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| | Es folgen noch zwei [[Tauernkraftwerk-Projekte der 1930er-Jahre]], bevor dann tatsächlich eine provisorische Version während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter Einsatz zahlreicher Zwangsarbeiter errichtet und ein technisch machbares Konzept in Form der heutigen Tauernkraftwerke Kaprun ab 1947 realisiert wurde. | | Es folgen noch zwei [[Tauernkraftwerk-Projekte der 1930er-Jahre]], bevor dann tatsächlich eine provisorische Version während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] unter Einsatz zahlreicher Zwangsarbeiter errichtet und ein technisch machbares Konzept in Form der heutigen Tauernkraftwerke Kaprun ab 1947 realisiert wurde. |
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| − | Nach dem [[Anschluss|Anschluss Österreichs]] an das Deutsche Reich folgte für Propagandazwecke der erste Spatenstich - ausgeführt von [[Hermann Göring]] am [[16. Mai]] [[1938]]. Das Projekt wurde zum „bevorzugten Wasserbau“ erklärt. Da für den Bau ab 1943 kriegsbedingt zu wenig Geld vorhanden war, konnte von [[November]] [[1944]] bis Mai 1945 mit einem aufgeschütteten Hilfsspeicher ([[Speicher Klammsee]]) und mit dem ersten Maschinensatz des [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun|Kraftwerkes Hauptstufe Kaprun]], täglich nur zwei Stunden lang Strom erzeugt. | + | Nach dem [[Anschluss|Anschluss Österreichs]] an das Deutsche Reich folgte für Propagandazwecke der erste Spatenstich – ausgeführt von [[Hermann Göring]] am [[16. Mai]] [[1938]]. Das Projekt wurde zum „bevorzugten Wasserbau“ erklärt. Da für den Bau ab 1943 kriegsbedingt zu wenig Geld vorhanden war, konnte von [[November]] [[1944]] bis Mai 1945 mit einem aufgeschütteten Hilfsspeicher ([[Speicher Klammsee]]) und mit dem ersten Maschinensatz des [[Kraftwerk Hauptstufe Kaprun|Kraftwerkes Hauptstufe Kaprun]] täglich nur zwei Stunden lang Strom erzeugt. |
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| | Am [[30. Juli]] [[1946]] übergab Generalmajor [[Harry J. Collins]], Oberkommandierender der Besatzungsmächte im Land Salzburg, die {{PAGENAME}} im Rahmen einer Feier im [[Prunkräume der Residenz|Rittersaal]] in der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] offiziell wieder in die Hände der Republik Österreich.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19460731&query=%22Harry+J.+Collins%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 31. Juli 1946, Seite 3</ref> | | Am [[30. Juli]] [[1946]] übergab Generalmajor [[Harry J. Collins]], Oberkommandierender der Besatzungsmächte im Land Salzburg, die {{PAGENAME}} im Rahmen einer Feier im [[Prunkräume der Residenz|Rittersaal]] in der [[Alte Residenz|Alten Residenz]] offiziell wieder in die Hände der Republik Österreich.<ref>Quelle [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=san&datum=19460731&query=%22Harry+J.+Collins%22&ref=anno-search&seite=3 ANNO], [[Salzburger Nachrichten]], Ausgabe vom 31. Juli 1946, Seite 3</ref> |
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| | Die Mittel für die Errichtung der Kraftwerksanlage, wie wir sie heute kennen, stammten aus dem [[Marshall-Plan]]. [[1946]] war [[Leopold Müller-Salzburg]] Oberbauleiter. [[1947]] wurden Planung und Bau des Großkraftwerkes aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgte [[1955]]. Der Bau kostete gut zwei Milliarden [[Schilling]], davon übernahm der Marshall-Plan 1,4 Milliarden Schilling. | | Die Mittel für die Errichtung der Kraftwerksanlage, wie wir sie heute kennen, stammten aus dem [[Marshall-Plan]]. [[1946]] war [[Leopold Müller-Salzburg]] Oberbauleiter. [[1947]] wurden Planung und Bau des Großkraftwerkes aufgenommen. Die Fertigstellung erfolgte [[1955]]. Der Bau kostete gut zwei Milliarden [[Schilling]], davon übernahm der Marshall-Plan 1,4 Milliarden Schilling. |
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| − | Die beiden Kraftwerke Oberstufe und Hauptstufe haben zusammen eine Leistung von 350 Megawatt. Nach der Fertigstellung des unterirdischen [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Pumperspeicherkraftwerks Limberg II]] beträgt nun die Leistung mehr als doppelt so viel, nämlich 833 Megatwatt. Limberg II kostete 405 Millionen Euro und hat eine Leistung von 480 Megawatt. Die Inbetriebnahme erfolgte im Herbst 2011. In Planung ist bereits [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]], das ebenfalls unterirdisch errichtet werden soll. | + | Die beiden Kraftwerke Oberstufe und Hauptstufe haben zusammen eine Leistung von 350 Megawatt. Nach der Fertigstellung des unterirdischen [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg II|Pumperspeicherkraftwerks Limberg II]] beträgt nun die Leistung mehr als doppelt so viel, nämlich 833 Megawatt. Limberg II kostete 405 Millionen Euro und hat eine Leistung von 480 Megawatt. Die Inbetriebnahme erfolgte im Herbst 2011. In Planung ist bereits [[Pumpspeicherkraftwerk Limberg III|Limberg III]], das ebenfalls unterirdisch errichtet werden soll. |
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| | === Unfälle === | | === Unfälle === |
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| | ==Touristische Nutzung== | | ==Touristische Nutzung== |
| | === Ausstellungen === | | === Ausstellungen === |
| − | Den Ausflug zu den Stauseen rundet ein Besuch im ''Museum Erlebniswelt Strom & Eis'' am [[Mooserboden]] ab. Hier werden zwei Ausstellungen, ''Tauernstrom'' und ''Gletschereis'', präsentiert. Die informativen Schau ''Tauernstrom'' bietet einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Tauernkraftwerks, von den ersten Ideen in den [[1930er]]-Jahren bis zur Fertigstellung in den [[1950er]]-Jahren. | + | Den Ausflug zu den Stauseen rundet ein Besuch im ''Museum Erlebniswelt Strom & Eis'' am [[Mooserboden]] ab. Hier werden zwei Ausstellungen, ''Tauernstrom'' und ''Gletschereis'', präsentiert. Die informative Schau ''Tauernstrom'' bietet einen Überblick über die wechselvolle Geschichte des Tauernkraftwerks, von den ersten Ideen in den [[1930er]]-Jahren bis zur Fertigstellung in den [[1950er]]-Jahren. |
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| | Die von Experten ausgearbeitete Ausstellung ''Gletschereis'' führt die Besucher in die Welt der [[Gletscher|Alpengletscher]] und berichtet über deren Geheimnisse. | | Die von Experten ausgearbeitete Ausstellung ''Gletschereis'' führt die Besucher in die Welt der [[Gletscher|Alpengletscher]] und berichtet über deren Geheimnisse. |
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| | * Homepage Tauerntouristik | | * Homepage Tauerntouristik |
| | * Salzburgwiki-Beiträge | | * Salzburgwiki-Beiträge |
| − | * Dr. Ing. J. Götz: ''Das Tauernkraftwerk Glockner-Kaprun der Tauernkrafwerke Aktiengesellschaft'', 8. Auflage, Februar 1958 | + | * Dr. Ing. J<!--ohann-->. Götz: ''Das Tauernkraftwerk Glockner-Kaprun der Tauernkraftwerke Aktiengesellschaft'', 8. Auflage, Februar 1958 |
| | * [http://www.verbund.at/cps/rde/xbcr/SID-7BF2F3CD-0EF602F5/internet/Prospekt-Salzburg-deutsch.pdf www.verbund.at] | | * [http://www.verbund.at/cps/rde/xbcr/SID-7BF2F3CD-0EF602F5/internet/Prospekt-Salzburg-deutsch.pdf www.verbund.at] |
| | * {{Quelle SN|30. Juli 2011, 10. Oktober 2012a}} | | * {{Quelle SN|30. Juli 2011, 10. Oktober 2012a}} |
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| | [[Kategorie:Speicherkraftwerk]] | | [[Kategorie:Speicherkraftwerk]] |
| | [[Kategorie:Pumpspeicherkraftwerk]] | | [[Kategorie:Pumpspeicherkraftwerk]] |
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