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| | [[2008]] besuchte die Schimpansen-Expertin Jane Goodall [[Gut Aiderbichl]] in [[Henndorf am Wallersee]] zum ersten Mal und hielt zwei Vorträge. | | [[2008]] besuchte die Schimpansen-Expertin Jane Goodall [[Gut Aiderbichl]] in [[Henndorf am Wallersee]] zum ersten Mal und hielt zwei Vorträge. |
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| − | Am [[2. Juni]] [[2022]] besuchte die weltbekannte Verhaltensforscherin und Artenschützerin die [[Waldrapp]]kolonie am [[Georgenberg (Kuchl)|Georgenberg]] in [[Kuchl]] im Rahmen von Dreharbeiten ab. „Es ist für uns als Land eine Auszeichnung, dass das erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt für den bedrohten Zugvogel nun Teil einer internationalen Kinoproduktion mit Jane Goodall wird“, so Naturschutz[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi]]. | + | Am [[2. Juni]] [[2022]] besuchte die weltbekannte Verhaltensforscherin und Artenschützerin die [[Waldrapp]]kolonie am [[Georgenberg (Kuchl)|Georgenberg]] in [[Kuchl]] im Rahmen von Dreharbeiten ab. "Es ist für uns als Land eine Auszeichnung, dass das erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt für den bedrohten Zugvogel nun Teil einer internationalen Kinoproduktion mit Jane Goodall wird“, so Naturschutz[[landesrätin]] [[Daniela Gutschi]]. |
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| − | Die 88-jährige und unermüdliche Jane Goodall revolutionierte in den [[1960er]]-Jahren mit ihrer Feldforschung über Schimpansen das Denken unserer Gesellschaft über die Beziehung zwischen Mensch und Tier und setzt sich seither erfolgreich für den Artenschutz ein. Dem vom Aussterben bedrohten Waldrapp wird von ihr dabei besondere Beachtung geschenkt. Die Forscherin machte sich deswegen ein Bild von den Nistplätzen am Georgenberg. Die Britin hat eine besondere Beziehung zu den außergewöhnlichen Vögeln. „Hier haben die engagierten Leute nicht darauf gehört, was alles nicht geht. Sie haben es einfach getan und das mit großem Erfolg“, streute Goodall dem Waldrappteam ''Conservation & Research'' unter der Leitung von Johannes Fritz Rosen. Die Bilder, als die Waldrappen begleitet von Menschen in Ultraleichtflugzeugen wieder lernten, in den Süden zu fliegen, gingen und gehen um die Welt. „Ich finde diese Vögel wunderschön!“ | + | Die 88-jährige und unermüdliche Jane Goodall revolutionierte in den [[1960er]]-Jahren mit ihrer Feldforschung über Schimpansen das Denken unserer Gesellschaft über die Beziehung zwischen Mensch und Tier und setzt sich seither erfolgreich für den Artenschutz ein. Dem vom Aussterben bedrohten Waldrapp wird von ihr dabei besondere Beachtung geschenkt. Die Forscherin machte sich deswegen ein Bild von den Nistplätzen am Georgenberg. Die Britin hat eine besondere Beziehung zu den außergewöhnlichen Vögeln. "Hier haben die engagierten Leute nicht darauf gehört, was alles nicht geht. Sie haben es einfach getan und das mit großem Erfolg“, streute Goodall dem Waldrappteam ''Conservation & Research'' unter der Leitung von Johannes Fritz Rosen. Die Bilder, als die Waldrappen begleitet von Menschen in Ultraleichtflugzeugen wieder lernten, in den Süden zu fliegen, gingen und gehen um die Welt. "Ich finde diese Vögel wunderschön!“ |
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| − | Der Leiter des Projektes, Johannes Fritz, hatte jedenfalls für Jane Goodall gute Nachrichten. „Wir haben heuer am Georgenberg sechs Nester in den Nischen gezählt und rechnen mit rund 15 Jungvögeln, die teilweise schon geschlüpft sind. Die Kolonie wächst und ist ein Erfolgsprojekt. Und im Herbst wird der Nachwuchs gemeinsam mit den anderen in die Toskana ins Winterquartier fliegen, den Weg finden sie inzwischen alleine.“ Dann wird – wenn dieses Wortspiel erlaubt ist – all good oder eben Goodall. | + | Der Leiter des Projektes, Johannes Fritz, hatte jedenfalls für Jane Goodall gute Nachrichten. "Wir haben heuer am Georgenberg sechs Nester in den Nischen gezählt und rechnen mit rund 15 Jungvögeln, die teilweise schon geschlüpft sind. Die Kolonie wächst und ist ein Erfolgsprojekt. Und im Herbst wird der Nachwuchs gemeinsam mit den anderen in die Toskana ins Winterquartier fliegen, den Weg finden sie inzwischen alleine.“ Dann wird – wenn dieses Wortspiel erlaubt ist – all good oder eben Goodall. |
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| | Das Europäische Waldrapp-Projekt gibt es seit 20 Jahren, konnte immer auf die Unterstützung der weltberühmten Artenschützerin zählen. Dieses Jahr wird das zweite LIFE Projekt gestartet. Zehn Partner aus vier Ländern arbeiten unter der Leitung vom Tiergarten Schönbrunn an der Wiederansiedelung des Waldrapps. Kuchl gilt hier als Beispiel für andere. | | Das Europäische Waldrapp-Projekt gibt es seit 20 Jahren, konnte immer auf die Unterstützung der weltberühmten Artenschützerin zählen. Dieses Jahr wird das zweite LIFE Projekt gestartet. Zehn Partner aus vier Ländern arbeiten unter der Leitung vom Tiergarten Schönbrunn an der Wiederansiedelung des Waldrapps. Kuchl gilt hier als Beispiel für andere. |