| Zeile 14: |
Zeile 14: |
| | [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]] berichtete in einem Artikel 1930 über die Lederer in Salzburg: | | [[Josef Eder (Baumeister)|Josef Eder]] berichtete in einem Artikel 1930 über die Lederer in Salzburg: |
| | | | |
| − | ''[[1398]] waren in der "''Löderergasse''" mehrere Lederer „behauset", weil bei diesem Handwerk auf Grund des großen Wasserbedarfes bei der Herstellung und dem Färben von Leder die unmittelbare Nähe zum Fluss günstig war. [[1399]] wurde Leopold Walkner, „kirsner", als Besitzer der Behausung am Egg der Löderergasse erwähnt. [[1411]] wird diese Behausung die Hanns-Postingl-Behausung am Egg neben der Konrad Niederl-Behausung genannt. [[1418]], nachdem die St.-Andrä-Kirche vom Erzbischof Eberhard von Neuhaus nah der nydern Rewt gebaut war, wurde das Gassenstück bis zur Löderergasse St.-Andrä-Gasse benannt. [[1422]] war Ulrich Dunkl der erste Lederermeister in der Posting-Behausung am Egg neben der Gandolf Speckher-Behausung in der St.-Andrä-Gasse. [[1440]] kommt diese Behausung laut Schenkungsurkunde vom 24. May an das Halleiner Spital, welche diese samt Lederergerechtsame an Hanns Steydl zu Leibgeding gab, der [[1457]] das selbe mit Vorbehalt käuflich erwarb. [[1483]] geht die Behausung samt Gerechtsame an Hanns Trenkhskhalb durch Kauf über und kommt [[1513]] nach Trenkhskhalbs Tode durch Gantkauf an Martin Langer, bürgerlicher Lederermeister, dem das Ausbrechen von drei Fenstern und einer Thüre gegen das Freifeld in der Stadtmauer gegen Vorbehalt erlaubt wird.'' | + | ''[[1398]] waren in der "''Löderergasse''" mehrere Lederer "behauset", weil bei diesem Handwerk auf Grund des großen Wasserbedarfes bei der Herstellung und dem Färben von Leder die unmittelbare Nähe zum Fluss günstig war. [[1399]] wurde Leopold Walkner, "kirsner", als Besitzer der Behausung am Egg der Löderergasse erwähnt. [[1411]] wird diese Behausung die Hanns-Postingl-Behausung am Egg neben der Konrad Niederl-Behausung genannt. [[1418]], nachdem die St.-Andrä-Kirche vom Erzbischof Eberhard von Neuhaus nah der nydern Rewt gebaut war, wurde das Gassenstück bis zur Löderergasse St.-Andrä-Gasse benannt. [[1422]] war Ulrich Dunkl der erste Lederermeister in der Posting-Behausung am Egg neben der Gandolf Speckher-Behausung in der St.-Andrä-Gasse. [[1440]] kommt diese Behausung laut Schenkungsurkunde vom 24. May an das Halleiner Spital, welche diese samt Lederergerechtsame an Hanns Steydl zu Leibgeding gab, der [[1457]] das selbe mit Vorbehalt käuflich erwarb. [[1483]] geht die Behausung samt Gerechtsame an Hanns Trenkhskhalb durch Kauf über und kommt [[1513]] nach Trenkhskhalbs Tode durch Gantkauf an Martin Langer, bürgerlicher Lederermeister, dem das Ausbrechen von drei Fenstern und einer Thüre gegen das Freifeld in der Stadtmauer gegen Vorbehalt erlaubt wird.'' |
| | | | |
| − | ''[[1552]] kommt „das Egghaus, so man von der St.-Andrä-Gasse in die Lederergasse geht", samt Lederergerechtsame durch Kauf an Paul Schwamberger und dessen Ehefrau Magdalena Russin, bürgerliche Lederers-Eheleute. [[1595]] wird diese Behausung von Lamprecht Lauch und seiner Ehefrau Anna Ederhuberin käuflich erworben: [[1605]], nach dem Tode ihres Mannes, heiratet die Wittib Georg Ott, bürgerlicher Lederermeister. [[1627]] übergibt die Wittib Anna Ottin gegen einen bedingten Austrag an BalthaUsar Mayer und dessen Eheftau Vandallirin, bürgerliche Lederers-Eheleute.'' | + | ''[[1552]] kommt "das Egghaus, so man von der St.-Andrä-Gasse in die Lederergasse geht", samt Lederergerechtsame durch Kauf an Paul Schwamberger und dessen Ehefrau Magdalena Russin, bürgerliche Lederers-Eheleute. [[1595]] wird diese Behausung von Lamprecht Lauch und seiner Ehefrau Anna Ederhuberin käuflich erworben: [[1605]], nach dem Tode ihres Mannes, heiratet die Wittib Georg Ott, bürgerlicher Lederermeister. [[1627]] übergibt die Wittib Anna Ottin gegen einen bedingten Austrag an BalthaUsar Mayer und dessen Eheftau Vandallirin, bürgerliche Lederers-Eheleute.'' |
| | | | |
| − | ''[[1645]] hat [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] durch das an die [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] an gebaute [[Goldschlagerhaus]] neben der Lederer-Mayr-Behausung einen [[Sauterbogen|Bogen]] durchbrechen lassen, um von der St.-Andrä-Gasse gegen den [[Makartplatz|Hannibal-Garten]] eine freie Ausfahrt zu haben. [[1659]] haben die Eheleute Mayr ihre Behausung am St.-Andrä-Bogen „enthalb der Pruggen in der Lederergasse gelegen", an Georg Kohlmayr, bürgerlicher Lederermeister, und dessen Ehefrau Ursula Spannbergerin, verkauft. 1696 hat Kohlmayr nach dem Tode seiner Ehefrau deren erbliche Hälfte von den Kindern erworben und [[1698]] die Behausung an seinen Sohn Zacharias Kohlmayr völlig übergeben, der bei Verleihung der Lederergerechtsame an die Zunftlade 3 [[Gulden]], für das Mahl 7 Gulden und für den Altknecht 1 Gulden bezahlt. '' | + | ''[[1645]] hat [[Fürsterzbischof]] [[Paris Lodron]] durch das an die [[Stadtmauern der Stadt Salzburg|Stadtmauer]] an gebaute [[Goldschlagerhaus]] neben der Lederer-Mayr-Behausung einen [[Sauterbogen|Bogen]] durchbrechen lassen, um von der St.-Andrä-Gasse gegen den [[Makartplatz|Hannibal-Garten]] eine freie Ausfahrt zu haben. [[1659]] haben die Eheleute Mayr ihre Behausung am St.-Andrä-Bogen "enthalb der Pruggen in der Lederergasse gelegen", an Georg Kohlmayr, bürgerlicher Lederermeister, und dessen Ehefrau Ursula Spannbergerin, verkauft. 1696 hat Kohlmayr nach dem Tode seiner Ehefrau deren erbliche Hälfte von den Kindern erworben und [[1698]] die Behausung an seinen Sohn Zacharias Kohlmayr völlig übergeben, der bei Verleihung der Lederergerechtsame an die Zunftlade 3 [[Gulden]], für das Mahl 7 Gulden und für den Altknecht 1 Gulden bezahlt. '' |
| | | | |
| | ''[[1747]] kommen Georg Lackhner und Therese Wismannin, bürgerliche Lederereheleute, durch Kauf in den Besitz dieser Behausung und Hofstatt. [[1778]] zahlt die Wittib die erbliche Hälfte an ihre vier Töchter aus und übergibt [[1784]] die Behausung an ihre Tochter Theresia Lachnerin, die den Lederer meister Johann Baumgartner heiratet. Zu dieser Zeit erscheint schon die sogenannte Stegmühle an der Glan im Besitz des Baumgartners, der dort einen Lohstampf errichtet.'' | | ''[[1747]] kommen Georg Lackhner und Therese Wismannin, bürgerliche Lederereheleute, durch Kauf in den Besitz dieser Behausung und Hofstatt. [[1778]] zahlt die Wittib die erbliche Hälfte an ihre vier Töchter aus und übergibt [[1784]] die Behausung an ihre Tochter Theresia Lachnerin, die den Lederer meister Johann Baumgartner heiratet. Zu dieser Zeit erscheint schon die sogenannte Stegmühle an der Glan im Besitz des Baumgartners, der dort einen Lohstampf errichtet.'' |