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| | Frau Jakober arbeitete neben den Entbindungen auch in mehreren Mutterberatungsstellen wie in Maishofen, in [[Rauris]], in [[Saalbach]], in [[Taxenbach]], in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] und in [[Piesendorf]] und absolvierte im Auftrag der Jugendwohlfahrt im Rahmen der Prophylaxe Hausbesuche bei Eltern mit neugeborenen Kindern. | | Frau Jakober arbeitete neben den Entbindungen auch in mehreren Mutterberatungsstellen wie in Maishofen, in [[Rauris]], in [[Saalbach]], in [[Taxenbach]], in [[Bruck an der Großglocknerstraße]] und in [[Piesendorf]] und absolvierte im Auftrag der Jugendwohlfahrt im Rahmen der Prophylaxe Hausbesuche bei Eltern mit neugeborenen Kindern. |
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| − | ==Das Berufsleben geht zu Ende== | + | ==Das Berufsleben geht dem Ende zu== |
| | Mit ihrem 60. Geburtstag beendete sie [[1977]] ihre Tätigkeit als Hebamme und hat in 33 Jahren alles in allem über 7.000 – in Worten sieben Tausend – Kindern in das Licht der Welt geholfen. Die Arbeit in den Mutterberatungsstellen führte sie noch bis zum 80. Lebensjahr fort und so lange lenkte sie auch ihr eigenes Auto. | | Mit ihrem 60. Geburtstag beendete sie [[1977]] ihre Tätigkeit als Hebamme und hat in 33 Jahren alles in allem über 7.000 – in Worten sieben Tausend – Kindern in das Licht der Welt geholfen. Die Arbeit in den Mutterberatungsstellen führte sie noch bis zum 80. Lebensjahr fort und so lange lenkte sie auch ihr eigenes Auto. |
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| | Kurios war, dass sie kurz nach ihrer Pensionierung noch einmal zu einer Geburt ins Krankenhaus gerufen wurde, die sie wie ihre erste Geburt wiederum ohne reguläre Berechtigung mit einer Sondergenehmigung durchführte. | | Kurios war, dass sie kurz nach ihrer Pensionierung noch einmal zu einer Geburt ins Krankenhaus gerufen wurde, die sie wie ihre erste Geburt wiederum ohne reguläre Berechtigung mit einer Sondergenehmigung durchführte. |
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| | ==Gegenwart und Resümee== | | ==Gegenwart und Resümee== |
| | Frau Jakober ist bis heute geistig rege und kann auf ein langes und ereignisreiches Leben zurückblicken. Sie steht jetzt im Jahr [[2011]] in ihrem 94. Lebensjahr und lebt im Haus ihrer Tochter. Entgegen alle Wahrscheinlichkeit konnte sie als aus ärmlichen, ländlichen Verhältnissen stammende Frau ihrer Generation im zweiten Bildungsweg einen anspruchsvollen Beruf erlernen und diesen ein ganzes Berufsleben lang ausüben. Sie hat in ihrem Leben auch eine eigene Familie gegründet, eigene Kinder geboren und freut sich über Enkel und Urenkel. Sie hat mehrere politische Regime erlebt und ist Zeitzeugin wesentlicher gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, die sich nicht zuletzt in ihrem Berufsbereich manifestieren. Von hohen Geburtenraten und von Hausgeburten bei Petroleumlicht unter unzureichenden hygienischen Verhältnissen, zu denen sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs war, ist die Entwicklung innerhalb nur eines Menschenalters über das dramatische Absinken der Geburtenrate bis hin zur kontrollierten Reproduktionsmedizin mit all den bekannten Begleiterscheinungen fortgeschritten. Ob alles wirklich ein Fortschritt war, darüber ist sich Frau Jakober nicht völlig sicher. | | Frau Jakober ist bis heute geistig rege und kann auf ein langes und ereignisreiches Leben zurückblicken. Sie steht jetzt im Jahr [[2011]] in ihrem 94. Lebensjahr und lebt im Haus ihrer Tochter. Entgegen alle Wahrscheinlichkeit konnte sie als aus ärmlichen, ländlichen Verhältnissen stammende Frau ihrer Generation im zweiten Bildungsweg einen anspruchsvollen Beruf erlernen und diesen ein ganzes Berufsleben lang ausüben. Sie hat in ihrem Leben auch eine eigene Familie gegründet, eigene Kinder geboren und freut sich über Enkel und Urenkel. Sie hat mehrere politische Regime erlebt und ist Zeitzeugin wesentlicher gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, die sich nicht zuletzt in ihrem Berufsbereich manifestieren. Von hohen Geburtenraten und von Hausgeburten bei Petroleumlicht unter unzureichenden hygienischen Verhältnissen, zu denen sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs war, ist die Entwicklung innerhalb nur eines Menschenalters über das dramatische Absinken der Geburtenrate bis hin zur kontrollierten Reproduktionsmedizin mit all den bekannten Begleiterscheinungen fortgeschritten. Ob alles wirklich ein Fortschritt war, darüber ist sich Frau Jakober nicht völlig sicher. |