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| | + | [[Datei:Alpenfahrt 1949 02.jpg|thumb|Otto Mathé auf Porsche 1 085 cm³ bei der technischen Abnahme zur [[Internationale Österreichische Alpenfahrt|Internationalen Österreichische Alpenfahrt 1949]] (ausgefallen).]] |
| | + | [[Datei:Otto_Mathe_Gaisbergrennen_1957.jpg|thumb|Otto Mathé beim Gaisbergrennen 1957 in seinem Porsche Eigenbau.]] |
| | + | [[Datei:Kronreif_Mathe_Salzburg_Liefering_1952.jpg|thumb|[[1. Mai Rennen|Straßenrennen Salzburg-Liefering 1952]]: Nr. 73 - [[Ernst Kronreif]], Mitbegründer von [[KTM]], in seinem Monoposto-Rennwagen "Salmson" Eigenbau und Nr. 75 - Otto Mathé auf [[Otto Mathé Sonderausstellung – Porsche Typ 64|VW 64-Porsche]];]] |
| | '''Otto Mathé''' (* [[31. Juli]] [[1907]] im [[Zillertal]]; † [[29. November]] [[1995]] in Innsbruck, [[Nordtirol]]) war gelernter Mechaniker und Rennfahrer. | | '''Otto Mathé''' (* [[31. Juli]] [[1907]] im [[Zillertal]]; † [[29. November]] [[1995]] in Innsbruck, [[Nordtirol]]) war gelernter Mechaniker und Rennfahrer. |
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| | Am [[11. Juli]] [[1948]], vor einer Kulisse von 30 000 bis 45 000 Zuschauern<ref>Die Angaben variieren je nach Quelle.</ref> beim Innsbrucker Straßenrennen auf dem „Saggen-Ring“ („Rund um Hopfgarten“) war er mit einem „Fiat Balilla 508 S“ zu sehen. Zu diesem Rennen war auch [[Herbert Kaes]] auf „Porsche 356“ Konstruktionsnr. 001, der im Sommer in Gmünd fertiggestellt, gekommen, ebenso [[Ferry Porsche]] mit dem „Berlin-Rom-Wagen“ war privat ebenfalls dabei.<ref>{{Quelle SN|28. Juli 1973}} und [http://www.tiroler-motormuseum.com www.tiroler-motormuseum.com]</ref>. Allerdings gab es kein Automobilrennen, wie angekündigt, sondern nur ein Motorradrennen (bei dieser Veranstaltung fiel [[Helmut Krackowizer]] wegen Getriebe- und Kerzenschaden beim Motorradrennen der 250 cm³ Klasse aus). Die Automobile fuhren nur ein paar Runden zur Schau. | | Am [[11. Juli]] [[1948]], vor einer Kulisse von 30 000 bis 45 000 Zuschauern<ref>Die Angaben variieren je nach Quelle.</ref> beim Innsbrucker Straßenrennen auf dem „Saggen-Ring“ („Rund um Hopfgarten“) war er mit einem „Fiat Balilla 508 S“ zu sehen. Zu diesem Rennen war auch [[Herbert Kaes]] auf „Porsche 356“ Konstruktionsnr. 001, der im Sommer in Gmünd fertiggestellt, gekommen, ebenso [[Ferry Porsche]] mit dem „Berlin-Rom-Wagen“ war privat ebenfalls dabei.<ref>{{Quelle SN|28. Juli 1973}} und [http://www.tiroler-motormuseum.com www.tiroler-motormuseum.com]</ref>. Allerdings gab es kein Automobilrennen, wie angekündigt, sondern nur ein Motorradrennen (bei dieser Veranstaltung fiel [[Helmut Krackowizer]] wegen Getriebe- und Kerzenschaden beim Motorradrennen der 250 cm³ Klasse aus). Die Automobile fuhren nur ein paar Runden zur Schau. |
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| − | Im Juni [[1949]] kaufte den „Berlin-Rom-Wagen“ von Porsche. Mathé baute ihn auf Rechtslenkung um, und gewann zwischen 1949 und [[1952]] zahlreiche nationale und internationale Straßenrennen, darunter die Österreichische Alpenfahrt 1950, die Straßenrennen von Korneuburg, [[Linz]], Krems und Innsbruck sowie den Staatsmeistertitel 1952. Insgesamt gelangen ihm in diesem Jahr 22 Siege. Zuletzt fuhr Otto Mathé den „Berlin-Rom-Wagen“ [[1982]] in Laguna Seca anlässlich eines Porsche-Treffens. In dieser Zeit war er auch schon mit einem „Porsche 356“ bei Rennen zu sehen. | + | Im Juni [[1949]] kaufte den „Berlin-Rom-Wagen“ von Porsche. Mathé baute ihn auf Rechtslenkung um, und gewann zwischen 1949 und [[1952]] zahlreiche nationale und internationale Straßenrennen, darunter die [[Internationale Österreichische Alpenfahrt|Österreichische Alpenfahrt]] 1949 und 1950, die Straßenrennen von Korneuburg, [[Linz]], Krems und Innsbruck sowie den Staatsmeistertitel 1952. Insgesamt gelangen ihm in diesem Jahr 22 Siege. Zuletzt fuhr Otto Mathé den „Berlin-Rom-Wagen“ [[1982]] in Laguna Seca anlässlich eines Porsche-Treffens. In dieser Zeit war er auch schon mit einem „Porsche 356“ bei Rennen zu sehen. |
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| | Dann tritt Mathé bei den [[Int. Motorrad- und Auto-Eisrennen Zell am See]] in Erscheinung, wo er allerdings mit einem anderen Porsche-Modell. [[1953]] er den Kilogramm Leergewicht ultraleichten Sportwagens namens MA-01 im Eigenbau konstruiert. Der Renner mit Spitzname „Fetzenflieger, hatte einen Porsche-Motor im Heck, dessen Schwerpunkt extrem niedrig gelegt war. Erstmals war er bei der Veranstaltung 1953 zu sehen. Er erreichte ohne Skifahrer einen Schnitt von 97,3 km/h und gewann mit einer Zeit von 02:08,0 min. in der Rennwagenklasse. | | Dann tritt Mathé bei den [[Int. Motorrad- und Auto-Eisrennen Zell am See]] in Erscheinung, wo er allerdings mit einem anderen Porsche-Modell. [[1953]] er den Kilogramm Leergewicht ultraleichten Sportwagens namens MA-01 im Eigenbau konstruiert. Der Renner mit Spitzname „Fetzenflieger, hatte einen Porsche-Motor im Heck, dessen Schwerpunkt extrem niedrig gelegt war. Erstmals war er bei der Veranstaltung 1953 zu sehen. Er erreichte ohne Skifahrer einen Schnitt von 97,3 km/h und gewann mit einer Zeit von 02:08,0 min. in der Rennwagenklasse. |
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| | Dieser Plan scheint Mathé gelungen zu sein, denn [[1959]] nahm er an der Veranstaltung auf dem [[Zeller See]] wie gewohnt teil und gewann mit einem Schnitt von 96,8 km/h vor Richard von Frankenberg („Porsche RS“). In der Klasse Automobile ohne Limit konnte Otto Mathé mit 94,7 km/h Schnitt den Porsche-Rennleiter Fritz Huschke von Hanstein, der den zweiten Werksrennwagen steuerte, gleichfalls auf den zweiten Platz verweisen. Nach diesem Rennen beendete der 51-Jährige seine aktive Motorsportkarriere, denn er hatte seiner Frau Rosl versprochen, mit dem Motorsport aufzuhören. | | Dieser Plan scheint Mathé gelungen zu sein, denn [[1959]] nahm er an der Veranstaltung auf dem [[Zeller See]] wie gewohnt teil und gewann mit einem Schnitt von 96,8 km/h vor Richard von Frankenberg („Porsche RS“). In der Klasse Automobile ohne Limit konnte Otto Mathé mit 94,7 km/h Schnitt den Porsche-Rennleiter Fritz Huschke von Hanstein, der den zweiten Werksrennwagen steuerte, gleichfalls auf den zweiten Platz verweisen. Nach diesem Rennen beendete der 51-Jährige seine aktive Motorsportkarriere, denn er hatte seiner Frau Rosl versprochen, mit dem Motorsport aufzuhören. |
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| | + | Bei den [[1. Mai Rennen]] [[1952]] und [[1. Mai Rennen 1953|1953]] auf der [[Westautobahn]] in der [[Stadt Salzburg]]-[[Liefering]] war er am Start, wieder mit einem anderen Porsche, einem „Porsche 1100“. Später brachte er dann wieder den Porsche Typ 64 zu den [[Oldtimer Grand Prix]] auf dem [[Salzburgring]]. |
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| | + | Am [[Straßenrennen Hallein]] [[1952]] nahm er mit einem „Porsche 356“ 1 500 cm³ teil.<ref>[https://www.technischesmuseum.at/museum/online-sammlung#sammlung/ui/%7B%22search%22%3A%22Otto%20Math%C3%A9%22%7D/objectdetail/110497671 www.technischesmuseum.at/museum/online-sammlung]</ref> |
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| | Beim [[Gaisbergrennen 1957]] wurde Mathé in der formelfreien Rennwagenklasse auf Bardahl-Porsche Zweiter hinter Dr. Harry Zweifel ([[SUI]]). | | Beim [[Gaisbergrennen 1957]] wurde Mathé in der formelfreien Rennwagenklasse auf Bardahl-Porsche Zweiter hinter Dr. Harry Zweifel ([[SUI]]). |
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| − | Auch bei den [[1. Mai Rennen 1953]] auf der [[Westautobahn]] in der [[Stadt Salzburg]]-[[Liefering]] war er am Start, wieder mit einem anderen Porsche, einem „Porsche 1100“. Später brachte er dann wieder den Porsche Typ 64 zu den [[Oldtimer Grand Prix]] auf dem [[Salzburgring]].
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| | Juli [[1973]]: 25. Rennjahr-Jubiläum bei Porsche in Innsbruck, Otto Mathé kam auf „Ur-Porsche“ (Berlin-Rom-Wagen), Kaes auf „Porsche 914“. | | Juli [[1973]]: 25. Rennjahr-Jubiläum bei Porsche in Innsbruck, Otto Mathé kam auf „Ur-Porsche“ (Berlin-Rom-Wagen), Kaes auf „Porsche 914“. |