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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Der Bau dieser Nebenausflugsstraße geht auf eine Zufall zurück. [[Franz Friedrich Wallack]], dem Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, blieben im Sommer 1934, kurz vor der Vollendung der Großglockner Hochalpenstraße, ein Betrag von 53.000.-- [[Schilling]] (€ 152.000,-- Geldwert 2014) über. Diesen Betrag hatte er beim Bau um den [[Törlkopf]] beim Fuscher Törl einsparen können. | + | Der Bau dieser Nebenausflugsstraße geht auf eine Zufall zurück. [[Franz Friedrich Wallack]], dem Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße, blieben im Sommer 1934, kurz vor der Vollendung der Großglockner Hochalpenstraße, ein Betrag von 53.000.-- [[Schilling]] (€ 152.000,-- Geldwert 2014) über. Diesen Betrag hatte er beim Bau der Straße um den [[Törlkopf]] einsparen können. |
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| − | Da ja eine der Grundaufgaben der Straße in der touristischen Erschließung der hochalpinen Region um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] lag, dachte Wallack, diesen Aussichtspunkt zu erschließen. Im Juli 1934 begann Wallack mit der Trassierung dieser Straße auf das damals so genannte [[Poneck]]. Dort fiel ein Hang mit dem Namen „Edelweißleiten“ nach Südost ab. Es entstand zunächst ein drei Meter breiter „Güterweg“, wie ihn Wallack bezeichnet, mit einer Höchststeigung von 14 Prozent. Die Straße führt über 1 600 m mit sechs Kehren von 2 394 m ü. A. (Abzweigung von der Durchzugsstraße) auf 2 571 m ü. A.. Wallack hatte zehn Ausweichstellen vorgesehen. So wurde die Straße zur Edelweißspitze in nur 47 Tagen errichtet: in sechs Kehren und über 177 Höhenmetern führt sie zu einem Punkt, von dem aus man einen Rundblick auf 37 Dreitausender und - damals noch - 19 [[Gletscher]] hatte. Wallack gab ihm den Namen [[Edelweißspitze]]. | + | Da ja eine der Grundaufgaben der Straße in der touristischen Erschließung der hochalpinen Region um den [[Großglockner (Berg)|Großglockner]] lag, dachte Wallack, diesen Aussichtspunkt zu erschließen. Im Juli 1934 begann Wallack mit der Trassierung dieser Straße auf das damals so genannte [[Poneck]]. Dort fiel ein Hang mit dem Namen "Edelweißleiten" nach Südost ab. Es entstand zunächst ein drei Meter breiter "Güterweg", wie ihn Wallack bezeichnet, mit einer Höchststeigung von 14 Prozent. Die Straße führt über 1 600 m mit sechs Kehren von 2 394 m ü. A. (Abzweigung von der Durchzugsstraße) auf 2 571 m ü. A.. Wallack hatte zehn Ausweichstellen vorgesehen. So wurde die Straße zur Edelweißspitze in nur 47 Tagen errichtet: in sechs Kehren und über 177 Höhenmetern führt sie zu einem Punkt, von dem aus man einen Rundblick auf 37 Dreitausender und - damals noch - 19 [[Gletscher]] hatte. Wallack gab ihm den Namen [[Edelweißspitze]]. |
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| | Ing. [[Felix Ennemoser (Ingenieur)|Felix Ennemoser]] war als Techniker des Baukonsortiums Universale-Redlich & Berger Bau AG für den Bau der Edelweißstraße verantwortlich. | | Ing. [[Felix Ennemoser (Ingenieur)|Felix Ennemoser]] war als Techniker des Baukonsortiums Universale-Redlich & Berger Bau AG für den Bau der Edelweißstraße verantwortlich. |
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| | Am [[23. September]] [[1934]] um 10 Uhr begann die Autokolonne die Auffahrt von der Mautstelle [[Ferleiten]] zur Einweihung der Straße bis zum Fuscher Törl und auf die Edelweißspitze. Im ersten Fahrzeug [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]]. Dahinter die Wagen mit dem Bundespräsidenten Miklas, dem Bundeskanzler Schuschnigg, den Ministern, Diplomaten und sonstigen Würdenträgern: 343 Personenkraftwagen, 32 Autobusse und 318 Motorräder. | | Am [[23. September]] [[1934]] um 10 Uhr begann die Autokolonne die Auffahrt von der Mautstelle [[Ferleiten]] zur Einweihung der Straße bis zum Fuscher Törl und auf die Edelweißspitze. Im ersten Fahrzeug [[Landeshauptmann]] Dr. [[Franz Rehrl]]. Dahinter die Wagen mit dem Bundespräsidenten Miklas, dem Bundeskanzler Schuschnigg, den Ministern, Diplomaten und sonstigen Würdenträgern: 343 Personenkraftwagen, 32 Autobusse und 318 Motorräder. |
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| − | Eine feierliche Feldmesse fand unterhalb der Edelweißspitze beim Fuscher Törl statt. Nach der Messe sang Kammersänger [[Richard Mayr]] ohne jede Begleitung die beiden ersten Strophen Goethes "Talismane" nach der Vertonung von [[Franz Schubert]]. Dann folgten Ansprachen, denen rund 8 000 Menschen in 2 571 m ü. A. lauschten und über ihren Köpfen kreiste Fürst Kinsky in seinem Sportflugzeug. | + | Eine feierliche Feldmesse fand unterhalb der Edelweißspitze beim Fuscher Törl statt. Nach der Messe sang Kammersänger [[Richard Mayr]] ohne jede Begleitung die beiden ersten Strophen Goethes "Talismane" nach der Vertonung von [[Franz Schubert]]. Dann folgten Ansprachen, denen rund 8 000 Menschen in 2 571 m ü. A. lauschten und über ihren Köpfen kreiste Fürst Kinsky in seinem Sportflugzeug. |
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| | Im Sommer [[1936]] konnte mit dem zweibahnigen Ausbau der Straße begonnen werden. Im Sommer [[1955]] bewilligte das Finanzministerium 125 Millionen [[Schilling]] für den weiteren Ausbau der Großglockner Hochalpenstraße. Es soll ein [[Parkhaus Freiwandeck]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] und ein Aussichtsturm mit Funkstation auf der Edelweißspitze errichtet werden. Die Fahrbahnbreite wurde von sechs auf 7,5 Meter verbreitert.<ref>[[Austro-Motor]], Fachzeitschrift für Weltmotorwesen'', Wien, Ausgabe 1955/5</ref> Die Arbeiten für die Aussichtsturm und die Fahrbahnverbreiterung auf die Edelweißspitze begannen bereits Anfang [[September]] [[1954]]. Dabei wurde auch die Abzweigung beim [[Parkplatz Fuscher Törl I]] etwas weiter nach oben verlegt an die heutige Stelle.<ref>[https://www.facebook.com/photo/?fbid=10221323191934725&set=gm.1558833994473789 www.facebook.com], ein Bild von Ing. [[Kurt Schwaiger]]</ref> | | Im Sommer [[1936]] konnte mit dem zweibahnigen Ausbau der Straße begonnen werden. Im Sommer [[1955]] bewilligte das Finanzministerium 125 Millionen [[Schilling]] für den weiteren Ausbau der Großglockner Hochalpenstraße. Es soll ein [[Parkhaus Freiwandeck]] auf der [[Kaiser-Franz-Josefs-Höhe]] und ein Aussichtsturm mit Funkstation auf der Edelweißspitze errichtet werden. Die Fahrbahnbreite wurde von sechs auf 7,5 Meter verbreitert.<ref>[[Austro-Motor]], Fachzeitschrift für Weltmotorwesen'', Wien, Ausgabe 1955/5</ref> Die Arbeiten für die Aussichtsturm und die Fahrbahnverbreiterung auf die Edelweißspitze begannen bereits Anfang [[September]] [[1954]]. Dabei wurde auch die Abzweigung beim [[Parkplatz Fuscher Törl I]] etwas weiter nach oben verlegt an die heutige Stelle.<ref>[https://www.facebook.com/photo/?fbid=10221323191934725&set=gm.1558833994473789 www.facebook.com], ein Bild von Ing. [[Kurt Schwaiger]]</ref> |
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| | :Fahrbahnbreite: fünf Meter | | :Fahrbahnbreite: fünf Meter |
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| − | Für Reisebusse, Anhänger und Lkw gesperrt.
| + | Die Straße ist für Reisebusse, Anhänger und Lkw gesperrt. |
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| | == Radsport == | | == Radsport == |
| − | * [[68. Österreich-Radrundfahrt-Glocknerkönig wird auf der Edelweißspitze gekrönt]] | + | * [[68. Österreich-Radrundfahrt-Glocknerkönig auf der Edelweißspitze]] |
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| | == Bilder == | | == Bilder == |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | * Buch „[[Großglockner Saumpfad Römerweg Hochalpenstraße]]“ | + | * Buch "[[Großglockner Saumpfad Römerweg Hochalpenstraße]]" |
| − | * [[Franz Wallack|Wallack, Franz]]: „Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues“, zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien | + | * [[Franz Wallack|Wallack, Franz]]: "Die Großglockner Hochalpenstraße - die Geschichte ihres Baues", zweite Ausgabe, anlässlich der 25-Jahr-Feier der Großglockner Hochalpenstraße, 1960, Springer Verlag, Wien |
| | * [https://www.openstreetmap.org/relation/1022928#map=16/47.1206/12.8324 www.openstreetmap.org] Gemeindegrenzenverlauf | | * [https://www.openstreetmap.org/relation/1022928#map=16/47.1206/12.8324 www.openstreetmap.org] Gemeindegrenzenverlauf |
| | == Einzelnachweis == | | == Einzelnachweis == |
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| | [[Kategorie:Fusch an der Großglocknerstraße]] | | [[Kategorie:Fusch an der Großglocknerstraße]] |
| | [[Kategorie:Ausflugsziel]] | | [[Kategorie:Ausflugsziel]] |
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