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| | == Leben == | | == Leben == |
| − | Johann Evangelist Engl besuchte von [[1851]] bis [[1853]] das [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Lehrerseminar]] in Salzburg und erhielt [[1859]] die Lehrbefähigung für Unterrealschulen. Nach seiner Tätigkeit am Erziehungsinstitut „Bilka“ in Wien ([[1860]]–[[1866]]) eröffnete er selbst ein solches Institut in seiner Heimatstadt und stand ihm bis [[1892]] als Direktor vor. Nach Erlassung der „Armenordnung“ für die Stadt Salzburg war er von 1892 bis zu seinem Ableben als Armenbezirksinspektor tätig. Darüber hinaus hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung des Salzburger Volksschulvereins ([[1873]]). | + | Johann Evangelist Engl besuchte von [[1851]] bis [[1853]] das [[Salzburger Lehrerbildungsanstalt|Lehrerseminar]] in Salzburg und erhielt [[1859]] die Lehrbefähigung für Unterrealschulen. Nach seiner Tätigkeit am Erziehungsinstitut "Bilka“ in Wien ([[1860]]–[[1866]]) eröffnete er selbst ein solches Institut in seiner Heimatstadt und stand ihm bis [[1892]] als Direktor vor. Nach Erlassung der "Armenordnung“ für die Stadt Salzburg war er von 1892 bis zu seinem Ableben als Armenbezirksinspektor tätig. Darüber hinaus hatte er wesentlichen Anteil an der Gründung des Salzburger Volksschulvereins ([[1873]]). |
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| | == Wirken == | | == Wirken == |
| − | Als Schriftstller verfasste zahlreiche Publikationen zur Salzburger Musikgeschichte. Häufig streute er wissenschaftliche Betrachtungen zu [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]], so genannte „Mozartiana“, mit Details, die manchmal ''frei erfunden'' sind,<ref>[[Ernst Hintermaier]]: ''Die verlorene Legende der „Krönungsmesse“.'' In: ''Singende Kirche'', Wien 1975, Seite 171.</ref> oder denen ''Bedenken gegen die Stichhaltigkeit'' entgegengebracht werden.<ref>Erich Valentin: ''Mozarteumsbüchlein''. Zitiert nach: W. H.: ''Zum 40. Todestag des Kaiserlichen Rates Johann Ev. Engl am 18. Mai 1961'', in: Mitteilungen der Internationalen Stiftung Mozarteum, Jg. 10.1961, Heft 1–2, S. 28, Sp. 2.</ref> | + | Als Schriftstller verfasste zahlreiche Publikationen zur Salzburger Musikgeschichte. Häufig streute er wissenschaftliche Betrachtungen zu [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]], so genannte "Mozartiana“, mit Details, die manchmal ''frei erfunden'' sind,<ref>[[Ernst Hintermaier]]: ''Die verlorene Legende der "Krönungsmesse“.'' In: ''Singende Kirche'', Wien 1975, Seite 171.</ref> oder denen ''Bedenken gegen die Stichhaltigkeit'' entgegengebracht werden.<ref>Erich Valentin: ''Mozarteumsbüchlein''. Zitiert nach: W. H.: ''Zum 40. Todestag des Kaiserlichen Rates Johann Ev. Engl am 18. Mai 1961'', in: Mitteilungen der Internationalen Stiftung Mozarteum, Jg. 10.1961, Heft 1–2, S. 28, Sp. 2.</ref> |
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| − | Am [[18. Juni]] [[1869]] trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof „Zur Krone“ (damals im [[Roittner]]-Haus), um die Loslösung des Mozarteums von dem am [[22. April]] [[1841]] gegründeten [[Dom-Musikverein und Mozarteum|Dom-Musikverein]] zu beschließen. [[1870]] gründete der Kreis um Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus der [[1880]] - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musikverein - durch Zusammenschluss mit der [[Universität Mozarteum|Musikschule Mozarteum]] - die heutige [[Internationale Stiftung Mozarteum]] hervorging. Anlässlich des am [[20. September]] 1880 von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter [[Karl Daublebsky Reichsfreiherr von Sterneck zu Ehrenstein|Carl Reichsfreiherr von Sterneck]] zum ersten Präsidenten und [[Carl Spängler]] zum Kassier der Stiftung gewählt. | + | Am [[18. Juni]] [[1869]] trafen sich unter seiner Federführung 15 honorige Salzburger Bürger im Gasthof "Zur Krone“ (damals im [[Roittner]]-Haus), um die Loslösung des Mozarteums von dem am [[22. April]] [[1841]] gegründeten [[Dom-Musikverein und Mozarteum|Dom-Musikverein]] zu beschließen. [[1870]] gründete der Kreis um Engl dazu die Internationale Mozartstiftung, aus der [[1880]] - nach Einigung und Vertrag mit dem Dom-Musikverein - durch Zusammenschluss mit der [[Universität Mozarteum|Musikschule Mozarteum]] - die heutige [[Internationale Stiftung Mozarteum]] hervorging. Anlässlich des am [[20. September]] 1880 von der ISM erstmals abgehaltenen Mozart-Tages wurden Engls Mitstreiter [[Karl Daublebsky Reichsfreiherr von Sterneck zu Ehrenstein|Carl Reichsfreiherr von Sterneck]] zum ersten Präsidenten und [[Carl Spängler]] zum Kassier der Stiftung gewählt. |
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| | Engl war von [[1870]] bis [[1899]] ehrenamtlicher Sekretär des Mozarteums und von [[1881]] bis [[1899]] Inspektor der damaligen Musikschule, [[1893]] wurde er Verwalter des [[Mozarts Geburtshaus|Mozart-Museum]]s. Daneben fungierte er als Redakteur der Jahresberichte der ISM und verfasste 60 literarische Arbeiten über [[Mozart]] und zahlreiche Studien zur Salzburger Musikgeschichte. | | Engl war von [[1870]] bis [[1899]] ehrenamtlicher Sekretär des Mozarteums und von [[1881]] bis [[1899]] Inspektor der damaligen Musikschule, [[1893]] wurde er Verwalter des [[Mozarts Geburtshaus|Mozart-Museum]]s. Daneben fungierte er als Redakteur der Jahresberichte der ISM und verfasste 60 literarische Arbeiten über [[Mozart]] und zahlreiche Studien zur Salzburger Musikgeschichte. |
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| − | Johann Evangelist Engl, ein glühender Mozart-Enthusiast, ließ im [[Sebastiansfriedhof]] ein „Familiengrab der Mozarts“ errichten, wozu er sterbliche Überreste aus deren tatsächlichen Gräbern übertragen ließ. In diesem ''Schaugrab'' sollen unter anderem [[Constanze Mozart]] († 1842), Witwe Wolfgang Amadé Mozarts, und Genovefa Weber († 1798), Constanzes Tante, beerdigt sein.<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/ein-blick-auf-salzburgs-friedhoefe-126274/ www.salzburg.com]</ref>. | + | Johann Evangelist Engl, ein glühender Mozart-Enthusiast, ließ im [[Sebastiansfriedhof]] ein "Familiengrab der Mozarts“ errichten, wozu er sterbliche Überreste aus deren tatsächlichen Gräbern übertragen ließ. In diesem ''Schaugrab'' sollen unter anderem [[Constanze Mozart]] († 1842), Witwe Wolfgang Amadé Mozarts, und Genovefa Weber († 1798), Constanzes Tante, beerdigt sein.<ref>Quelle [http://www.salzburg.com/nachrichten/salzburg/chronik/sn/artikel/ein-blick-auf-salzburgs-friedhoefe-126274/ www.salzburg.com]</ref>. |
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| − | Seine Behauptung, dass [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] die Krönungsmesse für die [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] komponiert hätte, wurde von ihm 1907 frei erfunden.<ref>Ernst Hintermaier: ''Die verlorene Legende der „Krönungsmesse“.'' In: ''Singende Kirche'', Wien 1975, Seite 171.</ref> | + | Seine Behauptung, dass [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] die Krönungsmesse für die [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]] komponiert hätte, wurde von ihm 1907 frei erfunden.<ref>Ernst Hintermaier: ''Die verlorene Legende der "Krönungsmesse“.'' In: ''Singende Kirche'', Wien 1975, Seite 171.</ref> |
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| | == Ehrungen == | | == Ehrungen == |
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| | Er war Besitzer des Franz-Josef-Ordens, Ritter des königlich-[[Spanien|spanischen]] Ordens Isabella der Katholischen, Besitzer der silbernen [[Mozart-Medaille]] und [[Bürger der Stadt Salzburg]]. | | Er war Besitzer des Franz-Josef-Ordens, Ritter des königlich-[[Spanien|spanischen]] Ordens Isabella der Katholischen, Besitzer der silbernen [[Mozart-Medaille]] und [[Bürger der Stadt Salzburg]]. |
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| − | Die [[Stadt Salzburg]] verlieh ihm mit Diplom vom [[15. November]] [[1920]] „''in Anbetracht seiner Verdienste um das Mozarteum, insbesondere aber um das Schulwesen und die Armenversorgung der Stadt''“ die [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürgerschaft]]. | + | Die [[Stadt Salzburg]] verlieh ihm mit Diplom vom [[15. November]] [[1920]] "''in Anbetracht seiner Verdienste um das Mozarteum, insbesondere aber um das Schulwesen und die Armenversorgung der Stadt''“ die [[Ehrenbürger der Stadt Salzburg|Ehrenbürgerschaft]]. |
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| | Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt. | | Nach seinem Ableben wurde er am [[Salzburger Kommunalfriedhof]] beigesetzt. |