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| | ==Eröffnungs- und Schlussfeier== | | ==Eröffnungs- und Schlussfeier== |
| − | Am [[1. Februar]] [[1958]] eröffnete ÖOC-Präsident und Bundesminister für Unterricht und Sport, Dr. Heinrich Drimmel, die Weltmeisterschaften. Abgehalten wurde die Eröffnungsfeier unter reger Anteilnahme der Gasteiner Bevölkerung im kleinen Eisstadion am [[Poserplatz]]. | + | Am [[1. Februar]] [[1958]] eröffnete ÖOC-Präsident und Bundesminister für Unterricht und Sport, Dr. Heinrich Drimmel, die Weltmeisterschaften. Abgehalten wurde die Eröffnungsfeier unter reger Anteilnahme der Gasteiner Bevölkerung im kleinen Eisstadion am [[Poserplatz (Bad Gastein )|Poserplatz]]. |
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| | Die Krönung der Feier stellte der Einmarsch der Nationen mit ihren Fahnenträgern dar. Insgesamt waren 25 Länder mit 175 Sportlern und 82 Betreuern angereist um an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Ein besonderes Erlebnis war dies für 25 Badgasteiner Schulkinder, die als „Taferlbuben“ ausgewählt, den Sportlern und Funktionären voranschreiten durften. | | Die Krönung der Feier stellte der Einmarsch der Nationen mit ihren Fahnenträgern dar. Insgesamt waren 25 Länder mit 175 Sportlern und 82 Betreuern angereist um an den Weltmeisterschaften teilzunehmen. Ein besonderes Erlebnis war dies für 25 Badgasteiner Schulkinder, die als „Taferlbuben“ ausgewählt, den Sportlern und Funktionären voranschreiten durften. |
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| | ==Die Stars der WM== | | ==Die Stars der WM== |
| − | Die Weltmeisterschaften wurden vor allem vom österreichischen Publikum bereits mit Spannung erwartet. Österreichs Hoffnungen bei den Herren lagen bei Toni Sailer, der bei den Olympischen Spielen zwei Jahre zuvor in [[Cortina d´Ampezzo]] in Italien alle Bewerbe für sich entscheiden konnte und sich damit den Nimbus des Superstars zugelegt hatte. Neben Sailer waren aber auch die weiteren Österreicher jederzeit für Medaillen gut. So z. B. Matthias „Hias“ Leitner, Andreas „Anderl“ Molterer, Ernst Hinterseer (der Vater des Schlagersängers Hansi Hinterseer) und der 25-jährige Hotelfachschüler Josef „Josl“ Rieder. | + | Die Weltmeisterschaften wurden vor allem vom österreichischen Publikum bereits mit Spannung erwartet. Österreichs Hoffnungen bei den Herren lagen bei Toni Sailer, der bei den Olympischen Spielen zwei Jahre zuvor in [[Cortina d'Ampezzo]] in Italien alle Bewerbe für sich entscheiden konnte und sich damit den Nimbus des Superstars zugelegt hatte. Neben Sailer waren aber auch die weiteren Österreicher jederzeit für Medaillen gut. So z. B. Matthias „Hias“ Leitner, Andreas „Anderl“ Molterer, Ernst Hinterseer (der Vater des Schlagersängers Hansi Hinterseer) und der 25-jährige Hotelfachschüler Josef „Josl“ Rieder. |
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| | Internationale Größen waren der Franzose Charles Bozon, der neben Sailer allgemein als größter WM-Favorit galt, das aufstrebende Talent aus den Vereinigten Staaten Buddy Werner und der italienische „Holzfäller“ Zeno Colo. | | Internationale Größen waren der Franzose Charles Bozon, der neben Sailer allgemein als größter WM-Favorit galt, das aufstrebende Talent aus den Vereinigten Staaten Buddy Werner und der italienische „Holzfäller“ Zeno Colo. |
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| | Der Damen-Slalom fand am [[3. Februar]] [[1958]] statt. Startzeiten waren 10:00 Uhr für den ersten und 13:00 Uhr für den zweiten Lauf. Der Höhenunterschied betrug 175 Meter. Im ersten Durchgang waren 50, im zweiten Durchgang 48 Tore ausgesteckt. Von 41 gestarteten Läuferinnen erreichten 34 das Ziel. | | Der Damen-Slalom fand am [[3. Februar]] [[1958]] statt. Startzeiten waren 10:00 Uhr für den ersten und 13:00 Uhr für den zweiten Lauf. Der Höhenunterschied betrug 175 Meter. Im ersten Durchgang waren 50, im zweiten Durchgang 48 Tore ausgesteckt. Von 41 gestarteten Läuferinnen erreichten 34 das Ziel. |
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| − | Die erklärte Favoritin Frieda Dänzer eröffnete den ersten Durchgang, des nicht sehr schwierig ausgesteckten Slaloms, blieb aber mit Rang 8 im Endklassement deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die ebenfalls hoch eingestufte Französin Suzanne Thiolière-Guirand erreicht nur den fünften Platz. | + | Die erklärte Favoritin Frieda Dänzer eröffnete den ersten Durchgang, des nicht sehr schwierig ausgesteckten Slaloms, blieb aber mit Rang 8 im Endklassement deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die ebenfalls hoch eingestufte Französin Suzanne Thiollière-Guirand erreichte nur den fünften Platz. |
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| | [[Josefa Frandl]] aus [[Radstadt]] belegte im ersten Durchgang den zweiten Rang und setzte sich mit einer temperamentvollen, fehlerfreien Fahrt im zweiten Durchgang vorübergehend an die Spitze, musste sich am Ende aber der überraschend starken, vom ehemaligen österreichischen Rennläufer Zauner trainierten, Norwegerin Inger Bjørnbakken knapp geschlagen geben. | | [[Josefa Frandl]] aus [[Radstadt]] belegte im ersten Durchgang den zweiten Rang und setzte sich mit einer temperamentvollen, fehlerfreien Fahrt im zweiten Durchgang vorübergehend an die Spitze, musste sich am Ende aber der überraschend starken, vom ehemaligen österreichischen Rennläufer Zauner trainierten, Norwegerin Inger Bjørnbakken knapp geschlagen geben. |
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| − | | style='padding:2px 4px;' | Suzanne Thiolière-Guirand | + | | style='padding:2px 4px;' | Suzanne Thiollière-Guirand |
| | | style='padding:2px 4px;' | FRA | | | style='padding:2px 4px;' | FRA |
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