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[[Datei:Kloster Säben Südtirol 1980.jpg|thumb|Kloster Säben, 1980.]]
Das '''Kloster Säben''' war eine Benediktinerinnenabtei auf dem Säbener Berg in [[Südtirol]]. Es wurde im ausgehenden [[17. Jahrhundert]] durch Nonnen der Salzburger [[Benediktinerinnenabtei Nonnberg]] gegründet und bestand bis November [[2021]].
== Geschichte ==
Säben (lateinisch Sabiona) steht dem „Heiligen Berg“ oberhalb von Klausen. Dieser Berg war schon in der [[Jungsteinzeit]] besiedelt. Wo heute die Klosterbauten stehen befand sich eine [[Römer|spätrömische]] Siedlung, die sich zu einem frühchristlichen Zentrum entwickelte. Vom [[6. Jahrhundert]] bis um [[960]] befand sich hier ein Bischofssitz.
Am [[13. September]] [[901]] schenkte König Ludwig IV. dem Bischof Zacharias den Meierhof Prichsna, aus dem später Brixen entstehen sollte. Spätestens 960 unter dem Bischof Richbert wurde der Bischofssitz dorthin verlegt. Danach blieb Säben eine bischöfliche Wehrburg. Im [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]] war die Burg Säben Sitz des Richters von Klausen und Verwaltungsmittelpunkt der südlichsten Gebiete des [[Bistum Brixen|Bistums Brixen]].
Auf Betreiben von Kanonikus, Stadt- und Spitalspfarrer Matthias Jenner kamen im Jahr [[1685]] die ersten Nonnen drei Chorfrauen und zwei Laienschwestern aus dem Stift Nonnberg in Salzburg nach Säben, um das zu errichtende Kloster zum Heiligen Kreuz auf Säben zu beleben. Die auf den [[21. November]] [[1686]] datierte Gründungsurkunde des Fürstbischofs Johann Franz [[Khuen von Belasy]], der auch die Klosterkirche weihte, bestätigt die Errichtung des neuen Klosters. [[1699]] wurde das Kloster zur Abtei erhoben und M. Agnes von Zeiller (in den Quellen auch Maria Agnes Zeillerin genannt) zur ersten Äbtissin erwählt.
[[1974]] wurde das Kloster in die Beuroner Kongregation aufgenommen. Die kontemplativen Benediktinerinnen lebten in strenger Klausur, widmeten sich dem Chorgebet und der häuslichen Arbeit, kümmerten sich aber auch um Pilger und nahmen im Sommer Gäste im Gästehaus auf.
Von [[1970]] bis [[1996]] leitete die aus der Abtei Herstelle stammende Marcellina Pustet als zehnte Äbtissin die Gemeinschaft. [[1996]] wurde Maria Ancilla Hohenegger zur elften Äbtissin des Klosters geweiht. Im Mai [[2021]] verkündete Äbtissin Maria Ancilla Hohenegger, das Kloster Säben in absehbarer Zeit wegen Nachwuchsmangels aufzulassen. Ihr Entschluss wurde vorab mit Ivo Muser, dem Bischof von Bozen-Brixen, und Abt Albert Schmidt, dem Abtpräses der Beuroner Kongregation, abgestimmt. Die letzten drei Nonnen übersiedelten im November 2021 in die Zisterzienserinnenabtei Mariengarten und die Abtei Nonnberg.
== Weblink ==
* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=46.64444&mlon=11.56738#map=17/46.64444/11.56738 www.openstreetmap.org]
== Quelle ==
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{{SORTIERUNG: Säben, Kloster}}
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