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[[Prof]]. Pater '''Paris Gille''' [[OSB]] (* [[20. Jänner]] [[1623]];<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIII/?pg=579 data.matricula-online.eu], Taufbuch der [[Dompfarre]] in der [[Stadt Salzburg]]</ref> † [[1701]]) war ein Benediktiner in der [[Benediktinerabtei Michaelbeuern]] in [[Dorfbeuern]] und einer der hervorragendsten neulateinischen Dichter Salzburgs.
== Leben ==
Paris Gille, Sohn des hochfürstlichen Sommeliers Andreas Gille, erhielt von seinem Taufpaten [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron]] seinen Vornamen.
Er unterrichtete als Professor an der [[Benediktineruniversität]] in der [[Stadt Salzburg]]. Als Seelsorger war in in [[Arnsdorf]] in der [[Wallfahrtskirche Maria im Mösl]] tätig, in seinem Stift in [[Michaelbeuern]] war er Prior. Daneben fand er Zeit für Komposition und Dichtung, wobei die „Symbola heroica“, Embleme auf berühmte Persönlichkeiten, als seine besondere Spezialität galten. Bei seiner Panegyrik ging es Gille stets um mehr als reine ''Courtoisie''.
Nach den Schrecken des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] setzte sich der Benediktiner bei den Fürsten – modern anmutend – für die Bewahrung der Schöpfung in Frieden sowie die Förderung der Wissenschaften und Künste ein. Viele Zeichner und Kupferstecher fassten seine Gedanken in Bilder, die er nahezu unerreicht in der lateinischen Sprache auszudrücken verstand. Zweifelsohne gehören seine prachtvollen Emblembücher zu den schönsten und anspruchsvollsten Publikationen, die an der Benediktineruniversität herausgegeben wurden.
Als [[1653]] der Universitätsgründer Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron starb, würdigte P. Paris Gille seinen Taufpaten in 24 Emblemen.
== Weblink ==
* [https://www.facebook.com/photo?fbid=1321242898667901&set=a.1107150730077120 www.facebook.com], Beispiel eines Emblems von Paris Gille
== Quelle ==
* [[Christoph Brandhuber]], [[Maximilian Fussl]]: „Iudicium Paridis. P. Paris Gille (1623–1701) aus dem Stift Michaelbeuern. Leben und Werk“, in: „Studien und Mitteilungen zur Geschichte des [[Benediktinerorden]]s und seiner Zweige 131“ (2020), S. 247–346.
== Einzelnachweis ==
<references/>
{{SORTIERUNG:Gille, Paris}}
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