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Anschließend ging es mit ''Benzin-Gesprächen'' mit ehemaligen Motorradrennfahrern beim Hohlwegwirt weiter. [[Inge Kranawetvogl|Inge]] und [[Eduard Kranawetvogl|Edi Kranawetvogl]] erzählten von ihren Erlebnissen bei der Geländewertung in Riga, seinerzeit in der [[Russland|UdSSR]] gelegen (heute [[Lettland]]), einer der schwersten Motorrad-Geländewertungen in Europa, [[Egon Dornauer]] aus Hallein schilderte unterhaltsam, wie ihn Ernst Kronreif I. als KTM-Testfahrer "rekrutierte" und wie das interessante Bild mit einer KTM in einem Wasserloch zustande kam, wo er nur noch mit dem Kopf herausragte, [[Manfred Magnus]], fünffacher Motorrad-Staatsmeister ließ Erinnerungen an die [[Int. Motorrad- und Auto-Eisrennen Zell am See]] wach werden, bei dem er [[1957]] mit einer KTM am Start war und schilderte seine motorsportliche Karriere, Siegfried ''Sigi'' Stuhlberger, der ab [[1968]] einige Jahre auf KTM bei Motocross-Rennen von einem Sieg zum anderen eilte, hielt das Publikum mit Erzählungen über "Luftsprüngen" in Atem und schließlich sprach noch [[Rudolf Thalhammer|Rudi Thalhammer]]- er fuhr allerdings nie auf KTM - von seinen großen motorsportlichen Erfolgen und spannenden Zweikämpfen.
 
Anschließend ging es mit ''Benzin-Gesprächen'' mit ehemaligen Motorradrennfahrern beim Hohlwegwirt weiter. [[Inge Kranawetvogl|Inge]] und [[Eduard Kranawetvogl|Edi Kranawetvogl]] erzählten von ihren Erlebnissen bei der Geländewertung in Riga, seinerzeit in der [[Russland|UdSSR]] gelegen (heute [[Lettland]]), einer der schwersten Motorrad-Geländewertungen in Europa, [[Egon Dornauer]] aus Hallein schilderte unterhaltsam, wie ihn Ernst Kronreif I. als KTM-Testfahrer "rekrutierte" und wie das interessante Bild mit einer KTM in einem Wasserloch zustande kam, wo er nur noch mit dem Kopf herausragte, [[Manfred Magnus]], fünffacher Motorrad-Staatsmeister ließ Erinnerungen an die [[Int. Motorrad- und Auto-Eisrennen Zell am See]] wach werden, bei dem er [[1957]] mit einer KTM am Start war und schilderte seine motorsportliche Karriere, Siegfried ''Sigi'' Stuhlberger, der ab [[1968]] einige Jahre auf KTM bei Motocross-Rennen von einem Sieg zum anderen eilte, hielt das Publikum mit Erzählungen über "Luftsprüngen" in Atem und schließlich sprach noch [[Rudolf Thalhammer|Rudi Thalhammer]]- er fuhr allerdings nie auf KTM - von seinen großen motorsportlichen Erfolgen und spannenden Zweikämpfen.
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Mehr als 30 KTM-Modelle, von der „Ur-KTM", der ''Moser 100'', über die erste "echte" KTM mit Rahmennummer eins, Rennmodellen der [[1950er]]-Jahre, dem (möglicherweise<ref>hier gab es einen Streit zwischen den Herstellern Lohner in Wien und KTM in Mattighofen</ref>) ersten Moped-Roller der Welt - dem "Mecky", den beliebten Ponny-Rollern der [[1960er]]-Jahre, den Modellen ''Tourist'', ''Mustang'', ''Tarzan'', ''Comet'', ''Penton'' bis hin zu zwei Sieger-Motorräder der [[Rallye Dakar|Rallye Paris–Dakar]] und einer Reihe KTM-Motocross-Maschinen bis 1978, waren in einer Schau zu sehen.  
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Mehr als 30 KTM-Modelle, von der "Ur-KTM", der ''Moser 100'', über die erste "echte" KTM mit Rahmennummer eins, Rennmodellen der [[1950er]]-Jahre, dem (möglicherweise<ref>hier gab es einen Streit zwischen den Herstellern Lohner in Wien und KTM in Mattighofen</ref>) ersten Moped-Roller der Welt - dem "Mecky", den beliebten Ponny-Rollern der [[1960er]]-Jahre, den Modellen ''Tourist'', ''Mustang'', ''Tarzan'', ''Comet'', ''Penton'' bis hin zu zwei Sieger-Motorräder der [[Rallye Dakar|Rallye Paris–Dakar]] und einer Reihe KTM-Motocross-Maschinen bis 1978, waren in einer Schau zu sehen.  
    
In einer interessanten Foto-Dokumentation waren Bilder zu sehen sein, die bisher noch nie veröffentlicht wurden, wie private Fotos der KTM-Mitgründerfamilie Kronreif sowie Bildmaterial aus der Zeit der Anfänge des KTM-Motorsports. Unter anderem von der Geländewertung in Riga, der non-Stopp-Fahrt Paris–Wien [[1954]] mit drei KTM-Kleinmotorrädern in der Wettfahrt zum damaligen Schnellzug "Transalpin", den Straßenrennen in den 1950er-Jahren mit [[Erwin Lechner]] als Spitzenfahrer von KTM und den Automobileigenbauten von Ernst Kronreif I.
 
In einer interessanten Foto-Dokumentation waren Bilder zu sehen sein, die bisher noch nie veröffentlicht wurden, wie private Fotos der KTM-Mitgründerfamilie Kronreif sowie Bildmaterial aus der Zeit der Anfänge des KTM-Motorsports. Unter anderem von der Geländewertung in Riga, der non-Stopp-Fahrt Paris–Wien [[1954]] mit drei KTM-Kleinmotorrädern in der Wettfahrt zum damaligen Schnellzug "Transalpin", den Straßenrennen in den 1950er-Jahren mit [[Erwin Lechner]] als Spitzenfahrer von KTM und den Automobileigenbauten von Ernst Kronreif I.
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Mehrere hundert Besucher konnten aber nicht nur über 70 historische Motorräder erleben, sondern auch mehr als 20 historische Automobile. Da war ein DKW 1000 S, Baujahr 1959, dem sein Besitzer, Volker Grohmann, stilgerecht ein paar historischen ''Brettln'' zum Skifahren auf den Skiträger am Heck geschnallt hatte. Ein knallroter kleiner Puch 560 T und typisch amerikanisch wirkender Packard standen da neben einem eleganten BMW 327 aus dem Jahre 1930. Dazwischen "versteckte" sich ein SIMCA Rallye 3, der ab 1978 in kleiner Stückzahl gebaut wurde - immerhin 103 PS brachten das kleine Auto auf 183 km/h! In Dunkelbau erschien ein Volvo im fortgeschrittenen Alter, ein Triumph und ein MG nahmen ein Auto einer mir völlig unbekannten Marke in die Mitte.  
 
Mehrere hundert Besucher konnten aber nicht nur über 70 historische Motorräder erleben, sondern auch mehr als 20 historische Automobile. Da war ein DKW 1000 S, Baujahr 1959, dem sein Besitzer, Volker Grohmann, stilgerecht ein paar historischen ''Brettln'' zum Skifahren auf den Skiträger am Heck geschnallt hatte. Ein knallroter kleiner Puch 560 T und typisch amerikanisch wirkender Packard standen da neben einem eleganten BMW 327 aus dem Jahre 1930. Dazwischen "versteckte" sich ein SIMCA Rallye 3, der ab 1978 in kleiner Stückzahl gebaut wurde - immerhin 103 PS brachten das kleine Auto auf 183 km/h! In Dunkelbau erschien ein Volvo im fortgeschrittenen Alter, ein Triumph und ein MG nahmen ein Auto einer mir völlig unbekannten Marke in die Mitte.  
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Lancia, FIAT, Renault, BMW, Triumph und andere Fahrzeuge vergangener Jahrzehnte reihten sich auf dem Parkplatz zwischen dem Gasthof Hohlwegwirt und der Firma [[Emco Maier Gesellschaft m.b.H.|EMCO]]. Gernot Kollarz aus Salzburg zeigte sich mit einer besonderen Rarität, einem KdF<ref>''K''raft ''d''urch ''F''reude</ref> -Wagen Typ 82 E aus dem Jahr 1944, dem „Ur-VW“ mit Brezelfenster. Maria und [[Josef Tschematschar]] aus Hallein waren mit ihrem schwarzen VW gekommen.  
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Lancia, FIAT, Renault, BMW, Triumph und andere Fahrzeuge vergangener Jahrzehnte reihten sich auf dem Parkplatz zwischen dem Gasthof Hohlwegwirt und der Firma [[Emco Maier Gesellschaft m.b.H.|EMCO]]. Gernot Kollarz aus Salzburg zeigte sich mit einer besonderen Rarität, einem KdF<ref>''K''raft ''d''urch ''F''reude</ref> -Wagen Typ 82 E aus dem Jahr 1944, dem "Ur-VW“ mit Brezelfenster. Maria und [[Josef Tschematschar]] aus Hallein waren mit ihrem schwarzen VW gekommen.  
    
Gerhard Tokarz, der mit einer ''Heinkel Tourist'' gekommen war, erzählte mir, dass er dieses einst in Deutschland sehr beliebte Motorrad durch Zufall bekam. Ein guter Freund lud ihn vor Jahren ein, mit ihm in seinen Weinkeller hinunterzusteigen, um gemeinsam ein gutes Flascherl auszusuchen. Dabei kamen Freund und Tokarz an dieser ''Heinkel Tourist'' vorbei. Es war Liebe auf den ersten Blick, wollte doch Tokarz schon lange so ein Modell haben. Aber sein Freund winkte ab - unverkäuflich (wie das eben so mit echten Lieben ist). Wie so oft im Leben, es kam anders. Sein Freund wollte die Maschine restaurieren, was einiges Geld kostete. Also schlug er vor, dass sich die beiden Freunde die Kosten für die Instandsetzung teilen sollten, und der länger lebt, erhält die Heinkel. So kam Gerhard Tokarz zu diesem schönen Stück und plant als nächste Bewährung eine Fahrt auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]] - mit neun PS.  
 
Gerhard Tokarz, der mit einer ''Heinkel Tourist'' gekommen war, erzählte mir, dass er dieses einst in Deutschland sehr beliebte Motorrad durch Zufall bekam. Ein guter Freund lud ihn vor Jahren ein, mit ihm in seinen Weinkeller hinunterzusteigen, um gemeinsam ein gutes Flascherl auszusuchen. Dabei kamen Freund und Tokarz an dieser ''Heinkel Tourist'' vorbei. Es war Liebe auf den ersten Blick, wollte doch Tokarz schon lange so ein Modell haben. Aber sein Freund winkte ab - unverkäuflich (wie das eben so mit echten Lieben ist). Wie so oft im Leben, es kam anders. Sein Freund wollte die Maschine restaurieren, was einiges Geld kostete. Also schlug er vor, dass sich die beiden Freunde die Kosten für die Instandsetzung teilen sollten, und der länger lebt, erhält die Heinkel. So kam Gerhard Tokarz zu diesem schönen Stück und plant als nächste Bewährung eine Fahrt auf der [[Großglockner Hochalpenstraße]] - mit neun PS.  

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