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| | {{Dieser Artikel|beschreibt das Leben des '''Priesters Alois Huber'''. Einen Artikel über den gleichnamigen Sonderschulinspektor findest du unter [[Alois Huber (Sonderschulinspektor)|Alois Huber]].}}<br /> | | {{Dieser Artikel|beschreibt das Leben des '''Priesters Alois Huber'''. Einen Artikel über den gleichnamigen Sonderschulinspektor findest du unter [[Alois Huber (Sonderschulinspektor)|Alois Huber]].}}<br /> |
| − | [[Professor]]<ref>Der Titel „Professor“ wird in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (zB Gesellschaftsnachrichten 1869, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18700006&seite=00000018 S. XVIII),]) verwendet, seine Herkunft ist zweifelhaft.</ref> Dr. '''Alois Huber''' – eigentlich Vogelhuber<ref>Wurzbach aaO, Hans Wagner aaO 197.</ref> oder Vogl<ref>H. F. Wagner aaO [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19100023&seite=00000348&zoom=2 S. 348.]</ref> – († [[1874]]) war ein bayerisch-salzburgischer Kleriker und historischer Autor. | + | [[Professor]]<ref>Der Titel "Professor“ wird in den Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (zB Gesellschaftsnachrichten 1869, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18700006&seite=00000018 S. XVIII),]) verwendet, seine Herkunft ist zweifelhaft.</ref> Dr. '''Alois Huber''' – eigentlich Vogelhuber<ref>Wurzbach aaO, Hans Wagner aaO 197.</ref> oder Vogl<ref>H. F. Wagner aaO [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19100023&seite=00000348&zoom=2 S. 348.]</ref> – († [[1874]]) war ein bayerisch-salzburgischer Kleriker und historischer Autor. |
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| | ==Leben== | | ==Leben== |
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| − | Vogl/Huber war Geistlicher in [[Tittmoning]], ging aber, wegen eines sittlichen Vergehens abgestraft, nach Österreich, wo er fortan unter dem Namen „Huber“ lebte; und zwar zunächst in verschiedenen [[OÖ|oberösterreichischen]] Klöstern und dann in Wien.<ref>Wurzbach aaO.</ref> | + | Vogl/Huber war Geistlicher in [[Tittmoning]], ging aber, wegen eines sittlichen Vergehens abgestraft, nach Österreich, wo er fortan unter dem Namen "Huber“ lebte; und zwar zunächst in verschiedenen [[OÖ|oberösterreichischen]] Klöstern und dann in Wien.<ref>Wurzbach aaO.</ref> |
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| | Im Jahr [[1867]] kam er nach [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]], um hier im Auftrag und auf Kosten des [[Erzbischof]]s Kardinal [[Maximilian Josef von Tarnóczy|Tarnóczy]] an der Frühgeschichte des Christentums in Südostdeutschland zu arbeiten.<ref>Hans Wagner aaO 197.</ref> | | Im Jahr [[1867]] kam er nach [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]], um hier im Auftrag und auf Kosten des [[Erzbischof]]s Kardinal [[Maximilian Josef von Tarnóczy|Tarnóczy]] an der Frühgeschichte des Christentums in Südostdeutschland zu arbeiten.<ref>Hans Wagner aaO 197.</ref> |
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| | Er wurde [[1869]] korrespondierendes Mitglied der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], in deren Rahmen er in den Jahren [[1870]] und [[1871]] durch Vorträge<ref>außer den veröffentlichten Vorträgen wird auch einer über das Vorleben [[Erzbischof]] [[Arn]]s genannt: MGSLK [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18700006&seite=00000006&zoom=2 1870, S. VI.]</ref> und Aufsätze hervortrat. | | Er wurde [[1869]] korrespondierendes Mitglied der [[Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], in deren Rahmen er in den Jahren [[1870]] und [[1871]] durch Vorträge<ref>außer den veröffentlichten Vorträgen wird auch einer über das Vorleben [[Erzbischof]] [[Arn]]s genannt: MGSLK [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=18700006&seite=00000006&zoom=2 1870, S. VI.]</ref> und Aufsätze hervortrat. |
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| − | Nachdem im Jahr [[1871]] [[Franz Valentin Zillner]]s „Salzburgische Kulturgeschichte in Umrissen“ erschienen war, ließ {{PAGENAME}} eine anonyme Gegenschrift unter dem Titel ''„Einige Bedenken zur salzburgischen Culturgeschichte des Herrn Dr. Med. Fr. V. Zillner“'' erscheinen, in der er der liberalen Sichtweise Zillners eine klerikal-konservative entgegensetzte. Diese Meinungsverschiedenheiten mit dem streitbaren Zillner führten zu langanhaltenden Zerwürfnissen innerhalb der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.<ref>Näher Hans Wagner, aaO S. 197-199.</ref> | + | Nachdem im Jahr [[1871]] [[Franz Valentin Zillner]]s "Salzburgische Kulturgeschichte in Umrissen“ erschienen war, ließ {{PAGENAME}} eine anonyme Gegenschrift unter dem Titel ''"Einige Bedenken zur salzburgischen Culturgeschichte des Herrn Dr. Med. Fr. V. Zillner“'' erscheinen, in der er der liberalen Sichtweise Zillners eine klerikal-konservative entgegensetzte. Diese Meinungsverschiedenheiten mit dem streitbaren Zillner führten zu langanhaltenden Zerwürfnissen innerhalb der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde.<ref>Näher Hans Wagner, aaO S. 197-199.</ref> |
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| | {{PAGENAME}} starb 1874 als Kaplan in [[Neumarkt]]. | | {{PAGENAME}} starb 1874 als Kaplan in [[Neumarkt]]. |