nämlich im Jahr [[1582]] gegründeten) Salzburger Familienbetriebe. | + | Leopoldine Weber entstammte jener Familie, die im "Schatz-Durchhaus“ die Dampf-Wachszieherei und Lebzelterei Franz Weber führte ("Als Kind nannte man mich die ‚Kerzen-Poldi’“), einen der ältesten (nämlich im Jahr [[1582]] gegründeten) Salzburger Familienbetriebe. |
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| | Leopoldine Weber erhielt eine umfassende Ausbildung – sie studierte neben Englisch, Französisch und Italienisch auch Klavier und Musikgeschichte am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]] und arbeitete als Modepraktikantin in Paris. | | Leopoldine Weber erhielt eine umfassende Ausbildung – sie studierte neben Englisch, Französisch und Italienisch auch Klavier und Musikgeschichte am [[Universität Mozarteum Salzburg|Mozarteum]] und arbeitete als Modepraktikantin in Paris. |
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| − | Mitte der [[1950er]]-Jahre wurde ein amerikanischer Kaufhausmogul auf die handgemachten Kerzen der Webers aufmerksam und lud Leopoldine nach Amerika ein – Startschuss einer großen Karriere.<ref name="ORF"/> In den [[USA]] änderte Leopoldine den für Amerikaner schier unaussprechlichen Vornamen „Leopoldine“ in „Peggy“ und heiratete Jack McDowell. Sie lernte weitere einflussreiche Geschäftsleute kennen – darunter die Coca-Cola-Erben –, die sie beim Aufbau ihres Kerzenimperiums unterstützten.<ref name="ORF"/> Im Jahr [[1960]] gründete sie in Little Rock, Arkansas, das Kerzenerzeugungsunternehmen „Emperor Art Creations“. Ihr Marketing-Konzept beinhaltete, Kerzen mit „Sex and Glamour“ zu verkaufen.<ref name="ORF"/> Die Liebe zu ihrer Heimat bewahrte sich Weber-McDowell auch in ihrer Wahlheimat: Immer wieder zierten Salzburg-Motive die Kerzen ihrer Firma und trugen so zur Popularität der Mozartstadt beim amerikanischen Publikum bei. „Wir kamen gleich hinter ‚[[The Sound of Music]]‘“, zeigte sich Weber-McDowell selbstbewusst. | + | Mitte der [[1950er]]-Jahre wurde ein amerikanischer Kaufhausmogul auf die handgemachten Kerzen der Webers aufmerksam und lud Leopoldine nach Amerika ein – Startschuss einer großen Karriere.<ref name="ORF"/> In den [[USA]] änderte Leopoldine den für Amerikaner schier unaussprechlichen Vornamen "Leopoldine“ in "Peggy“ und heiratete Jack McDowell. Sie lernte weitere einflussreiche Geschäftsleute kennen – darunter die Coca-Cola-Erben –, die sie beim Aufbau ihres Kerzenimperiums unterstützten.<ref name="ORF"/> Im Jahr [[1960]] gründete sie in Little Rock, Arkansas, das Kerzenerzeugungsunternehmen "Emperor Art Creations“. Ihr Marketing-Konzept beinhaltete, Kerzen mit "Sex and Glamour“ zu verkaufen.<ref name="ORF"/> Die Liebe zu ihrer Heimat bewahrte sich Weber-McDowell auch in ihrer Wahlheimat: Immer wieder zierten Salzburg-Motive die Kerzen ihrer Firma und trugen so zur Popularität der Mozartstadt beim amerikanischen Publikum bei. "Wir kamen gleich hinter ‚[[The Sound of Music]]‘“, zeigte sich Weber-McDowell selbstbewusst. |
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| − | Weber-McDowell flog regelmäßig zwischen Atlanta, Georgia, wo sie mit ihrem Mann lebte, und ihrer alten Heimat Salzburg hin und her.<ref name="ORF"/> Die Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt zeigte Weber-McDowell auch im alljährlichen Besuch (über 90 Jahre!<ref name="Parte"/>) der [[Salzburger Festspiele]] und in einem großzügigen Mäzenatentum. In den Genuss ihrer Großzügigkeit kamen besonders der [[Verein Freunde der Salzburger Festspiele|Verein der Freunde der Salzburger Festspiele]] und die [[Internationale Stiftung Mozarteum]]. Sie finanzierte unter anderem die englischsprachigen Festspielprogrammhefte,<ref name="ORF"/> und ihre kräftige finanzielle Unterstützung ermöglichte auch den Kauf von Mozart-Autographen; 25.000 Euro flossen der Stiftung für den Ankauf der Skizzen zu [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] Oper „Figaros Hochzeit“ zu. | + | Weber-McDowell flog regelmäßig zwischen Atlanta, Georgia, wo sie mit ihrem Mann lebte, und ihrer alten Heimat Salzburg hin und her.<ref name="ORF"/> Die Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt zeigte Weber-McDowell auch im alljährlichen Besuch (über 90 Jahre!<ref name="Parte"/>) der [[Salzburger Festspiele]] und in einem großzügigen Mäzenatentum. In den Genuss ihrer Großzügigkeit kamen besonders der [[Verein Freunde der Salzburger Festspiele|Verein der Freunde der Salzburger Festspiele]] und die [[Internationale Stiftung Mozarteum]]. Sie finanzierte unter anderem die englischsprachigen Festspielprogrammhefte,<ref name="ORF"/> und ihre kräftige finanzielle Unterstützung ermöglichte auch den Kauf von Mozart-Autographen; 25.000 Euro flossen der Stiftung für den Ankauf der Skizzen zu [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozarts]] Oper "Figaros Hochzeit“ zu. |
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| | Peggy Weber-McDowell verstarb während eines Salzburg-Besuchs im Alter von 95 Jahren.<ref name="obituary"/> | | Peggy Weber-McDowell verstarb während eines Salzburg-Besuchs im Alter von 95 Jahren.<ref name="obituary"/> |